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2311 Ergebnisse.
Untersuchungen zur Empfindlichkeit von Enterococcus cecorum gegenüber Desinfektionsverfahren in Tierhaltung und Brüterei
Examinations of the sensitivity of Enterococcus cecorum to disinfection procedures in livestock farming and hatchery
Projektverantwortliche: PD Dr. med. vet. habil. Arne Jung
Laufzeit: Januar 2025 bis Dezember 2027
Drittmittelprojekt: H. Wilhelm Schaumann Stiftung, 57.600 EUR
Kliniken/Institute:
Klinik für Geflügel
Projektdetails:
Enterococcus cecorum (EC) ist ein zunehmend relevanter bakterieller Erreger bei Masthühnern und die Erkrankung ist weltweit verbreitet. Erkrankte Tiere zeigen meist in der zweiten Mastphase Lahmheiten aufgrund von Entzündungen an Brustwirbeln und Hüftgelenken. Die Mortalität kann über 10 % betragen, zudem steigen Verwurfraten und der Arzneimitteleinsatz erheblich. EC-Infektionen gelten als Hauptursache für die hohe Therapiehäufigkeit in der Masthühnerhaltung. Sie stellen zudem ein erhebliches Tierwohlproblem dar, da Knochenentzündungen mit hoher Wahrscheinlichkeit starke Schmerzen verursachen.

Managementpraktiken wie Antibiotikatherapien oder der prophylaktische Einsatz können problematisch sein, da sie Resistenzen begünstigen und dem Antibiotika-Stewardship widersprechen. Daher sind alternative Strategien dringend erforderlich, darunter Impfprogramme, züchterische Ansätze, Managementmaßnahmen in der Elterntierhaltung und Brüterei sowie der Einsatz von Futterzusätzen. Bisher fehlen jedoch wissenschaftlich gesicherte Nachweise für die Wirksamkeit dieser Methoden.

Untersuchungen zeigen, dass EC in der Umwelt mindestens sechs Monate überleben kann und selbst nach Reinigung und Desinfektion in bestimmten Bereiche der Stalleinrichtung nachweisbar bleibt. Da nur ein Teil der Stämme pathogen sind, könnte eine gezielte Sanierung von Elterntierhaltungen, Brütereien und Mastanlagen die Weiterverbreitung eindämmen. Eine effektive Reinigung und Desinfektion sind essenziell. In der Praxis kommen vor allem Aldehyde, quaternäre Ammoniumverbindungen, Kresole, Sauerstoffabspalter und organische Säuren zum Einsatz. Auch physikalische Verfahren wie UV-Bestrahlung oder Ozon-Begasung werden genutzt. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen hängt von Faktoren wie Wirkstoffkonzentration, Applikationstechnik, Entfernung organischer Rückstände und baulichen Gegebenheiten ab. Defizite in diesen Bereichen können zur Erregerpersistenz und nachfolgenden Infektionen führen.

Bei anderen Enterococcus-Spezies wurde für einzelne Stämme eine reduzierte Sensitivität gegenüber chemischen Desinfektionsmitteln nachgewiesen, für EC liegen jedoch bislang keine entsprechenden Daten vor. Klinische Isolate von Enterococcus faecium aus Krankenhäusern zeigen zudem eine abnehmende Empfindlichkeit gegenüber alkoholischen Desinfektionsmitteln.

Die Ziele des Forschungsprojekts:

-Untersuchung der Empfindlichkeit von EC gegenüber verschiedenen Bioziden
-Analyse der Wirksamkeit von UV-Bestrahlung als physikalisches Desinfektionsverfahren

