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2311 Ergebnisse.
Alternatives Probenentnahmeverfahren als Benchmarking für eine risikoorientierte Rückstandsuntersuchung an Schlachtschweinen
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Thomas Blaha; Prof. Dr. Günter Klein; Dr. Verena Gotter; Dr. Diana Meemken
Laufzeit: Januar 2011 bis Ende 2012
Drittmittelprojekt: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Kliniken/Institute:
Außenstelle für Epidemiologie (Bakum)
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Es soll die wissenschaftliche Grundlage für die Umstellung der seit vielen Jahren unverändert durchgeführte Methode der Probenentnahme für den NRKP von der zufälligen Beprobung z.B. durch Festlegung eines bestimmten Intervalls am Schlachtband, d.h. Auswahl von "anonymen" einzelnen Schlachtkörpern, auf die informationsbasierte, risikoorientierte Auswahl von Schlachtkörpern von Tierbeständen für die ein erhöhtes Rückstandsrisiko erkennbar ist, erarbeitet werden. Es gilt, einen Prototyp der risikoorientierten Probenentnahme für den NRKP zu entwickeln, der als technische Anleitung für das amtliche Überwachungspersonal zur effizienten, auf die Herkunftsbestände von Schlachtschweinen bezogene amtliche Rückstandsüberwachung an allen deutschen Schlachthöfen Verwendung finden kann. Durch das gezielte Beprobungsverfahren wird die Findungsrate von unzulässigen Rückständen auf Tierbestandsbasis erhöht, wodurch ein Beitrag zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit von Fleisch und Fleischprodukten sowie zur Senkung der Entstehung von antimikrobiellen Resistenzen von Bakterien in der Lebensmittelkette geleistet wird.
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Untersuchungen zur postprandialen Kinetik verschiedener Parameter im Blut (Triglyceride, Glukose, Insulin) bei Schweinen mit experimentell ausgelöster exokriner Pankreasinsuffizienz (Modelltier pankreasgangligiertes Minischwein) unter Berücksichtigung der praecaecalen Verdaulichkeit der Nährstoffe bei Einsatz verschiedener Diäten und Enzymprodukte
Investigations on postprandial kinetics of various parameters in blood (triglycerides, glucose, insulin) in pigs with experimentally induced exocrine pancreatic insufficiency with parallel investigation of prececal digestibility of nutrients from different test diets and using different enzyme preparations
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Josef Kamphues; Dr. Anne Mößeler; Sarah Kollek; Nina Schüler
Laufzeit: Juli 2011 bis Ende 2012
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Zur Behandlung der exokrinen Pankreasinsuffizienz stellt die Enzymsubstitution mit Produkten porciner Herkunft nach wie vor die Methode der Wahl dar. Besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den mikrobiell gebildeten Lipasen, da die Normalisierung der Fettverdauung nach wie vor das bedeutendste, zugleich aber am schwierigsten zu erreichende Ziel der Therapie darstellt.
Zum besseren Verständnis der Verdauungs- und Absorptionsprozesse sowie um Aussagen zur Magenentleerung zu gewinnen, soll anhand von Blutuntersuchungen die Kinetik der Nährstoffanflutung bei Einsatz definierter Testmahlzeiten geprüft werden. Da bisher zum pankreasgangligierten Tier keinerlei Untersuchungen zur parallelen Bestimmung der praecaecalen Verdaulichkeit der Nährstoffe und der postprandialen Kinetik im Blut vorliegen, hat diese Studie zunächst orientierenden Charakter. Neben einem oralen Glukosetoleranztest werden auch ein sog. "Triglyceridprovokationstest" und der NBT-PABA-Test durchgeführt, um nähere Informationen zu der Verdauung und Absorption von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen zu generieren. In einem weiteren Schritt wird durch die Bestimmung von Blutparametern (u.a. Triglyceride im Blut) die Effizienz substituierter Enzymprodukte geprüft. Hierbei kommen verschiedene Testmahlzeiten und Enzymprodukte zum Einsatz, die in den vergangenen Jahren bereits in zahlreichen Verdauungsversuchen untersucht wurden.
Durch dieses Vorgehen soll ein besseres Verständnis für die zur Optimierung der Nährstoffverdauung notwendigen galenischen Zubereitungen gewonnen werden.
Kooperationspartner:

Abbott Products GmbH, Dr. K. Witte, Dr. P. Gregory

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Untersuchungen zu Effekten einer bedarfsüberschreitenden Zufuhr von Zink und Biotin (isoliert/kombiniert) auf Vorkommen und Ausprägung der Fußballenentzündung bei Masthähnchen
Effects of high dietary zinc and biotin levels (pure/combined) on occurrence and severity of food pad dermatitis in broilers
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Josef Kamphues; Dr. Amr Abd El-Wahab
Laufzeit: Oktober 2011 bis Juli 2012
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Die FPD ist ein weit verbreitetes Problem kommerziell gehaltener Broiler und Puten, bei denen es am Fußballen zu harten, schuppigen, geschwollenen und nekrotischen Veränderungen kommt. Insbesondere aus Tierschutzgründen sind Lösungen erforderlich, die zu einer Entschärfung des Problems führen. Die Ursache der FPD ist sehr komplex, wobei viele Faktoren, wie Futter und Feuchtigkeit der Einstreu diskutiert werden. Es hat sich gezeigt, dass eine feuchte Einstreu zu den Hauptursachen für eine Pododermatitis bei Puten gehört. Bereits eine nur vierstündige Exposition auf kritisch feuchter Einstreu (35% Wasser) hatte eine signifikant stärkere Ausprägung der FPD zur Folge.
In dem Projekt wird an Masthähnchen parallel der Einfluss verschiedener Zinkverbindungen (Zink-Oxid oder Zink-Methionin) sowie einer hohen Biotinversorgung (im Vergleich zur üblichen Biotinergänzung) im Hinblick auf das Auftreten der FPD geprüft, und zwar unter Haltungsbedingungen, die für Fußballenveränderungen disponieren, d.h. bei einer Einstreufeuchte im "kritischen Bereich" von ca. 35%.
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Untersuchungen zu Auswirkungen unterschiedlicher Stärke- und Rohfasergehalte im Mischfutter für Kaninchen in der Heimtierhaltung
Investigation on effects of different starch and fibre levels in mixed feeds for rabbits kept as pets
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Josef Kamphues; Katharina Dillmann, geb. Südmersen; Dr. Petra Wolf
Laufzeit: Juni 2011 bis Dezember 2012
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Immer wieder wird der Einsatz von Stärke im Mischfutter für Kaninchen kontrovers diskutiert. Während Befürworter diesbezüglich keine Probleme für die Gesundheit von Kaninchen sehen, befürchten Gegner einer stärkereichen Fütterung nachteilige Effekte auf bestimmte ernährungsphysiologische Prozesse. Viele kommerzielle Futtermittel (marktübliche) weisen allerdings höhere Stärkegehalte auf (z.B. Mischfutter auf der Basis von Getreide). Diese Mischfutter werden bei Kaninchen in der Heimtierhaltung sehr gerne eingesetzt, da sie eine hohe Akzeptanz bei den Tieren haben. Dieses getreidereiche Futter führt vermutlich auch zu einer höheren Stärkeanflutung im Dickdarm, ohne dass bisher - im Unterschied zum Pferd - besondere Risiken für das Tier postuliert werden. Dem stehen Mischfutter gegenüber, die überwiegend auf der Basis von rohfaserreichen Komponenten (z. B. Grünmehl) konzipiert sind, d.h. eine faserbetonte Zusammensetzung aufweisen. Bisher ist die Frage nach den möglichen Konsequenzen einer forcierten Stärkeanflutung im Dickdarm beim Kaninchen kaum näher zu beurteilen.
Ziel der Studie ist die Simulation häufig in der Praxis anzutreffender Fütterungssituationen, um aus der Kenntnis der Zusammensetzung des Caecuminhaltes (z.B. TS-Gehalt, pH-Wert, Ammoniak- und Stärkekonzentration) eine mögliche Aussage zu postulierten Risiken einer stärkebetonten Mischfutterzusammensetzung für physiologische Verdauungsvorgänge im Dickdarm des Kaninchens treffen und entsprechende Fütterungsempfehlungen geben zu können.
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Untersuchungen zu drei verschiedenen IBDV-Vakzinen in Legehennenküken
Comparison of three IBDV vaccines in layer pullets
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Silke Rautenschlein, PhD
Laufzeit: Dezember 2011 bis April 2012
Drittmittelprojekt: Industrie
Kliniken/Institute:
Klinik für Geflügel
Projektdetails:
The performance and induction of humoral immunity against a variety of different commercial vaccines were investiged in layer pullets after vaccination with different IBDV vaccines.
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Untersuchung des Einflusses einer Muskelrelaxation durch Atracurium während der Vitrektomie bei Pferden auf die kardiovaskulären Parameter während der Allgemeinanästhesie und die post-operative Aufstehphase
Effekt of atracurium on cardiovascular variables and recovery in horses undergoing vitrectomy.
Projektverantwortliche: Prof. Sabine Kästner; Prof. Bernd Ohnesorge; Dr. Klaus Hopster; Anja Krajewski
Laufzeit: April 2011 bis Ende 2012
Kliniken/Institute:
Klinik für Kleintiere
Klinik für Pferde
Projektdetails:
Operative Eingriffe am Auge erfordern einen zentral und ruhig liegenden Bulbus. Dies kann mit sehr tiefen Narkosestadien oder die Anwendung von peripheren Muskelrelaxantien erzielt werden. Beides ist risokobehaftet. Sehr tiefe Narkosestadien gehen beim Pferd mit einer starken Reduktion des Herzminutenvolumens und Reduktion der Muskelperfusion mit nachfolgenden Muskleschäden einher. Die Anwendung von peripheren Msueklrelaxantien birgt besonders beim Pferd die Gefahr einer Restrelaxation während der Aufstehphase. Beides kann zu katrastrophalem Aufstehverhalten mit Frakurisiko beim Pferd führen. In dieser Studie sollen die kardiosvaskulären Parameter mithilfe der Lithiumdilutionstechnik zwischen beiden Anästhesiemethoden verglichen werden und dem Risiko einer Restrelaxation durch Atrakurium durch elktrophysiologsiche Überwachung der Muskelrelaxierung gegenüber gestellt werden.
Resultate:

Hopster K, Ohnesorge B, von Borstel M, Rohn K, Kästner S.

[Influence of atracurium on cardiovascular parameters in horses undergoing vitrectomy during general anaesthesia, and on recovery duration and quality].Tierarztl Prax Ausg G Grosstiere Nutztiere. 2013;41(6):371-7.

]

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Orale Applikation von 25OHD3 und Ca-Homöostase bei Schweinen
Oral application of 25OHD3 and Ca homeostasis in pigs
Projektverantwortliche: Prof. Dr. G. Breves; Prof. Dr. B. Schröder; PD Dr. M. Wilkens
Laufzeit: 2011 bis 2012
Drittmittelprojekt: DSM Nutritional Products, 60.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Physiologie und Zellbiologie
Projektdetails:
Untersucht werden die Wirkungen einer oralen Applikation von 25OHD3 auf den renalen und intestinalen, trans- und parazellulären Transport von Calcium und Phosphat beim wachsenden Schwein.
Resultate:

Plasma 25-OHD3 concentrations were clearly increased with higher Hy-D treatment. However, with the exception of renal calbindin-D28k RNA expression, for none of the recorded parameters of Ca and P homeostasis a significant effect of increasing Hy-D doses was observed.

 

For the discussion of this finding, it now would be very helpful to examine whether plasma calcitriol levels were really stimulated by the higher 25-OHD3 concentrations. On the other hand, at least partly, the relative low number of animals per group could also be a reason for the lack of significant results, i.e. in case of active Ca absorption in the jejunum.

