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2308 Ergebnisse.
Auswirkungen von Enterococcus faecium als Futterzusatzstoff auf die Gesundheit und Leistung von Mastputen
Effects of Enterococcus faecium as a feed additive on the health and performance of fattening turkeys
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Kamphues; Dr. V. Taube
Laufzeit: November 2006 bis Februar 2007
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Lehr- und Forschungsgut Ruthe
Klinik für Geflügel
Projektdetails:
In dem Projekt sollen die Auswirkungen eines Probiotikums (Enterococcus faecium) als Futterzusatz in der Putenmast auf Gesundheit und Leistung geprüft werden. Im Vordergrund stehen dabei die möglichen Wirkungen eines Enterokokken-Zusatzes im Vergleich zu einem Alleinfutter ohne diesen Zusatz. Der Versuchszeitraum erstreckt sich über einen Mastdurchgang mit Putenhennen (P1 bis P5). In diesem Durchgang sind in beiden Gruppen entsprechende Untersuchungen zur Futtermittelzusammensetzung, zur Qualität der Exkremente und die Erfassung der zootechnischen Daten (u. a. Verlustraten) erforderlich. Der im Versuchsfutter angestrebte Gehalt an Enterococcus faecium beträgt 1E+09 KBE/kg Futter (= 1E+06 KBE/g Futter)
Analyse der Futtermittel: Jeweils eine vollständige Analyse (Weender, Mengen- und Spurenelemente) in jeder Mastphase (P1 bis P5) in einer Gruppe (Versuchs- oder Kontrollgruppe). Im Futter der anderen Gruppe Kontrolle, ob das Futter identisch ist (TS, Rp, Ca, Cu). Bei mehreren Lieferungen je Phase und Stallhälfte Analyse einer Mischprobe. Stets quantitative Bestimmung des Enterokokken-Gehaltes (LUFA Kiel, Dr. Wehage), d. h. sowohl in der Versuchs- als auch in der Kontrollgruppe.
Analyse der Exkremente: Fünfmal im Verlaufe des Durchgangs (jeweils am Ende einer Fütterungsphase) Trockensubstanz-Bestimmung in 3 Sammelproben (jeweils ca. 10 Exkremente-Einzelproben) je Stallabteil.
Zudem Erfassung der zootechnischen Daten (Futter- und Wasseraufnahme, Körpermasse-Entwicklung, Verlustrate, Futteraufwand, Schlachtdaten)
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Elektrokardiographische Langzeituntersuchung in Ruhe und nach Belastung bei herzgesunden und herzkranken Pferden
Long-term ECG recording in rest and after exercise in healthy horses and in horses with cardiac diseases.
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Peter Stadler; Dr. Heidrun Gehlen; Frauke Uhlendorf
Laufzeit: März 2006 bis März 2007
Kliniken/Institute:
Klinik für Pferde
Projektdetails:
Ziel dieser Studie ist es, das Spektrum der elektrokardiographischen Untersuchung beim Pferd generell zu erweitern, indem Untersuchungsverfahren und Parameter, die sich bereits in der Humanmedizin im Rahmen der elektrokardiographischen Untersuchung etabliert haben, auf die Untersuchungen beim Pferd übertragen werden. Dabei handelt es sich hier im Speziellen um die elektrokardiographische Langzeituntersuchung und die dadurch ermittelte Herzfrequenzvariabilität, sowie die Erholung der Herzfrequenz nach Belastung innerhalb eines bestimmten Zeitraumes ("heart rate recovery"). Die erwähnten Methoden und Werte sollen an herzkranken und herzgesunden Pferden angewendet, untersucht und verglichen werden, um mögliche signifikante Unterschiede herauszuarbeiten und den Aussagewert der verschiedenen Methoden zu eruieren.

