Robben am Strand
Forscherkisten des ITAWs für Schülerinnen und Schüler
© Robabe Ahmadi

Die mobilen Forschungskisten stehen zum Ausleihen bereit! Lehrerinnen und Lehrer können die Unterrichtskonzepte nutzen, um Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Welt von Wissenschaft und Forschung zu gewähren und die Inhalte des Forschungsprojektes zu vermitteln. Die Kisten bestehen aus praktischen Aufgaben, die die Arbeit von Forscherinnen und Forschern nachbilden. Lehrerinnen und Lehrer können die Forschungskisten ausleihen und den Inhalt für ein Unterrichtsmodul nutzen.

Um die Forschungskisten zu leihen, wenden Sie sich bitte an:
Prof. Dr. Ursula Siebert
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung, Standort Büsum
Tel.: + 49 511 953-8158
itaw(at)tiho-hannover.de

Forscherkiste Parasiten
© Robabe Ahmadi

Forschungskiste Parasiten

Es gibt viele unterschiedliche Parasiten, die Meeressäuger befallen können. Im Unterricht erhalten die Schülerinnen und Schüler aufgeteilt in fünf Gruppen Informationen (Klassifizierung, Bild, Organbefall, Zoonose und Lebenszyklus) über fünf verschiedene Parasitenarten (Corynosoma, Halarachne, Lungen-, Magenwürmer und Leberegel). Nachdem sie sich mit Hilfe der Materialien Basiswissen angeeignet haben, erhält jede Gruppe den Parasiten versiegelt in einer Petrischale, um ihn mit einem kleinen Digitalmikroskop zu identifizieren. Die Aufnahme aus dem Mikroskop wird über ein iPad sichtbar gemacht und kann im weiteren Unterricht genutzt werden. Nachdem sie alle Parasiten identifiziert haben, sind sie aufgefordert, sich zu überlegen, wie der Zyklus der Parasiten gestört werden könnte und warum es wichtig ist, Proben, wie diese Parasiten, in Sammlungen in Museen und Forschungseinrichtungen zu archivieren.

Forscherkiste Knochen und Schädel
© Robabe Ahmadi

Forschungskiste Knochen und Schädel

Zu Beginn der Unterrichtsstunde erklärt die Lehrerin oder der Lehrer die Bedeutung des Archivierens. Sie zeigt, was die Knochendichte ist und wie diese gemessen wird. Die Kinder werden in sechs verschiedene Gruppen aufgeteilt, um im Wechsel sechs Aufgaben zu bearbeiten. Bei der ersten und zweiten Aufgabe sollen die Schülerinnen und Schüler Schweinswal- und Seehundsschädel bzw. Zähne vergleichen und die Unterschiede zwischen den Arten herausarbeiten. Für die dritte Aufgabe sollen sie entsprechende Aufnahmen von Seehundschädeln nach ihrer Knochendichte sortieren. In den folgenden drei Aufgaben sollen sie Knochendichte-Daten erstens dem Meeressäuger, zweitens dem Alter und drittens dem Geschlecht richtig zuordnen. Zum Ende ist vorgesehen, dass die Schülerinnen und Schüler mit der ganzen Klasse darüber diskutieren, warum es wichtig ist, die Knochendichte der Tiere zu messen und welche Faktoren diese Werte verschlechtern können.

Forschungskiste Viren

Unterteilt in vier Gruppen erhalten die Schülerinnen und Schüler jeweils einen Infotext über die Eigenschaften und den Aufbau eines Virus. Anhand dieser Texte sollen sie die Einzelteile (Proteine, DNA, usw.) richtig zu einem fertigen Modell zusammensetzen. Anschließend können sie das Ergebnis mit dem Musterbild des Virus vergleichen. Es gibt vier Modelle: Morbillivirus, Herpesvirus, Influenza-A-Virus und Bakteriophage. Nach Fertigstellung soll das Virus wieder in seine Bestandteile zerlegt und an die nächste Gruppe weitergereicht werden. In dem folgenden Teil der Forschungskiste geht es vertiefter um das Morbillivirus. In Jahren 1988 und 2002 gab es einen Staupeausbruch in der Seehundpopulation der Nord- und Ostsee. Die Klasse wird in zwei Gruppen aufgeteilt und muss anhand der Verbreitungsdaten des Virus eine Blankokarte der Nord- und Ostsee einfärben. Dabei sollen sie die Verbreitung pro Woche farblich kenntlich machen und Pfeile zur Kennzeichnung der Verbreitungsrichtung eintragen. Als letzte Aufgabe ist vorgesehen, in der Klasse zu diskutieren, warum das Virus in einigen Orten der Ostsee eine viel größere Präsenz hatte als an den meisten Orten der Nordsee.

Forscherkiste Viren
© Robabe Ahmadi