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2311 Ergebnisse.
Pottwale Schleswig-Holstein
Sperm whales Schleswig-Holstein
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert
Laufzeit: Januar 2016 bis September 2016
Drittmittelprojekt: LKN, Schleswig-Holstein, 132.090 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
In diesem Projekt wurden die Pottwale, die in 2016 in Schleswig-Holstein gestrandet sind, zerlegt und auf ihren Gesundheitszustand hin untersucht. Es wurden alle biologsichen Gunddaten erhoben und eine genaue externe Dokumentation vorgenommen. Weiterhin wurden reproduktionsbiologische Grunddaten aufgenommen. Die Tiere wurden obduziert und histopathologische, mikrobiologische und parasitologische Analysen vorgenommen. Das Alter wurde mittels Jahresringe im Dentin ermittelt. Der Reproduktionsstatus der Tiere wurde ermittelt. Der Magen-Darm-Trakt wurde auf Nahrungsinhalt und Müllvorkommen untersucht. Die Nahrungsanalysen wurden gemeinsam mit dem GEOMAR Kiel durchgeführt.
Es werden Empfehlungen für den zukünftigen Umgang mit Großwalstrandungen erarbeitet.
Resultate:

SIEBERT,URSULA: Anstrandungen von Pottwalen Meeresumwelt-Symposium 2016, Hamburg, S. 60

http://www.bsh.de/de/Das_BSH/Veranstaltungen/MUS/2016/Kurzfassungen_10.pdf

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Machbarkeit u. Konzeption Revierkarte & Datenbank
practicability and concept for a map of the hunting grounds of Lower Saxony and database
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Reinhild Gräber
Laufzeit: Januar 2016 bis Dezember 2016
Drittmittelprojekt: Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, 29.500 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Hannover)
Projektdetails:
In dieser Machbarkeitsstudie sollen im Jahr 2016 die Möglichkeiten, der Arbeitsaufwand und die Kosten für die oben beschriebene webbasierte Wildtiermonitoring-Datenbank und eine niedersächsische Revierkarte erarbeitet werden. Hierzu müssen die Anforderungen seitens des ML, der Jagdbehörden, der LJN und der wiss. Institutionen an diese Datenbank erarbeitet werden. Darüber hinaus sind die potentiellen, verknüpfbaren Module wie die Revierkarte, Schnittstellen mit anderen revierbezogenen Datenbanken, webbasierte Dateneingabe der WTE zusammenzustellen und detailliert zu strukturieren.
In einem weiteren Schritt soll geprüft werden, inwieweit eine dezentrale Jagdstreckenerfassung in den Landkreisen auf Revierebene mit dieser Wildtiermonitoring-Datenbank verknüpft werden kann. Dazu müssen u.a. die Grundlagen und Anforderungen (Zugriffs- und Nutzungsrechte) in den Landkreisen abgefragt und Kostenschätzung für die Erstellung einer Datenbank für Niedersachsen erarbeitet werden.
Darüber hinaus werden die Grundlagen sowie eine Kostenschätzung für die Erstellung einer Revierkarte für Niedersachsen, inkl. Zugriffs- und Nutzungsrechtordnung erarbeitet.
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Untersuchungen zum Immunstatus bei Fasanenküken (Phasianus colchicus) im Hinblick auf die Populationsentwicklung
Investigation in immune status of common pheasant (Phasianus colchicus) chicks with regard to population trends
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Med. vet. Jennifer Liebing
Laufzeit: April 2016 bis Dezember 2016
Drittmittelprojekt: Chemie Wirtschaftsförderungs GmbH, Frankfurt/Main, 149.999 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Hannover)
Projektdetails:
Der Fasan als bodenbrütender Charaktervogel der Agrarlandschaft erfährt seit 2008 bundesweit einen starken und anhaltenden Bestandsrückgang mit bislang ungeklärter Ursache.
Ziel des Forschungsvorhabens ist eine Untersuchung von Parametern der Immunreaktionsfähigkeit von wildlebenden Fasanenküken während der Aufzuchtzeit. Dies geschieht unter kontrollierten Bedingungen aufgezogener Fasanenküken. Bei diesen Untersuchungen wird auf den Einfluss der Ernährung, insbesondere des Energie- und Proteingehalts, auf die untersuchte Funktion des Immunsystems fokussiert.
Resultate:

Der anhaltende Rückgang von Fasanen- und Rebhuhnbesätzen im nordwestlichen Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein und frühere Untersuchungen des ITAWs zur Thematik Krankheiten beim Fasan wurden zum Anlass genommen, um der Frage einer möglichen Immunschwäche und damit erhöhten Empfänglichkeit für Krankheiten der Tiere durch Proteinmangel in der Aufzuchtzeit nachzugehen.

