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600 Ergebnisse.
Gesundheitszustand von Seehunden in Schleswig-Holstein
Health status of harbor seals in Schleswig-Holstein
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Lotte Caecilia Striewe
Laufzeit: Januar 2022 bis Dezember 2022
Drittmittelprojekt: Ministerium für Energie­wende, Klimaschutz, Umwelt und Natur, 71.822 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Als die am häufigsten vertretene Meeressäugerart in Schleswig-Holstein verursachen kranke oder tot aufgefundene Seehunde die meisten Einsätze der Seehundjäger*innen . In enger Zusammenarbeit mit diesen werden die Tiere für weiterführende Untersuchungen zum Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) in Büsum überführt. Zu diesen Untersuchungen zählen die komplette, standardisierte Obduktion ausgesuchter Tiere, weiterführende Untersuchungen wie Histologie, Bakteriologie, Virologie, Serologie und Parasitologie sowie die Aufnahme und Sicherung von Proben für spätere Analysen oder andere Forschungsprojekte. Die schlussendliche Einschätzung der Erkrankungs- und Todesursachen dient unter anderem der Erfassung von Risikofaktoren für die Seehund-Populationen in Schleswig-Holstein. Darüber hinaus werden mögliche menschliche (anthropogene) Einflüsse auf die Seehunde analysiert. Die Untersuchungen sollen aber auch überprüfen, welche Bedeutung die wachsenden Seehundbestände möglicherweise als Reservoir von Infektionskrankheiten haben und ob Viren zwischen den Wildtierbeständen hin- und herwechseln und damit Mutationen der Erreger möglich sind.
Da das Projekt auf einer engen Zusammenarbeit mit den Seehundjäger*innen fußt, sollen die gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse in ihre Arbeit einfließen. Unter anderem durch das ITAW werden die Seehundjäger*innen im Umgang mit marinen Säugern aber auch in der Erkennung von Infektionskrankheiten geschult. Für sie als erste Kontaktpersonen spielen die laufende Entwicklung und Überprüfung von Hygienemaßnahmen, Infektionskrankheiten und Dokumentationsmaterialien eine wichtige Rolle. Mikrobiologische Untersuchungen sind hier zum Beispiel wichtig, weil bei Seehunden in der Vergangenheit immer wieder Infektionserreger wie Seehundstaupevirus, Influenzaviren, Brucellen und Rotlauf nachgewiesen werden konnten, die sowohl für Seehunde gefährlich sein können als auch zum Teil zoonotisches (den Menschen infizierendes) Potential haben.
Darüber hinaus sind die Beobachtungen der Seehundjäger*innen sehr wertvoll für die Arbeit am Institut. Melden sie zum Beispiel Auffälligkeiten am Tier oder im Tierbestand, können die Untersuchungen am ITAW angepasst werden. Gerade in Anbetracht der aktuellen Vogelgrippeepidemie entlang der Küsten Schleswig-Holsteins, dem Nachweis des Übertritts des Vogelgrippe-Serotyps H5N8 auf Seehunde durch das ITAW im letzten Jahr und der weltweit bestehenden Corona-Pandemie sollen beispielsweise die virologischen Untersuchungen im laufenden Projektjahr noch einmal intensiviert werden.
Resultate:

Bericht (PDF) Untersuchungen zum Gesundheitszustand von Seehunden in Schleswig-Holstein im Jahr 2022

https://www.schleswig-holstein.de/DE/fachinhalte/A/artenschutz/Downloads/seehundbericht2022.pdf?__blob=publicationFile&v=2

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Bereitstellen von Gewebeproben von Nutria aus Niedersachsen für chemische Rückstandsanalysen
Provision of tissue samples of coypu from Lower Saxony for chemical residue analyses
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Dr. Friederike Gethöffer
Laufzeit: Mai 2022 bis August 2022
Drittmittelprojekt: BFG, 9.212 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
In diesem Projekt erfolgt eine diagnostische Untersuchung von in 2020 und 2021 geschossenen Nutria, sowie eine Bereitstellung von Lebergewebe für chemische Analytik. Hierfür erfolgt eine Obduktion von 41 Individuen aus Niedersachsen inklusive einer Histologie von Lunge, Leber, Niere und Milz. Zudem erfolgt eine individuelle Bestimmung von Alter (Alttier/Jungtier), Geschlecht, Ernährungszustand, allgemeiner Gesundheitszustand und eine Entnahme von Lebergewebe, für das chemische Rückstandsanalysen durch die BFG vorgenommen werden sollen. Die Darstellung und Zusammenfassung der diagnostischen Befunde erfolgt in Form einer Übersichtstabelle sowie der jeweiligen Sektions- und histologischen Berichte.
Resultate:

In diesem Projekt erfolgte eine diagnostische Untersuchung von in 2020 und 2021 geschossenen Nutria, sowie eine Bereitstellung von Lebergewebe für chemische Analytik. Hierfür erfolgte eine Obduktion von 41 Individuen aus Niedersachsen inklusive einer Histologie von Lunge, Leber, Niere und Milz. Zudem erfolgt eine individuelle Bestimmung von Alter (Alttier/Jungtier), Geschlecht, Ernährungszustand, allgemeinem Gesundheitszustand und eine Entnahme von Lebergewebe, für das chemische Rückstandsanalysen durch die BFG vorgenommen werden sollten, diese Ergebnisse wurden bisher nicht übermittelt. Die Darstellung und Zusammenfassung der diagnostischen Befunde erfolgte in Form einer Übersichtstabelle sowie der jeweiligen Sektions- und histologischen Berichte. Sämtliche Tiere wiesen typische traumatische, tötungsbedingte Verletzungen mit histologisch erkennbaren agonal bedingten Veränderungen der Lunge und des Kreislaufsystems. Zusätzlich fanden sich bei drei Tieren geringgradige diffuse Leberlipidosen, bei einem Tier fand sich eine hgr. Urolithiasis. Bei fünf Tieren handelte es sich um tragende Weibchen. Bei 27 Tieren wurde eine chronische interstitielle Pneumonie mit Verdacht auf infektiöser, vermutlich viraler Ursache, diagnostiziert.

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Audiovisuelle Systeme und Videoplattform (AVVP)
Audiovisual systems and video platform (AVVP)
Projektverantwortliche: Dr. Elisabeth Schaper
Laufzeit: Januar 2022 bis Dezember 2022
Drittmittelprojekt: Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen, 25.000 EUR
Kliniken/Institute:
Zentrum für Lehre - E-Learning-Beratung
Projektdetails:
Im Rahmen des Projektes sollen wichtige, an niedersächsischen Hochschulen im Einsatz befindliche audiovisuelle Systeme zur Videoaufzeichnung und -kommunikation für die Digitale Lehre verbessert, mit Schnittstellen zur interaktiven Nutzung versehen, besser in vorhandene Lernplattformen integriert und ihre Bereitstellung über die Academic Cloud vorbereitet werden.
Resultate:

Im Rahmen des Verbundvorhabens "Audiovisuelle Systeme und Videoplattform (AVVP)" erfolgten an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover Maßnahmen zum langfristigen Einsatz von Opencast; außerdem wurden u.a. diverse Hörsäle bzw. Lehrveranstaltungsräume für die hybride Lehre und für die Aufzeichnung von Veranstaltungen technisch ausgestattet.

https://hochschuledigital-niedersachsen.de/home/audiovisuelle-systeme-und-videoplattform/

Kooperationspartner:

Universität Osnabrück (Projektleitung)

Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen

Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

Hochschule Hannover

Hochschule Osnabrück

Jade Hochschule

Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

Technische Universität Braunschweig

Technische Universität Clausthal

Universität Vechta

Georg-August-Universität Göttingen

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Connecting Experts & Services (ConnEx): Hochschulübergreifende Transfers von Expertise und Services als Katalysatoren für die Dachinitiative Hochschule.digital Niedersachsen
Connecting experts & services (ConnEx): Cross-university transfers of expertise and services as catalysts for the umbrella initiative Hochschule.digital Niedersachsen
Projektverantwortliche: Dr. Elisabeth Schaper
Laufzeit: Januar 2022 bis Dezember 2022
Drittmittelprojekt: Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen, 100.630 EUR
Kliniken/Institute:
Zentrum für Lehre - E-Learning-Beratung
Projektdetails:
Das beantragte Projekt ConnEx adressiert mit den Lehrenden und den technischen wie didaktischen Service- und Support-Einrichtungen an den niedersächsischen Hochschulen zwei für die Dachinitiative Hochschule.digital Niedersachsen strategisch relevante Akteursgruppen und zielt auf eine strategische Förderung der Vernetzung, des Austauschs und Transfers innerhalb dieser Gruppen. Die Projektleitung hat die Leuphana Universität Lüneburg.
Resultate:

https://hochschuledigital-niedersachsen.de/home/connex-vernetzung-von-expertinnen-und-services/

