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2311 Ergebnisse.
ZooCAn - Zoonosen bei Companion Animals als Testfall der Tierethik
ZooCAn - Zoonoses in companion animals as a test case of animal ethics
Projektverantwortliche: Kunzmann, Peter; Persson, Kirsten
Laufzeit: Januar 2022 bis Oktober 2022
Drittmittelprojekt: BMBF, 45.234 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Tierhygiene Tierschutz und Nutztierethologie
Projektdetails:
Im Mittelpunkt steht die Problematik, dass wir nach Menschenmaß Tiere klassifizieren, etwa die wir lieben und die wir bekämpfen. Der Schutz des Menschen vor Krankheitien, die aus dem Tierreich kommen, verlangt Maßnahmen, die maximal zu Lasten von Tieren gehen. Die Klausurwochen stellt die Begegnung mit aktueller und umstrittener Forschung zu Zoonosen in den Mittelpunkt, Ethik und Moralphilosophie müssen Antwort geben auch auf die Fage, was für selbt bei diesen schwierigen Entscheidungen an Grenzen zu ziehen ist und welche Kriterien wir dem zugrunde legen. Die Ergebnisse sollen zu einem Modell gebündelt werden und kann gleichermaßen als Muster für die Fragestellungen in der Scientific Community gebraucht werden, wie als Probierstein für die akademischen Diskurse um ein adäquates Verhältnis zum "Tier"
Resultate:

Ausgelöst durch COVID-19 rückten Zoonosen ins Rampenlicht des öffentlichen Interesses.

Besonders in der Zoonose-Forschung gilt es, zwischen potentiellem Nutzen für den Menschen und tatsächlichen Schäden für das Versuchstier abzuwägen.

Im Rahmen einer Klausurwoche erörterten und erstellten Fachleute hilfreiche Beiträge zu Konflikten aus dem Themenfeld "Zoonoseforschung an Companion Animals". Anhand realer Fallkonstellationen wurde ein argumentativer Weg durch die zahlreichen Wertungswidersprüche aufgezeigt, der eine extreme Verdichtung tierethischer Fundamentalkonflikte anhand realer, konkreter Szenarios darstellt.

Das Projekt befasste sich dabei zunächst mit der Begriffsklärung: was macht ein Tier zum Labortier, was macht es zum Haustier? Wo überlappen sich die Begriffe, wie sieht die Rechtslage in unterschiedlichen Ländern aus?

Die Besonderheit von Companion Animals im Kontext von Zoonosen konnten ethisch und naturwissenschaftlich gewinnbringend ausgelotet werden. Besonders jüngere Forschende sahen sich erstmalig mit dem ethischen Aspekt der Zoonoseforschung konfrontiert und empfanden einen ethisch begleitenden Austausch zu dem Thema als sehr hilfreich.

Die Ergebnisse des Projektes wurden in dem im Herbst 2023 erschienen Special Issue des Journal of Applied Animal Ethics Research dokumentiert und bietet eine gute Grundlage für ein verfeinertes Modell für zukünftige interdisziplinäre Schreibprojekte. Eine Fortsetzung des Projektes ab Sommer 2024 in Form Europäischer Summer-Schools ist geplant.

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Entwicklung eines multifunktionalen Stallkonzeptes zur tiergerechten Haltung von Zweinutzungshühnern und Bruderhähnen vom Küken bis zum Lebensmittel
Development of a multifunctional barn concept for the animal-friendly keeping of dual-purpose chickens and brother cocks from chicks to food
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Silke Rautenschlein
Laufzeit: Januar 2022 bis Juni 2022
Drittmittelprojekt: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL); Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, 7.975 EUR
Kliniken/Institute:
Klinik für Geflügel
Projektdetails:
Entwicklung eines multifunktionalen Stallkonzeptes zur tiergerechten Haltung von Zweinutzungshühnern und Bruderhähnen vom Küken bis zum Lebensmittel
Kooperationspartner:

Hochschule Osnabrück, Tierhaltung und Tierprodukte (Prof. Dr. R. Andersson)