Alle Tiere werden klinisch, ultrasonographisch und elektrokardiographisch voruntersucht, wobei die klinische Untersuchung die Überprüfung des Herz-Kreislaufsystems beinhaltet. Zur Ermittlung des Trainingszustandes wird eine Messung des Blutlaktatspiegels vor und nach standardisierter Belastung vorgenommen. Die elektrokardiographische Untersuchung erfolgt sowohl in Ruhe über einen längeren Zeitraum von ca. sechs Stunden in der Box, als auch während und nach der standardisierten Belastung. Unmittelbar nach der Belastung soll die Erholung der Herzfrequenz mittels Elektrokardiographie über einen Zeitraum von ca. 30 Minuten ermittelt werden.
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Mastputenhaltung mit Beschäftigungs- und Strukturelementen.
Improving animal welfare of turkeys by environmental enrichment.
Projektverantwortliche: Spindler, Birgit; Hartung, Jörg
Laufzeit: März 2006 bis November 2007
Kliniken/Institute:
Institut für Tierhygiene Tierschutz und Nutztierethologie
Projektdetails:
In der Mastputenhaltung werden gehäuft agonistische Verhaltensweisen wie Federpicken und Kannibalismus beobachtet. Dies trifft sowohl für die konventionelle als auch für ökologisch wirtschaftende Betriebe zu. Als eine wesentliche Ursache werden dafür die wenig strukturierten Ställe, in denen die Tiere in Bodenhaltung gehalten werden, die weder Raumaufteilungen, außer durch Wasser- und Futterbahnen, Rückzugsmöglichkeiten noch Beschäftigungsmaterial für die Tiere bieten, verantwortlich gemacht. So erscheint eine Weiterentwicklung der Haltungsbedingungen und der Beschäftigungsangebote für die Tiere sinnvoll. In einem ökologisch wirtschaftenden Betrieb soll daher untersucht werden, ob durch eine Anreicherung der Haltungsumwelt mit Struktur- und Beschäftigungselementen die Tiergesundheit verbessert und das Auftreten von Kannibalismus und Federpicken nachhaltig gemindert werden kann. Die Untersuchungen werden parallel in zwei Ställen durchgeführt und beinhalten, neben klinischen und produktionstechnischen Aufzeichnungen, ethologische Untersuchungen mittels Videokamerabeobachtung.
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Weitergehende Untersuchungen zur Entwicklung eines Screening-Tests zur zeitgleichen Beurteilung der Wirksamkeit substituierter Enzyme (Proteasen, Amylasen und Lipasen) am Modelltier pankreasgangligiertes Minischwein
Continuing investigations on development of a screening test to assess activity of substituted proteolytic, amylolytic and lipolytic enzymes by using pancreatic duct ligated minipigs
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Kamphues; Dr. A. Mößeler
Laufzeit: Anfang 2006 bis Ende 2007
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Zur Behandlung der exocrinen Pankreasinsuffizienz stellt die Enzymsubstitution mit Produkten porciner Herkunft nach wie vor die Methode der Wahl dar. In jüngster Zeit wird jedoch vermehrt an der Entwicklung von Enzymen mikrobiellen Ursprungs geforscht, da diese eine gezielte Produktion neuer Produkte ermöglichen. Dies wird insbesondere unter den Aspekten der Produktsicherheit, Produktionssicherheit und dem Verzicht auf Verwendung tierischer Produkte forciert. Zur Überprüfung der Wirksamkeit der verschiedenen neu entwickelten Enzyme ist der herkömmliche Verdauungsversuch an Tieren, bei denen experimentell eine exokrine Pankreasinsuffizienz ausgelöst wurde, nur bedingt geeignet, da er relativ zeit- und arbeitsaufwendig ist und zudem hohe Mengen an Enzymen