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2305 Ergebnisse.
Untersuchungen von Schweinswalen aus der Ostsee auf mögliche Effekte durch Sprengungen
Investigations of harbour porpoise of the Baltic Sea for potential effects of explosions
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h.c. Dr. Ursula Siebert; Dr. Jan Lakemeyer; Dr. Maria Morell ; Dr. Tobias Schaffeld
Laufzeit: Februar 2020 bis Juni 2020
Drittmittelprojekt: Bundesamt für Naturschutz, 46.404 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Ziel des Projektes war es zu überprüfen, ob es Hinweise gibt, dass Schweinswale durch die Sprengungen von Grundminen aus dem 2. Weltkrieg, die im Bereich des Naturschutzgebietes "Fehmarnbelt" stattgefunden haben, geschädigt und beeinträchtigt wurden. Hierfür wurden Schweinswale und deren Körperteile, die in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Dänemark gesammelt wurden und noch zur Verfügung standen, auf gesundheitliche Schäden in Bezug auf Effekte von Sprengungen untersucht. Dabei wurde angestrebt, nicht nur auf unmittelbar letale Schäden zu überprüfen, sondern auch auf subletalen Veränderungen. Diese können dazu führen, dass Schweinswale schlechter Nahrung finden und sich orientieren können. Dies wiederum erhöht das Risiko, zu erkranken, sowie einem Kollisionstrauma oder Beifang ausgesetzt zu sein. Hierbei wurde nach dem Ausschlussverfahren bewertet, ob die Befunde, die erhoben wurden, durch andere Ursachen hervorgerufen wurden. Mit Einverständnis vom MELUND wurden Daten, die im Rahmen des jährlichen Schweinswalotfundmonitorings erhoben wurden, in eine Bewertung dieser speziellen Fragestellung einbezogen.
Resultate:

Siebert, U., Stürznickel, J., Schaffeld., T., Oheim, R., Rolvien, T., Prenger-Berninghoff, E., Wohlsein, P., Lakemeyer, J., Rohner, S., Schick, L.A., Gross, S., Nachtsheim, D., Ewers, C., Becher, P., Amling, M., Morell, M. 2022. Blast injury on harbour porpoises (Phocoena phocoena) from the Baltic Sea after explosions of deposits of World War II ammunition. Environment International 159, 107014. https://doi.org/10.1016/j.envint.2021.107014

https://doi.org/10.1016/j.envint.2021.107014

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Weiterführende Studie zur Untersuchung des Infektionsstatus von Feldhasen (unter besonderer Berücksichtigung von kranken und toten Feldhasen)in Schleswig-Holstein im Jahr 2020.
Continuing investigative study of infection status of European Brown Hares (under special consideration of deceased and dead hares) in Schleswig-Holstein in the year 2020
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Jana Christina Klink
Laufzeit: Januar 2020 bis Dezember 2020
Drittmittelprojekt: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, 45.525 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Seit mehreren Jahren beobachten die Jäger in Schleswig-Holstein regionsabhängig eine Zunahme von erkrankten und verstorbenen Hasen, sowie einen Rückgang der Jagdstrecken. Die Ergebnisse der Scheinwerfertaxationen zeigen ebenfalls, dass trotz relativ konstanter Frühjahrsbestände die während der Herbsttaxationen gezählten Hasen seit mehreren Jahren abnehmen. Aus diesem Grund wurden in den Jahren 2016 - 2019 bereits 190 Jagdwildhasen aus ausgewählten Revieren, sowie 79 Fallwildhasen aus ganz Schleswig-Holstein ausführlich auf Infektionskrankheiten als potenzielle Ursache für den Rückgang der Hasenpopulation untersucht. Von jedem Tier wurden neben der Erhebung physiologischer Daten auch histologische, virologische, parasitologische und mikrobiologische Proben genommen. Das Auftreten von Tularämie (Francisella tularensis), sowie Rabbit Haemorrhagic Disease Virus Type 2 (RHDV-2) und European Brown Hare Syndrome Virus (EBHSV) wurde in Kooperation mit Fachinstituten überprüft. So konnten wir bereits über mehrere Jahre einen Eindruck des Infektionsgeschehens erhalten und revierspezifische Unterschiede feststellen, die wir nun weiter aufzuklären versuchen.
Die bisherigen Untersuchungsergebnisse zeigen vor allem Veränderungen in den Verdauungsorganen, eine erhöhte Exposition gegenüber Parasiten und weisen auf eine hohe Durchseuchung mit EBHSV hin. Im zurückliegenden Untersuchungsjahr konnte im Rahmen dieser Studie erstmals RHDV2 in Kaninchen aus Schleswig-Holstein nachgewiesen werden. Obwohl bei Hasen in anderen Ländern teilweise hohe Mortalitätsraten nach Infektion mit diesem Virus aufgezeigt wurden, konnte RHDV2 im Rahmen dieser Studie bisher bei keinem Hasen nachgewiesen werden. Ob Kaninchen eine Rolle als Ansteckungsquelle für Hasen in Schleswig-Holstein spielen, soll ebenfalls näher beleuchtet werden.
Die Resultate werden wie in den Vorjahren gemeinsam mit dem Landesjagdverband S.-H. und dem Wildtierkataster S.-H. bewertet, wodurch weitere Untersuchungsstrategien bzw. Vorsorgemaßnahmen entwickelt werden sollen. Dieses Projekt unterstützt die weitere Entwicklung von Maßnahmen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes und der Lebensmittelsicherheit von Wildtieren in Schleswig-Holstein.
Resultate:

Kurzbericht zur Feldhasenstudie 2020

file:///C:/aaNeueWebseiten/DozIS%20Projekte/2021/Ergebnisse%202021/Feldhasen_Studie_Infekionsstatus_2020_Klink.pdf

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Contaminants of emerging concems (CEC´s) pathogens and antimicrobial resistance
Contaminants of emerging concems (CEC´s) pathogens and antimicrobial resistance
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h.c. Dr. Ursula Siebert; Dr. Joseph Schnitzler
Laufzeit: März 2020 bis April 2020
Drittmittelprojekt: Nieders. Ministerium für Wissenschaft und Kultur aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab der Volkswagenstiftung, 12.900 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Die Förderung diente der EU-Projektantragsstellung zur Erstellung eines Vorantrages für ein gemeinsames transnationales Projekt welches wir fristgerecht am 18. Mai 2020 einreichen konnten. Unser Projekt mit dem Akronym ASSESSOR bearbeitet das Thema 1 - Messung des Umweltverhalten (Arbeitspaketen 2-4) und Thema 2 - Evaluierung und Risikobewertung (Arbeitspaketen 5-6) von CECs, Krankheitserregern und antimikrobiell resistenten Bakterien aus aquatischen Ökosystemen, einschließlich der Modellierung der Auswirkungen auf Populationsebene auf aquatische Top-Raubtieren und Menschen. Um dieses Ziel zu erreichen, schlagen wir einen Arbeitsplan vor, der aus sieben Arbeitspaketen besteht, die sich jeweils Koordination (Arbeitspaket 1), entsprechende Analysen (Arbeitspaketen 2-5), Risikobewertung (Arbeitspaket 6) und Kommunikation (Arbeitspaket 7) bearbeiten.
Resultate:

Es wurde ein entsprechender Projektantrag fristgerecht eingereicht, konnte aber leider nicht gefördert werden.

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Pilotstudie zum vergleichenden Raum-Zeit-Verhalten von Prädatoren und ihren Beutetieren in S.-H. am Beispiel Fuchs und Hase
Pilot study about the comparative spatio-temporal behaviour of predators and prey species in Schleswig-Holstein using the example of red fox and European hare
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert
Laufzeit: Januar 2020 bis Dezember 2020
Drittmittelprojekt: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, 50.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Im Rahmen dieser Pilotstudie soll die Bedeutung von permanenten Landschaftselementen wie Graben-, Wegränder und Hecken sowie auch von zusätzlich angelegten Maßnahmen wie Blühstreifen und Brachflächen für das Raum-Zeitverhalten von verschiedenen Prädatoren- und Beutetierarten vergleichend untersucht werden.
Untersuchungen beim Feldhasen und Fasan belegen eine starke, negative Einflussnahme der Prädatoren insbesondere während der Brut- bzw. Aufzuchtphase. Damit nimmt die Prädation für den Populationsaufbau im Jahresverlauf wie auch im Hinblick auf die aktuelle Bestandssituation und langfristige Bestandsentwicklung einen sehr hohen Stellenwert ein. Die Bedeutung von permanenten Landschaftselementen, wie auch von zusätzlich angelegten Maßnahmeflächen, die zudem vom Feldhasen und Fasan genutzt werden, für das Raum- Zeitverhalten von verschiedenen Prädatorenarten (z.B. Rotfuchs, Steinmarder, Marderhund, Hauskatze) sollen in diesem Zusammenhang näher untersucht werden. Im Vergleich zum Raum-Nutzungs-Verhalten von Beutetieren (z.B. Feldhase, Fasan) in denselben Revieren kann dies wertvolle Erkenntnisse zu Überschneidungen der Aufenthaltsbereiche von Räubern und Beute liefern.
Zur Prüfung der Machbarkeit einer größer angelegten Folgestudie sollen als Modellorganismen für die Prädatoren- und Beutespezies Rotfüchse (Vulpes vulpes) und Feldhasen (Lepus europaeus) untersucht werden. Die Tiere sollen dazu mit verschiedenen Telemetriesendern zur Aufzeichnung der Raumnutzung sowie des tageszeitlichen Verhaltens, Störungs-, Verletzungs- und Tötungspotentials ausgestattet werden. Daraus ableitend können erste Aussagen zur Antreffwahrscheinlichkeit und Auswirkungen auf die Habitatwahl zwischen Räubern und Beutetieren getroffen werden.
Resultate:

Abschlußbericht 2021

https://www.tiho-hannover.de/fileadmin/57_79_terr_aqua_Wildtierforschung/79_Buesum/downloads/Berichte/2021_Praedatorenbericht.pdf

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Krebsforschung der nächsten Generation: Manipulation der Zellpolarität im Weltraum und auf der Erde
Cancer research of the next generation: manipulating cell polarity in space and on Earth
Projektverantwortliche: Prof. Bernd Schierwater
Laufzeit: Februar 2020 bis Juli 2020
Drittmittelprojekt: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, 40.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Tierökologie
Projektdetails:
Eine Gemeinsamkeit aller Krebszellen ist ihr erster Schritt der Entartung, d. h. der Verlust der Zellpolarität, welcher sich in veränderten ("anormalen") Genexpressionsmustern manifestiert. Ein detailliertes Verständnis dieser genetischen Grundlagen ist notwendig, um entartete Zellen frühzeitig detektieren und ggf. wieder ins rechte Lot rücken zu können. In menschlichen Zelllinien sind die genetischen Interaktionen mit anderen regulatorischen Prozessen auf Zellebene zu kompliziert, um die notwendigen Details der "Entartung" (Polaritätsverlust) in akzeptabler Zeit entschlüsseln zu können. Das einfachste aller tierischen Modellsysteme jedoch, das Plattentier Trichoplax, hat vergleichsweise nur wenige Zellen und Zelltypen und eine übersichtliche genetische Komplexität mit sehr geringem Hintergrundrauschen. Kürzlich haben wir bewiesen, dass der polare Trichoplax faszinierenderweise Homologe aller relevanten und prinzipiellen Zellpolaritätsgene des Menschen besitzt, und somit völlig neue Möglichkeiten für eine Entschlüsselung der genetischen Regulationsmechanismen der Zellpolarität schafft.
im Mai 2021 startet die erste Forschungsrakete ("sounding rocket") vom DLR mit unserem Plattentier Trichoplax an Bord ins Weltall, wo dem Tierchen die Schwerkraft und somit das Signal für die Polaritätsorientierung seiner Zellen genommen wird.
Kooperationspartner:

1) Université de Lyon, Centre de recherche en cancérologie, France

2) Charles University, First Faculty of Medicine, Czech Republic

3) Vilua Health GmbH Braunschweig (Industriepartner)

