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173 Ergebnisse.
Optimierung von Pflanzenkohleherstellung und -konditionierung unter Einbindung der Tierhaltung für eine ökologisch wirksame C-Sequestierung in der flächengebundenen Landwirtschaft der Zukunft
Optimization of biochar production and conditioning with the integration of animal husbandry for ecologically effective carbon sequestration in the land-based agriculture of the future
Projektverantwortliche: Dr. Nino Terjung; Franziska Witte
Laufzeit: März 2026 bis Februar 2030
Drittmittelprojekt: BMLEH, FNR, 587.567 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Dieses Projekt wird am DIL e.V., Quakenbrück durchgeführt.
Das Projekt "pfloeZ"" verfolgt das Ziel die Bilanz der Umweltleistungen des Landbaus weiter zu verbessern. Im ökologischen Landbau sind Ressourcenschonung und Umweltverträglichkeit oberste Prämisse. Dabei sind Pflanzenbau und Tierhaltung eng miteinander verzahnt. Die für die Düngung der Pflanzen benötigten Nährstoffe kommen im Wesentlichen aus der Tierhaltung und können auf die meist angrenzenden Felder ausgebracht werden. Futtermittelzukauf und Mineraldüngereinsatz werden weitgehend vermieden. Problem bisher war, dass es in Gebieten mit intensiver Tierhaltung zur Belastung der Oberflächengewässer und des Grundwassers durch ausgetragene Nährstoffe gekommen ist. Pflanzenkohle könnte dieses Problem für jegliche Form der Landwirtschaft (ökologisch und konventionell) eingrenzen. Die Nutzung von reiner Pflanzenkohle im Pflanzenbau bringt zwar Kohlenstoff zurück in den Kreislauf, aber je nach Ausgangssubstrat für die Verkohlung werden wertvolle Nährstoffe (zu) langfristig gebunden. Um diesen Konflikt zu lösen, soll aus C-reichen, ansonsten nährstoffarmen Ausgangsstoffen hergestellte Pflanzenkohle im geschlossenen Nährstoffkreislauf unter Nutzung der Tierhaltung zum Einsatz kommen. Pflanzenkohle kann hier als Bestandteil des Futters die Tiergesundheit fördern, wird anschließend ausgeschieden und kann so bereits nährstoffbeladen mit der Gülle verlustfrei und homogen auf die Felder für den Pflanzenbau aufgebracht werden - oder die Pflanzenkohle wird direkt als Zusatz zu den Ausscheidungen von Nutztieren (wie Gülle) genutzt, so mit Nährstoffen beladen anschließend auf die Felder ausgebracht, um den Anteil ungerichteter Nährstoffabflüsse in die Umwelt zu reduzieren. So hilft die Pflanzenkohle eine gesunde Bodenmikroflora zu erhalten und zu fördern und liefert dosiert Nährstoffe. Das Projekt ""pfloeZ"" liefert die Basis für eine umweltverträglichere Landwirtschaft, die in hohem Maß Kohlenstoffsenke ist und gleichzeitig Nährstoffkreisläufe möglichst eng sowie verlustarm schließt."
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VETCURR - Curriculare Innovationen für die Veterinärmedizin
VETCURR - Curricular innovations for veterinary medicine
Projektverantwortliche: Dr. Elisabeth Schaper; Dr. Sandra Wissing; Prof. Dr. Madeleine Plötz; Prof. Dr. Sabine Leonhard-Marek; Präsidium & Dezernat Studentische und Akademische Angelegenheiten
Laufzeit: Oktober 2025 bis Dezember 2029
Drittmittelprojekt: Stiftung Innovation in der Hochschullehre, 3.167.862 EUR
Kliniken/Institute:
Zentrum für Lehre - E-Learning-Beratung
Zentrum für Lehre - Clinical Skills Lab
Klinik für Kleintiere
Hochschulbibliothek
Verwaltung
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Mit VETCURR sollen aufgrund der zu erwartenden Änderungen in der TAppV sowie aktueller Standards der die tiermedizinischen Bildungsstätten akkreditierenden European Association of Establishments for Veterinary Education (EAEVE) Anpassungen im Curriculum verankert werden, um das Tiermedizinstudium zukunftsfähig aufzustellen.