erfordert, die im experimentellen Stadium der Produktentwicklung oftmals noch nicht verfügbar sind. Aufbauend auf Ergebnissen der Dissertationen Becker (2005) und Zantz (2006), in denen Schnelltest-Verfahren zur Überprüfung der Wirksamkeit substituierter Proteasen und Amylasen bzw. Lipasen mittels verschiedener spezieller Testmahlzeiten entwickelt wurden, ist das Ziel dieses Forschungsprojektes die Entwicklung eines weniger zeit- und arbeitsaufwendigeren Verfahrens mit einem deutlich geringerem Enzymverbrauch zur Überpüfung der Wirksamkeit substituierter Enzyme in Kombination (Lipasen, Proteasen und Amylasen). Durch das modifizierte Testverfahren kann unter Verwendung von pankreasgangligierten Tieren (experimentelle Auslösung einer exokrinen Pankreasinsuffizienz) mittels einer einmaligen Fütterung einer flüssigen Testmahlzeit (Verzicht auf die Anfütterungsphase) ein Screening einer Vielzahl von Enzymen in einem kurzen Zeitraum erfolgen. Von besonderer Bedeutung ist die Entwicklung eines Schnelltestes zur zeitgleichen Überprüfung der Wirksamkeit der drei Enzymgruppen, da zahlreiche Interaktionen (unter anderem Abbau der Amylasen und Lipasen durch proteolytische Enzyme) lediglich bei paralleler Verabreichung beurteilt werden können. Daher ist das Ziel dieses Projektes die Entwicklung eines Testverfahrens und einer geeigneten Testmahlzeit, um Kombinationspräparate (Kombination aus Lipase, Protease und Amylase) in einem Schnelltest bezüglich der Wirksamkeit vergleichend in vivo überprüfen zu können. Lediglich vielversprechende Produkte werden dann in einem herkömmlichen, deutlich aufwendigerem (mehrtägige Anfütterungsphase mit anschließender mehrtägiger Chymus- bzw. Kotkollektion) Verdaulichkeitsversuch geprüft.
Kooperationspartner:

Solvay Pharmaceuticals Research Laboratories

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Untersuchungen zur Entwicklung von Parametern des Calcium- und Phosphor-Stoffwechsels von Puten fünf verschiedener Linien im Verlauf der Mast
Investigations on the development of calcium and phosphorus metabolism in turkeys (five genetically different lines) during fattening period
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Kamphues; Dr. V. Taube
Laufzeit: März 2006 bis Februar 2007
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Institut für Tiergenomik
Anatomisches Institut
Projektdetails:
Vor dem Hintergrund der häufig bei Mastputen auftretenden Skeletterkrankungen wurden verschiedene Untersuchungen an Blut und Knochen durchgeführt, um die ermittelten Normalwerte zukünftig bei auftretenden Problemen in Beständen nutzen zu können. Ein zweiter Schwerpunkt dieser Arbeit war der Vergleich von unterschiedlichen Linien unter dem Aspekt der züchterischen Selektion von Puten mit guter Skelettgesundheit, die in den letzten Jahrzehnten aufgrund immer höherer Endmastgewichte zunehmend an Bedeutung gewonnen haben. Daher wurden Ca- und P-Gehalte im Plasma von gesunden männlichen Mastputen unterschiedlicher Linien unter praxisüblichen Fütterungs- und Haltungsbedingungen sowie der Verlauf der Knochenmineralisation bestimmt.
Es wurden zwei Mastdurchgänge in verschiedenen Ställen (Versuch I: 3500 Hähne; Versuch II: 4320 Hähne, Linien A-E) begleitet, in denen die Puten unter praxisüblichen Bedingungen gehalten wurden. Angeboten wurde den Tieren ein phasentypisches, konventionelles Mastfutter, das in der Zusammensetzung gering variierte, aber der allgemein in der Putenmast üblichen Zusammensetzung entsprach.
