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2301 Ergebnisse.
Ascobans; Prediction of the cochlear frequency maps of harbour porpoise (Phocoena phocoena)
Ascobans; Prediction of the cochlear frequency maps of harbour porpoise (Phocoena phocoena)
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Dr. Maria Morell; Laura Rojas
Laufzeit: Juni 2022 bis Oktober 2022
Drittmittelprojekt: ASCOBANS (Agreement on the Conservation of Small Cetaceans of the Baltic, North East Atlantic, Irish and North Sea), 22.760 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Die Auswirkungen von Unterwasserlärm auf das Gehör von Walen und Delfinen geben zunehmend Anlass zur Sorge. Allerdings fehlen für Meeressäugerarten noch immer Cochlea-Frequenzkarten (d. h. die Verteilung der Frequenzen entlang der Cochlea-Spirale im Innenohr). Ziel dieser Studie ist die Vorhersage der Cochlea-Frequenzkarte für den Schweinswal (Phocoena phocoena), basierend auf der Morphometrie der Sinneszellen des Corti-Organs (Hörorgan). Sobald die Karte für eine Spezies bekannt ist, wird es möglich sein, die Frequenzen zu identifizieren, die beeinträchtigt werden, wenn Läsionen im Innenohr gefunden werden, und ein besseres Verständnis für die Folgen eines Hörverlusts in einem bestimmten Hörbereich zu entwickeln. Bei lärmbedingtem Hörverlust wird es möglich sein, die Eigenschaften der potenziellen Schallquellen zu extrapolieren, die eine Schädigung ausgelöst haben. Diese Karte wird ein entscheidendes Instrument für das Management der Auswirkungen von Unterwasserlärm auf das Gehör von Schweinswalen sowie für eine bessere Entscheidungsfindung bei Schutzplänen für Schweinswale und andere Meeressäugetiere sein.
Resultate:

Morell, M., Rojas, L., Caplot, A., Siebert, U. 2022. Prediction of the cochlear frequency maps of harbour porpoise (Phocoena phocoena). Report to ASCOBANS (reference SSFA-ASCOBANS-2022-002_TiHo)

https://www.ascobans.org/sites/default/files/document/ascobans_ac28_inf8.6_report-cochlear-frequency-maps-hp_0.pdf

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Bereitstellen von Gewebeproben von Nutria aus Niedersachsen für chemische Rückstandsanalysen
Provision of tissue samples of coypu from Lower Saxony for chemical residue analyses
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Dr. Friederike Gethöffer
Laufzeit: Mai 2022 bis August 2022
Drittmittelprojekt: BFG, 9.212 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
In diesem Projekt erfolgt eine diagnostische Untersuchung von in 2020 und 2021 geschossenen Nutria, sowie eine Bereitstellung von Lebergewebe für chemische Analytik. Hierfür erfolgt eine Obduktion von 41 Individuen aus Niedersachsen inklusive einer Histologie von Lunge, Leber, Niere und Milz. Zudem erfolgt eine individuelle Bestimmung von Alter (Alttier/Jungtier), Geschlecht, Ernährungszustand, allgemeiner Gesundheitszustand und eine Entnahme von Lebergewebe, für das chemische Rückstandsanalysen durch die BFG vorgenommen werden sollen. Die Darstellung und Zusammenfassung der diagnostischen Befunde erfolgt in Form einer Übersichtstabelle sowie der jeweiligen Sektions- und histologischen Berichte.
Resultate:

In diesem Projekt erfolgte eine diagnostische Untersuchung von in 2020 und 2021 geschossenen Nutria, sowie eine Bereitstellung von Lebergewebe für chemische Analytik. Hierfür erfolgte eine Obduktion von 41 Individuen aus Niedersachsen inklusive einer Histologie von Lunge, Leber, Niere und Milz. Zudem erfolgt eine individuelle Bestimmung von Alter (Alttier/Jungtier), Geschlecht, Ernährungszustand, allgemeinem Gesundheitszustand und eine Entnahme von Lebergewebe, für das chemische Rückstandsanalysen durch die BFG vorgenommen werden sollten, diese Ergebnisse wurden bisher nicht übermittelt. Die Darstellung und Zusammenfassung der diagnostischen Befunde erfolgte in Form einer Übersichtstabelle sowie der jeweiligen Sektions- und histologischen Berichte. Sämtliche Tiere wiesen typische traumatische, tötungsbedingte Verletzungen mit histologisch erkennbaren agonal bedingten Veränderungen der Lunge und des Kreislaufsystems. Zusätzlich fanden sich bei drei Tieren geringgradige diffuse Leberlipidosen, bei einem Tier fand sich eine hgr. Urolithiasis. Bei fünf Tieren handelte es sich um tragende Weibchen. Bei 27 Tieren wurde eine chronische interstitielle Pneumonie mit Verdacht auf infektiöser, vermutlich viraler Ursache, diagnostiziert.

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Connecting Experts & Services (ConnEx): Hochschulübergreifende Transfers von Expertise und Services als Katalysatoren für die Dachinitiative Hochschule.digital Niedersachsen
Connecting experts & services (ConnEx): Cross-university transfers of expertise and services as catalysts for the umbrella initiative Hochschule.digital Niedersachsen
Projektverantwortliche: Dr. Elisabeth Schaper
Laufzeit: Januar 2022 bis Dezember 2022
Drittmittelprojekt: Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen, 100.630 EUR
Kliniken/Institute:
Zentrum für Lehre - E-Learning-Beratung
Projektdetails:
Das beantragte Projekt ConnEx adressiert mit den Lehrenden und den technischen wie didaktischen Service- und Support-Einrichtungen an den niedersächsischen Hochschulen zwei für die Dachinitiative Hochschule.digital Niedersachsen strategisch relevante Akteursgruppen und zielt auf eine strategische Förderung der Vernetzung, des Austauschs und Transfers innerhalb dieser Gruppen. Die Projektleitung hat die Leuphana Universität Lüneburg.
Resultate:

https://hochschuledigital-niedersachsen.de/home/connex-vernetzung-von-expertinnen-und-services/

Kooperationspartner:

Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Hochschule für Bildende

Künste Braunschweig; Hochschule Emden/Leer, Hochschule Hannover, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Hochschule Osnabrück, Jade

Hochschule, Leuphana Universität Lüneburg, Leibniz Universität Hannover,

Medizinische Hochschule Hannover, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Technische Universität Braunschweig, Technische Universität Clausthal, Georg-August-Universität Göttingen, Stiftung Universität Hildesheim, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Universität Osnabrück, Universität Vechta, ELAN e.V.

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Audiovisuelle Systeme und Videoplattform (AVVP)
Audiovisual systems and video platform (AVVP)
Projektverantwortliche: Dr. Elisabeth Schaper
Laufzeit: Januar 2022 bis Dezember 2022
Drittmittelprojekt: Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen, 25.000 EUR
Kliniken/Institute:
Zentrum für Lehre - E-Learning-Beratung
Projektdetails:
Im Rahmen des Projektes sollen wichtige, an niedersächsischen Hochschulen im Einsatz befindliche audiovisuelle Systeme zur Videoaufzeichnung und -kommunikation für die Digitale Lehre verbessert, mit Schnittstellen zur interaktiven Nutzung versehen, besser in vorhandene Lernplattformen integriert und ihre Bereitstellung über die Academic Cloud vorbereitet werden.
Resultate:

Im Rahmen des Verbundvorhabens "Audiovisuelle Systeme und Videoplattform (AVVP)" erfolgten an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover Maßnahmen zum langfristigen Einsatz von Opencast; außerdem wurden u.a. diverse Hörsäle bzw. Lehrveranstaltungsräume für die hybride Lehre und für die Aufzeichnung von Veranstaltungen technisch ausgestattet.

https://hochschuledigital-niedersachsen.de/home/audiovisuelle-systeme-und-videoplattform/

Kooperationspartner:

Universität Osnabrück (Projektleitung)

Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen

Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

Hochschule Hannover

Hochschule Osnabrück

Jade Hochschule

Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

Technische Universität Braunschweig

Technische Universität Clausthal

Universität Vechta

Georg-August-Universität Göttingen

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Literaturstudie zur Bedeutung der Prädation für ausgewählte Vogel- und Säugerarten
Literature study on the importance of predation for selected bird and mammal species
Projektverantwortliche: Dr. rer. nat. Ulrich Voigt; Dr. rer. nat. Julia Jenikejew
Laufzeit: März 2022 bis August 2022
Drittmittelprojekt: Landesjägerschaf Niedersachsen e.V. - Anerkannter Naturschutzverband, 22.863 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Hannover)
Projektdetails:
Das Ziel dieses Projektes ist es die seit 2009 publizierte Literatur zum Themenkomplex Prädationseinfluss auf ausgewählte Niederwildarten, Wiesenvögel und andere Arten des Agrarlandes in den Kernaussagen zusammenstellen. Darüber hinaus wird eine Übersicht von Artenschutzprojekten in Deutschland der letzten 15 Jahre und genannten Arten erstellt unter besonderer Berücksichtigung von Projekten, die nur lokal/regional bekannt sind. Die Veranlassung zu dieser Studie entsteht vor dem Hintergrund, dass bei vielen Arten des Offenlandes einschließlich der des Feuchtgrünlandes in den letzten Jahrzehnten kontinuierliche und zum Teil erhebliche Bestandsrückgänge zu verzeichnen sind. Häufig wird dies mit dem Wandel in unserer Kulturlandschaft erklärt. Dabei stehen die Veränderungen der landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsformen in den letzten Jahrzehnten ebenso im Fokus, wie das generelle Schwinden geeigneter Lebensräume beispielsweise durch die Kultivierung ursprünglicher Lebensräume wie den Marschen, Niederungen und Mooren und des weiten und offenen Feuchtgrünlands. Neben den erforderlichen Programmen zur Erhaltung und Verbesserung dieser Lebensräume bzw. der Lebensraumqualität verdienen die Faktoren Prädationseinfluss und Prädationsmanagement ebenso viel Aufmerksamkeit. Zahlreiche Studien belegen diese Bedeutung. Die Prädation ist in eine enge wechselseitige Beziehung mit dem Lebensraum und der Witterung zu stellen. Optimale Witterungsverhältnisse und hochwertige Lebensraumqualität ermöglichen hohe Aufzuchtraten und geringe Mortalitätsraten, so dass Verluste durch Beutegreifer kompensiert werden können. Jedoch sind unter den heutigen, vielfach suboptimalen Lebensraumbedingungen in unserer Kulturlandschaft und einer zusätzlich hohen Prädatorendichte keine ausreichenden Aufzuchtraten zu erzielen, um die entsprechenden Populationen zu stabilisieren. Der Aspekt der Lebensraumqualität findet gerade in neueren Studien mehr Berücksichtigung als in den Studien bis 2009. Dazu kommen Ergebnisse einer Reihe von Artenschutzprojekten, die bislang nicht wiss. publiziert sind, die aber zweifelsfrei wertvolle Hinweise für eine Aufarbeitung der Prädationsthematik liefern.
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"Basistraining zur Anwendung der Fluoreszenzmikroskopie" im Rahmen der Digitalisierungsmaßnahmen (Einwerbung von Hilfskraftmitteln für die Online-Lehre)
"Basic training in the use of fluorescence microscopy" as part of the digitization measures (acquisition of auxiliary resources for online teaching)
Projektverantwortliche: von Köckritz-Blickwede, Maren
Laufzeit: Mitte 2021 bis Mitte 2022
Drittmittelprojekt: Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur , 3.452 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Biochemie
Research Center for Emerging Infections and Zoonoses