Kooperationspartner:

Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Hochschule für Bildende

Künste Braunschweig; Hochschule Emden/Leer, Hochschule Hannover, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Hochschule Osnabrück, Jade

Hochschule, Leuphana Universität Lüneburg, Leibniz Universität Hannover,

Medizinische Hochschule Hannover, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Technische Universität Braunschweig, Technische Universität Clausthal, Georg-August-Universität Göttingen, Stiftung Universität Hildesheim, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Universität Osnabrück, Universität Vechta, ELAN e.V.

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"Basistraining zur Anwendung der Fluoreszenzmikroskopie" im Rahmen der Digitalisierungsmaßnahmen (Einwerbung von Hilfskraftmitteln für die Online-Lehre)
"Basic training in the use of fluorescence microscopy" as part of the digitization measures (acquisition of auxiliary resources for online teaching)
Projektverantwortliche: von Köckritz-Blickwede, Maren
Laufzeit: Mitte 2021 bis Mitte 2022
Drittmittelprojekt: Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur , 3.452 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Biochemie
Research Center for Emerging Infections and Zoonoses
Institut für Virologie
Projektdetails:
Das Ziel war es eine Lehrveranstaltung zu dem Thema "Basistraining zur Anwendung der Fluoreszenzmikroskopie" für Studierende der Biologie und der Veterinärmedizin über das Dokumentationssystem in der TiHo-Moodle-Plattform zu erstellen. Dieses Modul kann für die Studierenden im Selbststudium erarbeitet werden. Es wird unterlegt durch Texte, Videos und fachspezifischen Fragen, die nach Bearbeitung und Sicht der Videos beantwortet werden müssen. Wesentliche Teile der Inhalte werden auch als zusammenfassende Einheiten als OER im Portal Twillo online gestellt und eignen sich insbesondere für Studierende aus naturwissenschaftlichen Studiengängen, Schüler:innen sowie Auszubildende (tier-)medizinischer Berufe.
Details anzeigen
Etablierung und Evaluierung von Organoidkulturen aus dem Darm von Fledertieren als Kultursystem für die Isolierung, Vermehrung und Charakterisierung von Fledertierviren
Establishment and evaluation of organoid cultures from the intestines of bats as a culture system for the isolation, propagation, and characterization of bat viruses
Projektverantwortliche: Georg Herrler; Ang Su; Paul Becher
Laufzeit: Juni 2021 bis Mai 2022
Drittmittelprojekt: BMBF, 114.582 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Virologie
Projektdetails:
Obwohl auf Genomebene in Fledertieren eine Vielzahl von Viren nachgewiesen wurden, gibt es nur eine geringe Zahl, die in Form infektiöser Virusisolate vorliegen. Da der Nachweis von Fledertierviren sehr häufig aus Kotproben erfolgt, sollten differenzierte Darmzellen die Zielzellen vieler dieser Viren sein, weshalb sie für die Isolierung von Fledertierviren aus Kotproben besonders geeignet erscheinen.
Ziel des Projektes ist die Etablierung eines Kultursystems bestehend aus intestinalen Organoiden von Fledermäusen, mit dem es ermöglicht werden soll, Fledermausviren zu isolieren und ihre Vermehrungseigenschaften sowie ihr zoonotisches Potential näher zu charakterisieren.
Resultate:

https://journals.asm.org/doi/10.1128/spectrum.03098-22

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QS-Tiergesundheitsdatenbank: Übergreifende Analyse von Datenstrukturen zur interdisziplinären Bewertung der Tiergesundheit
QS-Animal Health Database: comprehensive data analysis for interdisciplinary eval-uatin of animal health
Projektverantwortliche: Betty Rehberg; Julia Große-Kleimann; Prof. Dr. L. Kreienbrock
Laufzeit: Mai 2021 bis Februar 2022
Drittmittelprojekt: QS-Wissenschaftsfonds, vertreten durch Qualität und Sicherheit GmbH, Bonn, 39.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Biometrie Epidemiologie und Informationsverarbeitung
Projektdetails:
Tierwohl und Tiergesundheit haben in den letzten Jahren einen stetig wachsenden Stellenwert auf allen Stufen der Produktionskette von Nutztieren eingenommen. So wird in vielen Bereichen eine zentrale Tiergesundheitsdatenbank gefordert. Zwar ist in verschiedenen Bereichen der Tiergesundheit eine standardisierte Erfas-sung von Daten gesetzlich vorgeschrieben bzw. durch private Unternehmen abge-deckt, jedoch erfolgt bisher keine zentrale und vor allem keine gesamthafte Aus-wertung, die die Wechselwirkungen der Informationen berücksichtigt.
In diesem Projekt werden Daten von Mastschwein haltenden Mitgliedsbetrieben der Qualität und Sicherheit GmbH aus drei Jahren ausgewertet. Dabei werden verschiedene Gesundheitsvariablen aus den Bereichen Antibiotikaeinsatz, Salmo-nellenmonitoring, Schlachtbefunde und Biosicherheit miteinander verknüpft und sowohl deskriptiv als auch in statistischen Modellen ausgewertet, um strukturelle Zusammenhänge und Wechselwirkungen zu erkennen. Der Erkenntnisgewinn kann als Entscheidungsmatrix zur Identifikation von Betrieben genutzt werden, die bei rein kumulativer Betrachtung einzelner Merkmale nicht auffällig sind, aber den-noch eine spezifische Option zur Verbesserung der Tiergesundheit besitzen (z.B. Betriebe mit geringem Antibiotikaeinsatz bei gleichzeitiger gesundheitlicher Problematik).
Details anzeigen
Opern Educational Resources (OER) Portal Niedersachsen- Digitalisierung von Lerneinheiten für Biologen und Veterinärmediziner
Opern Educational Resources (OER) Portal lower saxony- Digitization of learning units for biologists and veterinarians
Projektverantwortliche: Frau Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Frau Dr. Friederike Gethöffer
Laufzeit: Oktober 2021 bis Januar 2022
Drittmittelprojekt: Leibniz-Informationszentrum, Technik und Naturwissenschaften, Technische Universitätsbibliothek (TIB), Hannover, 3.560 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Hannover)
Projektdetails:
Um den Studierenden einen Blick über den Tellerrand zu ermöglichen, soll das an der TiHo bereits bestehende Angebot an
Lehr-/Lernvideos erweitert werden. Geplant sind Filmsequenzen, die grundsätzliche Informationen zu den am ITAW erforschten aquatisch und terrestrisch lebenden Tierarten beinhalten, mit Lerneinheiten zu ihren anatomischen und physiologischen
Besonderheiten. Filmsequenzen zu Obduktionen der entsprechenden Tierarten sollen die Lerninhalte weiter vertiefen und die Tätigkeitsfelder der Tierärztinnen am ITAW veranschaulichen.
Der Ansatz ist fächerübergreifend und kann sowohl
Tiermedizin- und Biologiestudierenden als auch anderen Interessierten Einblicke in anatomische, physiologische und pathologische Kontexte bieten. Die Grundlagen
hierfür sind vorhanden und können von einer technisch versierten Hilfskraft zu einem online-Modul von ca. 90 minütiger Dauer verarbeitet werden.
Details anzeigen
Immunthrombose bei zerebrovaskulären Komplikationen im Zusammenhang mit der SARS-CoV-2-Infektion und der impfstoffinduzierten immunthrombotischen Thrombozytopenie (ISI-VITT)
Immunothrombosis in cerebrovascular complications related to SARS-CoV-2 infection and vaccine-induced immune thrombotic thrombocytopenia (ISI-VITT)
Projektverantwortliche: PD Nicole de Buhr, PhD
Laufzeit: August 2021 bis August 2022
Drittmittelprojekt: This work was supported by COVID-19 Research Network of the State of Lower Saxony (COFONI) with funding from the Ministry of Science and Culture of Lower Saxony, Germany (14-76403-184) and by PRACTIS—Clinician Scientist Program of Hannover Medical School, funded by the German Research Foundation (DFG-ME3696/3-1)., 50.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Biochemie
Research Center for Emerging Infections and Zoonoses
Projektdetails:
Die Impfung ist eine wichtige Maßnahme zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie. Es gab jedoch Bedenken hinsichtlich der Pharmakovigilanz, da nach der Anwendung des ChAdOx1 nCoV-19-Impfstoffs eine sehr seltene, aber potenziell katastrophale Komplikation festgestellt wurde, nämlich eine zerebrale Sinusthrombose, aber auch weitere thrombotische Komplikationen einschließlich eines ischämischen Schlaganfalls. Inzwischen wurde als wahrscheinlichster Mechanismus die durch Antikörper gegen den Plättchenfaktor 4 (PF4) vermittelte immunthrombotische Thrombozytopenie identifiziert, ein Mechanismus, der bereits von der Heparin-induzierten Thrombozytopenie (HIT) bekannt ist. Interessanterweise wurde vermutet, dass NETs auch in der HIT-Pathophysiologie für die Thrombusbildung entscheidend sind. Marker der NETose wurden in thrombozytenreichen Thromben in der Lunge von Mäusen mit HIT beobachtet. Daher könnten NETs auch an durch Impfstoffe induzierte immunthrombotische Thrombozytopenie (VITT) vermittelte thrombotische Komplikationen beteiligt sein und könnten daher ein gemeinsamer Auslöser in der Pathogenese von COVID-19 und durch Impfstoffe induzierten Komplikationen sein. Darüber hinaus könnten Biomarker, die die Belastung durch NETs im Blutkreislauf und in Gewebeproben (z. B. zerebrale Thromben) widerspiegeln, als diagnostische, therapeutische oder prognostische Ziele bei thrombotischen Erkrankungen geeignet sein. Vor allem aber besteht ein enormer Bedarf an der Identifizierung von Patienten, bei denen ein Risiko für zerebrovaskuläre Komplikationen aufgrund von COVID-19 und VITT besteht. Das vorgeschlagene Projekt ISI-VITT soll dazu beitragen, diese Frage zu klären.
Kooperationspartner:

Cerebrovascular Research Group (Head: Prof. Dr. Karin Weissenborn), Deptartment of Neurology, Medical School Hannover: Dr. Ramona Schuppner & Dr. Gerrit M. Grosse


Prof. Dr. Christine Falk, Institute for Transplantation Immunology, Medical School Hannover

Details anzeigen
5FT21 COFONI Fast-Track - Spürhunde als Erstlinien-Screening-Methode für eine SARS-CoV-2-Infektion
5FT21 COFONI Fast-Track - Detection Dogs as firstline screening method for SARS-CoV-2 Infection
Projektverantwortliche: Dr. Schulz
Laufzeit: August 2021 bis Februar 2022
Drittmittelprojekt: MWK über UMG Göttingen, 29.847 EUR
Kliniken/Institute:
Research Center for Emerging Infections and Zoonoses
Projektdetails:
Das SARS-CoV-2 (Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus-Type 2) ist der Erreger von COVID-19. Der bisherige Verlauf der COVID-19 Pandemie hat nachdrücklich gezeigt, dass eine koordinierte Bündelung von interdisziplinären und komplementären Expertisen notwendig ist, um die vielfältigen Aspekte der Biologie, der Pathologie und der Epidemiologie von SARS-CoV-2 zu entschlüsseln und die gewonnenen Erkenntnisse sowohl klinisch für die Behandlung von Patienteninnen und Patienten als auch für die Modellierung von Infektionsverläufen in der Bevölkerung einzusetzen. Um einen solch holistischen Ansatz leisten und umsetzen zu können, bietet das Bundesland Niedersachsen mit seinen international renommierten Wissenschaftsstandorten ideale Voraussetzungen. Wir beantragen daher die finanzielle Unterstützung einer Verbundforschung zum Aufbau eines COVID-19 Forschungsnetzwerkes des Landes Niedersachsen (COFONI).
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