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2301 Ergebnisse.
Validierung ausgewählter koproskopischer Methoden zum Parasitennachweis - oder: Umgang mit der koproskopischen Untersuchung im akkreditierten Labor
Validation of selected coproscopical method for parasite detection - Use of coproscopical methods in labs with quality-management
Projektverantwortliche: Dr. C. Epe; Prof. Dr. T. Schnieder
Laufzeit: 2004 bis 2006
Kliniken/Institute:
Institut für Parasitologie Zentrum für Infektionsmedizin
Projektdetails:
Ziel der Arbeit ist die Validierung der in der veterinärparasitologischen Diagnostik gebräuchlichen koproskopischen Methoden zum Nachweis parasitärer Stadien hinsichtlich ihrer Sensitivität und Ermittlung ihrer Varianz. Die Validierung wurde für die relevanten qualitativen bzw. quantitativen Kotuntersuchungsmethoden (Flotation, McMaster-Methode, zum speziellen Nachweis einzelner Parasitosen Sedimentation, Auswanderverfshren nach Baermann) durchgeführt. Insgesamt wurden 13 Helminthenarten aus 5 Haussäugetieren genutzt, für die mit jeder relevanten Methode die Wiederfindungsrate durch replikative Titrationsreihen eingezählter Parasitenstadien ermittelt wurde. Die Verwendung verschiedener verwandter Gattungen (z.B. Toxocara, Ascaris) und nichtverwandter Gattungen (z.B. Cylicocyclus, Cooperia, Moniezia) soll aufzeigen, ob sich Unterschiede in der Nachweisbarkeit zwischen z. B. Strongyliden und Askariden aufgrund ihrer unterschiedlichen Morphologie ergeben und ob einzelne Parasitenarten sozusagen als "Indikatorparasiten" zur generellen Validierung von Nachweismethoden geeignet sind. Die Validierungsdaten wurden prozentual und absolut (in EpG) dargestellt sowie umfassend statistisch ausgewertet. Erste Ergebnisse zeigen zum Teil stark unterschiedliches Verhalten von Stadien gleicher als auch unterschiedlicher Familien sowie eine breite Varianz innerhalb der jeweiligen Methode. So verhielt sich in den durchgeführten Experimenten z.B. der Nachweis von Hakenwurmeiern der Hunde unterschiedlich und Schwankungen zwischen zoologischen Familien aber auch einzelnen Tierarten führte zu starken Verlusten der Sensitivität der verwendeten Methoden. So beeinflusst die aufgetretene Varianz besonders in den niederen Dosisbereichen des quantitativen Nachweises (McMaster) die Interpretation und den klassischen Einsatz der Methode. Diese Ergebnisse werden vorgestellt und der Einfluss der morphologischen Struktur der Parasitenstadien, Kotbeschaffenheit, Wirtstierart und Methodendurchführung wird vor dem Hintergrund von zu etablierenden QM-Systemen diskutiert.
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Evaluierung eines genetischen Markers zur Zucht auf Moderhinke-Toleranz bei Schafen
Evaluation of genetical markers for Footrot tolerance in sheep
Projektverantwortliche: Prof. Dr. M. Ganter ; TÄ S. Lottner; Prof. Dr. O. Distl
Laufzeit: Anfang 2004 bis Ende 2006
Drittmittelprojekt: Drittmittelgeber - Wirtschaftsgemeinschaft Deutsches Lammfleisch, 30.000 EUR
Kliniken/Institute:
Klinik für kleine Klauentiere und forensische Medizin / Ambulatorische Klinik
Institut für Tiergenomik
Projektdetails:
Die von Prof. Hickford ermittelten Toleranzallele auf dem DQA2-Gen der Schafe sollen auf ihre Eignung als Marker für die Moderhinke-Toleranz bei deutschen Schafen überprüft werden.
Resultate:

Schätzung der Heritabilität für Moderhinke beim Schaf

Analyse der DQA2-Haplotypen auf ihre Beziehungen zu dem Auftreten von Moderhinke

In zwei schafhaltenden Betrieben, in denen seit mehreren Jahren Probleme mit Moderhinke-Infektionen bestehen, wurde einerseits die Wirksamkeit von paucivalenten bestandsspezifischen Vakzinen mit der des kommerziell erhältlichen polyvalenten Impfstoffes (Footvax®, ESSEX Tierarznei München) verglichen. Darüber hinaus

wurde überprüft, ob das Vorliegen bestimmter DQA2-Haplotypen eine erhöhte Moderhinke-Toleranz bewirkt.