Darüber hinaus verfolgt das Projekt das Ziel, Studierende in ihren professionellen Kompetenzen, ihrer Resilienz und in ihrem Umgang mit Zukunftsthemen zu stärken. Um besonderen Herausforderungen, welche sich im Studium und in der Berufstätigkeit ergeben, zu begegnen, werden Begleitmaßnahmen etabliert, die ihren Fokus auf Praktika, tutorielle Betreuung und Coaching legen. Anpassungen des Curriculums sowie die Verankerung zukunftsweisender Lehrkonzepte sollen die praktische Ausbildung stärken. Im Sinne des Tierwohls dient die Ausweitung der Pflichtlehre im Clinical Skills Lab der Umsetzung des "Never-the-first-time-on-a-live-animal""-Konzeptes, sodass Studierende praktische Fertigkeiten nicht zuerst am Tier ausführen, sondern eine vorgeschaltete Lehre an Modellen, über Simulationen oder über digitale Lehrmaterialien stattfindet."
Kooperationspartner:

-

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Zukunftsorientierte Mastschweinehaltung - ZERN-Initialprojekt
Future-oriented Fattening Pig Farming - ZERN Initial Project
Projektverantwortliche: Kemper, Nicole; Kunzmann, Peter; Plötz, Madeleine; Visscher, Christian; Nicolaisen, Thies
Laufzeit: April 2023 bis Juli 2029
Drittmittelprojekt: Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur über Georg-August-Universität Göttingen, 1.811.726 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Tierhygiene Tierschutz und Nutztierethologie
Institut für Tierernährung
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Dieses initiale Projekt innerhalb des Forschungs- und Transferverbundes ZERN befasst sich mit der zukunftsorientierten Haltung und Nutzung von Mastschweinen. In der derzeitigen Mastschweinehaltung sind Defizite vor allem in den Bereichen Tierwohl, Emissionen und Nährstoffeffizienz vorhanden. Daher hat sich dieses Projekt zum Ziel gesetzt, relevante Teilaspekte einer zukunftsfähigen Schweinefleischerzeugung synergistisch wissenschaftlich zu evaluieren und neue, praxisrelevante Erkenntnisse zu gewinnen.
Kooperationspartner:

Georg-August-Universität Göttingen

Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik (DIL)