Institut für Virologie
Projektdetails:
Das Ziel war es eine Lehrveranstaltung zu dem Thema "Basistraining zur Anwendung der Fluoreszenzmikroskopie" für Studierende der Biologie und der Veterinärmedizin über das Dokumentationssystem in der TiHo-Moodle-Plattform zu erstellen. Dieses Modul kann für die Studierenden im Selbststudium erarbeitet werden. Es wird unterlegt durch Texte, Videos und fachspezifischen Fragen, die nach Bearbeitung und Sicht der Videos beantwortet werden müssen. Wesentliche Teile der Inhalte werden auch als zusammenfassende Einheiten als OER im Portal Twillo online gestellt und eignen sich insbesondere für Studierende aus naturwissenschaftlichen Studiengängen, Schüler:innen sowie Auszubildende (tier-)medizinischer Berufe.
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Digitalisierungsmaßnahmen im Geschäftsbereich des MWK Open Educational Ressources (OER-)Portal Niedersachsen Einwerbung von Hilfskraftmitteln zur Untersützung offener Online-Lehre zum Thema Mobile Schlachtung
Digitization measures in the business area of the MWK Open Educational Resources (OER) Portal Lower Saxony Acquisition of student assistants to support open online teaching on the topic of mobile slaughtering
Projektverantwortliche: Dr. Nadine Sudhaus-Jörn; Dr. Martina Buchholz; Prof. Dr. Madeleine Plötz
Laufzeit: Dezember 2021 bis November 2022
Drittmittelprojekt: Technische Informationsbibliothek Hannover (TIB); FKZ 56000016-39/TiHo, 3.505 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Das Thema "mobile Schlachtung" rückt aktuell in den Fokus der Fleischbranche, da diese den Aspekten der Regionalität und des Tierschutzes im besonderem Maße gerecht wird. Man kann davon ausgehen, dass die Tiere bei konventioneller Schlachtung, insbesondere durch den Transport zum Schlachtbetrieb, mehr Stress ausgesetzt werden, als wenn sie schonend in der gewohnten Umgebung betäubt und geschlachtet werden. Eine sogenannte "mobile Schlachtung" unterliegt besonderen und zum Teil neuen, rechtlichen Hintergründen mit zugehörigen behördlichen Genehmigungsverfahren. Im Rahmen des Projektes soll eine Lehreinheit für Studierende der Tiermedizin über das Thema "Mobile Schlachtung" als Ergänzung und zum Vergleich zur konventionellen Schlachtung erstellt werden. In der Lehreinheit sollen rechtliche Hintergründe, Tierwohl- und Tierschutzaspekte sowie die Lebensmittelqualität und -sicherheit thematisiert werden. Ergänzend dazu wird weiteres Lehrmaterial (Präsentationen, Gesetzestexte etc.) erstellt, aufbereitet und den Studierenden auf der Lernplattform TiHo-Moodle zusammen mit der Lehreinheit zur Verfügung gestellt. Die lehreinheit kann über das Portal twillo von allen Studierenden der Tiermedizin im deutschsprachigen Raum genutzt werden, zudem tangiert es den Bereich der Landwirtschaft (Agrarbereich), die Metzger- und Fleischerbranche sowie weitere Tierärzt*innen, die bereits im öffentlichen Veterinärwesen tätig sind und mit den zugehörigen Genehmigungsverfahren in Kontakt kommen. Ebenso ermöglicht die Lehreinheit der interessierten Verbraucherschaft einen Einblick in dieses Feld.
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EU Referenzlabor für Klassische Schweinepest - Arbeitsprogramm 2021 und 2022
EU Reference Laboratory for Classical Swine Fever
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Paul Becher
Laufzeit: Januar 2021 bis Dezember 2022
Drittmittelprojekt: EU Commission, Directorate-General for Health and Food Safety, 724.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Virologie
Projektdetails:
Finanzielle Zuwendung für die Arbeiten am EU Referenzlabor für Klassische Schweinepest
(Work program according to Annex IV of the Council Directive 2001/89/EC)
Kooperationspartner:

Dr. Christoph Staubach (FLI Riems)