Fachhochschule Südwestfalen, Fachbereich Agrarwirtschaft, Prof. Dr. M. Mergenthaler

Universität Bonn, Institut für Tierwissenschaften, Dr. I. Tiemann

Universität Bonn, Verfahrenstechnik in der Tierischen Erzeugung, Prof. Dr. W. Büscher

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Literaturstudie zur Bedeutung der Prädation für ausgewählte Vogel- und Säugerarten
Literature study on the importance of predation for selected bird and mammal species
Projektverantwortliche: Dr. rer. nat. Ulrich Voigt; Dr. rer. nat. Julia Jenikejew
Laufzeit: März 2022 bis August 2022
Drittmittelprojekt: Landesjägerschaf Niedersachsen e.V. - Anerkannter Naturschutzverband, 22.863 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Hannover)
Projektdetails:
Das Ziel dieses Projektes ist es die seit 2009 publizierte Literatur zum Themenkomplex Prädationseinfluss auf ausgewählte Niederwildarten, Wiesenvögel und andere Arten des Agrarlandes in den Kernaussagen zusammenstellen. Darüber hinaus wird eine Übersicht von Artenschutzprojekten in Deutschland der letzten 15 Jahre und genannten Arten erstellt unter besonderer Berücksichtigung von Projekten, die nur lokal/regional bekannt sind. Die Veranlassung zu dieser Studie entsteht vor dem Hintergrund, dass bei vielen Arten des Offenlandes einschließlich der des Feuchtgrünlandes in den letzten Jahrzehnten kontinuierliche und zum Teil erhebliche Bestandsrückgänge zu verzeichnen sind. Häufig wird dies mit dem Wandel in unserer Kulturlandschaft erklärt. Dabei stehen die Veränderungen der landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsformen in den letzten Jahrzehnten ebenso im Fokus, wie das generelle Schwinden geeigneter Lebensräume beispielsweise durch die Kultivierung ursprünglicher Lebensräume wie den Marschen, Niederungen und Mooren und des weiten und offenen Feuchtgrünlands. Neben den erforderlichen Programmen zur Erhaltung und Verbesserung dieser Lebensräume bzw. der Lebensraumqualität verdienen die Faktoren Prädationseinfluss und Prädationsmanagement ebenso viel Aufmerksamkeit. Zahlreiche Studien belegen diese Bedeutung. Die Prädation ist in eine enge wechselseitige Beziehung mit dem Lebensraum und der Witterung zu stellen. Optimale Witterungsverhältnisse und hochwertige Lebensraumqualität ermöglichen hohe Aufzuchtraten und geringe Mortalitätsraten, so dass Verluste durch Beutegreifer kompensiert werden können. Jedoch sind unter den heutigen, vielfach suboptimalen Lebensraumbedingungen in unserer Kulturlandschaft und einer zusätzlich hohen Prädatorendichte keine ausreichenden Aufzuchtraten zu erzielen, um die entsprechenden Populationen zu stabilisieren. Der Aspekt der Lebensraumqualität findet gerade in neueren Studien mehr Berücksichtigung als in den Studien bis 2009. Dazu kommen Ergebnisse einer Reihe von Artenschutzprojekten, die bislang nicht wiss. publiziert sind, die aber zweifelsfrei wertvolle Hinweise für eine Aufarbeitung der Prädationsthematik liefern.
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Audiovisuelle Systeme und Videoplattform (AVVP)
Audiovisual systems and video platform (AVVP)
Projektverantwortliche: Dr. Elisabeth Schaper
Laufzeit: Januar 2022 bis Dezember 2022
Drittmittelprojekt: Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen, 25.000 EUR
Kliniken/Institute:
Zentrum für Lehre - E-Learning-Beratung
Projektdetails:
Im Rahmen des Projektes sollen wichtige, an niedersächsischen Hochschulen im Einsatz befindliche audiovisuelle Systeme zur Videoaufzeichnung und -kommunikation für die Digitale Lehre verbessert, mit Schnittstellen zur interaktiven Nutzung versehen, besser in vorhandene Lernplattformen integriert und ihre Bereitstellung über die Academic Cloud vorbereitet werden.
Resultate:

Im Rahmen des Verbundvorhabens "Audiovisuelle Systeme und Videoplattform (AVVP)" erfolgten an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover Maßnahmen zum langfristigen Einsatz von Opencast; außerdem wurden u.a. diverse Hörsäle bzw. Lehrveranstaltungsräume für die hybride Lehre und für die Aufzeichnung von Veranstaltungen technisch ausgestattet.

https://hochschuledigital-niedersachsen.de/home/audiovisuelle-systeme-und-videoplattform/

Kooperationspartner:

Universität Osnabrück (Projektleitung)

Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen

Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

Hochschule Hannover

Hochschule Osnabrück

Jade Hochschule

Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

Technische Universität Braunschweig

Technische Universität Clausthal

Universität Vechta

Georg-August-Universität Göttingen

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Connecting Experts & Services (ConnEx): Hochschulübergreifende Transfers von Expertise und Services als Katalysatoren für die Dachinitiative Hochschule.digital Niedersachsen
Connecting experts & services (ConnEx): Cross-university transfers of expertise and services as catalysts for the umbrella initiative Hochschule.digital Niedersachsen
Projektverantwortliche: Dr. Elisabeth Schaper
Laufzeit: Januar 2022 bis Dezember 2022
Drittmittelprojekt: Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen, 100.630 EUR
Kliniken/Institute:
Zentrum für Lehre - E-Learning-Beratung
Projektdetails:
Das beantragte Projekt ConnEx adressiert mit den Lehrenden und den technischen wie didaktischen Service- und Support-Einrichtungen an den niedersächsischen Hochschulen zwei für die Dachinitiative Hochschule.digital Niedersachsen strategisch relevante Akteursgruppen und zielt auf eine strategische Förderung der Vernetzung, des Austauschs und Transfers innerhalb dieser Gruppen. Die Projektleitung hat die Leuphana Universität Lüneburg.
Resultate:

https://hochschuledigital-niedersachsen.de/home/connex-vernetzung-von-expertinnen-und-services/

Kooperationspartner:

Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Hochschule für Bildende

Künste Braunschweig; Hochschule Emden/Leer, Hochschule Hannover, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Hochschule Osnabrück, Jade

Hochschule, Leuphana Universität Lüneburg, Leibniz Universität Hannover,

Medizinische Hochschule Hannover, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Technische Universität Braunschweig, Technische Universität Clausthal, Georg-August-Universität Göttingen, Stiftung Universität Hildesheim, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Universität Osnabrück, Universität Vechta, ELAN e.V.

