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2311 Ergebnisse.
Entwicklung eines in vitro-Testsystems zur Prüfung der Kanzerogenität von Chemikalien im hohen Durchsatz
Development of an in vitro test system for the high-throughput analysis of the carcinogenicity of chemicals
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Pablo Steinberg
Laufzeit: Dezember 2010 bis August 2013
Drittmittelprojekt: Stiftung SET (Stiftung zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur Einschränkung von Tierversuchen) und die Doerenkamp-Zbinden Stiftung, 236.200 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmitteltoxikologie
Projektdetails:
Nach der EU-Chemikalienverordnung (REACH) wird eine Bewertung vieler Chemika-lien hinsichtlich ihres kanzerogenen Potenzials in den nächsten Jahren notwendig sein, so dass man mit einer steigenden Zahl an Kanzerogenitätsstudien in Säuge-tieren rechnen muss. Abhilfe könnten in diesem Zusammenhang in vitro-Tests liefern, die reproduzierbar bestimmte Kriterien der malignen Transformation prüfen.

Der BALB/c-3T3-Zelltransformationstest und der Weichagar-Assay sind zwei gut etablierte in vitro-Systeme, die kombiniert eine einfache quantitative Analyse des krebserregenden Potenzials von Chemikalien ermöglichen könnten. Mit Hilfe des BALB/c-3T3-Zelltransformationstests kann festgestellt werden, ob Chemikalien tumorinitiierend und/oder tumorpromovierend wirken. Anhand des Weichagar-Assays kann untersucht werden, ob Zellen durch eine vorangegangene Inkubation mit einer zu prüfenden Chemikalie anheftungsunabhängig wachsen können und somit als maligne transformiert gelten.

Ziel des Gesamtvorhabens ist, den BALB/c-3T3-Zelltransformationstest mit dem Weichagar-Assay zu kombinieren. Dabei soll in einem ersten Schritt ein Metabolisierungssystem an den BALB/c-3T3-Zelltransformationstest gekoppelt werden. Diese Forschungsarbeiten werden von der SET-Stiftung unterstützt. Die anschließende Kombination der zwei oben genannten Assays, die von der Doerenkamp-Zbinden-Stiftung finanziert wird, soll erstmalig die in vitro-Prüfung von Chemikalien hinsichtlich ihres krebserregenden Potenzials in hohem Durchsatz ermöglichen und dadurch zu einer wesentlichen Reduktion der Zahl der Tierversuche führen.
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Soziale Organisation der Goodman's Mausmakis (Microcebus lehilahytsara) in der Masoala Halle des Zoo Zürich
Social organisation of the Goodman's mouse lemur (Microcebus lehilahytsara)in the Masoala Hall of the Zoo Zurich
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Ute Radespiel
Laufzeit: 2010 bis Ende 2013
Drittmittelprojekt: Zoo Zürich
Kliniken/Institute:
Institut für Zoologie
Projektdetails:
Goodman's Mausmakis sind im Freiland schwierig zu beobachten, da sie nur in den montanen Regenwäldern Zentral-Ost Madagaskars vorkommen. Mausmakis sind generell eine sehr artenreiche Gattung von Lemuren und haben nach bisherigen Erkenntnissen sehr variable Sozialsysteme. Diese Untersuchung dient der genaueren Erforschung dieser Variabilität am Bespiel eines Regenwald-Mausmakis, der unter semi-free Bedingungen in der Regenwaldhalle des Zoo Zürichs gehalten wird.
Resultate:

Jürges, V.; Kitzler, J.; Zingg, R.; Radespiel, U. (2013): First insights into the social organisation of the Goodman’s Mouse Lemur (Microcebus lehilahytsara) - testing predictions from socio-ecological hypotheses in the Masoala Hall of Zoo Zurich. Folia Primatologica, 84, 32-48.