Als Untersuchungsgut standen insgesamt 807 weibliche Schafe der Rassen Merinofleischschaf (n = 439), Merinolandschaf (n= 142) und Schwarzköpfiges Fleischschaf (n = 226) zur Verfügung.

Vor dem eigentlichen Beginn der Untersuchungen wurden aus beiden Herden Dichelobacter nodosus-Stämme isoliert, aus denen für Betrieb 1 eine pentavalente (Serogruppen A, B, G, H und I) und für Betrieb 2 eine quadrivalente Vakzine (Serogruppen B, E, G und I) hergestellt wurde. Die Schafe wurden in einem Zeitraum von 16 Wochen dreimal untersucht (1., 4. und 16. Woche), wobei die Impfung im Rahmen der ersten und zweiten Untersuchung erfolgte. Insgesamt ging die Moderhinke-Prävalenzgemessen an der Zahl der unterminierten Klauen - im Untersuchungszeitraum von 20,20 % auf 5,90 % zurück.

In Anbetracht der eingesetzten Vakzinen ergab sich in der Gruppe der Schafe, die mit der polyvalenten Pili-Vakzine geimpft wurden, ein Rückgang von 12,3 % auf 2,5 %, während sich die jeweils bestandsspezifisch geimpfte Gruppe von 28,4 % auf

8,9 % verbesserte. Bedingt durch das Versuchsdesign kann keiner der beiden Impfstoffe als eindeutig überlegen im Bezug auf die Schutz- und Heilungsrate dargestellt werden.

Da aber der Einsatz von Footvax® aufgrund des zugesetzten Mineralöl-Adjuvans zu einer signifikant höheren Zahl an Impfreaktionen (p = < 0,0001) führte, sind bestandsspezifische Vakzinen mit vergleichsweise milden Adjuvantien, wie z.B.

Aluminiumhydroxid aus Tierschutzgründen vorzuziehen.

Um die genetische Moderhinke-Toleranz beurteilen zu können, wurde der DQA2-Genort der Schafe analysiert. Insgesamt konnten bei 538 Tieren 21 Allele nachgewiesen werden, die sich zu 96 verschiedenen Genotypen zusammensetzten. Das am häufigsten nachgewiesene Allel war D (n = 263), der am häufigsten

nachgewiesene Genotyp B1/D (n = 44). 23,4 % aller nachgewiesenen Allele setzten sich aus einem DQA2-Allel und einer zusätzlichen DQA2-ähnlichen Sequenz zusammen. Tiere, die ein solches dupliziertes Allel an ihrem DQA2-Genort aufwiesen, hatten eine signifikant geringere relative Chance, an Moderhinke erkrankt zu sein, als Tiere, bei denen keine Duplikation vorlag (OR = 1,76, [95%-Konfidenzintervall: 1,08 bis 2,88], p = 0,02). Beim Vergleich einzelner DQA2-Allele gegeneinander zeigte sich, dass insbesondere Schafe mit den duplizierten Allelen G und J2 mit geringerer Wahrscheinlichkeit an Moderhinke erkrankten als Tiere mit den nicht duplizierten Allelen E und L (OR L/J2 = 2,09, [95%-Konfidenzintervall: 1,07 bis 4,10], p = 0,03). Ein Einsatz des DQA2-Gens der Schafe als Marker-Gen für die Moderhinke-Toleranz

erscheint somit sinnvoll und stellt die bislang einzige Möglichkeit dar, die Moderhinke-Empfänglichkeit von Einzeltieren in Herden zu bestimmen, in denen keine klinischen Moderhinke-Infektionen vorliegen. Da die Moderhinke-Toleranz der Schafe mit einer ausgeprägten und in Relation zu den hochempfänglichen Tieren lang anhaltenden Immunantwort in Zusammenhang

steht, ist bei einem kombinierten Einsatz von bestandsspezifischen Vakzinen und Selektion auf Moderhinke-Toleranz mit einer nachhaltigen Verbesserung der

Moderhinke-Situation zu rechnen.