Die Untersuchungsergebnisse zeigen auf, dass die Fasane in ihren späteren Lebenswochen nach dem Schlupf unter einer proteinreduzierten Ernährung eine signifikant verminderte zelluläre T-Zellaktivität ausbilden. Jedoch scheint die Sezernierung der natürlichen Antikörper im Blut in diesen Gruppen erhöht zu sein. Weiterhin konnten unterschiedliche Entwicklungen im Wachstum, Gewicht und Gefieder beobachtet werden. Aufgrund der hohen Verwandtschaft zum Rebhuhn könnten diese Ergebnisse weitgehend auf diese Tierart übertragen werden.

https://doi.org/10.1371/journal.pone.0277236

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Prednisolon als Modulator anti-inflammatorischer und anti-bakterieller Mediatoren in bovinen Immunzellen
Use of Prednisolone to up regulate anti-inflammatory and anti-bacterial mediators in bovine cells.
Projektverantwortliche: Schuberth, Hans-Joachim
Laufzeit: Februar 2016 bis April 2016
Drittmittelprojekt: Industrie (Pharma), 24.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Immunologie
Projektdetails:
In vitro wird geprüft ob, und welche anti-bakteriellen Mediatoren unter Prednisolon-Einfluss von bovinen Immunzellen gebildet werden.
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Studie zur Untersuchung des Infektionsstatus von Feldhasen in Schleswig-Holstein im Jahr 2016
Investigative study of infection status of European Hares in Schleswig-Holstein in 2016
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Marco Roller
Laufzeit: Januar 2016 bis Dezember 2016
Drittmittelprojekt: MELUR S.-H., 37.475 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Die Jäger in Schleswig-Holstein beobachten seit einiger Zeit eine Zunahme von erkrankten und verstorbenen Hasen. In diesem Projekt sollen gemeinsam mit dem Wildtierkataster Schleswig-Holstein (INR-CAU) der Infektionsstatus und das Auftreten von erkrankten Hasen beurteilt und drei Untersuchungsgebiete ausgewählt werden. In jedem Untersuchungsgebiet sollen Tierkörper mit den örtlichen Jagdausübungsberechtigten (LJV S.-H.) gewonnen und ausführlich obduziert werden. Weiterführende histologische, virologische, parasitologische und mikrobiologische Untersuchungen sollen durchgeführt werden. Das Auftreten von Tularämie, sowie RHD und EBHS-Virusinfektionen soll in Kooperation mit Fachinstituten der Tierärztlichen Hochschule in Hannover überprüft werden. Die Resultate werden gemeinsam mit dem Landesjagdverband S.-H. und dem INR-CAU bewertet und weitere Untersuchungsstrategien, bzw. Vorsorgemaßnahmen entwickelt. Dieses Projekt soll zur weiteren Entwicklung von Maßnahmen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes und der Lebensmittelsicherheit von Wildtieren in Schleswig-Holstein genutzt werden.
Resultate:

In jedem der drei ausgewählten und auch regelmäßig bejagten Jagdreviere wurden auf Gesellschaftsjagden von Ende November bis Mitte Dezember jeweils 20, per Schrotschuss getötete Feldhasen der Jagdstecke entnommen [Gesamtzahl: n = 60]. Spätestens 48 Stunden nach der Erlegung wurden die Feldhasen am ITAW nach einem ausführlichen Sektionsprotokoll vollständig seziert. Ausgewählte Proben für weiterführende Untersuchungen wurden im Rahmen des hier beschriebenen Projektes entnommen und an Spezial- und Referenzlabore am Friedrich-Loeffler-Institut sowie an Fachinstitute der Stiftung Tierärztliche Hochschule in Hannover versandt. Morphometrische Daten (Totallänge und Achselumfang), Ernährungszustand und Organgewichte (Leber, Milz, Herz, Gehirn, Retroperitoneales Fettgewebe, Nieren, Gonaden und Schilddrüsen) wurden erfasst.

Das Institut für bakterielle Infektionen und Zoonosen (IBIZ) am FLI in Jena hat die von uns eingesandten Proben auf Tularämie (Hasenpest, Nagerpest), eine durch Francisella tularensis hervorgerufene, bakterielle Infektionskrankheit, untersucht. Bei Tularämie handelt es sich um eine hochansteckende, auch auf den Menschen übertragbare bakterielle Infektion (Zoonose), welche vorwiegend wildlebende Lagomorpha (Hasenartige) befällt.