Kooperationspartner:

Dr. R. Zingg, Zoo Zürich

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Epidemiologische Untersuchungen zur Verbreitung von Yersinia ruckeri-Stämmen in Forellenzuchten Nord-Westdeutschlands
Epidemiological studies on Yersinia ruckeri in rainbow trout populations in North-West Germany
Projektverantwortliche: Dieter Steinhagen; Arne Jung
Laufzeit: Oktober 2010 bis September 2013
Drittmittelprojekt: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft,Natur und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, 5.000 EUR
Kliniken/Institute:
Fachgebiet Fischkrankheiten Institut für Parasitologie
Klinik für Geflügel
Projektdetails:
Yersinia (Y.) ruckeri ist ein gramnegatives Bakterium, das bei lachsartigen Fischen (Forellen, Saiblingen, Lachs) eine als "Rotmaulseuche" (Enteritic Redmouth Disease, ERM) bezeichnete, sehr verlustreiche Erkrankung hervorruft. Forellen können durch eine kommerzielle Vakzine vor dieser Erkrankung geschützt werden.
Vor wenigen Jahren wurden jedoch auch in vakzinierten Beständen Ausbrüche der Erkrankung beobachtet, die von bisher unbekannten, hoch virulenten Stämmen des Bakteriums verursacht werden. Um die Gefahr der Ausbreitung virulenter Stämme des Bakteriums abschätzten zu können, soll die Verbreitung von Yersinia ruckeri-Stämme unterschiedlicher Pathogenität in Forellenteich-wirtschaften Nord-Westdeutschlands untersucht werden.
Resultate:

Die Ergebnisse der Untersuchungen sind in folgenden Publikationen dargestellt:

 

Huang Y, Runge M, Brenner Michael G, Schwarz S, Jung A, Steinhagen D. (2013) Biochemical and Molecular Heterogeneity among Isolates of Yersinia ruckeri from Rainbow Trout (Oncorhynchus mykiss, Walbaum) in North-western Germany. BMC Veterinary Research 9: 215 (doi: 10.1186/1746-6148-9-215)

 

Huang Y, Ryll M, Walker C, Jung A, Runge M, Steinhagen D. (2014) Fatty acid composition of Yersinia ruckeri isolates from aquaculture ponds in north-western Germany. Berliner Münchener Tierärztliche Wochenschrift 127: 123-128 (doi 10.2376/0005-9366-127-123

 

Huang Y, Adamek M, Walker C, Runge M, Steinhagen D. (2014) In vitro cytotoxicity and multiplex PCR detection of virulence factors of Yersinia ruckeri isolated from rainbow trout in north-western Germany. Berliner Münchener Tierärztliche Wochenschrift 127: 233-242 (doi 10.2376/0005-9366-127-10)

 

Huang, Y, Brenner Michael G, Becker R, Kaspar H, Mankertz J, Schwarz S, Runge M, Steinhagen D. (2014) Pheno- and genotypic analysis of antimirobial resistance properties of Yersinia ruckeri from fish. Veterinary Microbiology 171; 406-412 (doi 10.1016/j.vetmic.2013.10.026)

 

Huang Y, Jung A, Schäfer WJ, Mock D, Brenner Michael G, Runge M, Schwarz S, Steinhagen D. (2015) Note: Analysis of Yersinia ruckeri strains isolated from trout farms in North-west Germany. Diseases of Aquatic Organisms 116: 243-249 (doi: 10.3354/dao02920)

http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/huangy_ws13.pdf

Kooperationspartner:

Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Veterinärinstitut Hannover

Friedrich Löffler Institut, Institut für Nutztiergenetik, Mariensee

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VetCAb: Pilotstudie zur repräsentativen Erfassung des Antibiotikaeinsatzes in der Nutztierhaltung
VetCAb-Pilot: Representative monitoring of the consumption of antibiotics in livestock
Projektverantwortliche: Dr. C. von Münchhausen; L. van Rennings; Prof. Dr. L. Kreienbrock
Laufzeit: 2010 bis 2013
Drittmittelprojekt: Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin
Kliniken/Institute:
Institut für Biometrie Epidemiologie und Informationsverarbeitung
Projektdetails:
Wie in einigen europäischen Nachbarländern sollen auch in Deutschland die Ver-brauchsmengen von Antibiotika in der Nutztierhaltung kontinuierlich erfasst wer-den. Da sich die Verordnungswege in Deutschland grundsätzlich von den übrigen EU-Staaten unterscheiden, können die dort etablierten Monitoringkonzepte nicht in Deutschland übernommen werden. Es ist daher erforderlich, für die Erhebung ent-sprechender Daten in Deutschland neue Wege zu beschreiten. Aus diesem Grunde wurde in den Jahren 2007 und 2008 eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, deren Ergebnisse an das Bundesinstitut für Risikobewertung BfR berichtet wurden.