Kooperationspartner:

Prof. Dr. J. Hickford, Lincoln University, New Zealand

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Grundlagen zur Optimierung lebensmitteltechnischer Verfahren zum Erhalt von Thiamin und Thiaminphosphaten in Rohwurst und Rohschinken
Conservation of thiamine and thiamine phosphate in raw fermented sausages and raw ham: principles of optimization of food processing technology
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Waldemar Ternes; Sarina Bäckermann, TÄ; Cornelia Poel, TÄ
Laufzeit: Dezember 2004 bis November 2006
Drittmittelprojekt: Fritz-Ahrberg-Stiftung
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmitteltoxikologie
Projektdetails:
Thiaminversorgung in der menschlichen Ernährung. Thiamin (Vitamin B1) kommt in mindestens drei Bindungsformen (als Mono-, Di- und Triphosphat) sowie frei vor. Bei der Reifung von Rohprodukten kann es zu erheblichen Verlusten kommen. Die Abbauvorgänge sollen untersucht werden, um den Erhalt des Vitamin B1 durch eine gezielte Lebensmitteltechnologie zu gewährleisten.
Kooperationspartner:

Niedersächsische Fleischmanufakturen

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Effekte verschiedener Futtermittel und -bearbeitungsformen auf die postprandiale Glucose- und Insulinreaktion sowie auf die Wasserstoff- und Methanexhalation beim Pferd
Effects of different feeds and types of feed processing on the postprandial glucose- and insulin response and on the hydrogen- and methane exhalation of the horse
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Coenen; Dr. Vervuert; Katrin Voigt
Laufzeit: April 2004 bis März 2006
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
In dieser Studie wurde der Einfluss von verschiedenen stärkehaltigen und rohfaserhaltigen Futtermitteln auf die Glucosehomöostase und auf die Wasserstoff- und Methanexhalation untersucht. Hierzu wurden für verschiedene Futtervarianten sowohl der Einfluss der Stärkeherkunft (Hafer, Gerste, verschiedene Mischfuttermittel), der verschiedenen Behandlungsformen (mechanisch, thermisch, enzymatisch), als auch der Menge an zugeführter Stärke (0,3-4 g Stärke/kg KM) sowie der Einfluss von Raufutter (Heu, Trockenschnitzel, gehäckseltes Luzerne-Stroh-Gemisch) und verschiedenen Fütterungskombinationen aus Luzerne und Hafer auf die Glucose- und Insulinreaktion, als indirekter Marker des enzymatischen Stärkeabbaus sowie auf die Wasserstoff- und Methanexhalation, als indirekter Marker mikrobieller Fermentationsvorgänge, untersucht. Für den Versuch standen vier Pferde (drei Traber, ein Warmblut, Alter: 10-11 Jahre, Körpergewicht: 563±46,9 kg, BCS 5-6) zur Verfügung. 28 Fütterungsvarianten wurden blockweise, im Cross Over Design oder randomisiert gefüttert und die Pferde postprandial auf ihre glycämische und insulinämische Reaktion sowie auf die Wasserstoff- und Methanexhalation untersucht. Nach einer Adaptationszeit von zwei bis elf Tagen und zwölfstündiger Nahrungskarenz wurde den Pferden ausschließlich das jeweilige Testfuttermittel vorgesetzt. Blutproben zur Überprüfung der Glucose- und Insulinreaktion und Proben der Wasserstoff- und Methanexhalation wurden postprandial in definierten Intervallen entnommen.
Kooperationspartner:

Dodson and Horrell Ltd, Ringstead Kettering Northants, NN 14 4 BX

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Effekte verschiedener Futtermittel und -bearbeitungsformen auf die Futteraufnahmedauer, die Kaufrequenz und die Kauintensität beim Pferd
Effects of different feedstuffs and their processing on the duration of feed intake, chewing frequency and chewing intensity in horses
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Coenen; Dr. Vervuert; Nathalie Brüssow
Laufzeit: April 2004 bis März 2006
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
In der vorliegenden Studie wurden die Effekte verschiedener Futtermittel und unterschiedlicher Bearbeitungsformen auf die Futteraufnahmedauer, Kaufrequenz und Kauintensität beim Pferd untersucht und geprüft, welche Einzelfuttermittel oder welche Kombinationen der vorliegenden Futtermittel dazu geeignet sind, die Pferde mit einer längeren Futteraufnahmezeit zu beschäftigen. Untersucht wurden sowohl mechanisch, thermisch und unbehandelte Getreide (Hafer und Gerste) als auch verschiedene Mischfutter- und Raufuttermittel (Heu, Heulage und Stroh-Luzerne-Häcksel) sowie Kombinationen aus Hafer und Luzernehäcksel.
Für die Studie standen 4 klinisch gesunde Pferde, davon drei Traber und ein Mecklenburger Warmblut im Alter von 10 bis 11 Jahren, zur Verfügung, die teils blockweise, teils randomisiert die Testfuttermittel erhielten. Die Getreidezubereitungen und Mischfutter wurden in einer Dosierung von 2 g Stärke/kg KM/ Tag, die Trockenschnitzel jeweils in der Menge von 1 kg TS/Tier über 13 Tage gereicht. Die Raufutter wurden restriktiv (1 kg TS) und über 21 Tage ad libitum gefüttert. In drei Kombinationen aus Hafer und Luzerne (Gabe von Hafer vor, nach und gemischt mit Luzerne) wurde Hafer mit 2 g Stärke/kg TS und Luzerne mit 0,5 g Rfa/kg TS restriktiv gefüttert. In den restriktiven Varianten erhielten die Pferde zusätzlich zu der einmal täglich morgens verabreichten Testfutterration dreimal täglich Heu. Die Messungen der Kaufrequenz erfolgten mittels eines mechanischen Handzählers, vier modifizierter Halfter und eines Myografen. Die Myografiemessung wurde zweimal während des jeweiligen Versuchsdurchganges, frühestens jedoch ab Tag 5, durchgeführt. Zeitgleich liefen Messungen mittels Handzähler und Halfter. Es wurden die Aufnahmedauer, die Kaufrequenz sowie die Dauer eines Kauzyklus und die Kauintensität gemessen.
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Populationsattributables Lungenkrebsrisiko durch Radon in Deutschland
Population Attributable Lung Cancer Risk Due to Radon in Germany
Projektverantwortliche: Dipl. Stat. Susanne Menzler; Prof. Dr. Lothar Kreienbrock
Laufzeit: 2004 bis 2006
Drittmittelprojekt: Bundesamt für Strahlenschutz
Kliniken/Institute:
Institut für Biometrie Epidemiologie und Informationsverarbeitung
Projektdetails:
Radon und Radonfolgeprodukte stellen das mit Abstand größte umweltbedingte Lungenkrebsrisiko dar. Hierfür liegt mittlerweile eine Vielzahl wissenschaftlicher Belege aus Studien bei Bergarbeitern und aus Untersuchungen in der Allgemeinbevölkerung in Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, Tschechien, Schweden, Finnland, Großbritannien, Frankreich, aus den U.S.A. und Kanada sowie China vor. Aktuelle Forschungsresultate aus zwei großen gemeinsamen Untersuchungen in Europa und den U.S.A. legen nahe, dass ein linearer Zusammenhang ohne Schwellenwert zwischen der kumulativen Exposition mit Radon und dem Lungenkrebsrisiko besteht.
Die Konsequenzen einer Exposition mit Radon für eine gesamte Bevölkerung können durch das so genannte populationsattributable Risiko beschrieben werden. Diese Größe ist der Anteil der auf die Exposition zurückführbaren Erkrankungen an allen Erkrankungen in der betrachteten Bevölkerung bzw. als der Anteil aller Krankheitsfälle, der durch die Elimination der Exposition vermieden werden kann. Im vorliegenden Untersuchungsvorhaben wurde diese Größe für die Bundesrepublik Deutschland insgesamt sowie bei hinreichender Datenqualität für die Bundesländer getrennt ermittelt. Diese Berechnungen lehnen sich an das generelle WHO-Konzept der Ermittlung des "Global Burden of Disease" an.