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Schalenwildmonitoring in Niedersachsen
Monitoring ungulates in Lower Saxony
Projektverantwortliche: Dr. Egbert Strauß; Dipl. Biol. Reinhild Gräber; Dipl.-Biol. Britta Habbe
Laufzeit: Januar 2011 bis Dezember 2012
Drittmittelprojekt: Landesjägerschaft Niedersachsen e. V. (Verbandsmittel), 64.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Hannover)
Projektdetails:
Veranlassung
Kenntnisse über Verhalten und Populationsgröße der einzelnen Schalenwildarten sind Voraussetzung für ein sinnvolles Management. Aufgrund dessen müssen die Ursachen von Bestandsschwankungen in Schalenwildpopulationen bekannt sein, um gezielt effektive Maßnahmen einleiten und Fehlurteile vermeiden zu können.
Die Schalenwildpopulationen in Niedersachsen sind in den letzten Jahren stark angewachsen (DJV 2010), die tatsächliche Bestandsdichte ist jedoch weitestgehend unbekannt. Genaue und nachhaltige Entscheidungen für Abschusspläne sind daher schwierig zu treffen und somit wird das momentane Schalenwildmanagement besonders auch vor dem Hintergrund der "Wald + Wild - Kontroverse" diskutiert.
Der zu erwartende Einfluss von Großprädatoren wie Wolf und Luchs auf die Bestände in Deutschland ist sowohl quantitativ (auf die Populationsdichte) als auch qualitativ (auf das Verhalten) unbekannt (Okamara & Langwald 2002). Um diesen Einfluss verifizieren zu können, müssen auch weitere potentielle Einflussfaktoren für mögliche lokale Schwankungen der Bestände und der Jagdstrecke wie z.B. durch Habitatveränderungen, Sukzession, Jagd, Fütterung, Störungen etc. bekannt sein. Veränderungen im Raum- Zeitverhalten, sei es durch den Wolf, den Menschen oder die Jagd können verstärkt Wildschäden an Wald und Feld und damit Kosten sowie Ertragseinbußen in der Forst- und Landwirtschaft verursachen (Herbold 1990, Schmidt 1992, Gaertner & Hauptmann 2005).
Dieses Projekt soll in enger Abstimmung mit dem Wolfskonzept Niedersachsen des Nds. Ministerium für Umwelt und Klimaschutz, den Niedersächsischen Landesforsten und dem Wolfsprojekt der Landesjägerschaft Niedersachsen durchgeführt werden.
Problemstellung
Zur Erfassung von Schalenwildbeständen werden derzeit verschiedene Methoden angewendet (TOTTEWITZ et al. 1996, MARQUES et al. 2001, THOMAS et al. 2002, GRÄBER 2010, HUPE et al. 2010), die bislang nicht ausreichend und nicht für alle Schalenwildarten gleichermaßen anwendbar sind.
Das Raum-Zeitverhalten von Rot- und Damwild auf lokaler Ebene ist sehr variabel (Okamara & Langwald 2002) und aufgrund unbekannter Ursachen kommt es häufig zu subjektiven Fehldeutungen. Bei einer Rückkehr von konfliktträchtigen Tierarten wie Wolf und Luchs ist es zu erwarten, dass diese Arten bei Veränderungen im Verhalten der Beutetiere vorschnell als vermeintliche Störfaktoren benannt werden. So können subjektiv wahrgenommene Verhaltensänderungen beim Rot-, Dam- und Rehwild (Rudelbildung, Sicherungsverhalten, Ausweichverhalten) schnell neue Konfliktfelder entstehen lassen.
Ziele
Als mittelfristiges Ziel gilt die Weiterentwicklung valider Methoden zur Bestandserfassung der Schalenwildarten (Rot- Dam- und Rehwild) auf lokaler Ebene anhand von Referenzgebieten.
Besonders mit dem Blick auf die baldige Wiederkehr der Großprädatoren Wolf und Luchs ist es möglich, zum jetzigen Zeitpunkt Vergleichsdaten ohne die Anwesenheit von diesen Beutegreifern zu erhalten, welche im weiteren Verlauf als Referenzdaten dienen können.
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Erstellung einer Ontologie zur Klassifizierung des Schweregrades von Tierversuchsverfahren gemäß Anhang VIII der Europäischen Richtlinie 2010/65/EU. Teilprojekt 1: Auswahl und Bewertung von relevantem biomedizinischen Fachwissen aus der Domäne Versuchstierkunde, hier: Art der Manipulation in ausgewählten Tierversuchsvorhaben mit Mäusen und Art des Schmerzes, des Leidens, der Ängste oder des dauerhaften Schadens der Tiere
Creation of an ontology for the classification of the degree of severity of animal testing procedures according to Annex VIII of the European Directive 2010/65/EU. Sub-project 1: Selection and assessment of relevant biomedical expert knowledge in the area of laboratory animal science, here: art of the manipulation in selected animal testing projects with mice and the art of pain, suffering, fears or enduring damage of animals.
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Pablo Steinberg
Laufzeit: November 2011 bis April 2012
Drittmittelprojekt: Bundesinstitut für Risikobewertung, 21.320 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmitteltoxikologie
Projektdetails:
Tierversuchsvorhaben unterliegen in Deutschland wie in der gesamten Europäischen Union einem Genehmigungsprozess, der die Prüfung der Unerlässlichkeit des Tierversuchsvorhabens einschließt und in diesem Zusammenhang sehr hohe Anforderungen an die Bewertung der zu erwartenden Belastung der Versuchstiere stellt.

