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2308 Ergebnisse.
Aerial survey design, field work and analysis for abundance estimates based on aerial survey data of harbor porpoises collected in the Danish North Sea (Energienet Tender)
Aerial survey design, field work and analysis for abundance estimates based on aerial survey data of harbor porpoises collected in the Danish North Sea (Energienet Tender)
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Dr. Anita Gilles
Laufzeit: Juli 2023 bis Dezember 2023
Drittmittelprojekt: University Aarhus, 81.682 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung unterstützt die Universität Aarhus bei der Planung, Durchführung und Analyse von Flugsurveys zur Erfassung von Schweinswalen in der gesamten dänischen Nordsee im Sommer 2023. Im Zeitraum Juni-Juli 2023, wird das ITAW zunächst bei der Auswahl der Untersuchungsgebiete und bei der Transektplanung unterstützen, um mit dem gewählten Surveydesign eine möglichst vollständige Abdeckung der dänischen Nordseezu erreichen. Der eigentliche Survey ist für den August 2023 geplant. In fünf der insgesamt sieben geplanten Teiluntersuchungsgebieten in der dänischen Nordsee wird das ITAW Daten erheben. Als Beobachtungsplattform kommt ein zweimotoriges Flugzeug vom Typ Partenavia 68 zum Einsatz. Die Fluggeschwindigkeit während der Datenaufnahme beträgt 90-100 Kn (167-186 km/h) auf einer Flughöhe von 600 Fuß (183 m). Die Untersuchungsgebiete sollen jeweils an einem Flugtag unter überwiegend guten Sichtungsbedingungen abgedeckt werden.
Weiter wird das ITAW die Analyse der Daten durchführen, um Abundanzschätzungen zu erhalten.
Resultate:

Jens Würgler Hansen, Christian Lønborg & Signe Høgslund (red.) Videnskabelig rapport fra DCE - Nationalt Center for Miljø og Energi. MARINE OMRÅDER 2023, NOVANA

https://dce.au.dk/fileadmin/dce.au.dk/Udgivelser/Videnskabelige_rapporter_600-699/SR632.pdf

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Integrierte One-Health-Überwachung der Resistenz gegen antimikrobielle Mittel (IT-AMR)
Integrated One Health Surveillance for Antimicrobial Resistance (IT-AMR)
Projektverantwortliche: Prof. Dr. L. Kreienbrock; Dr. S. Brogden
Laufzeit: Oktober 2022 bis September 2023
Drittmittelprojekt: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), 27.998 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Biometrie Epidemiologie und Informationsverarbeitung
Projektdetails:
Antibiotikaresistenzen stellen weltweit ein wachsendes Problem für die öffentliche Gesundheit dar, sind aber vor allem in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMICs) eine besondere Herausforderung. Zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenz, ist es zwingend notwendig, dieser im Sinne des One-Health-Ansatzes zu begegnen. Das Ziel des Projektes ist es, ein harmonisiertes Protokoll für die Überwachung von Daten zur Antibiotikaresistenz in einem integrierten One-Health-Ansatz für Menschen, Tiere und die Umwelt zu entwickeln und die Daten aus allen drei One-Health-Bereichen direkt miteinander zu verknüpfen. Ferner sollen die Übertragungswege von Antibiotikaresistenzen oder Resistenzgenen bewertet werden, um Maßnahmen zur Resistenzübertragung und Entwicklung von Resistenzen ergreifen zu können. Die Förderung des Aufbaus einer internationalen Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern aus Subsahara-Afrika diente dem Ausbau der Kooperation durch Vor-Ort-Besuche, Diskussionen über derzeit verwendete Protokolle und der Identifizierung von möglichen Herausforderungen.
Kooperationspartner:

- Department of Disease Control, School of Veterinary Medicine University of Zambia, Lusaka, Zambia

- Department of Disease Control & Environmental Health, Makerere University School of Public Health, Kampala, Uganda