Wöchentlich wurden in den Versuchen Tiere entnommen, gemerzt und dann folgende Parameter untersucht: Ca- und P-Gehalte im Plasma; Ra-, TS-, Ca- und P-Konzentration in der Diaphyse des rechten und linken Femur (Fe) bzw. des proximalen Stücks des linken Tibiotarsus (Tt); Bruchfestigkeit an Tibiotarsus und Humerus (beidseitig) bzw. am linken Femur; Längen und Durchmesser an Tibiotarsus, Femur und Tarsometatarsus (Tmt; jeweils linke Knochen); Histometrische Untersuchung am proximalen Tibiotarsus und Tarsometatarsus (jeweils rechte Knochen); Ganzkörperanalyse von Eintagsküken; Körpermassenzunahme und Futteraufwand.
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Gesundheit und Leistung von Mastputen 5 unterschiedlicher Linien unter standardisierten Haltungs- und Fütterungsbedingungen
Comparative investigations on health and performance of five genetically different turkey lines
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Kamphues; C. Götting; B. Große Liesner
Laufzeit: März 2006 bis März 2007
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Institut für Tiergenomik
Anatomisches Institut
Projektdetails:
Unter standardisierten und vergleichbaren Bedingungen bezüglich Fütterung und Haltung wurden insgesamt 4320 Putenhähne aus fünf verschiedenen genetischen Linien vergleichend bezüglich der Mastleistung (tägliche Zunahmen, Körpermassenentwicklung, Futterverbrauch, Futteraufwand), Gesundheit sowie Verlustraten und -ursachen untersucht. Vor dem Hintergrund der häufig bei Mastputen auftretenden Pododermatitis wurde dabei besonderes Augenmerk auf die Fußballengesundheit der Tiere gelegt. Die im Stall erhobenen Daten zur Leistung und Gesundheit der Tiere wurden durch nach der Schlachtung der Tiere erhobene Befunde ergänzt, wobei insbesondere der Ausschlachtungsgrad sowie die Anteile der wertbestimmenden Fleischpartien, aber auch krankhafte Veränderungen Berücksichtigung fanden. Schlachtungen fanden am 141. und 148. Lebenstag der Tiere statt, so dass zusätzlich Informationen über die Leistung der verschiedenen Linien bei unterschiedlicher Mastdauer gewonnen werden konnten. Insgesamt wurde ein Mastdurchgang mit 4320 Tieren aus fünf verschiedenen genetischen Linien (A-E) begleitet, in denen die Puten unter praxisüblichen Bedingungen gehalten wurden. Angeboten wurde den Tieren ein phasentypisches, konventionelles Mastfutter, das in der Zusammensetzung gering variierte, aber der allgemein in der Putenmast üblichen Zusammensetzung entsprach.
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Untersuchungen zu Auswirkungen einer unterschiedlichen Fütterungsintensität in der Aufzucht von Jungtieren für die spätere Bullenmast bei einer Haltung mit bzw. ohne Einstreu
Investigations on effects of feeding intensity in reared male calves with and without straw as litter
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Kamphues; Dr. V. Taube
Laufzeit: April 2006 bis September 2007
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Drei bis sechs Wochen alte Fleckviehkälber werden mit einem durchschnittlichen Gewicht von ca. 70 kg aufgestallt und nach ca. 15 Wochen mit einem Gewicht von ca. 210 kg vermarktet. Es werden zwei verschiedene Versuchsreihen mit Kälbern auf Stroh und auf Holzspaltenböden durchgeführt, die jeweils zweimal wiederholt werden.
Die verschiedenen Kälbergruppen werden unter gleichen Haltungsbedingungen (auf Stroh oder einstreulos) mit unterschiedlichen Rationen, die in den Rohfasergehalten variieren, versorgt. Während des Untersuchungszeitraums von jeweils etwa 100 Tagen werden den Tieren Kotproben entnommen sowie zu Beginn, in der Mitte und am Ende des Versuches die Körpermassen der Kälber ermittelt.