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Untersuchungen von Schadstoffbelastungen und Gehörschädigungen von Schweinswalen aus der schleswig-holsteinischen Nord- und Ostsee
Investigations of pollutants and hearing damage in harbour porpoises from the Schleswig-Holstein North Sea and Baltic Sea
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Maria Morell, PhD
Laufzeit: Juli 2021 bis Februar 2022
Drittmittelprojekt: MELUND, 56.077 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Die Forschung an marinen Säugern wurde in Büsum nach dem ersten Seehundsterben in den Jahren 1988/89 aufgenommen. Ziel der WissenschaftlerInnen ist es, die Biologie und Ökologie der marinen Säuger zu erforschen und die Einflüsse des Menschen auf die Tiere, ihre Gesundheit und ihren Bestand zu beurteilen. Die wissenschaftlichen Schwerpunkte sind Untersuchungen zur Gesundheit (Belastungen durch Schadstoffe, Unterwasserlärm, Stress, Immunsystem, Infektionskrankheiten, etc.) sowie zum Verhalten, Habitatnutzung, Bestandsdichten und Auswirkungen anthropogener Eingriffe. Derzeit untersuchen die Wissenschaftler unter anderem die Auswirkungen von Unterwasserschall, wie z.B. durch Explosionen, Offshore-Windkrafterrichtungen, Schifffahrt, auf Verhalten und Gesundheit von Robben und Schweinswalen Schadstoff- und Müllbelastungen, Störungen und Fischerei auf marine Säuger. Das Strandungsnetz sichert, das Wale und Robben die an den Küsten Schleswig-Holsteins gefunden werden, gemeldet, geborgen und obduziert werden können. Hierbei werden sowohl der Gesundheitszustand anhand von weiterführenden histologischen, mikrobiologischen und parasitologischen Untersuchungen ermittelt. So sollen in diesem Projekt die Gewebe von tot aufgefundenen Schweinswalen, aus der Nord- und Ostsee, auf spezifische Schadstoffe untersucht und Untersuchungen am Gehörapparat durchgeführt werden.
In der Leber und Fett von Schweinswalen aus schleswig-holsteinischen Gewässern werden folgende Schadstoffe untersucht: Polychlorierte Biphenyle (PCBs) und Derivate, Dichlor-Diphenyl-Trichlorethan (DDT), polybromierte Diphenylether (PBDEs) und Quecksilber (Hg). Die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchung werden mit den Daten über den Gesundheitszustand aus den Obduktionen zusammengeführt und eine ökotoxikologische Bewertung vorgenommen. Die Ergebnisse sollen für die Entwicklung von weiteren Untersuchungen für die verschiedenen Abkommen, wie HELCOM, OSPAR, MSLR und die Indikatorentwicklung genutzt werden.
Für Untersuchungen am Gehörapparat sollen tote Schweinswale die im Rahmen des Kleinwaltotfundmonitorings des Landes SH erfasst werden sofort nach der Meldung abgeholt werden um die Ohren für die Untersuchung möglichst frisch zu entfernen und zu asservieren. Insbesondere sollen nach Sprengungen und anderen Impulsschallereignissen tot aufgefundene Schweinswale sowie Beifänge und Lebendstrandungen einbezogen werden. Es soll ein hoch aufgelöster Computertomographie-Scan der Gehörknochen erfolgen sowie konfokal mikroskopische und histologische Untersuchungen.
Die in diesem Projekt durchgeführten Untersuchungen am Gehörapparat von Schweinswalen sollen im Zusammenhang mit am ITAW laufenden bzw. abgeschlossenen Untersuchungen mit ähnlichen Fragestellungen betrachtet werden. Die Untersuchungsergebnisse in diesem Projekt sollen so dahingehend beurteilt werden, ob Veränderungen in verschiedenen Strukturen der Schallempfangswege vorliegen, die durch eine Exposition von Schweinswalen gegenüber Explosionen oder anderen Impulsschallereignissen hervorgerufen worden sein können.
Resultate:

Bericht an das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein

https://www.schleswig-holstein.de/DE/fachinhalte/A/artenschutz/Downloads/untersuchungSchweinswale2021.pdf?__blob=publicationFile&v=1

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Tourismus HUB; coordination and preparation on Seals - roles & functions as attractions for sustainable tourism in the Wadden Sea UNESCO World Heritage Site
Tourismus HUB; coordination and preparation on Seals - roles & functions as attractions for sustainable tourism in the Wadden Sea UNESCO World Heritage Site
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert
Laufzeit: November 2021 bis November 2022
Drittmittelprojekt: Common Wadden Sea Secretariat, 21.010 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Seehunde (Phoca vitulina) und Kegelrobben (Halichoerus grypus) sind die größten Tiere, die im Wattenmeer in Dänemark, Deutschland und den Niederlanden vorkommen. Seit die Robben unter den Schutz des trilateralen Wattenmeerabkommens gestellt wurden und insbesondere seit der Einrichtung der Wattenmeer-Nationalparks in Niedersachsen, Hamburg und Schleswig- Holstein, konnten sich die stark dezimierten Populationen von Seehunden und Kegelrobben erholen. Der einzigartige Wert des Lebensraumes der Meeressäuger wurde 2009 bestätigt, als das Wattenmeer zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt wurde. Seehunde und Kegelrobben sind "charismatische Arten" und spielen daher eine wichtige Rolle für Erholung und Tourismus. Dies gilt auch für die Wattenmeer-Nationalparks, wo die Meeressäuger beliebt sind und als touristisches Marketinginstrument dienen.
Die Meeressäuger werden an verschiedenen Orten im Wattenmeer als touristische Attraktion beworben, vor allem durch organisierte Robbenbeobachtungsfahrten. Sie stellen somit eine wichtige Ökosystemdienstleistung dar, die zur Wertschöpfung der lokalen Wirtschaft beiträgt.
Diese Mensch-Wildtier-Beziehungen sind nicht konfliktfrei: So ist zum Beispiel die Überschneidung der touristischen Hochsaison mit der Wurf- und Säugezeit der Robben ab Mitte Juni problematisch. Während sich die etablierten Reedereien bei ihren Beobachtungsfahrten an Standards halten Standards wie Mindestabstände zu den Seehundbänken und eine angepasste Geschwindigkeit einhalten, sind private Vergnügungsboote, Wind- und Kitesurfer viel schwieriger zu kontrollieren. Zugleich haben in den letzten Jahren auch weniger nationalparkspezifische touristische Angebote mit Eventcharakter zugenommen. Es ist möglich, dass sich dieser Trend aufgrund der Corona-Krise beobachteten erhöhten touristischen Binnennachfrage fortsetzen wird. Die Auswirkungen dieser verschiedenen Formen des Tourismus im Wattenmeer auf das Stressniveau und das Verhalten der Meeressäuger sind noch nicht ausreichend erforscht. Daher sollen diese Fragen aus einer internationalen und multidisziplinären Perspektive untersucht werden.
Informationen über das Verhalten können durch Beobachtungen und Telemetrie gewonnen werden, und vorhandene Daten sollen diesbezüglich ausgewertet werden.
Zum anderen soll die Bedeutung der Meeressäuger für den Tourismus aus touristischer Sicht untersucht werden. Ziel des Projektes ist es, einen wissenschaftlich fundierten Rahmen vorzulegen, der sowohl die Interessen des Tier- als auch des Naturschutzes im Hinblick auf eine Minimierung der Störung berücksichtigt, und gleichzeitig die Bedürfnisse des Tourismussektors und der lokalen Wirtschaft hinsichtlich der Wirtschaft im Hinblick auf die Aufwertung von touristischen Attraktionen und die Entwicklung von attraktiven Wildtier- und Naturerlebnissen.
Kooperationspartner:

Prof. Dr. Julius Arnegger, International Tourism Management, DITF - German Institute for Tourism Research, West Coast University of Applied Sciences, 25746 Heide, Germany

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