Im Ergebnis beträgt danach die mittlere Radonkonzentration 49 Bq/m³, und ca. 5% aller Lungenkrebserkrankungen in Deutschland sind der Radonbelastung in Wohnungen zuzuschreiben. Da pro Jahr in Deutschland ca. 37 700 Personen am Lungenkrebs versterben, macht dies somit eine Zahl von 1 896 Fällen aus, die auf Radon zurückzuführen sind. Diese Berechnung wurde noch weiter differenziert. Berücksichtigt man Angaben zum Rauchverhalten bei Männern und Frauen, dann sind dem Radon ca. 1 436 Männer und 478 Frauen mit Lungenkrebs zuzuordnen. Ferner wurde untersucht, wie sich das PAR in den unterschiedlichen Bundesländern darstellt. Dabei liegen beim PAR Thüringen (8.75%) und Sachsen (8.29%), Rheinland Pfalz (6.43%) und Bayern (6.24%) an der Spitze, während Bremen, Hamburg und Berlin am Ende liegen. Anders sehen die absoluten Zahlen aus. Bei diesen sind NRW (447 Fälle) und Bayern (265 Fälle) am Stärksten betroffen.

Abschließend wurde die Frage untersucht, wie viele der Erkrankungsfälle durch Radon in Wohnungen durch geeignete Präventivmaßnahmen vermeidbar sind. Die Außenluftkonzentration von Radon beträgt in Deutschland nach Angaben des BfS durchschnittlich 9 Bq/m³. Das realistischste Szenario führt zu dem Ergebnis, dass pro Jahr 302 Erkrankungsfälle vermieden werden können, wenn ein Höchstwert von 100 Bq/m³ nicht überschritten würde. Bei einem Höchstwert von 200 Bq/m³ sind 143 und bei einem Höchstwert von 400 Bq/m³ 68 radonbedingte Erkrankungsfälle in Deutschland vermeidbar.

Auch wenn die durch Vorsorgemaßnahmen vermeidbare Zahl von Lungenkrebserkrankungen kleiner ist als früher angenommen, so ist dieses Risiko dennoch nach dem Rauchen und neben dem Passivrauchen das wichtigste Lungenkrebsrisiko für die deutsche Bevölkerung. Das größte Präventionspotential liegt bekanntermaßen im Verzicht auf den Tabakkonsum. Ferner ist zu beachten, dass Radon bei Rauchern in Deutschland 1 737 Erkrankungsfälle verursacht, bei Nichtrauchern hingegen nur 159 Erkrankungsfälle. Daher lässt sich das radonbedingte Risiko auch durch Aufgeben des Rauchens deutlich verringern. Zusammengefasst ergibt sich somit ein wichtiges Präventionspotential für den Lungenkrebs sowohl durch vermeiden der aktiven und passiven Tabakrauchexposition als auch durch Maßnahmen zur Reduktion der Radonbelastungen in Wohnungen.
Kooperationspartner:

Ludwig-Maximilians-Universität München

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Effekte einer unterschiedlichen K-Aufnahme bei geringer bzw. hoher Proteinzufuhr auf die N-Bilanz, Fleischzusammensetzung (Proteinqualität) und Prozesse der Fleischprüfung bei Schweinen
Effects of different K-intake feeding low or high protein levels in the diet on N-balance, meat composition (protein quality) and processes of proofing meat quality in pigs
Projektverantwortliche: Prof. Dr. M. Coenen; Regine Fricke
Laufzeit: September 2004 bis August 2006
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Nachweislich beeinflussen unterschiedliche Konzentrationen von Elektrolyten (Na, K, Cl) die Protein- und Aminosäurenverdaulichkeit von Schweinen. Bei niedriger Proteinzufuhr hat eine mäßige K-Aufnahme günstige Effekte auf den Proteinansatz, wobei u.a. eine niedrigere Konzentration an Nicht-Protein-Stickstoff im Fleisch erreicht wird. Vor diesem Hintergrund soll in entsprechenden Mastversuchen mit Schweinen bei zweifaktoriellem Versuchsdesign (1. Faktor: Proteinzufuhr mit 120 bzw. 180 g/kg Futter; 2. Faktor: K-Zufuhr mit 2,5 / 10 / 15 und 18 g/kg Futter) die Leistung der Tiere, der Proteinansatz und insbesondere die Fleischqualität überprüft werden. Im Fleisch interessieren dabei vornehmlich der Proteingehalt, die Konzentrationen freier Aminosäuren sowie an Harnstoff und Ammoniak. Wasserbindung und Fleischreifung sind dabei insbesondere in Abhängigkeit der Proteinqualität der Muskulatur zu prüfen. Neben experimentellen bilanztechnischen Untersuchungen sollen des Weiteren Untersuchungen im Feld vorgenommen werden.
Darüber hinaus sollen in experimentellen, bilanztechnischen Studien Feldstudien ergänzt werden.
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Analyse möglicher Ursachen von Totgeburten in MLP-Milchviehbetrieben anhand von Kriterien des Betriebsmanagements - eine statistische Erhebung -
The influence of various management practices on stillbirth - a survey on dairy farms of Thuringia/Germany
Projektverantwortliche: Prof. Dr. M. Hoedemaker; Marie Teltscher
Laufzeit: April 2004 bis Juni 2006
Drittmittelprojekt: Spenden
Kliniken/Institute:
Klinik für Rinder
Projektdetails:
Mittels eines Fragebogens werden in 53 repräsentativen Milchviehbetrieben in Thüringen verschiedene Managementfaktoren erfaßt und ihre Auswirkung auf die Totgeburtenrate untersucht.
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Auswirkungen von Enterococcus faecium als Futterzusatzstoff auf die Keimflora und Zusammensetzung des Darminhalts sowie auf die Leistung von Broilern bei gleichzeitigem Einsatz eines Kokzidiostatikums
Effects of Enterococcus faecium as a feed additive on the flora and composition of the contents in the digestive tract as well as on the performance of broilers, under simultaneous application of an anticoccidal additive
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Kamphues; Meike Hinrichs
Laufzeit: April 2004 bis März 2006
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
In der vorliegenden Arbeit sollten die Auswirkungen des Probiotikums EF (Enterococcus faecium; Stamm DSM 7134) auf die Darmflora von Broilern (Keimzahlen von Enterokokken und E. coli sowie LPS-Gehalte im Chymus), auf Parameter des mikrobiellen Stoffwechsels (Laktat, FFS, NH3) sowie auf wirtschaftlich relevante Leistungsdaten (Zunahmen, Futteraufwand, Verlustrate) geprüft werden. Dazu wurden zunächst drei Mastdurchgänge (D1-D3) unter Institutsbedingungen durchgeführt, in denen jeweils vier Gruppen mit je ~ 25 Tieren unterschiedliche Dosierungen (0/106/107/108 KbE/g) des Probiotikums über das Futter (abgesehen von dem EF-Zusatz identisches Mischfutter aus gängigen Komponenten mit üblichen Energie- und Nährstoffgehalten) erhielten. Darüber hinaus kam in einigen Gruppen als Antikokzidium das Ionophor Monensin-Natrium zum Einsatz, um die möglichen Effekte des Probiotikums auch unter dem Einfluss dieser Substanz zu testen. Im Unterschied zum Einsatz von Probiotika bei anderen Spezies erfolgt in der Geflügelmast allgemein parallel ein Zusatz eines Antikokzidiums. Verschiedene kokzidiostatisch wirksame Produkte (insbesondere aus der Gruppe der Ionophore) haben nämlich auch eine antibiotische Wirkung, so dass sich nicht zuletzt die Frage der Kompatibilität stellt. Möglicherweise hemmt das Antikokzidium das parallel verwendete Probiotikum.
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Untersuchungen zu Aufbau und Funktion der Caeca von Eulen (Strigiformes)
Investigations on structure and function of the caeca of owls (strigiformes)
Projektverantwortliche: Dr. med. vet. N. Kummerfeld; Prof. Dr. med. vet. W. Meyer; Tierärztin Anna N. Hellmann
Laufzeit: April 2004 bis Dezember 2006
Drittmittelprojekt: Niedersächsische Lottostiftung - Bingo Umweltlotterie
Kliniken/Institute:
Klinik für Geflügel
Anatomisches Institut
Projektdetails:
Pflanzenfresser besitzen Blinddärme, deren Aufbau und Funktion als Gärkammern bekannt sind. Eulen aber sind Fleischfresser, wie Sperber oder Turmfalke, und tragen dennoch voluminöse Blinddärme. Die Untersuchungen zu deren morphologischem Aufbau und möglichen Funktionen sollen Hinweise liefern, wie Fütterung und Haltung hilflos aufgefundener Eulen oder aufgezogener Eulennestlinge optimiert werden können.
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