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Interprofessionelle Teamkommunikation für die tierärztliche Praxis
Interprofessional teamcommunication for the veterinary practice
Projektverantwortliche: Dr. Christin Kleinsorgen; Dr. Sandra Wissing; Dr. Verena Nerschbach
Laufzeit: Mai 2022 bis Dezember 2023
Drittmittelprojekt: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur , 50.000 EUR
Kliniken/Institute:
Zentrum für Lehre - E-Learning-Beratung
Klinik für Kleintiere
Zentrum für Lehre - Clinical Skills Lab
Projektdetails:
Im Rahmen einer Blended-Learning-Veranstaltung werden Inhalte zu Interprofessionalität und Teamarbeit sowohl über Selbstlerneinheiten in TiHoMoodle, in Videokonferenzen sowie in Live-Veranstaltungen in der Kommunikationsanlage im Clinical Skills Lab berufsgruppenübergreifend vermittelt. Mithilfe von Schauspielereinsatz sollen relevante Aspekte der Kommunikation zwischen Tierarzt/Tierärztin und Tiermedizinischen Fachangestellten sowie Tierbesitzer*innen simuliert und geübt werden, so dass der Grundstein für eine effektive und harmonische Zusammenarbeit in der tierärztlichen Praxis gelegt werden kann.
Resultate:

OER-Beitrag: https://www.twillo.de/edu-sharing/components/collections?id=784dd823-e75e-48ed-a8c3-6de63136b02b

https://doi.org/10.3390/ani14020229

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COFONI Flex Fund CRISPR 11FF22
COFONI Flex Fund CRISPR 11FF22
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Maren von Köckritz-Blickwede; Prof. Dr. Albert Osterhaus; Prof. Dr. Asisa Volz
Laufzeit: Februar 2022 bis Dezember 2023
Drittmittelprojekt: MWK, 220.890 EUR
Kliniken/Institute:
Research Center for Emerging Infections and Zoonoses
Projektdetails:
CRISPR/Cas13-vermittelte antivirale Therapie gegen SARS-CoV-2 und seine Varianten: eine neuartige Technologie zur Bekämpfung des viralen Genoms
Resultate:

https://www.umg.eu/forschung/corona/cofoni/

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Etablierung eines präklinischen Modelles für die Affenpocken zur Untersuchung der Orthopockenspezifischen Immunität
Establishment of a preclinical model for human monkeypox and orthopoxvirus specific immunity in humans
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Asisa Volz
Laufzeit: September 2022 bis August 2023
Drittmittelprojekt: DZIF, BMBF, 65.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Virologie
Projektdetails:
Das Affenpockenvirus (Monkeypox virus, MPXV) ist ein zoonotisches Pockenvirus und gehört zum Genus der Orthopockenviren. Im Mai 2022 kam es erstmals in Europa, Nordamerika, dem Nahen Osten und Australien zu einem autochthonen Ausbruch der Affenpocken beim Menschen. Affenpocken (MPX) sind endemisch in Zentral- und Westafrika und verursachen potenziell lebensbedrohliche Viruserkrankung. Bis zum 28. Juni 2022 wurden weltweit insgesamt 4119 bestätigte Fälle gemeldet (ECDC), darunter 676 bestätigte Fälle in Deutschland (RKI). Dies ist das erste Mal, dass Infektionsketten von MPXV-Übertragungen von Mensch zu Mensch ohne epidemiologische Verbindungen zu West- oder Zentralafrika bestätigt werden konnten. Interessanterweise werden die meisten Fälle bei jungen Männern diagnostiziert, die Sex mit Männern haben. In der Regel geht die MPX Erkrankung bei diesen Patienten mit leichten klinischen Symptomen einher. Allerdings besteht das Risiko, dass sich MPXV in Risikogruppen der Bevölkerung (Kleinkinder, schwangere Frauen, immunsupprimierte Personen) ausbreitet und dort dann schwere Erkrankungen verursacht. Aufgrund der spezifischen Biologie von MPXV in dieser neuen, bisher nicht da gewesenen epidemiologischen Situation muss also mit einer begrenzten Verbreitung von MPX in der Allgemeinbevölkerung gerechnet werden. Da die jüngeren Bevölkerungsgruppen (<50-60 Jahre) aufgrund der Beendigung der weltweiten Pockenimpfprogramme in der Regel keine virusspezifische Immunität besitzen, besteht das Risiko einer längeren Persistenz von MPX außerhalb Afrikas. Der Fokus der öffentlichen Gesundheitssysteme ist daher, die MPX-Übertragungsketten effizient zu unterbrechen. Dazu müssen alle Kontaktpersonen identifiziert und isoliert werden. Weitere mögliche Gegenmaßnahmen beinhalten die mögliche Verwendung eines zugelassenen Pockenimpfstoffs (IMVANEX) und eines zugelassenen Arzneimittels gegen Pocken (Tecovirimat). Die STIKO empfiehlt die IMVANEX Impfung als Postexpositionsprophylaxe für Kontaktpersonen von Affenpockenpatienten und für die Indikationsimpfung von Personen mit hohem Expositionsrisiko.
Der vorliegende Antrag soll diese Gegenmaßnahmen unterstützen, indem die Entwicklung und der klinische Einsatz des MVA-SARS-2-S-Impfstoffkandidaten des DZIF als bivalenten Impfstoff gegen MPX und COVID-19 vorbereitet, einschließlich der Entwicklung eines präklinischen Modells für Immunogenitäts- und Wirksamkeitstests.
Kooperationspartner:

Prof. Dr. Marylyn Addo, UKE Hamburg

Prof. Dr. Gerd Sutter, LMU München

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Non-Target Ansatz zur Biomarkersuche in Serum beim Bullenkalb zur prospektiven Einschätzung der Spermaqualität
Non-target biomarker retrieval in serum of bull calves for early estimation of sperm quality
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Marion Schmicke; Dr. Ina Leiter
Laufzeit: April 2022 bis April 2023
Drittmittelprojekt: Verein für Bioökonomieforschung (FBF), 9.600 EUR
Kliniken/Institute:
Klinik für Rinder
Projektdetails:
Im Rahmen des vom FBF geförderten Projektes "Einfluss von Stress in der Aufzucht von Bullenkälbern auf die spätere Eignung als Besamungsbulle" konnten wir zeigen, dass ein deutlicher Unterschied in einem entwickelten Managementscore und in mittleren Testosteronkonzentrationen zwischen Jungbullen mit guter versus schlechter Spermaqualität besteht. Allerdings können die bisherigen Hormonmessungen aufgrund zu geringer Sensitivität nicht als diagnostische Tests zur Identifizierung von sehr guten bzw. schlechten Bullen bezüglich ihrer späteren Leistung und Leistungspersistenz herangezogen werden, weder im Alter von vier Monaten, noch später beim ersten Sprungeinsatz.
In dieser weiterführenden Studie soll mittels Proteomics als einem Non-Target-Ansatz nach besseren Biomarkern gesucht werden. Bullen mit einer sehr guten versus schlechten Leistungspersistenz über zwei Jahre werden über die im Vorprojekt zeitnah zum ersten Sprung gesammelte Plasmaprobe massenspektrometrisch untersucht. Die Datensätze aus den Messungen zu den gefundenen Peptiden werden mit einer bovinen Proteindatenbank abgeglichen um schließlich Proteine in den Plasmaproben zu benennen. Beide Bullengruppen werden bezüglich der identifizierten Proteine und der Mengen derselben verglichen.
Um möglichst praxistaugliche Untersuchungsmethoden zu etablieren, sollen vielversprechende fertilitätsassoziierte Proteine im Anschluss mittels kommerziell erhältlichen ELISA-Kits in den vorhandenen Blutproben aus allen untersuchten Altersklassen während der Bullenaufzucht gemessen werden. Diese Daten fließen in die Erstellung von Referenzbereichen und Grenzwerten mittels ROC-Analysen (Receiver Operating Characteristic) ein. Optimalerweise erlauben geeignete Biomarker im Blut eine frühzeitige Vorselektion der Bullenkälber, die für die Gewinnung von quantitativ und qualitativ gutem Sperma in Frage kommen.
Kooperationspartner:

Institut für Toxikologie, Medizinische Hochschule Hannover

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Nahrungsmittel der Zukunft- Insekten
Future Foods - Insects
Projektverantwortliche: Dr. Nils Grabowski; Dr. Juliane Hirnet; Prof. Dr. Madeleine Plötz
Laufzeit: September 2022 bis August 2023
Drittmittelprojekt: Stiftung Innovation in der Hochschullehre, Projektförderung Freiraum, 144.160 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Der Konsum essbarer Insekten ist sowohl Jahrtausende alte Traditionen in vielen Regionen der Welt wie auch Novum in den Regionen, in denen sie bislang kaum konsumiert werden, z.B. Europa. Die kommerzielle Zucht entlastet natürliche Populationen, führt zu kontrollierter Qualität und schafft neue Verdienstmöglichkeiten. Da sie in großen Gruppen gezüchtet werden, benötigen sie dieselbe Aufmerksamkeit hinsichtlich Tiergesundheit und Tierwohl wie andere Nutztiere, und das wurde bisher nicht praktiziert.
Ziel des Projektes ist, Tiermedizin- und Biologiestudierende auf dieses Arbeitsfeld vorzubereiten. In Semestermodulen lernen Erstere, wie man integrale Bestandsbetreuung auf einem Insektenbetrieb durchführt und Letztere, wie man bisher ungenutzte Arten auf die Verwendung als Nutztier prüft. Jedes Studierendenteam erhält die Aufsicht über eine Insektencharge, die sie betreuen. Dadurch werden die Kursteilnehmer*innen zu kompetenten Ansprechpartnern für Landwirt*innen.
Details anzeigen
Therapeutische Behandlung gegen SARS-CoV-2 mit inhaliertem VHH von BiondVax - Wirksamkeitsprogramm bei Hamstern
Therapeutic treatment against SARS-CoV-2 with inhaled VHH from BiondVax - Efficacy Program in Hamsters
Projektverantwortliche: Prof. Dr. v. Köckritz-Blickwede
Laufzeit: September 2022 bis September 2023
Drittmittelprojekt: Frauenhofer ITEM, 331.375 EUR
Kliniken/Institute:
Research Center for Emerging Infections and Zoonoses
Projektdetails:
Therapeutische Behandlung gegen SARS-CoV-2 mit inhaliertem VHH von BiondVax - Wirksamkeitsprogramm bei Hamstern
Details anzeigen
Untersuchung von Verhaltens- und akustischen Reaktionen von Walen auf seismische Untersuchungen in der Antarktis
Investigation of behavioural and acoustic responses of cetaceans to seismic surveys in Antarctica
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Dr. Johannes Baltzer
Laufzeit: Juli 2022 bis Dezember 2023
Drittmittelprojekt: Umweltbundesamt, 264.210 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Das Umweltbundesamt (UBA) ist nach dem Gesetz zur Ausführung des Umweltschutzprotokolls zum Antarktisvertrag (AUG) die nationale Genehmigungsbehörde für alle Tätigkeiten in der Antarktis, die von Deutschland aus organisiert werden oder von Deutschland ausgehen. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens nach dem AUG ist für alle angezeigten Aktivitäten im Geltungsbereich des Antarktis-Vertrages eine Umweltprüfung durch das UBA als Vollzugsbehörde durchzuführen.
Um die Topographie und geologische Zusammensetzung des Meeresbodens zuverlässig zu bestimmen, werden seismische Untersuchungen mit Airguns (Luftpulsern) durchgeführt. Diese Geräte senden Schallwellen mit sehr hohen Schallpegeln aus. Die Datenbasis ist bislang unzureichend, um mögliche Auswirkungen auf die marine Fauna beurteilen zu können.
Das Ziel dieses Projektes ist es, die Auswirkungen einer geowissenschaftlichen, seismischen Untersuchung mit Airguns im Rahmen der Expedition "WAIS-BELL" (PS 134) im Jahr 2022/23 auf Wale in der Antarktis in situ zu bewerten. Hierbei wird eine Verhaltensreaktionsstudie durchgeführt, die einen multidisziplinären Ansatz umfasst, der visuelle Erfassungsmethoden und passiv akustisches Monitoring (PAM) miteinander kombiniert.
Im Rahmen des Projektes sollen Daten über die Verteilung, Habitatnutzung und mögliche Verhaltensreaktionen von Walen in ihrem antarktischen Nahrungsgebiet in einer ungestörten und akustisch gestörten Situation generiert werden. Die Arbeiten werden während seismischer Untersuchungen in der Amundsen- und Bellingshausensee durchgeführt und erfolgen in enger Zusammenarbeit zwischen der TiHo, JASCO und der AWI-Geophysikgruppe in deren Untersuchungsprogramm.
Die Lärmbelastung und die Vokalisierungen von Walen werden mit Hilfe eines autonomen akustischen Aufnahmesystems (AMAR) aufgezeichnet, das die Identifizierung, Lokalisierung und Verfolgung vokalisierender Individuen ermöglicht. Durch visuelle Erfassungsmethoden (Helikopter, autonome Drohne, ggf. Brücke oder Krähennest des FS Polarstern) werden Daten über die Verteilung und Verhaltensreaktionen während der seismischen Untersuchung sowie Habitatnutzung der Wale während der Transits hin zum und aus dem Untersuchungsgebiet gesammelt. Die Ergebnisse werden einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, potentielle Effekte von seismischen Untersuchungen mit Airguns auf Wale zu bewerten und wichtige Informationen für das Management anthropogener Aktivitäten im Antarktisvertragsgebiet liefern.
Resultate:

Ziel des Projekts war die Bewertung der Auswirkungen seismischer Airgun-Untersuchungen während der Expedition PS134 (WAIS-BELL) auf antarktische Wale. Dazu wurde ein multidisziplinäres Monitoringkonzept entwickelt, das visuelle Methoden mit passiver Akustik kombinierte, um Verhaltensreaktionen, Vermeidungsdistanzen und mögliche Maskierung von Walvokalisierungen zu untersuchen.

Schiffsgestützte Beobachtungen durch Marine Mammal Observer (MMO) und ein Validierungsteam erwiesen sich als zuverlässigste Mitigationsmaßnahme. Die Vergleichsstudie zeigte, dass 2 MMO nahezu die gleiche Sichtungsleistung wie 3 MMO erreichten. Aus allen Schiffssichtungen wurde ein Vermeidungsradius von 3,4 km (Airguns aktiv) gegenüber 1,2 km (Airguns inaktiv) ermittelt. Einschränkungen bestanden durch Wetter, Nachtbedingungen und nicht einsehbare Bereiche am Heck. Das Infrarot (IR)-Kamerasystem registrierte zwar zusätzliche Sichtungen, war aber durch technische Probleme, hohe Luftfeuchtigkeit und einen großen toten Winkel begrenzt; dennoch wird ein Update empfohlen, da es besonders bei Dunkelheit nützlich ist. Flugsurveys mit Helikopter erweiterten den Beobachtungsradius erheblich (bis 90 km) und lieferten wertvolle Informationen zur Artenverteilung, eignen sich aber nicht für Echtzeit-Mitigation. Die eingesetzte Drohne zeigte nach technischen Problemen Potenzial für zukünftiges Echtzeit-Monitoring, konnte jedoch noch nicht voll evaluiert werden.

Das Autonomous Long-Term Observatory (ALTO)-System mit integriertem AMAR sollte Informationen zu Vokalisierung und Verhalten vor, während und nach seismischen Aktivitäten liefern, zeichnete jedoch aufgrund einer technischen Fehlfunktion keine Daten auf, trotz grundsätzlich hoher Eignung dieser Technologie. Das im Streamer integrierte PAM-System QuietSea™ produzierte überwiegend Fehlalarme. Von vielen detektierten Ereignissen stellte sich nur eine einzige automatische Erkennung als echte Walvokalisierung heraus. Gründe könnten Maskierung durch Schiffslärm, Luftblasenbarriere hinter dem Schiff sowie fehlende Kalibrierung sein.