Im Jahr 2010 startete darauf aufbauend eine Pilotstudie zur repräsentativen Erfas-sung entsprechender Daten. Dieses Projekt wird gemeinsam mit dem Institut für Pharmakologie, Pharmazie und Toxikologie der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig im Auftrag des Bundesinstituts für Risikobewertung durch-geführt.

Die Erfahrungen der vorangegangenen Machbarkeitsstudie werden dabei berück-sichtigt und das zugrunde liegende Konzept entsprechend umgesetzt. Durch die gezielte Auswahl von landwirtschaftlichen Betrieben in geeigneten Landkreisen wird eine repräsentative Datenerfassung angestrebt. Um die Rekrutierung vorzube-reiten wurden in den ausgewählten Landkreisen Gespräche mit den Veterinäräm-tern sowie Vertretern der Tierärzteschaft und der Landwirtschaft geführt. Gemein-sam mit den angesprochenen Personenkreisen werden Landwirte und Tierärzte gewonnen, die an der Studie teilnehmen.

The use of antibiotics in livestock shall be monitored in Germany as well as in other European states. As the prescription customs in Germany differ from other EU member states, established monitoring concepts can not be adopted directly to Germany. Hence it is necessary to find a suitable concept to evaluate these data in Germany. In 2007 and 2008 a feasibility study was conducted and reported to the Federal Institute for Risk Assessment.

In 2010 a pilot study was started. This project is carried out on behalf of the Federal Institute for Risk Assessment and together with the Institute for pharmacology, pharmacy and toxicology of the veterinary faculty of the Universität Leipzig. Bas-ing on the experiences as well as the concept of the feasibility study farms of suit-able districts are selected in order to sample representative data. All stakeholders (veterinary authorities, representatives of the veterinarians and the farmers) were visited in each district and asked for support. Together with them farmers and vet-erinarians are recruited.
Kooperationspartner:

Institut für Pharmakologie, Pharmazie und Toxikologie, Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig

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Verbesserung der Haltbarkeit und Qualität von Brühwurst in SB-Verpackungen zum präventiven Verbraucherschutz
Better quality and increasing sell-by dates of cut boiled sausage to protect consumers.
Projektverantwortliche: Hartung, Jörg; Schulz, Jochen ; Klein, Günter
Laufzeit: Mitte 2010 bis März 2013
Kliniken/Institute:
Institut für Tierhygiene Tierschutz und Nutztierethologie
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Mit diesem Forschungsvorhaben soll eine Verbesserung des Hygienestatus in Verpackungsräumen von Brühwurst und damit die Erzeugung von sichereren Produkten mit längeren Warenlagerzeiten erreicht werden. Dazu wird zunächst durch Luftkeimmessungen und Oberflächenbeprobungen der Hygienestatus an einer kommerziellen Slicerlinie mit Verpackungseinheit bestimmt sowie durch Produktanalysen die Produktqualität der Erzeugnisse dieser Linie beurteilt. Durch technische Umbaumaßnahmen wird anschließend dieselbe Slicerlinie unter eine keimfreie Luftglocke gesetzt. Es erfolgen gleichsinnige Untersuchungen zur Bestimmung des Hygienestatus und der Produktqualität, wie bei der Erststatusbestimmung. Die Kenntnisse aus den Datenerhebungen dienen der Optimierung von Verarbeitungs- und Verpackungstechniken zur Herstellung von Brühwurstaufschnitt sowie dem Verbraucherschutz und ermöglichen dem Hersteller eine größere Flexibilität bei der Distribution der Ware.
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Untersuchungen zur Calciumhomöostase kleiner Wiederkäuer: tierartliche Unterschiede zwischen Schaf und Ziege in Hinblick auf die Kompensation von Belastungen des Calciumhaushaltes durch restriktive Fütterung, im peripartalen Zeitraum und während der Laktation
Studies on calcium homeostasis in small ruminants: differences between sheep and goats regarding the compensation for challenges of calcium balance by alimentary calcium restriction, around parturition and during lactation
Projektverantwortliche: PD Dr. M. Wilkens; Prof. Dr. B. Schröder
Laufzeit: Oktober 2009 bis August 2013
Drittmittelprojekt: Deutsche Forschungsgemeinschaft, 169.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Physiologie und Zellbiologie
Projektdetails:
Ätiologie und Pathogenese der hypocalcämischen Gebärparese des Rindes sind bislang nicht ausreichend aufgeklärt. Dies liegt unter anderem daran, dass es aus Kosten- und Praktikabilitätsgründen an geeigneten Studien an der Zielspezies mangelt. Stattdessen wurden zahlreiche Studien unter Verwendung von Schaf und Ziege modellhaft durchgeführt. Dabei ist bislang unklar, ob und wenn ja, welche dieser Spezies die Verhältnisse bezüglich des peripartalen Ca-Stoffwechsels der Milchkuh adäquat abbildet. Ziel des Projektes ist es, grundlegende Daten zur Regulation der Ca-Homöostase bei Schaf und Ziege zu liefern, um die Frage zu beantworten, welche der beiden kleinen Wiederkäuerspezies als Modell für das Rind als geeignet anzusehen ist. Deshalb soll zunächst abgeklärt werden, ob es sich bei den bislang herausgearbeiteten Unterschieden zwischen Schaf und Ziege bezüglich der Calcitriolsensitivität der gastrointestinalen Ca-Resorption zwischen Schaf und Ziege um Alters- oder Spezieseffekte handelt. Anschließend soll bei beiden Spezies der Einfluss der Laktation auf die Mechanismen der Ca-Homöostase untersucht werden. Neben funktionellen Untersuchungen und Expressionsstudien der am aktiven Ca-Transport beteiligten Strukturen soll die potentielle Rolle des Vitamin D-Rezeptors bei Anpassungsvorgängen charakterisiert werden.
Resultate:

http://dx.doi.org/10.1016/j.cbpa.2012.06.011

https://doi.org/10.1017/S002202991400020X

https://www.animalsciencepublications.org/publications/jas/articles/93/4/1608

http://physreports.physiology.org/content/4/11/e12817.long

http://dx.doi.org/10.1016/j.livsci.2016.04.023

Kooperationspartner:

Prof. A. Liesegang, Institut für Tierernährung, Universität Zürich

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Etablierung und Evaluierung der Wiederholbarkeit und Zuverlässigkeit eines thermischen Stimulationstests für das Pferd
Evaluation of a thermal stimulation test in the horse - repeatability and reliability.
Projektverantwortliche: Prof. Sabine Kästner; Dr. Klaus Hopster; Christin Poller
Laufzeit: Anfang 2009 bis Mitte 2013
Kliniken/Institute:
Klinik für Kleintiere
Klinik für Pferde
Projektdetails:
Bei gesunden adulten Pferden soll unter verschiedenen Testbedingungen, verschiedenen Tageszeiten und Umgebungstemperaturen und unterschiedlichen Stimulationslokalisationen die Wiederholbarkeit und die Ansprechbarkeit thermischer Reaktionsschwellen gegenüber einer Antinozizeption durch ein Opioid beurteilt werden. Weiterhin Soll eine Stimumulationstechnik der thermischen temporalen Summation für das Pferd entwickelt werden. Diese Untersuchungen dienen der Etablierung eines zuverlässigen Testsystems als Grundlage für zukünftige kontrollierte Studien zur Schmerztherapie beim Pferd.
Resultate:

Ch. Poller, K. Hopster, K. Rohn, S.B.R. Kästner (2013) Evaluation of contact heat thermal threshold testing for standardized assessment of cutaneous nociception in horses - comparison of different locations and environmental conditions. BMC Veterinary Research 2013, 9:4

doi:10.1186/1746-6148-9-4 Published: 8. January 2013

Ch. Poller, K. Hopster, K. Rohn, S.B.R. Kästner (2013) Nociceptive thermal threshold testing in horses - effect of sedation and neuroleptanalgesia at different stimulation sites.

BMC Veterinary Research 2013, 9:135.

DOI: 10.1186/1746-6148-9-135

http://www.biomedcentral.com/1746-6148/9/135.