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zur Optimierung von Desinfektionsstrategien in der Geflügelhaltung beitragen, den Antibiotikaeinsatz reduzieren und so sowohl die Tiergesundheit als auch das Tierwohl verbessern.
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Entwicklung und Validierung eines Loop-mediated isothermal amplification (LAMP)-Assays zur Untersuchung des Übertragungspotenzials von Toxoplasma gondii durch verschiedene Risikolebensmittel
Development and validation of a loop-mediated isothermal amplification (LAMP) assay to investigate the transmission potential of Toxoplasma gondii through various high-risk foods
Projektverantwortliche: PD Dr. Amir Abdulmawjood; Dr. Antonia Kreitlow; Dr. Lisa Siekmann; Prof. Dr. Christina Strube; Prof. Dr. Madeleine Plötz
Laufzeit: Mai 2025 bis April 2027
Drittmittelprojekt: Fritz-Ahrberg-Stiftung, 100.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Institut für Parasitologie Zentrum für Infektionsmedizin
Projektdetails:
Der protozooische Parasit Toxoplasma gondii ist Erreger der Toxoplasmose. Hierbei handelt es sich um eine Zoonose, die sowohl von infizierten Katzen als auch über den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln oder unzureichend erhitztem Fleisch infizierter Zwischenwirte auf den Menschen übertragen werden kann. Besonders kritisch stellen sich Erstinfektionen zu Beginn einer Schwangerschaft dar. Aufgrund der fehlenden maternalen Immunität kommt es durch den Erreger regelmäßig zu schweren Fruchtschädigungen und Aborten. Eine flächendeckende und systematische Überwachung des Erregers in der Lebensmittelkette findet in Deutschland aktuell nicht statt. Entsprechende Untersuchungsmethoden sind darüber hinaus nur eingeschränkt verfügbar. Im Rahmen des Projektes soll daher ein schnelles, feldtaugliches Nachweisverfahren auf Basis der Loop-mediated Isothermal Amplification (LAMP)-Technik entwickelt und für relevante Lebensmittelmatrizes validiert werden. Anschließend werden mithilfe des Verfahrens Einflüsse verschiedener Herstellungsweisen von Beispielprodukten auf die Erregerlast evaluiert und Handlungsempfehlungen für industrielle Herstellungsprozesse abgeleitet.
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Spermienselektion ohne Zentrifugation - Entwicklung eines Mikrofluidic-Chip Systems zur Spermienselektion größerer Probenvolumina
Sperm selection without centrifugation - development of a microfluidic chip system for sperm selection from larger sample volumes
Projektverantwortliche: Harald Sieme; Harriette Oldenhof; Julius Goeke
Laufzeit: April 2025 bis März 2027
Kliniken/Institute:
Reproduktionsmedizinische Einheit der Kliniken
Projektdetails:
Ziel der Arbeit ist es ein praxisreifes Mikrofluidic-Chip-Spermienselektionsverfahren für großvolumige - 10-20 ml - Ausgangsproben verdünnten Hengstspermas zu entwickeln. Dieses Verfahren soll die Samenaufbereitung durch Zentrifugation ersetzen und die Befruchtunsraten nach Besamung steigern.
Kooperationspartner:

Niedersächsisches Landgestüt Celle

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Cosmic Radiation response in the simplest animal on Earth: Trichoplax, a new evolutionary animal model for Space Biology Research
Cosmic Radiation response in the simplest animal on Earth: Trichoplax, a new evolutionary animal model for Space Biology Research
Projektverantwortliche: Bernd Schierwater
Laufzeit: 2025 bis 2027
Drittmittelprojekt: Australian Nuclear Science and Technology Organisation (ANSTO) and German Aerospace Center (DLR), 130.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Tierökologie
Projektdetails:
Die hochenergetische kosmische Strahlung hat entscheidenden Einfluss auf alle bemannten Weltraummissionen. Die Wirkung dieser Strahlung auf den Modellorganismus Trichoplax adhaerens (Placozoa) soll in diesem Projekt untersucht werden. Placozoen sind die am einfachsten organisierten vielzelligen Tiere und können uns entscheidende Hinweise auf die Auswirkung komischer Strahlung beim Menschen geben.
Kooperationspartner:

Patrick Humbert, La Trobe University, Australia

Jens Hauslage, DLR, Köln

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Verbesserung der Effektivität durch angepasste Formulierungen von Phagen und Bakteriozinen in Hackfleischprodukten und anderen Fleischzubereitungen
Improving effectiveness through adapted formulations of phages and bacteriocins in minced meat products and other meat preparations
Projektverantwortliche: Dr. Sophie Kittler; Dr. Oleksandra Berhilevych; Dr. Elisa Peh; Prof. Dr. Madeleine Plötz; Prof. Dr. Willem Wolk
Laufzeit: Februar 2025 bis Januar 2027
Drittmittelprojekt: Fritz Ahrberg-Stiftung, 15.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Im Projekt sollen optimierte Phagenformulierungen durch Verkapselung und Gefriertrocknung entwickelt werden, um die Verteilung und Wirksamkeit der Phagen in zerkleinertem Fleisch zu verbessern. Zudem sollen Bakteriozine als zweite Minimierungsstrategie in die entwickelten Phagenformulierungen integriert werden, um mögliche synergistische Effekte zu nutzen. Bakteriozine sind von Bakterien produzierte Proteine, die zur Abwehr anderer Bakterienstämme verwendet werden. Derzeit sind zwei Bakteriozine in Europa für die Anwendung in Lebensmitteln zugelassen. Im Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit werden seit 2017 Bakteriozine für die Anwendung gegen Salmonellen und Listerien sowie Campylobacter isoliert und untersucht. Die Wirksamkeit der entwickelten Formulierungen soll in Fleischzubereitungen überprüft werden.
Resultate:

Vorstellung der aktuellen Ergebnisse im Rahmen einer Posterpräsentation auf der 65. Arbeitstagung "Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz" der DVG in Garmisch-Partenkirchen vom 23.-26.09.2025.

Fritsche, L.P., E. Peh, W.F. Wolkers, O. Berhilevych, M. Plötz, S. Kittler (2025). "Einfluss von Verpackungsmethoden auf die Wirksamkeit von Bakteriophagen in Hühnchen- und Schweinefleisc

Kooperationspartner:

Prof. Dr. Willem Wolk

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Untersuchungen zu Wechselwirkungen von Otitis externa-Präparaten und Ohrreinigern beim Hund
Studies on interactions between otitis externa preparations and ear cleaners in dogs
Projektverantwortliche: Jessica Meißner
Laufzeit: Juli 2025 bis Juni 2027
Drittmittelprojekt: Verbände, 161.400 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Pharmakologie Toxikologie und Pharmazie
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Wirksamkeitsüberprüfung von Alternativen zu Antibiotika bei Hautinfektionen des Hundes verursacht durch Staphylococcus pseudintermedius
Testing the effectiveness of alternatives to antibiotics in dog skin infections caused by Staphylococcus pseudintermedius
Projektverantwortliche: Jessica Meißner
Laufzeit: Oktober 2025 bis September 2027
Drittmittelprojekt: Gesellschaft für Kynologische Forschung (GFK), 10.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Pharmakologie Toxikologie und Pharmazie
Projektdetails:
Durch den häufigen Einsatz von Antibiotika gibt es sowohl in der Human- als aus Veterinärmedizin immer mehr Krankheiten, die durch resistente Keime verursacht werden. Leider zeigen auch immer mehr Keime auf der Haut unserer Hunde diese Problematik, so dass früher gut zu behandelnden Hautinfektionen heutzutage schwer therapierbar sind. Daher wird vermehrt nach Alternativen zu Antibiotika gesucht. Ein Team um Dr. Jessica Meißner vom Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der Stiftung Tierärztlichen Hochschule Hannover überprüft nun, ob Produkte auf der Basis von Manukahonig oder Ozonöl im Kampf gegen multiresistente Hautkeime (speziell Staphylococcus pseudintermedius) beim Hund helfen können.
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ChillYGIENE - Sicherstellung hygienischer Bedignungen von Kälteanlagen für den Lebensmittelbereich
ChillYGIENE - Ensuring hygienic conditions in refrigeration systems for the food industry
Projektverantwortliche: Dr. Johanna Vahle; Dr. Lisa Siekmann; Dr. Sylvia Mitrenga; Prof. Dr. Madeleine Plötz
Laufzeit: November 2025 bis Oktober 2027
Drittmittelprojekt: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 635.500 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Das Projekt cHillYGIENE wird in drei Schritten durchgeführt. Zunächst erfolgt die Untersuchung der mikrobiologischen Kontamination von Kühllüfter-Aggregaten und deren Umgebungen in fleischverarbeitenden Betrieben unter gleichzeitiger Erfassung verschiedener Metadaten (u.a. Bauart, Werkstoffe, Temperaturbereich, Betriebszonen, Abtauvorgänge, Kühlgut). Dies erfolgt sowohl durch eine breit angelegte Status-quo-Erhebung als auch durch ein Langzeit-Monitoring in ausgewählten Unternehmen. Dadurch sind umfassende Informationen zur üblichen mikrobiellen Besiedlung, zu hygienisch relevanten Stellen sowie zur Entwicklung der Mikroflora in Luftkühlern bekannt. Weiterhin wird der Einfluss verschiedener Oberflächenbeschichtungen an relevanten Kühllüfterbauteilen auf die mikrobielle Kontamination untersucht. Vorab im Labormaßstab durchgeführte Versuche liefern grundlegende Informationen darüber, inwieweit Beschichtungen das Anheftungs-, Ablöse-, Vermehrungs- und Biofilmbildungspotential ausgewählter Mikroorganismen unter praxisüblichen Bedingungen beeinflussen. Darauf aufbauend werden die zuvor identifizierten hygienisch relevanten Anlagenteile eines üblichen Kühllüfters beschichtet bzw. es werden beschichtete Materialstückchen als Sentinels in diesen verbaut. Der modifizierte Kühllüfter wird in einen Praxisbetrieb bzw. in einem zur Simulation von Praxisbedingungen geeigneten Raum installiert, um Informationen zum hygienischen Nutzen von Oberflächenbeschichtungen bei Kühllüftern zu generieren. Abschließend werden die Ergebnisse gemeinsam ausgewertet und mit den beteiligten Wirtschaftsunternehmen diskutiert. Aus der Synthese aller vorliegenden Daten werden im Abschlussbericht Problemstellungen identifiziert sowie Empfehlungen für eine Umsetzung der Ergebnisse in die Praxis formuliert.
Kooperationspartner:

Externe Kooperationspartner: Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Institut für Life Science Technologies, Lemgo

Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig, Institut für Lebensmittelhygiene