Das Institut für Virusdiagnostik (IVD) am FLI auf der Insel Riems bei Greifswald hat die von uns eingesandten Proben auf European Brown Hare Syndrome Virus (EBHSV) und Rabbit Heamorrhagic Disease Virus Typ 2 (RHDV-2) untersucht. Diese Erkrankungen (Calicivirus, Genus Lagovirus) verursachen virale Leberentzündungen, die sich durch eine sehr hohe Mortalitäts- und Morbiditätsrate (bis zu 100%) auszeichnen und zumeist perakut bis akut verlaufen.

Die auffälligsten Befunde fanden sich im Gastrointestinal-Trakt der Feldhasen. Ähnlich wie bei Forschungsarbeiten durch das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien bei Feldhasen auf der Insel Pellworm nachgewiesen, konnten wir durch pathohistologische, parasitologische und mikrobiologische Untersuchungen einen ausgeprägten Endoparasitenbefall sowie vereinzelte Darmentzündungen (Enteritis) nachweisen. In unseren Untersuchungen konnte in 66,7% der Darmtupfer ausschließlich Escherichia coli nachgewiesen werden, kulturell wurde dabei größtenteils ein hochgradiger Keimgehalt (43,3% der Tiere) bestimmt. Ebenso wie auch auf Pellworm als Mitverursacher des Populationsrückgangs vermutet, könnte eine Verschiebung der Magen-Darm-Flora hin zu Gram-negativen Enterobacteriaceae (hier v.a. E. coli), in Verbindung mit einer reduzierten Diversität der nachgewiesenen Bakterien, zu einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit und einer verminderten Funktion des Immunsystems führen. Da die von uns untersuchten Feldhasen alle vornehmlich einen guten Ernährungszustand aufgewiesen haben, keine schwerwiegenden Befunde im Darm zu finden waren und keines der Tiere während den Jagden als apathisch aufgefallen ist, sind diese Befunde eher vorsichtig zu betrachten. Ein Einfluss einer hohen E. coli und/oder Aeromonas spp. Prävalenz in Verbindung mit fehlenden Kommensalen auf früher im Jahr verstorbene Feldhasen erscheint jedoch durchaus möglich. Daher sollte bei weiterführenden Untersuchungen und Folgeprojekten eine vollständige Analyse der Darmflora in Betracht gezogen werden.

Die Feldhasen in unserer Studie zeigten weiterhin einen ausgeprägten Kokzidienbefall (Eimeria spp.). Kokzidien zählen zu den potentesten pathogenen Parasiten in Feldhasen und stellen vor allem in Kombination mit intestinalen Nematoden einen wesentlichen bestandsregulierenden Faktor in Feldhasenpopulationen dar. Vor allem in Junghasen kann ein hochgradiger parasitärer Befall zu einer klinisch relevanten Belastung avancieren und final auch zum Tod des Tieres führen.

Hinsichtlich Alterationen (entzündliche und reparative Prozesse) in der Leber (Hepatitis) sollten ätiologisch sowohl toxische als auch infektiöse Ursachen in Betracht gezogen werden. Zum einen kommen eigenständige entzündliche Prozesse, wie beispielsweise eine vorangegangene EBHS-Infektion, in Betracht. Zum anderen könnte die Hepatitis auch, im Verlauf einer Septikämie, sekundär zur Enteritis entstanden sein.

Follikuläre Hyperplasien von Milz und mesenterialen Lymphknoten sind Ausdruck einer Aktivierung des lymphatischen Gewebes (weiße Milzpulpa / B-Lymphozyten). Diese spiegeln die immunologische Leistung des Körpers wieder. In beiden Fällen sind juvenile Tiere häufiger betroffen als adulte Individuen (Milzhyperlasie 42,8% der juv. Tiere; Hyperplasie der mesenterialen Lymphknoten 66,7% der juv. Tiere).

Makroskopische, auf Tularämie (Francisella tularensis) hindeutende Läsionen wie etwa eine Schwellung und Hyperämie der Lymphknoten und Milz sowie Nekroseherde in Leber, Milz und Lymphknoten konnten während den Sektionen nicht aufgezeigt werden. Auch weiterführende direkte und indirekte Erregernachweismethoden zeigten ein negatives Ergebnis auf Hasenpest.