Kooperationspartner:

Prof. Dr. Polly Taylor, Cambridge

Dr. M. Dixon, Cambridge

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Walmonitoring in der Antarktis nach international anerkannten Standards
Monitoring of cetaceans in the Antarctic following international standards
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Ursula Siebert; Dr. Helena Feindt-Herr
Laufzeit: Dezember 2009 bis Dezember 2013
Drittmittelprojekt: Umweltbundesamt, Bundesministerium für Umwelt, 186.250 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Die Kenntnisse über Vorkommen und Verteilung von Walen, ihren Arten, Populationen und Abundanzen in antarktischen Gewässern sind gering. Im Rahmen des Walmonitorings in der Antarktis sollen diese Kenntnislücken geschlossen werden und unter Anderem Entscheidungsgrundlagen für Schutz und Management geschaffen werden. Ziel des Vorhabens ist es, während Schiffsexpeditionen in die Antarktis Daten zum Vorkommen, zur Verteilung und Abundanz von Walen in der Antarktis nach international anerkannten Standards zu erheben. Dazu werden seit 2006 regelmäßig Expeditionen mit dem Forschungsschiff (FS) Polarstern, einem Eisbrecher der in bis zu 100% Eisbedeckung vordringen kann, durchgeführt und Walerfassungen vom Krähennest (der höchsten Plattform des Schiffes) sowie von den bordeigenen Helikoptern aus nach einer international anerkannten Erfassungsmethode ("line-transect distance-sampling") unternommen. Außerdem werden mit Hilfe von besonders leistungsstarken Ferngläsern (sog. "Big Eyes") Verhaltensbeobachtungen von Walen vorgenommen. Es soll dadurch u. A. untersucht werden ob Wale dem Schiff ausweichen oder darauf zu schwimmen.
Alle erhobenen Daten werden hinsichtlich des Artenvorkommens, der Verteilung und der Häufigkeit ausgewertet. Sie sollen unter anderem als Grundlage für einen Vergleich mit einem automatisierten Walerfassungssystem mittels Infrarot, welches am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung entwickelt wurde, genutzt werden.

Insgesamt sollen die Daten aber vor allem unsere Kenntnisse über das Walvorkommen in der Antarktis erweitern und Grundlagen für Schutz und Management bilden.
Resultate:

http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/erhebung-auswertung-von-daten-vorkommen-zu

Kooperationspartner:

Wageningen Institute for Marine Resources & Ecosystem Studies (IMARES),

Alfred-Wegener-Institut für Polar und Meeresforschung (AWI)

Details anzeigen
Übertragungswege und Pathogenese des Q-Fieber-Erregers Coxiella burnetii bei Schafen
Transmition and pathogenesis of Q fever in sheep
Projektverantwortliche: Prof. Dr. M. Ganter; TÄ F. Bothe; TÄ R. Eibach
Laufzeit: Mitte 2009 bis Mai 2013
Drittmittelprojekt: BMBF, 653.580 EUR
Kliniken/Institute:
Klinik für kleine Klauentiere und forensische Medizin / Ambulatorische Klinik
Projektdetails:
Es handelt sich um ein Teilprojekt im Rahmen des Forschungsverbundes "Erforschung der molekularen Pathogenese des Q-Fiebers und ihre Anwendung in der Diagnostik und Epidemiologie in Deutschland".
Bei Tieren ist eine Q-Fieber-Infektion mit Pneumonie, Reproduktionsstörungen in Form von Aborten, Totgeburten, Geburt lebensschwacher Lämmer, Placentitis, Endometritis und Infertilität verbunden. Über die Pathogenese von C. burnetii-Infektionen bei Schafen ist immer noch wenig bekannt, obwohl die Mehrzahl der Humanausbrüche in Deutschland durch Schafe hervorgerufen wurde. Bei der Infektion von Schafen werden zahlreiche Übertragungswege zwischen Nutztieren, Wildtieren und Ektoparasiten diskutiert. Detaillierte Untersuchungen hierzu liegen jedoch nur sporadisch vor. Insbesondere die Möglichkeit der Infektion per Inhalation wurde bisher weder bei Schafen, noch bei anderen Nutztieren untersucht. Entsprechende Untersuchungen bei Schafen könnten wichtige Hinweise zur Pathogenese des Q-Fiebers beim Menschen liefern.
Aufgrund epidemiologischer Befunde erfolgt die Infektion des Menschen hauptsächlich über die Inhalation von kontaminiertem Aerosol oder Staub. Der kontaminierte Staub stammt wahrscheinlich von Tieren und hierbei insbesondere von Schafen, die den Erreger via Vaginalsekret, Milch und Kot ausscheiden und in der Wanderschafhaltung auch größere Regionen verseuchen können. Es liegen zahlreiche Hinweise dafür vor, dass erregerhaltiger Staub, der z. B. bei der Schur von Schafen aus dem Vlies aufgewirbelt wird, für Infektionen des Menschen verantwortlich ist. Erstmals ist uns der Erregernachweis im Staub, der anlässlich einer Schafschur gewonnen wurde, gelungen (Schulz et al. 2005). Daneben fehlen Informationen zur Übertragung von C. burnetii innerhalb von Schafherden via Aerosol, Kot und anderen Ausscheidungen. Klinische Symptome wurden bisher meist im Zusammenhang mit Aborten beschrieben, wobei zielgerichtete Untersuchungen zur Symptomatik fehlen. Ebenso fehlen detaillierte Informationen zur Pathogenese der Erkrankung bei der Zieltierart Schaf. Die Mehrzahl der Informationen zu den Erkrankungen beim Schaf leitet sich aus Humanausbrüchen ab und sind somit retrospektiv gewonnen. Dabei basieren mikrobiologische Erregernachweise vielfach noch auf Differenzierungen mittels unspezifischer Färbemethoden, die bei Mischinfektionen, z. B. mit Chlamydien zu falschen Interpretationen führen können. Experimentelle Infektionen mit C. burnetii sind sehr selten und wurden fast ausschließlich als Challenge zur Überprüfung der Wirksamkeit von Vakzinen durchgeführt. Fragen der Pathogenese der Erkrankung beim Schaf wurden dabei meist nur am Rande beobachtet, standen jedoch nicht im Focus.

