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2301 Ergebnisse.
Beziehungen zwischen Verhaltensmerkmalen aus der Zuchttauglichkeitsprüfung und den Verhaltensmerkmalen in Alltagssituationen beim Hovawart
Relationship between behaviour in the breeding capability tests and the behaviour in everyday situations in the Hovawart dog
Projektverantwortliche: Prof. Dr. O. Distl; TÄ C. Buse
Laufzeit: September 2005 bis Mitte 2012
Drittmittelprojekt: RZV für Hovawart Hunde e.V., 30.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Tiergenomik
Projektdetails:
Der Rassezuchtverein für Hovawart Hunde e.V. (RZV) führt für die Zuchttiere Wesenstests in verschiedenen Altersstufen durch, um Hunde mit unerwünschten Verhaltensweisen von der Zucht auszuschließen. Bisher ist jedoch noch nicht bekannt, ob durch diese Zuchtmaßnahmen erwünschte Auswirkungen auf das Verhalten bei den Zuchttieren im späteren Leben unter Alltagssituationen erreicht werden. Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, inwieweit die Zuchttauglichkeitsprüfungen bei Verhaltensmerkmalen eine phänotypische und genetische Beziehung zu den Verhaltensbeurteilungen unter Alltagssituationen zeigen.
Resultate:

Ziel der vorliegenden Arbeit war es, Daten aus einer Fragebogenerhebung aus dem Jahre 2002 und Daten aus Jugendbeurteilungen und Zuchttauglichkeitsprüfungen von 1991-2001 im Hinblick auf genetische und umweltbedingte Variationsursachen zu untersuchen. Insgesamt konnten 601 Tiere aus dem Fragebogen, 3633 Tiere aus der Jugendbeurteilung und 2213 Tiere aus der Zuchttauglichkeitsprüfung mit in die Auswertung einfließen. Die 29 untersuchten Verhaltensmerkmale konnten in die Merkmalskomplexen "Verhalten des Hundes bei lauten Geräuschen", "Verhalten des Hundes beim Jagen", "Verhalten in unbekannten Situationen", "Verhalten des Hundes bei fremden Personen und Kindern", "Verhalten des Hundes bei Einflüssen von außen" unterteilt werden und mit Residual Maximum Likelihood in multivariaten linearen Tiermodellen ausgewertet werden. In über 50% der Merkmale wurden bei der Schätzung der additiv-genetischen und residualen Varianzkomponente Heritabilitäten im mittleren Bereich zwischen h2 = 0,10 und h2 = 0,19 ermittelt. Bei den meisten Merkmalen gab es positive Korrelationen im mittleren bis hohen Bereich (rg = 0,20 bis rg = 0,93). Die residualen Korrelationen lagen zwischen re = -0,23 (ZTP3/FBJogger) und re = 0,51 (FBHektisch/FBAußerhalb). Zusammenfassend lässt sich sagen das besonders das Merkmal "Jagdtrieb" sich als stark erblich heraus gestellt hat, wohingegen das Verhalten bei der Erscheinungsbildbeurteilung und das Verhalten gegenüber einer Menschengruppe eher durch das Lernen beeinflusst zu sein scheint.

Kooperationspartner:

RZV Hovawart Hunde e.V.