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Digitalisierungsmaßnahmen im Geschäftsbereich des MWK Open Educational Ressources (OER-)Portal Niedersachsen Einwerbung von Hilfskraftmitteln zur Untersützung offener Online-Lehre zum Thema Mobile Schlachtung
Digitization measures in the business area of the MWK Open Educational Resources (OER) Portal Lower Saxony Acquisition of student assistants to support open online teaching on the topic of mobile slaughtering
Projektverantwortliche: Dr. Nadine Sudhaus-Jörn; Dr. Martina Buchholz; Prof. Dr. Madeleine Plötz
Laufzeit: Dezember 2021 bis November 2022
Drittmittelprojekt: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB); FKZ 56000016-39/TiHo, 3.505 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Das Thema "mobile Schlachtung" rückt aktuell in den Fokus der Fleischbranche, da diese den Aspekten der Regionalität und des Tierschutzes im besonderem Maße gerecht wird. Man kann davon ausgehen, dass die Tiere bei konventioneller Schlachtung, insbesondere durch den Transport zum Schlachtbetrieb, mehr Stress ausgesetzt werden, als wenn sie schonend in der gewohnten Umgebung betäubt und geschlachtet werden. Eine sogenannte "mobile Schlachtung" unterliegt besonderen und zum Teil neuen, rechtlichen Hintergründen mit zugehörigen behördlichen Genehmigungsverfahren. Im Rahmen des Projektes soll eine Lehreinheit für Studierende der Tiermedizin über das Thema "Mobile Schlachtung" als Ergänzung und zum Vergleich zur konventionellen Schlachtung erstellt werden. In der Lehreinheit sollen rechtliche Hintergründe, Tierwohl- und Tierschutzaspekte sowie die Lebensmittelqualität und -sicherheit thematisiert werden. Ergänzend dazu wird weiteres Lehrmaterial (Präsentationen, Gesetzestexte etc.) erstellt, aufbereitet und den Studierenden auf der Lernplattform TiHo-Moodle zusammen mit der Lehreinheit zur Verfügung gestellt. Die lehreinheit kann über das Portal twillo von allen Studierenden der Tiermedizin im deutschsprachigen Raum genutzt werden, zudem tangiert es den Bereich der Landwirtschaft (Agrarbereich), die Metzger- und Fleischerbranche sowie weitere Tierärzt*innen, die bereits im öffentlichen Veterinärwesen tätig sind und mit den zugehörigen Genehmigungsverfahren in Kontakt kommen. Ebenso ermöglicht die Lehreinheit der interessierten Verbraucherschaft einen Einblick in dieses Feld.
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EU Referenzlabor für Klassische Schweinepest - Arbeitsprogramm 2021 und 2022
EU Reference Laboratory for Classical Swine Fever
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Paul Becher
Laufzeit: Januar 2021 bis Dezember 2022
Drittmittelprojekt: EU Commission, Directorate-General for Health and Food Safety, 724.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Virologie
Projektdetails:
Finanzielle Zuwendung für die Arbeiten am EU Referenzlabor für Klassische Schweinepest
(Work program according to Annex IV of the Council Directive 2001/89/EC)
Kooperationspartner:

Dr. Christoph Staubach (FLI Riems)