Täglich erfolgt eine Beurteilung des klinischen Gesamteindrucks der einzelnen Tiere wie auch der Tiergruppe (Futteraufnahme, Wiederkauaktivität, Kotqualität/-konsistenz), um so die Eignung der gewählten Rationsgestaltung näher beurteilen zu können. Als Futtermittel werden Maissilage, Kraftfutter und bei einstreuloser Haltung Gerstenstroh eingesetzt. Diese Futtermittel werden täglich abgewogen bzw. das nicht aufgenommene Futter wird zurückgewogen, so dass die Futteraufnahme und der Futteraufwand bestimmt werden können.
Insbesondere wird kontinuierlich die Kotqualität untersucht. Einmal wöchentlich werden Kotproben gewonnen, deren Trockensubstanzgehalte bestimmt werden. Darüber hinaus wird der Kot auf pH-Wert und Laktatgehalt untersucht.
Die erste Versuchsreihe: Es werden je 54 Bullenkälber in zwei Strohställe eingestallt:
Gruppe 1: Maissilage ad libitum und Kraftfutter rationiert
Gruppe 2: Maissilage rationiert und Kraftfutter ad libitum
Die zweite Versuchsreihe: In zwei Ställen mit Holzspaltenböden werden 48 und in einem weiteren Holzspaltenbodenstall 42 Bullenkälber aufgestallt:
Gruppe 3: TMR mit einem Rohfasergehalt von 15 % in der TS ad libitum
Gruppe 4: TMR mit einem Rohfasergehalt von 18 % in der TS ad libitum
Gruppe 5: TMR mit einem Rohfasergehalt von 21 % in der TS ad libitum
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Darstellung von Stammzellen im Haarfollikel
Demonstration of hair follicle stem sells
Projektverantwortliche: Prof. Dr. W. Meyer
Laufzeit: Februar 2006 bis Dezember 2007
Drittmittelprojekt: zum Teil das BMWF Berlin und die Hautklinik der Universität Lübeck
Kliniken/Institute:
Anatomisches Institut
Projektdetails:
Untersuchungen zur immunhistochemischen und zytologischen Charakterisierung von Stammzellen des humanen Haarfollikels
Kooperationspartner:

Prof. Dr. R. Paus, Hautklinik Universität Lübeck

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Untersuchungen zu den endogenen Verlusten an Mengenelementen bei adulten Papageien (Amazona spp.) als Grundlage für die Ableitung des Erhaltungsbedarfs
Investigations on endogenous losses of macro minerals in adult parrots (Amazona spp.) for the determination of the requirement for maintenance
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Kamphues; Dr. P. Wolf; Claudia Westfahl
Laufzeit: Anfang 2006 bis März 2007
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Diese Arbeit an Amazonen zielte primär auf die Bestimmung der endogenen unvermeidlichen Verluste an den Mengenelementen Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalium und Chlorid über die Exkremente. Auf Grundlage dieser endogenen unvermeidlichen Verluste ist es möglich, mittels der faktoriellen Bedarfsableitung den Mindestbedarf an den genannten Elementen für diese Spezies abzuleiten.
Zu diesem Zweck wurde eine Bilanz durchgeführt, bei der die Tiere ein mengenelementfreies Versuchsfutter erhielten. Für die Versuche standen fünf Amazonen (Amazona spp.) beiderlei Geschlechts zu Verfügung. Das Versuchsfutter bestand aus reinen Energieträgern (Stärke, Öl, Zucker, Sirup), das entsprechend den Empfehlungen für Nutzgeflügel mit Vitaminen, Spurenelementen und Aminosäuren supplementiert wurde.