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Pathobiologie der intestinalen Mukosa
Pathobiology of the intestinal mucosa
Projektverantwortliche: Prof. Hassan Y. Naim
Laufzeit: Mitte 2005 bis Mitte 2012
Drittmittelprojekt: Deutsche Forschungsgemeinschaft, Sonderforschungsbereich 621, 140.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Biochemie
Projektdetails:
Verschiedene Pathomechanismen des Dünndarms basieren auf fehlerhaften Transportprozessen von Proteinen in intestinalen Zellen, deren Ursachen in einer veränderten intrazellulären Prozessierung von Membranproteinen und Membranlipiden in Darmepithelzellen liegen könnten. Das Projekt befasst sich mit diesem Themengebiet in normaler Mukosa und der Mukosa von Patienten mit Disaccharidasedefizienzen als Beispiel für einen pathologischen Zustand des Dünndarms. Mit Hilfe verschiedener Modellproteine aus der Bürstensaummembran des Dünndarms werden die Auswirkungen unterschiedlicher chemischer Lipid- und Kohlenhydratstrukturen in der Zellkultur und in intestinalen Biopsien untersucht. Gleichzeitig soll die Synthese von Lipidmolekülen durch spezifische Hemmstoffe, wie Fumonisin und ß-Cyclodextrin, und das posttranslationale Prozessieren der Kohlenhydratreste durch Inhibitoren der ER- und Golgi Glucosidasen, Mannosidasen und Glucosyltransferasen moduliert werden. Diese Analysen können essentielle Hinweise auf die Wechselwirkungen zwischen Kohlenhydraten, Lipiden und Proteinen im Hinblick auf das "Proteintrafficking" während der Differenzierung und entlang der proximalen-distalen Achse, sowie über die Kinetik der Entstehung der Mikrodomänen in differenzierten Zellen und in verschiedenen Abschnitten des Darms liefern.
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Charakterisierung von Rattenmodellen für pharmakoresistente Epilepsien
Validation of rat models for resistant epilepsy therapy
Projektverantwortliche: Prof. Dr. W. Löscher; Dr. Claudia Brandt
Laufzeit: Ende 2004 bis Ende 2012
Drittmittelprojekt: National Institutes of Health, Bethesda, USA; DFG
Kliniken/Institute:
Institut für Pharmakologie Toxikologie und Pharmazie
Projektdetails:
Das Projekt dient der Etablierung und Validierung neuer Tiermodelle für pharmakoresistente Epilepsien. Mit Hilfe dieser Modelle sollen zum einen zelluläre und molekulare Mechanismen von Pharmakoresistenz untersucht, zum anderen neue, besser wirkende Antiepileptika für Haustiere (Hunde, Katzen) und Menschen mit Epilepsie entwickelt werden.
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Therapeutische Neurostimulation bei Epilepsien
Therapeutic neurostimulation for epilepsies
Projektverantwortliche: Prof. Dr. M. Gernert
Laufzeit: 2004 bis 2012
Drittmittelprojekt: Internationale Stiftung Neurobionik, 25.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Pharmakologie Toxikologie und Pharmazie
Projektdetails:
Therapeutische Neurostimulationen wie beispielsweise hochfrequente Tiefenhirnstimulationen werden klinisch erfolgreich zur Behandlung verschiedener Bewegungsstörungen beim Menschen eingesetzt. Für die Anwendung bei pharmakoresistenten Epilepsien befindet sich diese Behandlungsmethode noch in der experimentellen und klinischen Entwicklung. Insbesondere gilt es, geeignete Stimulationsparameter und Zielgebiete zu ermitteln sowie den Wirkmechanismus aufzuklären. Tierexperimentell ist bekannt, daß insbesondere die Basalganglien dazu in der Lage sind, die Generierung und Ausbreitung epileptischer Anfallsaktivität zu modulieren. Unter Verwendung verschiedener Epilepsiemodelle untersuchen wir daher die antikonvulsive Wirksamkeit von Stimulationen unterschiedlicher Basalganglienregionen.
Resultate:

Über eine hochfrequente Stimulation von Basalganglienregionen lassen sich antikonvulsive Effekte erzielen. Inwieweit diese stärker oder schwächer ausgeprägt sind, als andere intrazerebrale Therapieansätze, wie z.B. die fokale Pharmakotherapie, gilt es in zukünftigen Studien direkt zu vergleichen.

