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2311 Ergebnisse.
Untersuchungen zum Einsatz von CaCl2 im Mischfutter tragender Sauen zur Prophylaxe des MMA-Syndroms
Investigations on effects of CaCl2 in the diet of pregnant sows to prevent the MMA syndrome
Projektverantwortliche: Prof. Dr. M. Coenen; Dr. Ingrid Vervuert
Laufzeit: Oktober 2004 bis Dezember 2005
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Harnwegsinfektionen sind nach klinischer Erfahrung eine entscheidende Disposition für die Entwicklung von MMA-Erkrankungen in Sauenbeständen. Eine Acidierung des Harns kann bei gehäuft auftretenden, bakteriell bedingten Harnwegsinfektionen die Haftung und Vermehrung von Keimen in Harnblase und Harnleiter hemmen.
Vor diesem Hintergrund sollen über den Einsatz von CaCl2 im Mischfutter der Sauen (in den letzten Tagen vor der Geburt) mögliche Effekte auf den Harn-pH-Wert und auf den Säure-Basen-Status sowie auf den Ca-Haushalt (Gehalte im Plasma, ionisiertes Calcium, Parathormon) näher untersucht werden. Hierzu erhalten Sauen (Bestand des Lehr- und Forschungsguts Ruthe) 20 g CaCl2 pro Tier und Tag mit dem Laktationsfutter; vor und nach der Geburt erfolgen Probennahmen (Blut/Harn), um die Effekte des CaCl2-Zusatzes näher quantifizieren zu können.
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Effekte der Gelatinesupplementierung auf den Knochen- und Knorpelstoffwechsel im Verlauf eines standardisierten Trainings beim Pferd
Effects of gelatine supplementation on cartilage and bone metabolism in exercising horses
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Coenen; Dr. Vervuert; Kathrin Appelt
Laufzeit: April 2004 bis Dezember 2005
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Im Rahmen dieser Studie sollte überprüft werden, inwieweit ein Gelatine-Hydrolysat beim Pferd resorbiert wird und ob unter standardisierten Trainingsbedingungen Effekte einer Gelatine-Supplementierung auf den Knorpel- und Knochenstoffwechsel nachweisbar sind.
Für die Untersuchung standen 13 Traber (12 zweijährige, 1 siebenjähriger; 3 Stuten und 10 Wallache, mittlere Körpermasse 404 ± 41,2 kg) zur Verfügung. Die Pferde absolvierten auf einem Laufband (Steigung: 3%) ein zehnwöchiges Training. Begonnen wurde mit einem Stufentest (ST), bestehend aus 5 - 6 Stufen à 4 min, 1. Stufe bei 5 m/s, Steigerung der Geschwindigkeit um 1 m/s pro Stufe. Im Anschluss an den 1. ST erfolgte ein laktatangepasstes Training mit 2 alternierenden Belastungsarten. Die Intervallbelastungen bestanden aus 3 x 4 min bei v10 und 3 x 5 min bei v2, die Ausdauerbelastungen aus 45 min bei v2. Die v-Zahlen kennzeichnen die Geschwindigkeiten, die im ST rechnerisch die entsprechenden Laktatkonzentrationen von 2 bzw. 10 mmol/l im Blut hervorriefen. Nach 5 und 10 Wochen folgte ein 2. und 3. ST. Nach dem 2. ST wurden die Trainingsgeschwindigkeiten um weitere 0,5 m/s angehoben. Insgesamt absolvierten die Pferde 16 Intervall- und 16 Ausdauerbelastungen. Vor Versuchsbeginn wurden die Tiere zwei Versuchsgruppen zugelost, die Pferde der Gelatinegruppe erhielten 2 x täglich 30 g Gelatine-Hydrolysat. Blutproben wurden vor und im stündlichen Rhythmus nach der Fütterung über 8 h während des Versuchs zur Erfassung der postprandialen Kinetik entnommen, im wöchentlichen Abstand an Ruhetagen und zu definierten Zeitpunkten während der Stufentests. Dabei wurden im Blut Aminosäuren, Harnstoff, Osteocalcin (OC), carboxyterminales Telopeptid vom Typ I Kollagen (ICTP), Keratansulfat und Laktat bestimmt.
Kooperationspartner:

Prof. Tonar, Rush University, USA

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Untersuchungen zum möglichen Einfluss verschiedener Nährstoffergänzungen im Futter auf den Ersatz, das Wachstum sowie die Zusammensetzung und Qualität von Federn bei adulten Agaporniden (Agapornis spp.)
Examination on the potential influence of different nutritional additives on feather-growth and composition in adult lovebirds (Agapornis spp.)
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Kamphues; Dr. Petra Wolf; Nina Jürgens
Laufzeit: April 2004 bis September 2005
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
In der Ziervogelhaltung ist die Versorgung mit bestimmten Nährstoffen, die für die Federkleidentwicklung und -qualität bedeutsam sind, nicht immer adäquat, so dass auch nachteilige Effekte, d.h. Mangelerkrankungen auftreten.
Ziel der vorliegenden Untersuchungen an 50 adulten Agaporniden war die Überprüfung möglicher Einflüsse einer besonderen Nährstoffergänzung (Cu/Zn/Methionin bzw. Selen oder Kieselerde) auf Federwachstum und -qualität unter den Bedingungen eines Verzichts auf jedwede Supplementierung der Basisdiät (= Negativ-Kontrolle) bzw. einer dem Bedarf entsprechenden Anreicherung der Basisdiät mit Mengen- und Spurenelementen sowie Vitaminen (= Positiv-Kontrolle). Die Ergänzungen erfolgten dabei über Zwiebackmehl, das täglich in einer Menge von einem Gramm pro Tier neben Sonnenblumensaat und Hirse (jeweils geschält) angeboten wurde. Anhand der Entwicklung der nachwachsenden Schwungfedern (jedem Vogel wurde zu Versuchsbeginn bilateral die 8. Schwungfeder gezupft) wurden dann mögliche Effekte der Nährstoffergänzung auf die Federentwicklung und -zusammensetzung überprüft (Zeitpunkt des Austritts der nachwachsenden Feder aus dem Follikel, Wachstumsraten, Längen- und Massenentwicklungen). Schließlich erfolgte am Ende der jeweils 45 Tage dauernden Versuche eine Beurteilung der Farbqualität der ersetzten Federn (Technik: Spektralverfahren; durchgeführt mit dem Chromameter CR-400 der Fa. Konica-Minolta) sowie die chemische Analyse der ersetzten Federn (Aminosäurengehalte, Spurenelementgehalte).
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Einfluss von Fischöl in der Fütterung auf den Gesundheitsstatus arbeitender Hunde
Effects of dietary fish oil supplementation on the health of exercising dogs
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Coenen; Dr. Vervuert; Elisabeth Peus
Laufzeit: April 2004 bis Dezember 2005
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Institut für Pharmakologie Toxikologie und Pharmazie
Projektdetails:
Ziel der vorliegenden Studie war die Überprüfung möglicher Effekte einer mehrmonatigen Fischölzulage bei gesunden Hunden auf das Immunsystem, als Modell der Immunmodulation wurde ein Laufbandtraining gewählt.
Während der 130tägigen Versuchsperiode wurden zehn einjährige Foxhounds die ersten 92 Tage, mit dem Ziel einer Beeinflussung des Immunsystems, jeden zweiten Tag auf einem Laufband trainiert, sie absolvierten insgesamt ca. 900 km. Die maximale Belastung war 33,7 km mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 12,5 km/h. Fünf der Hunde erhielten zudem eine Fischölzulage zur Überprüfung der Wirkung auf das Immunsystem (1.+2. Versuchstag: 0,26 ml/kg KM, 3.+ab 18. Tag: 0,52 ml/kg KM, 4.-17. Tag: 1,04 ml/kg KM). Die Kontrolltiere erhielten eine durch Maisflockengabe (2,48 g entsprechen energetisch 1 ml Fischöl) isoenergetische Ration. Der Allgemeinzustand wurde jede Woche untersucht, von den unter Ruhebedingungen gewonnenen Blutproben wurden folgende für die Analysen verwendet: 1.+2., 9., 15., 17., 29., 50.+51., 64., 78., 92. und 130. Versuchstag. Am 1.+2., 50.+51. und 92. Versuchstag wurden zudem unmittelbar im Anschluss an die Belastung Beprobungen vorgenommen. Die Blutproben wurden auf die Eicosapentaensäure- und Linolsäure-Konzentration, den Gesamteiweißgehalt, das rote und weiße Blutbild, das C-reaktive Protein, Prostaglandin E2 sowie den Tumornekrosefaktor α untersucht.
Kooperationspartner:

Prof. Kietzmann, Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie der Tierärztlichen Hochschule Hannover

Dr. Schrödl, Institut für Mikrobiologie und Infektionskrankheiten der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig

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Aquakulturen in Niedersachsen, Teilprojekt -Polybromierte Diphenylether (Flammschutzmittel) in Forellen und Forellenfutter-
Fishfarming in Niedersachsen, Concentrations of Flame Retardants in Farmed Rainbow Trouts
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Waldemar Ternes; Annegret Büthe
Laufzeit: Juni 2004 bis Ende 2005
Drittmittelprojekt: Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Vet. Inst. für Fische und Fischwaren
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmitteltoxikologie
Projektdetails:
Im Rahmen eines Kooperationsforschungsprojektes zur Qualitätsprüfung von Regenbogenforellen aus niedersächsischen Aquakulturbetrieben wurden verzehrsreife Fische, Fischfutter und zum Vergleich Wildforellen aus Heidebächen auf bromierte Diphenylether (PBDE) untersucht. Diese Stoffklasse wird in erheblichen Mengen vielen Kunststoffen als Flammschutzmittel für Elektronikgeräte, Textilien und Dämmmaterialien zugesetzt. Durch Produktion, Verarbeitung, Ausgasung, Müllverbrennung u. ä. gelangen PBDEs in die Umwelt und somit auch in die Nahrungskette. Aufgrund ihrer chemischen Strukturähnlichkeit mit anderen ökotoxikologisch bedenklichen/gefährlichen halogenierten Kohlenwasserstoffen wie PCBs, Dioxinen etc. sind auch sie biologisch schwer abbaubar, fettlöslich und speichern sich stoffwechselbedingt in relativ großen Mengen in der Fischmuskulatur. Die gefundenen Gehalte an PBDEs im Fett des Regenbogenforellenmuskels waren nicht unerheblich, aufgrund des niedrigen Fettgehaltes dieser Fischart relativiert sich aber die Menge, die beim Verzehr von solchen Fischprodukten aufgenommen wird.
http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C9331177_L20.pdf (Start 69 von 103, ≥ Seite 77-88)
Kooperationspartner:

Dr. med. vet. Jürgen Witte, Bremerhaven

Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienst des Landes Bremen -Grenzkontrollstelle Bremerhaven-

7 Institute bzw. Fachdezernate von LAVES,

15 niedersächsische Forellenzuchtbetriebe,

Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel, Forschungsbereich Fischqualität, Hamburg

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Auswirkungen originär Dioxin-belasteten Grundfutters auf die Dioxingehalte in Milch und Schlachtkörpern von Rindern und Schafen
Effects of dioxin contaminated feedstuffs on dioxin concentrations in milk and carcasses of cows and sheep
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Kamphues; Ann Johanna Schulz
Laufzeit: April 2004 bis September 2005
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Ziel der vorliegenden Feldstudie war eine Einschätzung des Risikos für Überschreitungen des Dioxinhöchstwertes in Lebensmitteln (Milch bzw. Organe und Gewebe von Schlachtkörpern), wenn Rinder bzw. Schafe in maximalem Umfang ein Grundfutter von exponierten Flächen erhalten. Hierzu wurden entsprechende Flächen im Elbdeichvorland durch Beweidung bzw. Grassilagegewinnung in drei Versuchen genutzt:
Versuch A1: Weidehaltung laktierender Milchkühe (n = 3); zehnwöchiger Weidegang auf Dioxin-belasteter Fläche, im Anschluss daran Einsatz unbelasteter Futtermittel für weitere zehn Wochen; Schlachtung zum Versuchsende
Versuch A2: Stallhaltung trockenstehender Kühe (n = 3); Einsatz Dioxin-belasteter Grassilage in den letzten vier bis fünf Wochen vor der Abkalbung, dann Umstellung auf unbelastete Futtermittel für ca. sechs bis acht Wochen p.p. ; Schlachtung zum Versuchsende
Versuch B: Weidehaltung von Schafen (n = 3); Weidegang auf Dioxin-belasteten Flächen, Schlachtung nach vier, acht und sechzehn Wochen
Vor, während und am Ende der jeweiligen Versuche wurden entsprechende Proben unterschiedlicher Art (Boden, Futter, Kot, Milch, Gewebe) gewonnen, insbesondere für die Bestimmung der Dioxingehalte. Daneben interessierten Einflüsse der Probenentnahme sowie der Grundfuttergewinnung auf die Dioxinbelastung von hier verwendeten Futtermitteln.
Kooperationspartner:

Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Hannover

Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Oldenburg

Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Hannover

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Einfluss des postpartalen Drenchens mit Kalziumpropionat auf die Stoffwechselleistung, Milchleitung, Fertilität und Allgemeingesundheit bei hochleistenden Milchkühen
Efect of a calcium propionat drench during the peripartal period on animal and metabolic health, reproductive performance and milk yield in high yielding dairy cows
Projektverantwortliche: Prof. Dr. M. Hoedemaker; Yasmin Gundelach
Laufzeit: Dezember 2003 bis Dezember 2005
Kliniken/Institute:
Klinik für Rinder
Lehr- und Forschungsgut Ruthe
Projektdetails:
In einer Milchviehherde werden Kühe unmittelbar nach dem Abkalben und 24 h danach mit 20 l Wasser, welches 600 g Kalzimpropionat enthält, mittels Schlundrohr behandelt. Die Kontrollgruppe bleibt unbehandelt. Über die Bestimmung von freien Fettsäuren und ß-Hydroxybuttersäure wird der Energiestatus der Kühe überprüft. Ausßerdem wird der Gehalt an Ca, P und Mg im Serum bestimmt. Außerdem erfolgt eine Dokumentation der aufgetretenen Erkrankungen, der Milchleistung sowie der Fertilitätskennzahlen, um Behandlungseffekte zu erfassen.
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Populationsattributables Lungenkrebsrisiko durch Radon in der Schweiz
Population Attributable Lung Cancer Risk Due to Radon in Switzerland
Projektverantwortliche: Dipl. Stat. Susanne Menzler; Prof. Dr. Lothar Kreienbrock
Laufzeit: 2003 bis 2005
Drittmittelprojekt: Schweizer Bundesamt für Gesundheit
Kliniken/Institute:
Institut für Biometrie Epidemiologie und Informationsverarbeitung
Projektdetails:
Radon und Radonfolgeprodukte stellen im Vergleich zu chemischen Kanzerogenen das mit Abstand größte umweltbedingte Lungenkrebsrisiko dar. Hierfür liegt mittlerweile eine Vielzahl wissenschaftlicher Belege aus Studien bei Bergarbeitern und aus Untersuchungen in der Allgemeinbevölkerung in Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, Tschechien, Schweden, Finnland, Großbritannien, Frankreich, aus den U.S.A. und Kanada sowie China vor. Aktuelle Forschungsresultate aus zwei großen gemeinsamen Untersuchungen in Europa und den U.S.A. legen nahe, dass ein linearer Zusammenhang zwischen der kumulativen Exposition mit Radon und dem Lungenkrebsrisiko besteht. Besonders bemerkenswert ist hierbei ein Schwerpunkt bei kleinzelligen Tumoren. Zudem zeigt sich, dass die Exposition mit Radon und das gleichzeitige Rauchen eine eher multiplikative Erhöhung des Lungenkrebsrisikos bewirken.

Die Konsequenzen einer Exposition mit Radon für eine gesamte Bevölkerung können durch das so genannte populationsattributable Risiko beschrieben werden. Diese Größe ist der Anteil der auf die Exposition zurückführbaren Erkrankungen an allen Erkrankungen in der betrachteten Bevölkerung bzw. als der Anteil aller Krankheitsfälle, der durch die Elimination der Exposition vermieden werden kann.