Der eigentliche Versuch gliederte sich in drei Abschnitte: im ersten Abschnitt (vier Tage) wurde eine handelsübliche Sämereienmischung, im zweiten und dritten Abschnitt (insgesamt neun Tage) das mengenelementfreie Versuchsfutter angeboten. Die täglichen Futter- und Wasseraufnahmen sowie die abgesetzten Exkrementemengen wurden quantifiziert und das Futter wie auch die Exkremente auf ihren Trockensubstanz- (TS), Stickstoff- (N; Analyse nach Dumas), Rohasche- (Ra) und den Harnsäuregehalt (Hs; Analyse erfolgte enzymatisch-photometrisch) analysiert. Zudem wurden erfolgte eine Quantifizierung der Mengenelemente im Futter, den Exkrementen und im Blutplasma (Ca, Mg: Atomabsorption; P: colorimetrisch bzw. photometrisch; K, Na: Flammenemission; Cl: Fällungstitration). Bei der Ermittlung der Verdaulichkeiten der organischen Substanz und des Rohproteins erfolgte eine Korrektur um die in den Exkrementen enthaltene Harnsäure.
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Pilotstudie: Bestimmung der sekundären Bioverfügbarkeit von gebundenen Tetracyclin-Rückständen
Tetracycline residues
Projektverantwortliche: Prof. Dr. G. Klein; Dr. Körner; Prof. Dr. M. Kietzmann
Laufzeit: Anfang 2005 bis Anfang 2007
Drittmittelprojekt: Bundesinstitut für Risikobewertung; Eberhard-Lienhop-Stiftung
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Institut für Pharmakologie Toxikologie und Pharmazie
Projektdetails:
Seit langem ist bekannt, dass sich Tetracycline nach Anwendung beim Tier in Knochen
einlagern. In eigenen Untersuchungen konnte bestätigt werden, dass durch die verbreitete
Anwendung von Tetracyclinen bei lebensmittelliefernden Tieren häufig mit Tetracyclin-
Rückständen in Knochen geschlachteter Tiere gerechnet werden muß.
Obwohl Knochen zum Direktverzehr für den Menschen kaum geeignet sind, könnten sie
dennoch Eingang in die Nahrungskette finden. Zum einen indirekt über die Verfütterung
knochenhaltiger Tiermehle und Fleischknochenmehle, zum anderen direkt durch mit
Knochenpartikeln kontaminiertes, maschinell gewonnenes Restfleisch ("MSM",
"Separatorenfleisch"), das in der Wurstherstellung Verwendung finden kann. In eigenen
Untersuchungen konnten wir die Kontamination von Fleischmehlen und
Fleischknochenmehlen mit Tetracyclinen nachweisen und damit die bisherige Ansicht
widerlegen, dass die gesetzlich vorschriebenen Verfahren zur Herstellung von Tiermehlen
mögliche Rückstände vollständig eliminieren.
Da die Tetracyclin-Konzentrationen von Knochen bis zu 50 mg/kg betragen, können sich in
den Produkten Tetracyclin-Kontaminationen im unteren ppm-Bereich ergeben. Inwieweit
diese gebundenen Tetracyclin-Rückstände nach Aufnahme durch Mensch oder Tier
bioverfügbar sind, ist bisher weitgehend ungeklärt.
Die Ziele des Gemeinschafts-Projektes mit dem Institut für Pharmakologie der TiHo sind
- die Ermittlung der aktuellen Belastung von Tiermehlen und Fleischknochenmehlen,
die auf Grundlage der VO (EG) 1774/2002 hergestellt wurden,
- eine Prozessschrittanalyse der Herstellung von Gelatine aus Knochen im Hinblick auf
Tetracyclin-Rückstände,
- die Bestimmung der sekundären Bioverfügbarkeit von gebundenen Tetracyclin-
Rückständen sowie ihrer Verteilung und Anreicherung im Mäusekörper,
- die Feststellung, ob die Verfütterung von in knochenhaltigen Futtermitteln enthaltenen
gebundenen Tetracyclin-Rückständen die Selektion Tetracyclin-resistenter Keime
(Escherichia coli) im Mäusedarm begünstigt.
Kooperationspartner:

LAVES, PD Dr. M. Kühne

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