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Fast Track COFONI: Air-Liquid-Interface-Kulturen von menschlichem primärem distalem Atemwegsepithel für die In-vitro-Modellierung von SARS-CoV2-Infektionen
Fast Track COFONI: Air Liquid Interface cultures of human primary distal respiratory epithelial for in vitro modelling of SARS-CoV2 infections
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Gisa Gerold
Laufzeit: August 2021 bis Juli 2022
Drittmittelprojekt: MWK Niedersachsen, 69.925 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Biochemie
Projektdetails:
Seit der Erstbeschreibung von SARS-CoV2 und der damit verbundenen Krankheit COVID-19 im Dezember 2019 wurden verschiedene In-vitro- und In-vivo-Modelle verwendet, um den viralen Lebenszyklus und die Pathophysiologie als Grundlage für wirksame Behandlungsstrategien zu untersuchen. In-vivo-Modelle, die zur Untersuchung von SARS-CoV2 oder von Virusinfektionen der Atemwege im Allgemeinen verwendet werden, reichen von Kleintiermodellen bis hin zu Modellen mit nichtmenschlichen Primaten (Munoz-Fontela et al., 2020). Neben den ethischen Fragen, die mit Tiermodellen in der wissenschaftlichen Forschung einhergehen, können aber auch nicht alle Fragen, die das menschliche Atemwegsepithel betreffen, mit (kleinen) Tiermodellen untersucht werden. Immortalisierte humane Zelllinien wie Caco-2, Calu-3 oder HEK293T, die regelmäßig zur Untersuchung von Atemwegsviren wie Influenza oder dem Humanen Respiratorischen Synzytialvirus (RSV) und auch von Coronavirus-Infektionen (SARS, MERS) verwendet werden, werden häufig zur Untersuchung der Infektion und Replikation von SARS-CoV2 eingesetzt; doch obwohl diese Zelllinien vergleichsweise einfach und kostengünstig zu züchten sind, bilden sie die physiologischen Bedingungen des Atemwegsepithels nur schlecht ab. Selbst Zelllinien wie die A549-Zellen spiegeln den Phänotyp des Lungenepithels kaum wider. Humane primäre bronchiale Epithelzellen (hBECs) stellen ein physiologischeres In-vitro-Modell dar und werden auch in der SARS-CoV2-Forschung verwendet (Hoffmann et al., 2020). Diese Zellen können aus Spenderlungengewebe isoliert, In-vitro expandiert und in Air-Liquid-Interface (ALI)-Kulturen ausgereift werden (Hoffmann et al., 2020). Während der Schwerpunkt unserer Gruppe auf der skalierbaren Generierung und Nutzung von kardiovaskulären und respiratorischen Derivaten aus induzierten pluripotenten Stammzellen für Krankheitsmodellierung, Wirkstoffscreening und zelluläre Therapien liegt (Merkert et al., 2019; Katsirntaki et al., 2015; Kempf et al., 2014; Schmeckebier et al., 2013; Zweigert et al., 2011), haben wir in jüngster Zeit auch die Isolierung primärer humaner Atemwegszellen von gleichbleibend hoher Qualität etabliert: Die Medizinische Hochschule Hannover ist das führende deutsche Lungentransplantationszentrum mit etwa 100 Lungentransplantationen pro Jahr. In enger Zusammenarbeit mit unseren Transplantationschirurgen und der Gruppe von Prof. Danny Jonigk (Pathologie, MHH) präparieren wir routinemäßig hBECs aus Bronchialgewebe, die in Kultur expandiert und für spätere Anwendungen kryokonserviert werden können. Auch die Reifung dieser hBECs ist in unserer Gruppe bereits gut etabliert, und gereifte proximale Epithelzellen werden bereits an Partner für die Untersuchung von SARS-CoV2 und anderen Virusinfektionen der Atemwege (z. B. RSV) geliefert. Diese primären hBECs sind zwar ein hervorragendes In-vitro-Modell für SARS-CoV2-Infektionsstudien und die Modellierung von COVID-Erkrankungen, sie stellen jedoch nur ein Atemwegskompartiment dar. Eine Infektion durch SARS-CoV2 findet nicht nur im oberen Rachen und Nasentrakt, in der Luftröhre und den Bronchien statt, sondern auch im Alveolarepithel. Daher sind auch organotypische in vitro Modelle, die das distale Lungenkompartiment widerspiegeln, dringend erforderlich. Während die Erhaltung und Vermehrung von isolierten Typ-II-Alveolarepithelzellen (AT2-Zellen) bisher nicht möglich war, wurden in jüngster Zeit wesentliche Fortschritte erzielt und Protokolle entwickelt, die die Herstellung solcher Zellen in größerer Zahl ermöglichen. Sogenannte Alveolosphären, Organoide, die aus alveolären Zellen vom Typ 1 und 2 bestehen, ermöglichen die Expansion und Reifung isolierter distaler Epithelzellen In- vitro und wurden kürzlich zur Modellierung einer SARS-CoV2-Infektion verwendet (Karsura et al., 2020; Salahudeen et al., 2020). Obwohl Organoid-Kulturen die In-vitro-Kultur von AT1- und AT2-Zellen ermöglichen, sind wir der Meinung, dass ALI-Kulturen ein physiologischeres System mit Luftexposition der Epithelzellen darstellen und in der Folge Co-Kultursysteme mit Endothelzellen sowie Makrophagen ermöglichen könnten, um komplexere organotypische In-vitro-Modelle des alveolären Lungenkompartiments zu schaffen. Unter Nutzung unserer Erfahrungen mit der Differenzierung induzierter pluripotenter Stammzellen (Katsirntaki et al., 2015; Schmeckebier et al., 2013) wollen wir die Isolierung, 2D-Expansion und Kryokonservierung humaner AT2-Zellen sowie die weitere Reifung und Differenzierung in Typ-I-Alveolarepithelzellen (AT1) in einem ALI-Kultursystem für die In-vitro-Modellierung von SARS-CoV-2-Infektionen etablieren.
Kooperationspartner:

Prof. Dr. Ulrich Martin, Dr. rer. nat. Ruth Olmer

Leibniz-Forschungslaboratorien für Biotechnologie und künstliche Organe, Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie - Medizinische Hochschule Hannover