Das Bundesamt für Gesundheit der Schweiz hat im November 2003 das Institut für Biometrie, Epidemiologie und Informationsverarbeitung, WHO-Collaborating Centre, an der Tierärztlichen Hochschule Hannover beauftragt, erstmalig anhand der Forschungsergebnisse zum Radonrisiko in Innenräumen sowie von Daten über die Radonexposition, die Mortalität und das Rauchverhalten in der Schweiz diese populationsattributablen Maßzahlen für die Schweiz zu ermitteln.

Die aktuellen Daten zur Radonsituation und zum Rauchverhalten in der Schweiz wurden hierzu durch das Bundesamt für Gesundheit, Bern, die Daten zur Mortalität in der Schweiz vom Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, zur Verfügung gestellt. Basierend auf diesen Daten wurden damit unter der Nutzung des generellen WHO-Konzepts des "Global Burden of Disease" Modellrechnungen durchgeführt.

Insgesamt werden in der Schweiz bei Männern und Frauen zusammen ca. 2800 Lungenkrebsfälle pro Jahr berichtet. Bei einer mittleren häuslichen Radonbelastung in der Schweiz von 78 Bq/m3 (arithmetischer Mittelwert der nach Stockwerk und Bevölkerungsstruktur gewichteten Radonexposition) lassen sich ungefähr 8.5% der Lungenkrebsfälle auf die Belastung mit Radon in Innenräumen zurückführen. Dies entspricht jährlich rund 240 Lungenkrebsfällen.

Die zum Teil sehr unterschiedlichen durchschnittlichen Belastungen in den Kantonen führen in der regionalen Betrachtung auch zu einem stark unterschiedlichen populationsattributablen Risiko zwischen den Kantonen. Da aber auch die in den Kantonen lebende Bevölkerung eine sehr unterschiedliche Größe aufweist, wirkt sich dies unterschiedlich auf die insgesamt auf Radon zurückführbare Anzahl von Lungenkrebstoten aus.

So ist z.B. das attributive Risiko in den Kantonen Glarus und Ticino mit insgesamt um 14% und 15.5% sehr hoch; die korrespondierenden Anzahlen von Todesfällen lauten dort etwa 3 und 16 pro Jahr. In den Kantonen Bern und Zürich beispielsweise, die eine eher mittlere Radon-Belastung aufweisen, ist das attributive Risiko mit ca. 9% bzw. 8% wesentlich geringer, die Anzahl der assoziierten Todesfälle aber wegen der größeren Bevölkerungsdichte mit ungefähr 29 bzw. 36 pro Jahr jedoch hoch. Im Kanton Genf, der die geringste Radon-Belastung ausweist, ist das attributive Risiko mit gut 2% vergleichsweise gering. Die Anzahl der Lungenkrebserkrankungen, die auf Radon zurückzuführen ist, beträgt hier weniger als 4 pro Jahr.

Diese Berechnungen wurden durch Modifikation von (Modell-) Annahmen und durch Vergleich mit den Berechnungen in anderen Ländern validiert. Hierdurch konnte abgeschätzt werden, dass die vorgelegten Analysen eher den unteren Bereich des durch Radon in Innenräumen verursachten Lungenkrebsgeschehens in der Schweiz widerspiegeln.

Die Berechnungen bestätigen insgesamt, dass Radon in Wohnungen den wichtigsten umweltbezogenen Risikofaktor für die Entstehung des Lungenkrebses in der Bevölkerung der Schweiz darstellt. Der wesentliche Anteil der Attribution ist bei durchschnittlichen Belastungen gegeben, so dass eine Reduzierung der auf Radon zurückführbaren Todesfälle vor allem durch eine Senkung der mittleren Radonbelastung in den Häusern der Schweiz anzustreben ist.
Kooperationspartner:

#NAME?