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Verwendung hitzestabiler Enzyme (Proteasen und α-Amylasen) aus Bacillus spp. als neuartige Bindemittel zur Verbesserung von Textur, Geschmack und Nährstoffqualität in glutenfreier Wurst
Use of heat-stable enzymes (proteases and α-amylases) from Bacillus spp. as novel binding agents to improve texture, taste and nutritional quality in gluten-free sausage
Projektverantwortliche: Dr. Saime Gülsüm Batman; PD Dr. Nadja Jeßberger; Dr. Sophie Kittler; Prof. Dr. Madeleine Plötz
Laufzeit: Juni 2026 bis Mai 2028
Drittmittelprojekt: Fritz-Ahrberg Stiftung, 25.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Bei der Herstellung von glutenfreier Wurst gibt es große Herausforderungen hinsichtlich Textur, Geschmack und Nährwert im Vergleich zu ihren glutenhaltigen Alternativen. In letzteren fungiert Gluten als wichtiges Bindemittel, das für Struktur, Elastizität und Integrität sorgt. Glutenfreie Produkte benötigen jedoch alternative Bindemittel. Die üblicherweise verwendeten Füllstoffe auf Stärkebasis (z. B. Maisstärke oder Reismehl) führen häufig zu einer klebrigen oder brüchigen Textur, veränderten Geschmacksprofilen und einer suboptimalen Proteinverdaulichkeit. Glutenfreie Wurst hat also häufig ein schlechtes Mundgefühl, weniger Saftigkeit und weist eine geringere Bioverfügbarkeit der Proteine auf, was sich sowohl auf die Zufriedenheit der Verbraucher als auch auf die Ernährungsqualität negativ auswirkt. Die Nachfrage nach glutenfreien Lebensmitteln ist in den letzten Jahren drastisch angestiegen. Dieser Anstieg ist auf die Bedürfnisse von Menschen mit Zöliakie und Glutensensitivität zurückzuführen, sowie auch auf eine breitere Verbraucherschicht, die eine glutenfreie Ernährung als gesündere Alternative wahrnimmt und somit präferiert. Diese steigende Nachfrage veranlasst die Lebensmittelhersteller dazu, innovative, glutenfreie Alternativen zu traditionellen glutenhaltigen Produkten wie Brot, Nudeln und verarbeiteten Fleischprodukten zu produzieren. Die Reproduktion der sensorischen und ernährungsphysiologischen Eigenschaften von glutenhaltigen Lebensmitteln, insbesondere von Wurstwaren, bringt allerdings große Herausforderungen mit sich. Mikrobielle Enzyme können als Hilfs- und Zusatzstoffe eingesetzt werden, um die Eigenschaften glutenhaltiger Produkte besser zu reproduzieren. Mikrobielle Enzyme, insbesondere die von Bacillus spp., bieten entscheidende Vorteile gegenüber Alternativen auf Pilz- und Pflanzenbasis und sind daher ideal für industrielle Anwendungen. Mittels Fermentation können sie schnell und großtechnisch hergestellt werden, was niedrige Kosten und eine stabile Versorgung mit sich bringt. Darüber hinaus sind sie meist sehr hitzestabil, so dass sie auch bei Hochtemperaturprozessen wie in der Wurstherstellung funktionsfähig bleiben. Aufgrund ihrer Kosteneffizienz, Stabilität und ihres GRAS-Status (Generally Recognized As Safe) stellen aus Bacillus spp. gewonnene Enzyme eine skalierbare und nachhaltige Lösung für die Lebensmittelverarbeitung dar. In diesem Projekt werden hitzestabile Proteasen sowie α-Amylasen aus Bacillus spp. verwendet, um die oben genannten Probleme bei der Herstellung von glutenfreier Wurst zu verbessern. Mit Hilfe der Proteasen werden Fleischproteine hydrolysiert und komplexe 3 / 9 Strukturen (z. B. Kollagen) in kleinere, besser verdauliche Peptide und Aminosäuren aufgespalten. Es wird erwartet, dass dieser enzymatische Prozess durch eine Erhöhung der Zartheit die Textur veredelt, durch die Freisetzung schmackhafter Aminosäuren den Geschmack verbessert, sowie durch eine verbesserte Bioverfügbarkeit der Proteine den Nährwert erhöht. Gleichzeitig bauen α-Amylasen überschüssige Stärke aus stärkehaltigen Bindemitteln zu einfacheren Zuckern ab, wodurch die Konsistenz der Wurstmasse verbessert, sowie Klebrigkeit und Sprödigkeit verringert werden. Die eingesetzten Enzyme bieten außerdem auch eine nachhaltige Lösung, da sie biologisch abbaubar und umweltfreundlich sind.
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Untersuchungen zum Vorkommen von Mykotoxinen in pflanzlichen Käseersatzprodukten und zur Bildung dieser Toxine unter handelsüblichen Lagerungsbedingungen
Investigations into the occurrence of mycotoxins in plant-based cheese substitutes and the formation of these mycotoxins under standard storage conditions
Projektverantwortliche: Dr. Daniela Schale
Laufzeit: März 2026 bis Februar 2028
Drittmittelprojekt: Brigitte und Wolfram Gedek-Stiftung, 25.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Im Rahmen der Forschungsarbeit sollen Schimmelpilze auf verschiedenen schimmelgereiften und nicht-schimmelgereiften pflanzlichen Käsealternativen unmittelbar nach ihrem Kauf charakterisiert werden. Anschließend sollen die pflanzlichen Käsealternativen unter haushaltsnahen Bedingungen gelagert werden. Hierbei sollen sie zum einen mit unmittelbarem Kontakt zum anderen aber auch ohne unmittelbaren Kontakt zu schimmelgereiftem Käse gelagert werden. Auch hier erfolgt anschließend eine Charakterisierung der gewachsenen Schimmelpilze. Zudem werden die pflanzlichen Käsealternativen vor und nach der Lagerung auf Mykotoxine mittels ELISA untersucht.
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Kefir aus Rohmilch: Potentiale für Direktvermarktung, Gesundheit und regionale Ernährungsweise
Raw Milk Kefir: Potentials for Direct Marketing, Health and Regional Nutrition
Projektverantwortliche: Dr. Johanna Mörlein; Dr. Clara Mehlhose; Dr. Sophie-Dorothe Lieke; Prof. Dr. Simone Lipinski
Laufzeit: Oktober 2025 bis September 2028
Drittmittelprojekt: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) ZERN - Zukunft Ernährung Niedersachsen, 365.144 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Dieses Projekt wird am DIL e.V. in Quakenbrück durchgeführt.