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Genetische Analysen röntgenologischer Gliedmaßenbefunde und von Bewegungsbeurteilungen beim annoverschen Warmblutpferd und Oldenburger Warmblutpferd
Genetic analyses of radiographic findings and movement evaluation in the limbs of Hanoverian and Oldenburg Warmblood horses
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Ottmar Distl; Dr. Kathrin Friederike Stock
Laufzeit: Februar 2002 bis Dezember 2012
Drittmittelprojekt: Kommission für Frauenförderung und Gleichstellung (KFG) Industrie, 15.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Tiergenomik
Projektdetails:
Auf der Grundlage röntgenologischer Untersuchungsbefunde und Bewegungsbeurteilungen junger hannoverscher Warmblutpferde und Oldenburger Warmblutpferde erfolgt die Schätzung genetischer Parameter für das Auftreten isolierter röntgenologischer Verschattungen in Fessel- und Sprunggelenk, deformierender Arthropathien im Sprunggelenk und röntgenologischer Strahlbeinveränderungen. Die Einbeziehung von Exterieur- und Leistungsdaten dient der Aufklärung der genetischen Korrelationen zu den bereits bei jungen Pferden häufig anzutreffenden röntgenologischen Gliedmaßenbefunden. Die Perspektiven einer Zuchtwertschätzung für Röntgenbefunde werden im Hinblick auf die züchterische Verbesserung der röntgenologischen Gliedmaßengesundheit und deren Vereinbarkeit mit einer auf die reitsportliche Leistung ausgerichteten Zucht untersucht.
Resultate:

Becker AC, Stock KF, Distl O., Correlations of unfavorable movement characteristics in warmblood foals and mares with routinely assessed conformation and performance traits. Animal. 2013 Jan;7(1):11-21. doi: 10.1017/S1751731112001322. Epub 2012 Jul 6.

 

 

Becker AC, Stock KF, Distl O., Genetic analyses of new movement traits using detailed evaluations of warmblood foals and mares. J Anim Breed Genet. 2012 Oct;129(5):390-401. doi: 10.1111/j.1439-0388.2011.00980.x. Epub 2011 Dec 20.

Kooperationspartner:

Verband hannoverscher Warmblutzüchter e.V.

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Bestimmung der erforderlichen Fallzahl in empirischen veterinärmedizinischen Untersuchungen
Sample Size Calculations in Empirical Studies in Veterinary Medicine
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Lothar Kreienbrock
Laufzeit: 1999 bis 2012
Drittmittelprojekt: Volkswagen-Stiftung (bis 2004)
Kliniken/Institute:
Institut für Biometrie Epidemiologie und Informationsverarbeitung
Projektdetails:
Die Festlegung der gewünschten statistischen Genauigkeit und damit des Versuchsumfangs ist ein wichtiger Teil der Studienplanung. Die auf Untersuchungsergebnissen basierenden Entscheidungen können weitreichende Bedeutung haben, und nicht nur ein zu geringer Stichprobenumfang sondern auch eine zu hohe Genauigkeit kann negative Folgen haben. In der Praxis - nicht nur der Veterinärmedizin - ist die Fallzahlplanung ein häufig wenig beachteter Punkt. Zunehmend messen aber behördliche Anforderungen und Richtlinien etwa im Bereich klinischer Studien dem Stichprobenumfang mehr Bedeutung bei.

Im Rahmen des Projektes soll daher einerseits das Problembewusstsein bei Doktoranden und Wissenschaftlern geschaffen werden, darüber hinaus sollen diese aber auch in konkreten Anwendungsfällen beraten und unterstützt werden.

Dazu wird in Seminaren oder Kursen eine Einführung in die methodischen Aspekte und praktischen Berechnungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung veterinärmedizinischer Fragestellungen vermittelt, in einer Lose-Blatt-Sammlung die Fallzahlbestimmung bei verschiedenen statistischen Verfahren erläutert. Wir stellen Programme und Software zur Verfügung und bieten weitere Informationen (Literatur, WWW Links u.ä.) an.
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Untersuchungen zur tierschutzgerechten Betäubung von Geflügel
Studies on stunning of poultry
Projektverantwortliche: Silke Rautenschlein
Laufzeit: März 2011 bis Dezember 2011
Drittmittelprojekt: Bundesverband der Geflügelschlachtereien
Kliniken/Institute:
Klinik für Geflügel
Projektdetails:
Es bestehen noch offene Fragen zur tierschutzgerechten Betäubung von Geflügel. Im Rahmen dieser Studie werden Untersuchungen zur Betäubung von Puten und Hühnern unterschiedlicher Nutzungsrichtung durchgeführt.
Resultate:

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0032579119324150?via%3Dihub

Kooperationspartner:

Prof. Dr. A. Gruber, Institut für Tierpathologie, Freie Untiversität Berlin

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Untersuchungen zum Einfluss von Grassilagen mit unterschiedlichen Reineiweißgehalten auf Aminosäuren und Biogene Amine im Pansensaft (in vitro), Grassilagen und Serumproben
Effects of grass silages containing different true protein contingents on amino acids and biogenic amines in ruminal fluid (in vitro), grass silages and serum samples
Projektverantwortliche: Höltershinken, Dr. Martin; Theermann, Sarah, TÄ
Laufzeit: April 2011 bis Dezember 2011
Kliniken/Institute:
Klinik für Rinder
Projektdetails:
In den vergangenen Jahren wurden bei Grassilagen mit auffälligen Reineiweißanteilen (in Prozent vom Rohprotein) auch bei unauffälliger Sensorik hohe Konzentrationen bestimmter Biogener Aminen, sowie proteinogener Aminosäuren gefunden. Diese Silagen standen im Zusammenhang mit einer verlustreichen Erkrankung in Milchviehherden ("Faktorenerkrankung Milchviehherde"), die sich einerseits durch das vermehrte Auftreten unspezifischer Krankheitssymptome (hohe Milchzellzahlen, Lahmheiten, geringe Fruchtbarkeit, etc.), andererseits aber auch durch schwere Krankheitsverläufe und plötzliche Todesfälle auszeichnet. Die Genese der Erkrankung ist weitgehend unbekannt, jedoch konnte gezeigt werden, dass ein Absetzen der Silage zu einer raschen Verbesserung des Gesundheitsstatus der erkrankten Herden führte. Aus diesem Grund wurde eine nutritive Genese der Erkrankung vermutet.
Bereits untersucht wurden in diesem Zusammenhang Fermenterproben aus dem künstlichen Pansensystem RUSITEC (RUmen SImulation TEChnique), der mit unterschiedlichen Silagen beladen wurde, eine Reihe von originären Grassilagen aus betroffenen Betrieben, sowie einige Serumproben.
Die Ergebnisse dieser Messungen lieferten interessanten Ergebnisse: bestimmte Substanzen (z.B. Ornithin, Canavanin und Cadaverin) traten nach Fermentation von Schadsilagen in erhöhten Konzentrationen in Fermenterflüssigkeit auf, sowie in Serumproben erkrankter Tiere, dies lässt Kausalzusammenhänge zwischen diesen Substanzen und der Erkrankung vermuten.
Zur Verifizierung dieser vorläufigen Ergebnisse soll weiteres Probenmaterial (Grassilagen und Serumproben) vermessen werden.
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Untersuchungen zu Auswirkungen unterschiedlicher Stärke- und Rohfasergehalte im Mischfutter für Kaninchen in der Heimtierhaltung
Investigation on effects of different starch and fibre levels in mixed feeds for rabbits kept as pets
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Kamphues; Katharina Südmersen; Dr. Petra Wolf
Laufzeit: Juni 2011 bis Dezember 2011
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Immer wieder wird der Einsatz von Stärke im Mischfutter für Kaninchen kontrovers diskutiert. Während Befürworter diesbezüglich keine Probleme für die Gesundheit von Kaninchen sehen, befürchten Gegner einer stärkereichen Fütterung nachteilige Effekte auf bestimmte ernährungsphysiologische Prozesse. Viele kommerzielle Futtermittel auf dem Markt weisen allerdings höhere Stärkegehalte auf (z.B. Mischfutter auf der Basis von Getreide). Diese Mischfutter werden bei Kaninchen in der Heimtierhaltung sehr gerne eingesetzt, da sie eine hohe Akzeptanz bei den Tieren haben. Dieses getreidereiche Futter führt vermutlich auch zu einer höheren Stärkeanflutung im Dickdarm, ohne dass bisher - im Gegensatz zum Pferd - dieses mit besonderen Risiken für das Tier verbunden ist. Dem stehen Mischfutter gegenüber, die überwiegend auf der Basis von rohfaserreichen Komponenten (z.B. Grünmehl) konzipiert sind, d.h. eine faserbetonte Zusammensetzung aufweisen. Bisher ist die Frage nach den möglichen Konsequenzen einer forcierten Stärkeanflutung im Dickdarm kaum näher zu beurteilen.