Die Infektion mit Coxiella burnetii und die Übertragung innerhalb der Herde wird in einer spontan unter natürlichen Bedingungen infizierten Schafherde untersucht. Im Verlauf der Infektion sollen die klinischen Symptome, haematologischen Veränderungen, Serokonversion, Ausscheidungswege und Übertragung auf die eigenen Lämmer und auf andere erwachsene Schafe untersucht werden.
Resultate:

http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/eibachr_ws12.pdf

Kooperationspartner:

PD Dr. M. Runge, Veterinärinstitut Hannover des LAVES

Prof. Dr.H. Neubauer, Friedrich-Loeffler-Institut, Standort Jena

PD Dr. S. Fischer, Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg in Stuttgart

Prof. Dr. med. Eberhard Straube, Institut für Medizinische Mikrobiologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena;

Dr. Klaus Henning, National Reference Laboratory for Q-fever

Friedrich-Loeffler-Institut, Institut für Epidemiologie, Wusterhausen

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Beurteilung der Mitralklappeninsuffizienz beim Hund mittels Magnetresonanztomographie im Vergleich zur Echokardiographie
Evaluation of the Mitral valve insufficiency by means of magnetic resonance imaging in comparison to echocardiography
Projektverantwortliche: Judith Meyer; Davina Wolf; Peter Dziallas; Ingo Nolte; Patrick Wefstaedt
Laufzeit: Anfang 2009 bis Ende 2013
Kliniken/Institute:
Klinik für Kleintiere
Projektdetails:
Die nicht-invasive Darstellung und Funktionsanalyse des Herzens mittels Magnetresonanztomographie hat in den letzten Jahren eine starke Weiterentwicklung vollzogen. Mit Hilfe der MRT ist es möglich, die Mitralklappen zu visualisieren und pathologische Veränderungen wie z.B. Verdickungen oder einen Klappenprolaps darzustellen. Außerdem können mittels planimetrischer Messungen der regurgitant orifice area (ROA) und Vergleich der Ergebnisse mit den indirekten Messungen der ROA durch Echokardiographie und der dadurch möglichen Berechnung der Regurgitationsfraktion (RF) Rückschlüsse auf das Ausmaß der mitralen Regurgitation und damit auf den Grad der Insuffizienz gezogen werden.
Ziel dieses Projektes ist es den Zusammenhang zwischen dem Grad einer mitralen Regurgitation, welcher mithilfe der Echokardiographie bestimmt wird und der mittels Magnetresonanztomographie bestimmten ROA beim Hund vergleichend zu untersuchen. Darüber hinaus sollen mithilfe der linksventrikulären Volumenbestimmung Aussagen über mögliche sekundär auftretetende dilatative Veränderungen im Rahmen von Mitralklappeninsuffizienzen getroffen werden. Aufgrund der erhobenen Parameter ist es möglich, Aussagen über den Schweregrad und die Prognose einer Erkrankung durch Funktionsverlust der Mitralklappen zu treffen.
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