Das Projekt liefert Erkenntnisse zur sensorischen Qualität, mikrobiologischen Sicherheit und potenziellen gesundheitlichen Wirkung von Rohmilch-Kefir. Die Ergebnisse sollen zeigen unter welchen Bedingungen Rohmilch-Kefir eine attraktive Option für die regionale Direktvermarktung darstellen kann. Ein praxisnaher Leitfaden unterstützt Milchbetriebe bei der qualitätsgesicherten Herstellung und Vermarktung.
Kooperationspartner:

Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik (DIL), Quakenbrück, Abteilung Biochemie der Ernährung

Georg-August-Universität Göttingen, Fakultät für Agrarwissenschaften, Labor für sensorische Analysen und Konsumentenforschung, Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung

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Alternativmethoden-Verbundprojekt: Neuro-IUGR - Humanisierung eines Neurosphärenmodells für wachstumsbeschränkte Neuroentwicklung - Analyse der neuronalen Netzwerkaktivität in einem In vitro-Modell der IUGR-induzierten Neuroentwicklungsstörungen - TP B (Förderkennzeichen: 16LW0695)
Analysis of neuronal network activity in an in vitro model of IUGR-induced neurodevelopmental disorders - Analysis of neuronal network activity in an in vitro model of IUGR-induced neurodevelopmental disorders
Projektverantwortliche: Prof. Bettina Seeger, Ph.D.
Laufzeit: Juni 2025 bis Mai 2028
Drittmittelprojekt: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, 215.957 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Das Projekt zielt darauf ab, ein innovatives In-vitro-Modell zu entwickeln, das die durch intrauterine
Wachstumsrestriktion (IUGR) induzierten Veränderungen in der Neuroentwicklung nachahmt. Dieses
Modell dient zwei Hauptzwecken: der besseren Charakterisierung der grundlegenden Prozesse der
Neuroentwicklung, die durch IUGR beeinflusst werden, und der Prüfung der Wirksamkeit und Sicherheit
neuer neuroprotektiver Therapien. Im Rahmen einer Kooperation wird ein Methodentransfer von unserem
Labor nach Hannover durchgeführt. Dieser Transfer ermöglicht es, das entwickelte Modell in einem
weiteren Forschungsumfeld zu etablieren und zu validieren. Das Projekt entwickelt ein auf menschlichen
Zellen basierendes In-vitro-Modell, das es erlaubt, die durch IUGR induzierten Veränderungen der
Neuroentwicklung in den grundlegenden Funktionen der Neurogenese zu bewerten, ohne den Einsatz von
Versuchstieren. Dieses Modell ersetzt das derzeitige Tiermodell, bei dem die IUGR durch einen
chirurgischen Eingriff oder eine Ernährungseinschränkung in vivo induziert wird. In unserem Labor wird ein besonderer Fokus auf die Messung der Netzwerkaktivität der Neurosphären gelegt. Diese Analyse
ermöglicht tiefere Einblicke in die funktionellen Auswirkungen der IUGR auf die neuronale Entwicklung und Konnektivität. Durch die Kombination des Methodentransfers nach Hannover und der spezialisierten
Analyse der Netzwerkaktivität in unserem Labor strebt das Projekt eine umfassende Charakterisierung der IUGR-induzierten neuroentwicklungsbezogenen Veränderungen an. Dies bildet die Grundlage für die
Entwicklung und Evaluierung neuer neuroprotektiver Strategien.
Kooperationspartner:

Prof. Marta Barenys, Ph.D., Bf3R, BfR, Berlin

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Einfluss des Ersatzes von Fleisch durch die Mikroalgen Spirulina spp. und Chlorella spp. auf die physikochemischen und mikrobiologischen Eigenschaften von Brühwurst aus Schweine-, Rind- und Hähnchenfleisch
Influence of replacing meat with the microalgae Spirulina spp. and Chlorella spp. on the physicochemical and microbiological properties of cooked sausage made from pork, beef and chicken meat
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Carsten Krischek; Dr. Lisa Siekmann; Prof. Dr. Madeleine Plötz
Laufzeit: Januar 2026 bis Dezember 2027
Drittmittelprojekt: Fritz-Ahrberg-Stiftung, 25.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Alternative Zutaten wie Pflanzen oder Insekten als Ersatz für Fleisch in (vegetarischen oder veganen) Fleischerzeugnissen sind in den letzten Jahren zunehmend untersucht worden und werden bereits teilweise in kommerziellen Produkten eingesetzt. Interessant sind dabei auch Algen als Alternative zu Fleisch, da diese auch einen hohen Anteil an Proteinen besitzen. Dabei unterscheidet man zwischen Mikro- und Makroalgen. Wissenschaftliche Untersuchungen mit Mikroalgenarten wie Chlorella spp. oder Spirulina spp. als Fleischersatz in Fleischerzeugnissen zeigten einen Einfluss der Zugabe auf physikochemische Parameter, besonders die Farbe. Da in den bisher veröffentlichten Untersuchungen zumeist nur eine Mikroalgenart, in wenigen Konzentrationen unter Verwendung einer Fleischspezies (zumeist Schweinefleisch) eingesetzt wurden, sollen in dem beantragten Projekt Brühwürste aus den zwei verschiedenen Mikroalgenarten Chlorella spp. oder Spirulina spp. in verschiedenen Konzentrationen zum Ersatz des Fleischanteils eingesetzt hergestellt werden, wobei dabei auch die ersetzte Fleischart (Schwein, Rind, Hähnchen) variiert wird. Neben den physikochemischen Parametern wie pH-Wert oder Farbe, werden auch besonders mikrobiologische Parameter (ggf. nach Inokulation) während der Lagerzeit unter Schutzgasatmosphäre untersucht, um den Einfluss des Fleischersatzes durch die Mikroalgen auch während der Lagerung im Einzelhandel zu evaluieren.
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ChillYGIENE - Sicherstellung hygienischer Bedignungen von Kälteanlagen für den Lebensmittelbereich
ChillYGIENE - Ensuring hygienic conditions in refrigeration systems for the food industry
Projektverantwortliche: Dr. Johanna Vahle; Dr. Lisa Siekmann; Dr. Sylvia Mitrenga; Prof. Dr. Madeleine Plötz
Laufzeit: November 2025 bis Oktober 2027
Drittmittelprojekt: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 635.500 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Das Projekt cHillYGIENE wird in drei Schritten durchgeführt. Zunächst erfolgt die Untersuchung der mikrobiologischen Kontamination von Kühllüfter-Aggregaten und deren Umgebungen in fleischverarbeitenden Betrieben unter gleichzeitiger Erfassung verschiedener Metadaten (u.a. Bauart, Werkstoffe, Temperaturbereich, Betriebszonen, Abtauvorgänge, Kühlgut). Dies erfolgt sowohl durch eine breit angelegte Status-quo-Erhebung als auch durch ein Langzeit-Monitoring in ausgewählten Unternehmen. Dadurch sind umfassende Informationen zur üblichen mikrobiellen Besiedlung, zu hygienisch relevanten Stellen sowie zur Entwicklung der Mikroflora in Luftkühlern bekannt. Weiterhin wird der Einfluss verschiedener Oberflächenbeschichtungen an relevanten Kühllüfterbauteilen auf die mikrobielle Kontamination untersucht. Vorab im Labormaßstab durchgeführte Versuche liefern grundlegende Informationen darüber, inwieweit Beschichtungen das Anheftungs-, Ablöse-, Vermehrungs- und Biofilmbildungspotential ausgewählter Mikroorganismen unter praxisüblichen Bedingungen beeinflussen. Darauf aufbauend werden die zuvor identifizierten hygienisch relevanten Anlagenteile eines üblichen Kühllüfters beschichtet bzw. es werden beschichtete Materialstückchen als Sentinels in diesen verbaut. Der modifizierte Kühllüfter wird in einen Praxisbetrieb bzw. in einem zur Simulation von Praxisbedingungen geeigneten Raum installiert, um Informationen zum hygienischen Nutzen von Oberflächenbeschichtungen bei Kühllüftern zu generieren. Abschließend werden die Ergebnisse gemeinsam ausgewertet und mit den beteiligten Wirtschaftsunternehmen diskutiert. Aus der Synthese aller vorliegenden Daten werden im Abschlussbericht Problemstellungen identifiziert sowie Empfehlungen für eine Umsetzung der Ergebnisse in die Praxis formuliert.
Kooperationspartner:

Externe Kooperationspartner: Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Institut für Life Science Technologies, Lemgo

Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig, Institut für Lebensmittelhygiene

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Entwicklung und Validierung eines Loop-mediated isothermal amplification (LAMP)-Assays zur Untersuchung des Übertragungspotenzials von Toxoplasma gondii durch verschiedene Risikolebensmittel
Development and validation of a loop-mediated isothermal amplification (LAMP) assay to investigate the transmission potential of Toxoplasma gondii through various high-risk foods
Projektverantwortliche: PD Dr. Amir Abdulmawjood; Dr. Antonia Kreitlow; Dr. Lisa Siekmann; Prof. Dr. Christina Strube; Prof. Dr. Madeleine Plötz
Laufzeit: Mai 2025 bis April 2027
Drittmittelprojekt: Fritz-Ahrberg-Stiftung, 100.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Institut für Parasitologie Zentrum für Infektionsmedizin
Projektdetails:
Toxoplasma gondii kann über unzureichend erhitztes Fleisch oder kontaminierte Rohkost auf den Menschen übertragen werden und stellt insbesondere für Schwangere sowie immungeschwächte Personen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Da derzeit kein effizientes Schnelltestverfahren für Lebensmittel verfügbar ist, das eine frühzeitige Identifizierung der Kontaminationsquelle ermöglicht, wird unter der Förderung der Fritz-Ahrberg-Stiftung an der Entwicklung eines LAMP-Assays gearbeitet. Dieses Verfahren soll den schnellen und empfindlichen Nachweis auch geringer Parasitenmengen in verschiedenen teils komplexen Lebensmittelmatrices ermöglichen. In einem zweiten Projektabschnitt soll der Erregergehalt entlang der Lebensmittelprozesskette ermittelt werden. Darauf aufbauend können mögliche Maßnahmen zur Risikominimierung bewertet werden.
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