Die Richtlinie 2010/63/EU vom 22. September 2010 zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere definiert im Artikel 15 in Verbindung mit Anhang VIII "Klassifizierung des Schweregrades der Verfahren" die Kategorien der Schweregrade von Tierversuchsvorhaben. Gemäß diesem Anhang basiert die Klassifizierung des Schweregrades auf vorgegebenen Zuordnungsfaktoren und zusätzlichen Gewichtungsfaktoren. So ist z. B. die Einordnung des Begriffs "Injektion, subcutan" durch die inhaltliche Verknüpfung mit dem Gewichtungsfaktor "Häufigkeit des Eingriffs" und einer weiteren Verknüpfung mit dem Gewichtungsfaktor "Alter des Tieres" in die Kategorie "Schwer" denkbar.

ln der zu entwickelnden Ontologie werden die Beziehungen zwischen den Kategorien der Schweregrade und der ihnen zugeordneten Faktoren im Detail definiert und beschrieben. Das dafür erforderliche Fachwissen wird durch eine Analyse der relevanten wissenschaftlichen Literatur insbesondere zur Versuchstierkunde, Haltung und Verhalten von Versuchstieren ermittelt und in Form von Schlüsselbegriffen und Definitionen extrahiert. Über eine Benutzeroberfläche wird die Ontologie nutzbar gemacht.
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GrainUp - Untersuchungen zu den Auswirkungen der Futterstruktur (Vermahlungsgrad und Konfektionierung) auf die intestinale Mikroflora sowie verschiedene Parameter der Chymusqualität bei jungen Schweinen
GrainUp - Influence of the feed structure (grinding intensity and compaction) on the intestinal flora and various parameters of the ingesta composition in growing pigs.
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Josef Kamphues; Dr. Saara Sander; Johannes Bullermann
Laufzeit: April 2011 bis Dezember 2012
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Bei dem von der BLE geförderten Projekt "GrainUp" handelt es sich um ein Kooperationsprojekt verschiedener deutscher Tierernährungseinrichtungen. Ziel dieses Teilprojekts ist es, an jungen Schweinen den Einfluss der Futterstruktur auf verschiedene Chymusparameter und insbesondere die intestinale Mikroflora zu untersuchen. Nachdem die Tiere über vier Wochen entweder ein fein vermahlenes pelletiertes, grob vermahlenes schrotförmiges, grob vermahlenes pelletiertes oder grob vermahlenes extrudiertes Alleinfutter erhielten, erfolgt im Rahmen einer Sektion die Gewinnung von Chymus aus dem Magen, Dünndarm, Zäkum und Kolon. In diesem Chymus werden die Keimzahlen ausgewählter Bakterien ("Leitkeime") sowie diverse Parameter der Chymusqualität bestimmt. Insbesondere interessieren - vor dem Hintergrund der Magen-Darm-Gesundheit - die Keimdichten von E. coli (möglicher Problemkeim). Ziel der Untersuchungen ist eine Optimierung der Futterstruktur in der Ferkelaufzucht, die weniger häufig oder weniger intensiv zu Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt führt.
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