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WURM-Frei: Status-Quo-Erfassung der Wurmbelastung in Legehennenherden mit Freilandzugang und Entwicklung einer Web-Anwendung zur Risikobewertung für eine verbesserte Tiergesundheit und optimiertes Management
Status-quo recording of wurm burden in laying hen flocks with outdoor access and development of a web application for risk assessment for improved animal health and optimized management
Projektverantwortliche: Weidemann, Janna; Spindler, Birgit ; Kemper, Nicole
Laufzeit: Juli 2024 bis Juni 2027
Drittmittelprojekt: Landwirtschaftskammer Niedersachen , 227.674 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Tierhygiene Tierschutz und Nutztierethologie
Projektdetails:
Seit der Abschaffung der Käfighaltung in Deutschland 2010 werden viele Legehennen in alternativen Haltungsformen mit Freilandzugang gehalten. In Niedersachsen leben ca. 23 % der Legehennen in konventioneller Freilandhaltung und ca. 16 % in ökologischer Haltung. Besonders dort steigt der Druck durch Darmparasiten, da sich Wurmeier im Auslauf anreichern und nur begrenzte Biosicherheitsmaßnahmen zur Verfügung stehen.
Ein Wurmbefall kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen, zu Leistungseinbußen, Magen-Darm-Schäden und im schlimmsten Fall zum Tod der Tiere führen. Die effiziente Wurmbekämpfung bei Legehennen stellt vor allem Freiland- und Ökobetriebe vor eine große Herausforderung, der es mit einer strategischen Planung, gezielten Maßnahmen und anschließender Erfolgskontrolle zu begegnen gilt.
Das Projekt "WURM-Frei" beschäftigt sich mit alternativen Maßnahmen zur Reduzierung des Wurmbefalls in Legehennenbeständen mit Freilandzugang. Über die Projektlaufzeit von 3 Jahren werden 50 Herden für je einen Produktionsdurchgang begleitet. Durch die kontinuierliche Erfassung von Managementmaßnahmen und der regelmäßigen Kontrolle der Parasitenbelastung, sollen Rückschlüsse auf die Effektivität verschiedener betriebsindividueller Maßnahmen getroffen werden.
Im Zuge des Projektes wird zudem eine Web-Anwendung entwickelt, die es Legehennenhaltern und - halterinnen zukünftig erleichtert, das Risiko für eine erhöhte Wurmbelastung in ihren Herden zu identifizieren und effektiv Gegenmaßnahmen einzuleiten.
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CREATE-2: Entwicklung von Indikatoren zur Gesundheit bei Meeressäugern und ihre Weiterentwicklung zur Bewertung anthropogener Einflüsse
CREATE-2: Development of indicator pathogens in marine mammals to a further development of assessment of anthropogenic effects
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Dr. Stephanie Groß ; Dr. Andreas Ruser
Laufzeit: Dezember 2024 bis November 2027
Drittmittelprojekt: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)/PTJ Jülich, 165.805 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
In Phase II des Vorhabens CREATE ist das Ziel des Teilprojektes der Stiftung Tierärztliche Hlochschule Hlannover weiterhin die Identifizierung und Etablierung von Indikatoren für die Gesundheit heimischer Meeressäuger, um die Einflüsse durch zunehmende anthropogene Aktivitäten auf Meeressäuger und das marine Ökosystem bewerten und frühzeitig erkennen zu können. Hierfür werden aus ca. drei Jahrzehnten vorliegende Gesundheitsdaten, sowie während der Projektlaufzeit neu erhobene Daten von heimischen Meeressäugern aus der deutschen Nord- und Ostsee analysiert. Die in Phase I gewonnenen Erkenntnisse zum räumlichen und zeitlichen Vorkommen von Bakterien und Viren, sollen in Phase II für weiterreichende Untersuchungen genutzt werden. Dabei soll eine mögliche Interaktion zwischen dem Auftreten der pathogenen Bakterien und Viren und anderen Infektionen, wie bakteriellen/viralen Koinfektionen oder einem Parasitenbefall, untersucht werden. Auch soll analysiert werden, inwiefern ein Zusammenhang zwischen den ermittelten Erkrankungs- und Todesursachen und dem Auftreten bestimmter Pathogene besteht. In diesem Zusammenhang sind Faktoren, die eine Relevanz für die gesamte Population haben von besonderem Interesse. Über den zeitlichen Verlauf der Daten kann beurteilt werden, ob es Veränderungen in der Belastung von Meeressäugern über die letzten 30 Jahre gegeben hat. Abschließend sollen die analysierten Daten auf ihre Indikatoreignung hin evaluiert werden, insbesondere im Hinblick auf anthropogene Effekte auf Meeressäugerpopulationen. Die Identifikation solcher Indikatoren würde langfristige Monitoringstrategien ermöglichen, die Entwicklung effektiver Managementmaßnahmen fördern und auch in internationale Abkommen, wie HELCOM und OSPAR, einfließen. Zudem werden die im Projekt erarbeitete Daten genutzt, um verschiedene Wissensformate für Stakeholder zu erstellen und damit die gewonnenen Erkenntnisse auch an die breite Öffentlichkeit zu vermitteln.
Kooperationspartner:

Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven inklusive Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität an der Universität Oldenburg

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Christian-Albrechts-Universität, Kiel

GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Humboldt-Universität zu Berlin

Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie, Bremen

Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

Leibniz-Zentrum f. Mar. Tropenforschung Bremen

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