Keine Methode allein ermöglicht ein vollständiges, zuverlässiges Monitoring unter allen Bedingungen. Schiffsgestützte visuelle Beobachtungen bleiben momentan die effektivste Mitigationsmaßnahme. IR-Systeme, Drohnen und akustische Systeme benötigen technische Weiterentwicklungen, können aber langfristig wertvolle Ergänzungen darstellen, insbesondere zum Monitoring bei Dunkelheit, schlechtem Wetter oder unter Wasser. Für ein robustes Schutz- und Mitigationskonzept sind kombinierte, weiter optimierte Monitoringansätze notwendig.

Kooperationspartner:

JASCO Applied Sciences

Prof. Rochelle Constantine und Tane van der Boon (MAUI63 project New Zealand)

Dr. Brandon Southall (Southall Environmental Associates, Inc., SEA)

Details anzeigen
Habitatnutzung des Schweinswals in einem Gebiet mit starker anthropogener Nutzung
Habitat use of harbour porpoise in an area of heavy anthropogenic use
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Dr. Johannes Baltzer
Laufzeit: Februar 2022 bis Dezember 2023
Drittmittelprojekt: Deutsche Wild Tier Stiftung, Hamburg, 8.415 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Der Schweinswal (Phocoena phocoena) ist die in deutschen Gewässern einzige vorkommende Art, die unter anderem durch die FFH-Richtlinien als Anhang II und IV Art geschützt ist. Schweinswale kommen vor allem küstennah vor, wodurch es sehr große Überschneidungen seines Habitats mit anthropogenen Aktivitäten gibt. Die daraus resultierenden Belastungen für den Schweinswal reichen von Lärmverschmutzung, der Konkurrenz um Beutefische bis hin zu unbeabsichtigten Beifängen in der Stellnetzfischerei. Das Gebiet der Eckernförder Bucht in der westlichen deutschen Ostsee zeichnet sich durch einen hohen Grad von anthropogener Nutzung aus und birgt somit ein hohes Störungspotential für Schweinswale. Die Stellnetzfischerei ist in diesem Gebiet weit verbreitet, die die Fischereimethode mit den meisten unbeabsichtigten Beifängen darstellt. Im Gebiet um Eckernförde herrscht zudem ein hohes Schifffahrtsvorkommen, da es sich um eine recht schmale Bucht handelt aus der viele Fischereifahrzeuge auslaufen, sich dort ein Hafen und Übungsplatz der Bundeswehr befindet und hier ein Hochgebiet touristischer Aktivitäten liegt.
Um effektive Maßnahmen zum Schutz des Schweinswals zu entwickeln, ist es zunächst erforderlich die Habitatnutzung von Schweinswalen in diesem Gebiet zu untersuchen. Im westlichen Teil der deutschen Ostsee wird durch das ITAW seit Frühjahr 2021 ein akustisches Monitoring durchgeführt, das jedoch im Bereich der Eckernförder Bucht eine Lücke aufweist. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens soll eine Monitoring-Station in der Eckernförder Bucht ausgebracht werden, die diese Lücke sinnvoll schließen kann. Die Messstation soll im Frühjahr mit einem CPOD ausgestattet werden, der nach etwa 3 Monaten ausgetauscht wird, um dann insgesamt über etwa 6 Monate Daten zum Schweinswalvorkommen zu erheben. Gleichzeitig werden anthropogene Schalleinträge mit einem Unterwasserschallrekorder ermittelt. Die Daten zum Schweinswal Vorkommen sollen mit dem Auftreten von anthropogenem Lärm korreliert werden.
Resultate:

Seit 2021 wurde zum ersten Mal ein kontinuierliches akustisches Monitoring von Schweinswalen in der schleswig-holsteinischen Ostsee zwischen der Flensburger Förde und der Eckernförder Bucht initiiert. Im Jahr 2023 kam eine weitere Messstation hinzu, die das Monitoringnetz nach Süden hin erweitert. Insgesamt werden fünf Messstationen (Holnis, Bredgrund, Schleisand, Damp und Waabs) betrieben, welche mit Klickdetektoren (C-PODs) ausgestattet sind, um die Echoortungslaute (Klicks) von Schweinswalen aufzuzeichnen. Durch das Monitoring konnten akustische Daten über das Vorkommen und die jahreszeitliche Präsenz von Schweinswalen gewonnen werden.

Neben echten Schweinswalklicks wurden vermehrt künstliche Schweinswalklicks von akustischen Warngeräten aufgezeichnet. Die Warngeräte werden als Porpoise Alerting Devices (PALs) bezeichnet und in der Stellnetzfischerei eingesetzt, um Schweinswale durch die Aussendung künstlicher, schweinswalähnlicher Klicksignale vor Netzen zu warnen und Beifang zu reduzieren.

PAL-Signale machten bezogen auf die Gesamtzahl der detektierten Klicks nur einen vergleichsweise geringen Anteil aus. Ihre Bedeutung liegt jedoch weniger in der absoluten Klickanzahl als in ihrer zeitlichen Präsenz über viele Tage hinweg. Im Untersuchungsgebiet der westlichen Ostsee wurde eine außergewöhnlich hohe zeitliche Präsenz von PALs festgestellt. An den Stationen Bredgrund und Waabs wurden in den Jahren 2023 und 2024 jeweils über 100 bis teilweise nahezu 200 Tage mit aktiven PALs registriert. Bei dieser hohen Einsatzdauer muss von einem stark anthropogen beeinflussten Habitat ausgegangen werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass C-PODs nur einen Detektionsradius von weniger als 200 m abdecken. Mögliche großräumige Vergrämungseffekte oder Verhaltensänderungen der Schweinswale außerhalb dieses Radius können mit den vorliegenden Daten nicht erfasst werden. Der tatsächliche Einfluss von PALs könnte somit räumlich deutlich größer sein als im Monitoring sichtbar. Die Auswertung des C-POD-PAL-Arrays zeigte eindeutig, dass Schweinswale während aktiver PAL-Phasen signifikant weniger Klicklaute aussenden. Dies deutet auf Vermeidungsreaktionen oder eine Unterdrückung der Echoortungsaktivität hin. Damit widersprechen die Ergebnisse der Annahme, PALs hätten ausschließlich eine neutrale Warnfunktion, und weisen vielmehr auf potenziell abschreckende Effekte hin.

Zusätzlich zur PAL-Problematik wurde die Präsenz von Schweinswalen während der Sprengkampagnen der Bundeswehr in den Jahren 2022 bis 2024 an den Messstationen Schleisand und Damp in der Nähe des Untersuchungsgebiets Schönhagen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Schweinswal-Detektionen während der Sprengungen reduziert waren und erst eine gewisse Zeit nach einer Sprengung wieder auftraten. Der Zeitraum nach Sprengungen könnte dabei von der Sprengladung abhängen.

Die Ergebnisse des Schweinswal-Monitorings in der westlichen Ostsee zeigen, dass PALs nicht nur das akustische Monitoring technisch beeinflussen, sondern auch messbare Verhaltensänderungen bei Schweinswalen hervorrufen. Gebiete mit langanhaltender PAL-Präsenz müssen daher als stark anthropogen beeinflusste Habitate bewertet werden.

Die Kombination aus kontinuierlichem Monitoring, PAL-Filterung, modellbasierter Analyse und der Betrachtung akuter Störereignisse wie Sprengungen liefert eine wichtige Grundlage für Management- und Schutzmaßnahmen im Rahmen der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL). Eine Fortführung und Weiterentwicklung des Monitorings sind notwendig, um langfristige Trends und kumulative Effekte besser bewerten zu können.

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