Ebenfalls zeigten sich pathologisch-anatomisch keine Läsionen die auf EBHS bzw. RHD-2 Infektionen hindeuten (Ikterus, Fettleber, stark gefüllter Magen sowie Blutungen in Lunge, Darm und Nieren). Über den direkten Erregernachweis konnten nur negative PCR und Antigen-ELISA Resultate für EBHS und RHD-2 aufgezeigt werden. Die serologischen Untersuchungen stehen noch aus (indirekter Erregernachweis durch serologische Untersuchung auf Antikörper). Eine mögliche Seroprävalenz könnte Rückschlüsse aufzeigen und Hinweise liefern, ob und inwieweit EBHS- bzw. RHD-2-Viruserkrankungen an einem Infektionsgeschehen der Feldhasen in unseren Untersuchungsgebieten beteiligt sind.

Um die Ursachen für den Rückgang der Feldhasenpopulation zu beschreiben, ist ein multidisziplinärer Ansatz von enormer Wichtigkeit, da sich eine Abnahme der Feldhasenpopulation durch ein Kriterium alleine nur schwer erklären lässt und daher ein Zusammenwirken mehrere Faktoren als wahrscheinlicher erachtet werden kann. Im Hinblick auf die Entwicklung von Maßnahmen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes sowie der Lebensmittelsicherheit von in Schleswig-Holstein gewonnenem Wildbret, zeigt diese Untersuchung auf, wie wichtig ein hygienischer, sorgfältiger und umsichtiger Umgang mit erlegtem Wild ist. Auch wenn keines der von uns untersuchten Tiere Anzeichen einer potentiell lebensbedrohlichen, zoonotischen Erkrankung (wie etwa Tularämie) aufgezeigt hat, ist die Gefahr einer Ansteckung durch bakterielle, virale oder parasitärere Noxen im Umgang mit Wildtieren, sowie in deren Weiterverarbeitung, allgegenwertig und nicht zu vernachlässigen.

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Einfluß eines Kolostrumsupplementes auf die Entwicklung des Kälber-Immunsystems
Influence of a colostrum supplement on the calf immune system development.
Projektverantwortliche: Schuberth, Hans-Joachim
Laufzeit: Februar 2016 bis September 2016
Drittmittelprojekt: Industrie (Futtermittel), 12.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Immunologie
Projektdetails:
Im Vorhaben wird der Einfluss des genetischen Hintergrundes von Muttertieren auf die Entwicklung des Immunsystems von Kälbern untersucht. Die immunmodulierende Wirkung des Kolostrums und eines zugefütterten bovinen Kolostrumkonzentrates in der Aufzuchtphase soll durch die Bestimmung der Zellzusammensetzung im peripheren Blut, löslicher Serum-Inhalsstoffe und der Genexpresison in zirkulierenden Leukozyten objektiviert werden.
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Umgang mit Lebendstrandungen von Kleinwalen
Handling of live stranded small cetaceans
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert
Laufzeit: April 2016 bis Juli 2016
Drittmittelprojekt: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes S.-H., 17.835 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
An der Nord- und Ostsee kommt es vereinzelt zu Lebendstrandungen von Schweinswalen und anderen Kleinwalen.
Ziel des zu erstellenden Gutachtens ist es Antworten zu finden, wie mit Kleinwalstrandungen umzugehen ist.
Resultate:

Im Rahmen des Projektes "Umgang mit Lebendstrandungen von Kleinwalen" wurde ein Gutachten erstellt, dass zukünftig den Umgang mit lebenden Kleinwalen in Schleswig-Holstein regelt.