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Bewerbung für Challenge - Antivirale Wirkstoffe CRISPR/Cas13-vermittelte antivirale Therapie
Application for Challenge — Antiviral Agents CRISPR/Cas13-mediated antiviral therapy
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Albert Osterhaus; Prof. Dr. Gisa Gerold
Laufzeit: November 2021 bis Oktober 2022
Drittmittelprojekt: SprinD, 684.523 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Biochemie
Research Center for Emerging Infections and Zoonoses
Projektdetails:
Derzeitige antivirale Wirkstoffe zielen hauptsächlich auf Stadien des viralen Lebenszyklus ab, wie die Anheftung des Virus an die Wirtszelle oder die Replikation der viralen RNA und DNA. Die meisten der verfügbaren antiviralen Mittel sind nur gegen sich replizierende Viren wirksam, und aufgrund der mangelnden Spezifität haben viele von ihnen unerwünschte Nebenwirkungen. Insbesondere bei endemischen und pandemischen Krankheitsausbrüchen besteht eine zusätzliche Herausforderung in der Virusmutagenese und der Entwicklung von Virusvarianten. Daher sind Ansätze, die auf verschiedene Virusvarianten abzielen, dringend erforderlich. Die derzeitigen Paradigmen in der antiviralen Behandlung beinhalten die Verwendung von kleinen Molekülen und/oder therapeutischen Antikörpern. Kleine Moleküle haben oft sekundäre Ziele und können daher Nebenwirkungen verursachen. Antikörper sind teuer, ihre Verabreichung ist meist auf den klinischen Bereich beschränkt, und auch sie sind von Mutationen betroffen. In einer endemischen oder pandemischen Situation sind Therapien besonders wertvoll, die eine breite Abdeckung innerhalb der Virusfamilien bieten, die Übertragung verhindern und während leichter und mittelschwerer Erkrankungen sicher angewendet werden können.

Unser neuartiger Ansatz zielt darauf ab, diesen Bedarf durch den Einsatz von CRISPR/Cas13 zu decken, einem Enzym aus Bakterien, das RNA, einschließlich des viralen Genoms (von RNA-Viren) und der viralen mRNA, schneidet und dadurch die virale Replikation und die Bildung viraler Proteine blockiert. Unsere therapeutische Strategie hat keine sekundären Ziele und kann kostengünstig auf GMP-Niveau hergestellt werden. Durch eine spezifische Kombination von so genannten crRNAs wird Cas13 auf verschiedene virale mRNAs und auf verschiedene Stellen im viralen Genom gelenkt. Die crRNAs werden so ausgewählt, dass keine menschliche RNA angegriffen wird und daher keine unerwünschten Nebenwirkungen zu erwarten sind. Diese Technologie kann leicht für jedes einzelsträngige RNA-Virus angepasst werden. Durch die Ausrichtung auf unterschiedliche und hochkonservierte Regionen bekämpft dieser Ansatz auch neu entstehende Varianten des ursprünglichen Virus.
Kooperationspartner:

Prof. Dr. Elisabeth Zeisberg, Universitätsmedizin Göttingen

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SprinD: Anwendung für Challenge - Antivirale Wirkstoffe CRISPR/Cas13-vermittelte antivirale Therapie
SprinD: Application for Challenge — Antiviral Agents CRISPR/Cas13-mediated antiviral therapy
Projektverantwortliche: Prof. Osterhaus; Prof. Gerold
Laufzeit: November 2021 bis Oktober 2022
Drittmittelprojekt: SprinD GmbH, 263.866 EUR
Kliniken/Institute:
Research Center for Emerging Infections and Zoonoses
Projektdetails:
Das virale Genom eines RNA-Virus wird in die Zelle freigesetzt, wo das virale Genom amplifiziert und seine Transkripte in Proteine übersetzt werden, um weitere Kopien des Virus zu bilden. CRISPR/Cas13-Enzyme spalten verschiedene Stellen des viralen Genoms und seiner Transkripte durch eine Kombination von crRNAs. Die Vermehrung des Virus wird blockiert und die Transkripte, die in virale Proteine übersetzt werden sollen, werden reduziert.
Kooperationspartner:

Universitätsmedizin Göttingen (UMG), Prof. Elisabeth Zeisberg

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