Ziel der Studie ist die Nachahmung häufig in der Praxis anzutreffender Fütterungssituationen, um aus der Kenntnis der Zusammensetzung des Caecuminhaltes (z.B. TS-Gehalt, pH-Wert, Ammoniak- und Stärkekonzentration) eine mögliche Aussage zu postulierten Risiken einer stärkebetonten Mischfutterzusammensetzung für physiologische Verdauungsvorgänge im Dickdarm des Kaninchens treffen und entsprechende Fütterungsempfehlungen geben zu können.
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Doggerbank Arial Survey
Doggerbank Arial Survey
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Ursula Siebert; Dr. Anita Gilles
Laufzeit: Juli 2011 bis September 2011
Drittmittelprojekt: Uni Aahus DK, Eunice Pinn/UK, Danish Ministry, 66.717 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Um die Datengrundlage zur Bewertung des Status von Kleinwalen in den Offshore-Gebieten der Nordsee zu verbessern wurde im August 2011 eine einmalige Erfassung der marinen Säugetiere im Seegebiet Doggerbank durchgeführt, einschl. UK-, DK- und NL-Anteile.
Aus diesem Grund wurden ferner archivierte Daten (auch aus den Nachbarländern) von Schlepphydrophoneinsätzen zur akustischen Aufnahme von Schweinswalen auf der Doggerbank bearbeitet und ausgewertet.
Als Erfassungsmethode für Flugzählungen kam das standardisierte "line transect distance sampling" zum Einsatz.
Der Survey im Seegebiet Doggerbank im Spätsommer 2011 stellt die erste räumlich hoch aufgelöste Erfassung dar, die die komplette Doggerbank samt angrenzenden Hängen umfasst. Dieses erfolgreich durchgeführte Projekt macht deutlich, dass Schweinswale die Doggerbank zu dieser Jahreszeit stark frequentieren. Andere Arten, wie der Zwergwal, wurden nur vereinzelt angetroffen.
Bedingt durch die relativ geringe Wassertiefe der Doggerbank in Kombination mit der besonderen Zirkulation (z.B. Wirbelbildung), kommt es zu einem hohen biologischen Produktionsniveau; dies sogar bis zur unmittelbaren Nähe des Meeresbodens. Dies bedingt gute Wachstumsbedingungen für Fischpopulationen, so dass reichhaltige, wenn auch geklumpt auftretende, Nahrungsressourcen für Top-Prädatoren wie marine Säugetiere und Seevögel zur Verfügung stehen.

Die akustischen Surveys auf der Doggerbank sowie in angrenzenden Gewässern wurden während der Sommermonate Juni und Juli 2005, 2006 und 2008 durchgeführt. Aus den Flugerfassungen in der deutschen AWZ ist für diese Monate ein erhöhtes Schweinswalvor-kommen bekannt. Dies wird auch aus der hohen Anzahl akustischer Detektionen im Bereich des Sylter Außenriffs und des Entenschnabels im Juni 2006 deutlich. Diese Erfassung zeigt als einzige ein erhöhtes Vorkommen von Schweinswalen im Bereich der Doggerbank (östliche Doggerbank). Während der Erfassungen in 2005 und 2008 erfolgten nur am Rand der Doggerbank einzelne Schweinswaldetektionen, obwohl einige Transekte den Bereich der Doggerbank anschneiden oder diese kreuzen. Dies entspricht den Ergebnissen des flugzeuggestützten Doggerbank Surveys im Sommer 2011. Hier wurden auch im Bereich der eigentlichen Sandbank keine Schweinswale gesichtet, allerdings wurden in den Randgebieten und Hängen der Sandbank viele Schweinswale gesichtet.
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