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Gesundheit und Leistung von Sauen nach unterschiedlicher Fütterung in der Trächtigkeit (übliches Alleinfutter restriktiv im Vergleich zu trockenschnitzelreichem Mischfutter ad libitum)
Health and performance of sows fed different diets during pregnancy (ususal complete diet fed restrictively compared to a mixed diet rich in sugar beet pulp fed ad libitum)
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Kamphues; Ruth Steffens
Laufzeit: April 2003 bis September 2005
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Ziel der vorliegenden Feldstudie in zwei größeren Sauenbeständen war es, Aussagen zu möglichen Auswirkungen zweier unterschiedlicher Fütterungskonzepte für tragende Sauen zu erhalten. Hierzu wurden die tragenden Sauen zwischen dem 35. und 108. Trächtigkeitstag (n = 569) entweder restriktiv mit einem üblichen Alleinfutter (~12-13 MJ ME, 5 % Rohfaser) bzw. ad libitum mit einem trockenschnitzelreichen Mischfutter (~ 9 MJ ME, 13 % Rohfaser) gefüttert. Dabei erfolgte die Haltung der restriktiv gefütterten Sauen in Kastenständen (Kontrollgruppe;
n = 261), während die ad libitum versorgten Tiere (Versuchsgruppe; n = 308) in Gruppen gehalten wurden. Unter diesen Bedingungen waren zum Einen die aufgenommene Futtermenge sowie die damit verbundene Energie- und Nährstoffversorgung von Interesse. Zum Anderen sollten mögliche Effekte auf die Gesundheit und Leistung der in der Trächtigkeit unterschiedlich versorgten Sauen geprüft werden. Hierzu wurden die Tiere über einen Reproduktionszyklus (Trächtigkeit, Geburt, Puerperium, Säugezeit) hinsichtlich verschiedener Parameter (Entwicklung von Körpermasse [KM] und Rückenspeckdicke [RSD]; klinisch erkennbare Störungen; Reproduktionsleistung) verfolgt und untersucht.
Für die Untersuchung der Futtermittel kamen nur etablierte Analysenverfahren (Weender Analyse; übliche Mineralstoffbestimmung) zur Anwendung. Entnommene Kotproben wurden auf ihren TS-Gehalt (24 h Trocknung bei 107 °C) und auf ihre Konsistenz (mittels eines Penetrometers: Eindringtiefe eines Kegels in die Probe) geprüft; bei Harnproben wurde der
pH-Wert ermittelt. Die Messung der RSD erfolgte nach dem empfohlenen Vorgehen für Eigenleistungsprüfungen von Zuchttieren (Ultraschall-Gerät Lean Meater, Fa. Renco, Stufe 3).
Kooperationspartner:

Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V., Bonn

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Untersuchungen zur Entwicklung eines Screening-Tests zur Beurteilung der Wirksamkeit substituierter Enzyme (Proteasen und Amylasen) am Modelltier pankreasgangligiertes Minischwein
Development of a screening test to assess activity of substituted proteolytic and amylolytic enzymes by using pancreatic duct ligated minipigs
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Kamphues ; Dr. A. Mößeler
Laufzeit: Mitte 2003 bis März 2005
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Zur Behandlung der exocrinen Pankreasinsuffizienz stellt die Enzymsubstitution mit Produkten porciner Herkunft nach wie vor die Methode der Wahl dar. In jüngster Zeit wird vermehrt an der Entwicklung von Produkten mikrobiellen Ursprungs geforscht, da diese eine gezielte Produktion und damit neue Produkte ermöglichen. Dies wird insbesondere unter den Aspekten der Produktsicherheit, Produktionssicherheit und dem Verzicht auf Verwendung tierischer Produkte forciert. Zur Überprüfung der Wirksamkeit verschiedener neu entwickelten Enzyme (Basis: gentechnisch veränderte Mikroorganismen) ist der herkömmliche Verdauungsversuch nur bedingt geeignet, da er relativ zeit- und arbeitsaufwendig ist und zudem hohe Mengen an Enzymen erfordert, die im experimentellen Stadium der Produktentwicklung oftmals noch nicht verfügbar sind. Ziel der vorliegenden Arbeit war daher die Entwicklung eines weniger zeit- und arbeitsaufwendigen Verfahrens mit einem deutlich geringeren Enzymverbrauch. Mit dem neu entwickelten Testverfahren wird das Screening einer Vielzahl von Enzymen in einem kurzen Zeitraum möglich. Lediglich hierbei vielversprechende Produkte werden dann in einem herkömmlichen, deutlich aufwendigeren Verdaulichkeitsversuch (min. fünftägige Anfütterungsphase mit nachfolgender mehrtägigen Kollektion von Chymus und / oder Kot) geprüft.
Kooperationspartner:

Solvay Pharmaceutical Research Laboratories

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