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QS-Wissenschaftsfonds: Wirkstoffklassenprofile der Antibiotikagabe im zeitlichen Verlauf der Mast
QS Science Fund: antibiotic drug class profiles in the temporal profile of the feeding period
Projektverantwortliche: F. Lieke; Prof. L. Kreienbrock
Laufzeit: Januar 2015 bis Juni 2016
Drittmittelprojekt: QS Qualität und Sicherheit GmbH, 23.500 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Biometrie Epidemiologie und Informationsverarbeitung
Projektdetails:
Vor dem Hintergrund der gesetzlichen Regelungen in Europa und Deutschland wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Systeme zur Erfassung der Antibi-otikaabgaben in landwirtschaftlichen Betrieben eingeführt. Das Unternehmen QS Qualität und Sicherheit GmbH erfasst seit 2012 Antibiotikagaben in der Schweinemast und stellt diese Daten für das Projekt zur Verfügung. Sie werden zunächst auf Auswertbarkeit und Plausibilität geprüft und anschließend wird auf Basis des Ther-apieindex der Einsatz von Antibiotika im zeitlichen Verlauf der Mast betrachtet, dabei wird besonders auf den Einsatz der verschiedenen Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen eingegangen. Ein weiteres Augenmerk liegt auf dem Einsatz von sogenannten One-Shot-Präparaten und Reserveantibiotika. Außerdem werden verschiedene Einflüsse wie Region oder Betriebsgröße auf den Therapieindex untersucht. Das Projekt soll einen Beitrag zur Debatte liefern, ob in der tierärztlichen Versorgung von landwirtschaftlichen Nutztieren eine Veränderung des Ver-ordnungsverhaltens eintritt, indem bislang üblichen Therapiekonzepte durch andere ersetzt werden, die mit anderen genutzten Wirkstoffen einhergehen.
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Etablierung von Zelllinien aus europäischen Stechmücken und einer Plattform zur systematischen Virusisolierung aus Stechmücken als diagnostischer Approach -ArboVirusIsoTool-
Etablierung von Zelllinien aus europäischen Stechmücken und einer Plattform zur systematischen Virusisolierung aus Stechmücken als diagnostischer Approach -ArboVirusIsoTool-
Projektverantwortliche: Stefanie Becker
Laufzeit: Mitte 2015 bis Mitte 2016
Drittmittelprojekt: BMBF, 60.000 EUR
Kliniken/Institute:
Research Center for Emerging Infections and Zoonoses
Projektdetails:
Ein essentieller Bestandteil der Zoonoseforschung ist die Früherkennung der Verbreitung vonpotentiellen Krankheitserregern. Besonders durch blutsaugende Arthropoden übertragene Viren, sogenannte Arboviren, dringen in neue geographische Regionen vor und breiten sichdort über endemische Übertragungsvektoren aus. Die Detektion von bekannten undneuartigen Arboviren wird daher immer wichtiger, um frühzeitig das Gefährdungspotential einschätzen und geeignete Kontrollstrategien entwickeln zu können. Um Studien zum Gefährdungspotential durchführen zu können, sind Virusisolate und geeignete Zellkultursysteme notwendig. Allerdings sind weder Protokolle zur standardisierten Virusisolierung aus Stechmücken noch geeignete Kultivierungssysteme vorhanden. Die Anzahl an Zelllinien aus Stechmücken ist auf wenige tropische Arten begrenzt und es ist nur eine Stechmückenzelllinie bekannt, bei der die antivirale RNA Interferenz (RNAi) Kaskade nicht funktionell ist.
Ziel des hier vorgeschlagenen Projekts ist daher die Herstellung von Zelllinien aus verschiedenen einheimischen Stechmückenarten, die aufgrund ihrer Wirtspräferenzen und Populationsdichte für die Übertragung von neuartigen Viren eine Rolle spielen könnten. Die Zelllinien sollen anschließend auf RNAi Defizienz selektiert werden, um jeweils Zellen einer Spezies mit funktioneller und nicht funktioneller RNAi Kaskade zur Verfügung zu haben. Damit soll eine neue Basis für die Isolierung und Charakterisierung von Viren aus europäischen Stechmücken geschaffen werden. Um die systematische Virusisolierung zu gewährleisten, wird außerdem ein Standardprotokoll für die Isolierung von Viren aus Stechmücken etabliert. Das Projekt gliedert sich in den Bereich prädiktive Diagnostik und neue und/oder neuartige Zoonoseerreger ein. Die etablierten Methoden und Ressourcen bieten eine breite Basis für weitergehende Projekte, wie beispielsweise der Untersuchung der Anpassungsfähigkeit von tropischen Viren an einheimische Stechmücken.
Kooperationspartner:

Dr. Sandra Junglen, Institut für Virologie, Universitätsklinikum Bonn, Bonn

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In-vitro-Untersuchungen zu potentiellen Effekten von Butyrat auf die Magenschleimhaut des Pferdes
In vitro investigations regarding the effect of butyric acid on gastric mucosal integrity in the horse
Projektverantwortliche: Anja Cehak; Gerhard Breves
Laufzeit: Januar 2015 bis Ende 2016
Kliniken/Institute:
Institut für Physiologie und Zellbiologie
Projektdetails:
Fruktooligosaccharide (FOS) werden als Prebiotika beim Pferd häufig eingesetzt, um die mikrobielle intestinale Flora zu stabilisieren. Die mikrobielle Fermentation der FOS zu kurzkettigen Fettsäuren, wie z.B. Butyrat, erfolgt allerdings nicht nur im Dickdarm, sondern auch im vorderen Gastrointestinaltrakt. Im Rahmen dieser Studie sollen die potentiellen Effekte von Butyrat auf die Integrität der Magenschleimhaut mit Hilfe der Ussingkammer-Technik untersucht werden.
Kooperationspartner:

Prof. Dr. A. Gruber, Institut für Tierpathologie, Fachbereich Veterinärmedizin, FU Berlin

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