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2311 Ergebnisse.
Unregelmäßige Gliedmaßenstellungen der Vorderhand beim Vollblutfohlen und deren Korrektur durch schmiedetechnischen Maßnahmen
Incorrect conformation of the forelimbs in Thoroughbred foals and its correction using farriery technics
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Peter Stadler; Dr. Isabelle Martens; V. Carstensen
Laufzeit: März 2006 bis September 2008
Kliniken/Institute:
Klinik für Pferde
Projektdetails:
Wie bei allen Quadrupeden beteiligen sich auch beim Pferd die Vordergliedmaßen hauptsächlich bei der Steuerung, der Stütze sowie bei der Dämpfung von Erschütterungen während der Fortbewegung. Dagegen agieren die Hintergliedmaßen vorrangig beim Antrieb des Tieres (PRIETZ 1985, PORTE 1988, BARREY 1990, BACK et al. 1995a). So muss die Schultergliedmaße zwei entgegengesetzte Eigenschaften aufweisen. Zum einen muss sie eine stabile Säule sein, um den Körper ohne Müdigkeit zu stützen und zum zweiten soll sie dämpfend wirken, um den Körper und dessen Innereien vor Erschütterungen zu schützen (PORTE 1988). Als Zehengänger werden diese Eigenschaften bei annähernd regelmäßiger Konformation der proximalen und distalen Abschnitte der Gliedmaße gewährleistet (PRIETZ 1985).
Besonders beim Vollblutpferd, der als Rennpferd eingesetzt wird, ist eine optimale Gliedmaßenstellung wichtig. Durch die hohe Geschwindigkeit sind die Erschütterungen und der Druck in der Gliedmaßensäule erheblich. Außerdem haben kinematographische Untersuchungen gezeigt, dass unregelmäßige Bewegungsmuster einen negativen Einfluß auf die Performance der Pferde haben (Seder und Vickery 2005). Die Gliedmaßenführung wird jedoch nicht unabhängig der Gliedmaßenstellung gesehen (Corbin 2004).
Deshalb sollte überprüft werden, ob eine frühe und regelmäßige Hufkorrektur durch Schmiedetechnischen Maßnahmen (Raspeln und Bearbeiten mit Kunsthorn) eine langfristige Besserung der Gliedmaßenstellung und -funktion ermöglicht.
Kooperationspartner:

Gestüt Evershorst

Tierärztliche Klinik, Isernhagen

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Nachweis von Enterobacter sakazakii bei der Herstellung von Baby-Nahrung
Detection of Enterobacter sakazakii in infant formula production
Projektverantwortliche: Prof. Dr. G. Klein
Laufzeit: Anfang 2006 bis Mitte 2008
Drittmittelprojekt: Industriepartner
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Erkennen der Eintragswege und Nachweis von Enterobacter sakazakii bei der Herstellung von Baby-Nahrung.
Kooperationspartner:

Industriepartner

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Chemische Untersuchung von Medizinalpflanzen aus der Mongolei
Chemical investigation of medicinal plants from Mongolia
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Hans Christoph Krebs
Laufzeit: Mitte 2006 bis Ende 2008
Drittmittelprojekt: DAAD
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmitteltoxikologie
Projektdetails:
Mehrere Pflanzenspezies, die zu den verschiedensten Familien gehören, werden auf ihre biologisch relevanten Inhaltsstoffe unttersucht. Ziel ist es, nach Extraktion der Pflanzenteile und chromatographischen Trennungen der Extrakte chemisch reine Substanzen zu isolieren und deren Strukturen aufzuklären.
Kooperationspartner:

Dr. Enkhmaa Dagvadorj, Universität von Ulaanbatar

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"Untersuchung der Halter - Hund - Beziehung nach Roberto Marchesini in einem speziell entwickelten Verhaltenstest an 60 reinrassigen Deutschen Schäferhunden"
" Study of the dog - owner relationship according to Roberto Marchesini with a specially developed dog behaviour test with 60 pure - bred German Shepherd Dogs "
Projektverantwortliche: Hackbarth, Hansjoachim; Schalke, Esther; Pagano Scorcio, Maria
Laufzeit: Juli 2006 bis Mitte 2008
Kliniken/Institute:
Institut für Tierschutz und Verhalten
Projektdetails:
Die Rolle des Hundes als Sozialpartner für den Menschen hat in der heutigen Zeit eine sehr große Bedeutung angenommen. Die Beziehung zu einem Hund bringt viele Vorteile für das tägliche Leben des Menschen mit sich. Hunde sind Freunde, Ansprechpartner, Gesellen, Spielkameraden und manchmal sogar Ersatz für Partner oder Kind.