4) Deutsches Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) Köln

5) LaTrobe University, Medical School, Melbourne, Australia

6) Yale University, Yale Genomics Center, New Haven, USA

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Innovation plus (2019/2020), Nummer 126, Distanzinjektionskurs für Wild- und Haustiere
Project Innovation plus, (2019/2020), Number 126, E-learning - Distance injection course for wild and domestic animals
Projektverantwortliche: Dr. rer. nat. Ulrich Voigt; Dr. rer. nat. Oliver Keuling; Tierärztin und Doktorandin Claudia Maistrelli; Prof.Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert Siebert; Prof. Dr. Sabine Kästner
Laufzeit: März 2019 bis Dezember 2020
Drittmittelprojekt: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Hannover, 49.800 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Hannover)
Klinik für Kleintiere
Projektdetails:
Unter den Studierenden der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover besteht seit Jahren ein großes Interesse einen "Distanzinjektionskurs" zu belegen, um dadurch die gesetzlich
erforderliche Sachkunde zum Erwerb und Einsatz von Distanzinjektionswaffen für das spätere Berufsleben zu erlangen. Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover möchte zukünftig für diesen Kurs ein neues Konzept anbieten mit dem Ziel der hohen Nachfrage durch die Studierenden nachzukommen. Im Rahmen des vorgeschlagenen Projektes sollen E-Learning-Module für den Bereich Immobilisation, Narkose und Teleinjektion einschließlich aller waffenrechtlich relevanten Lehrinhalte bei Wild- und Haustieren erarbeitet werden. Die Module sollen zukünftig im Rahmen der Lehrveranstaltung "Distanzinjektionskurs" angeboten und getestet werden. Gerade im Bereich von Wildtieren besteht ein zunehmender gesellschaftlicher Bedarf an veterinärmedizinischer Expertise, die vielfach den Einsatz von Distanzimmobilisationen mit sich bringt. Management und Schutz von Wildtierbeständen ist
zunehmend in nationalen und internationalen Abkommen verankert und hat im Rahmen der Biodiversitätsziele einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert. Die Stiftung Tierärztliche
Hochschule Hannover möchte hierfür die Studierenden umfangreich vorbereiten.
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Zusätzliche Förderung von Wissenschaft und Technik in Forschung und Lehre aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab
Zusätzliche Förderung von Wissenschaft und Technik in Forschung und Lehre aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab
Projektverantwortliche: Apl. Prof. Dr. Isabel Hennig-Pauka
Laufzeit: Dezember 2019 bis Januar 2020
Drittmittelprojekt: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, 23.000 EUR
Kliniken/Institute:
Außenstelle für Epidemiologie (Bakum)
Projektdetails:
Erstellung eines Forschungsantrages im Rahmen von Horizon 2020 Epidemiology of non-EU-regulated contagious animal diseases: from integrated data collection to prioritisation ID: SFS-10-2020 für das Projekt Pig Health - Epidemiological Analysis of Data about Respiratory Agents (Kurzform. PHEADRA)
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Sofortmaßnahmen zur Vermeidung länger anhaltender erheblicher Schmerzen und Leiden bei schwer erkrankten/verletzten Schweinen durch rechtzeitige Tötung Sofortmaßnahmen
Sofortmaßnahmen zur Vermeidung länger anhaltender erheblicher Schmerzen und Leiden bei schwer erkrankten/verletzten Schweinen durch rechtzeitige Tötung Sofortmaßnahmen
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Elisabeth grosse Beilage; Prof. Dr. Lothar Kreienbrock
Laufzeit: Mai 2019 bis Mai 2020
Drittmittelprojekt: Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, 149.900 EUR
Kliniken/Institute:
Außenstelle für Epidemiologie (Bakum)
Institut für Biometrie Epidemiologie und Informationsverarbeitung
Klinik für kleine Klauentiere und forensische Medizin / Ambulatorische Klinik
Projektdetails:
Erkrankungen sowie Verletzungen von Schweinen kommen in allen Formen der Schweinehaltung vor. Da eine Heilung auch bei intensiver Pflege und Behandlung nicht immer möglich ist, kann die Tötung des betroffenen Tieres zur Vermeidung weiterer Schmerzen und Leiden unerlässlich werden. Untersuchungen in Verarbeitungsbetrieben für tierische Nebenprodukte (VTN) haben gezeigt, dass verendete/getötete Schweine tierschutzrelevante Befunde mit einer Häufigkeit aufweisen, die unbedingt Anlass sein sollte, Verbesserungsmaßnahmen zu ergreifen. Das Projekt ist darauf fokussiert, als Sofortmaßnahme die Grenze zwischen vertretbaren Schmerzen oder Leiden bei noch zu erwartender Heilung und den unbedingt zu vermeidenden erheblichen oder länger anhaltenden erheblichen Schmerzen oder Leiden infolge einer Erkrankung/Verletzung mit infauster Prognose zu markieren. Damit werden Schweine vor schwerwiegenden tierschutzrelevanten Befunden geschützt und Schweinehalter in ihren Bemühungen um den tierschutzgerechten Umgang mit schwer erkrankten/verletzten Schweinen unterstützt. Das Projekt wird in Kooperation mit Schweinehaltern durchgeführt, die Schweine, deren Tötung nach ihrer eigenen Einschätzung als unausweichlich angesehen wird, für das Projekt zur Verfügung stellen. Die Antragsteller werden die Schweine einer klinischen und nach der Tötung einer pathologischen Untersuchung unterziehen und den Zeitpunkt der Tötung kritisch bewerten. Die Ergebnisse der Untersuchungen sind Grundlage der Erstellung eines online verfügbaren "Wegweisers", der den Schweinehaltern unmittelbar helfen soll, den Zustand erkrankter/verletzter Tiere soweit korrekt einzuschätzen, dass erhebliche bzw. länger anhaltende erhebliche Schmerzen oder Leiden vermieden werden.
Kooperationspartner:

ITTN, ISN

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Fischotter S.-H.; Praxistest ottersicherer Reusen unter Strömungsexposition
European otters (Lutra lutra) S.-H.; on-road test of otter proof fishing traps under current exposition
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h.c. Dr. Ursula Siebert
Laufzeit: Oktober 2019 bis November 2020
Drittmittelprojekt: Verband der Binnenfischer und Teichwirte in S.-H., 43.924 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
In dem Folgeprojekt sollen bereits für Stillgewässer entwickelte Ausstiegsmöglichkeiten für den Fischotter aus Fischreusen, unter Strömungsexposition getestet werden. Das ITAW wird einen Praxistest der Ausstiegsmöglichkeiten unter fischereilichen Bedingungen fachlich begleiten. Mit Hilfe der gewonnenen Erkenntnisse könnten diese Ausstiege dann in der Fischerei zum Schutz des Otters eingesetzt werden
Resultate:

https://www.tiho-hannover.de/fileadmin/57_79_terr_aqua_Wildtierforschung/79_Buesum/downloads/Berichte/Abschlussbericht_2020_ITAW_ReusenausstiegePraxistestStroemungsexposition.pdf

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Weiterentwicklung der modelbasierten Vorhersage von Meeressäugervorkommen
Further development of modelling the occurence of marine mammals
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Nadya Carolina Ramirez-Martinez, PhD; Dr. Anita Gilles
Laufzeit: Juli 2019 bis November 2020
Drittmittelprojekt: Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, 160.051 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
The impact of anthropogenic underwater noise can have negative effects on marine mammals. For protecting marine mammals it is essential to have knowledge on occurrence and seasonal distribution of marine mammals already in the planning period of sonar use in the frame of marine training scenarios.
The North Atlantic and mainly the north-eastern region like the waters of the North- and Baltic Sea are the main training territories of the German navy. The aim of this project is to enhance already acquired knowledge of modelling cetacean species in the North Atlantic Ocean. In detail the occurrence prediction on species level (as possible) will enhance the knowledge on whale species distribution. Some whales respond sensitively to underwater noise, while others the noise could have cumulative negative effects. Cetacean survey data from four projects conducted from 1987 to 2016 from the Central and Northeast Atlantic are available and being evaluated in the project. Surveys have different spatial and temporal coverage, the surveys available for this study are: the North Atlantic Sightings Survey (NASS) series from Museum of Natural History (Faroes Islands), Marine and Freshwater Research Institute (Iceland), independent Norwegian surveys (NILS) from Institute of Marine Research (Norway), the Small Cetacean Abundance in the North Sea and Adjacent waters (SCANS) from Sea Mammal Research Unit at University of St Andrews, and ObSERVE Programme from Department of Communications, Climate Action and Environment and University College Cork. To evaluate drivers of cetacean distribution different environmental variables are use in modelling including static (relief), physical and biological oceanographic variables. Furthermore for determination of different species at sea an identification key is planned to be developed. Already existing appliances and any further digital based supports will be assisted by this identification key.
Resultate:

Sighting and effort data on cetaceans were available from six series of dedicated line-transect surveys conducted since 1987 over large parts of the central and eastern North Atlantic to estimate abundance for cetaceans: the North Atlantic Sightings Survey (NASS) series, the independent Norwegian surveys (NILS), Small Cetacean Survey in the European Atlantic and North Sea (SCANS), Trans North Atlantic Sighting Survey (T-NASS), Cetacean Offshore Distribution and Abundance Survey (CODA), and ObSERVE. From the available datasets, we summarized the survey effort, where a total of 376,176 km was covered in shipboard and aerial surveys, including 33,465 effort segments not longer than 25 km. Species available were also summarized, specifically for deep divers such as sperm whale, long-finned pilot whale and beaked whales as well as for baleen whales such as fin whale and minke whale. In total, 718 pilot whale groups (14,285 individual), 1,120 sperm whale groups (1,342 individual), 433 groups (1,282 individual) of beaked whales, 3,446 groups (5,013 individual) fin whales and 5,658 groups (5,945 individual) of minke whales were aggregated when combining all datasets. Data from the survey series were used to model the density of the different cetacean species as a function of location (latitude and longitude) or environmental explanatory variables (static-bathymetric and dynamic-SST) using GAMs. The location models in general have higher deviance explained than the environmental models, but the latter ones have a higher resolution of the cetaceans’ distribution. The common covariates that best explained the species’ distribution were depth and SST summer months, except for the beaked whale model where SST was penalized in the best model. Different drivers for species’ distribution were found as expected, but also some similarities such as the usage of deep waters by all the species. This knowledge will help improve understanding of how these cetacean species use this wide area at a large spatial and temporal scale and inform their conservation and management. In addition, this project used a marine area as an example to create an identification key for identifying cetacean species for use in naval exercises for consideration of marine environmental protection measures.

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