Der italienische Psychologe Roberto Marchesini arbeitet an der Universität in Bologna. Er führte in Italien Untersuchungen mit Deutschen Schäferhunden und Besitzern zum Thema Halter- Hund - Beziehungen durch. Er beschreibt in seinem Werk"Canone di Zooantropologia Applicata" fünf verschiedene Bereiche, die sich mit der Halter - Hund - Beziehung beschäftigen:

A.Emotionaler Bereich

B.Spiel-Bereich

C.Hedonistischer Bereich

D.Epistemischer Bereich

E.Sozialer Bereich


Jeder Hauptbereich untergliedert sich nach Marchesini in jeweils zwei Unterbereiche. Dabei stellt Roberto Marchesini immer den Besitzer in den Mittelpunkt. In den beiden Unterbereichen nimmt dieser dabei einmal eine gebende und einmal eine nehmende Rolle gegenüber dem Tier ein. Er entwickelte einen Fragebogen mit zehn Fragen und jeweils zehn Antwortmöglichkeiten, in dem die Hund- Halter- Beziehung erörtert wird.









Ziele und Methoden
Das Ziel dieser Dissertation ist es herauszufinden, ob die Einteilung nach Marchesini umsetzbar ist. Außerdem soll geprüft werden, ob die Hund- Halter- Beziehung einen Einfluss auf das Verhalten der Hunde hat. Der praktische Teil dieser Arbeit erstreckt sich über eine viermonatige Testphase an 60 Besitzern von Deutschen Schäferhunden im Alter von 12 Monaten bis einschließlich acht Jahren. An die Halter wird der oben erwähnte Fragebogen ausgeteilt. In einem speziell entwickelten Test wird das Verhalten der Hunde in verschiedenen Situationen geprüft.

Die Auswertung der Fragebögen erfolgt dann im Anschluss an die praktische Testphase. Dabei werden die Ergebnisse aus dem Verhaltenstest und die Auswertung des Fragebogens gegenübergestellt.


Erwartete Ergebnisse
Wir erwarten, dass sich die schon durchgeführten Untersuchungen zur Halter - Hund -Beziehung bei uns bestätigen lassen, so dass eine Einteilung in die beschriebenen Bereiche erfolgen kann und eine Auswirkung auf das Verhalten der Hunde festgestellt werden kann.
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In vitro-Kontraktilität von Myometriumstreifen von Kühen sub partum in Korrelation zur Rezeptorausstattung
In vitro contractility of bovine myometrium sub partum in correlation to myometrial receptors
Projektverantwortliche: Prof. Dr. H. Bollwein; Prof. Dr. G. Breves; Dr. L. Krüger; TÄ K. Baur
Laufzeit: Februar 2006 bis Februar 2008
Kliniken/Institute:
Klinik für Rinder
Projektdetails:
Unfruchtbarkeit stellt die häufigste Abgangsursache von Milchkühen dar. Einer der auslösenden Faktoren, sind puerperale Infektionen der Gebärmutter, die eine verzögerte Involution des Uterus zur Folge haben. Bisherige Therapien basieren zum einen auf einer lokalen und/oder systemischen Antibiose und zum anderen auf der hormonellen Förderung der Involution mit ProstaglandinF2α (PGF2α) und Oxytozin. Die Wirkung dieser Hormone wurde in mehreren Feldversuchen untersucht. Die Ergebnisse dieser Studien waren jedoch sehr konträr.
Daten zur Rezeptorenausstattung des Myometriums der Kuh sub- und post partum für die Hormone Oxytozin und PGF2α liegen nicht vor.
Um Klarheit zu erlangen, ob die Hormone Oxytozin und PGF2α einen positiven Einfluß auf die Involution der Gebärmutter haben, soll im Rahmen dieser Studie die Spontankontraktilität und die durch die Hormone Oxytozin und PGF2α induzierte Kontraktilität der Gebärmutter an Gebärmuttermuskelstreifen gemessen werden. Diese werden im Zuge eingeleiteter und nicht eingeleiteter Kaiserschnitte entnommen und anschließend in einem Organbad an einen Kraftaufnehmer gespannt.
Eine zweite kryofixierte Myometriumsprobe wird mittels Immunhistochemie und realtime PCR auf die Rezeptorenausstattung bzw. die Expression der für die Rezeptoren codierenden Gene untersucht.
Ein dritter formalinfixierter Gebärmutterstreifen wird histologisch untersucht.
Mittels dieser Ergebnisse soll überprüft werden ob die Rezeptorenausstattung des Myometriums mit dessen Kontraktilität korreliert.
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Behandlung der akuten Endometritis mittels Akupunktur und lokaler Antibiose
Therapy of acute endometritis with akupuncture and local antibiotics
Projektverantwortliche: Prof. Dr. M. Hoedemaker; Sabine Meier
Laufzeit: Mitte 2006 bis Dezember 2008
Kliniken/Institute:
Klinik für Rinder
Projektdetails:
Kühe mit akuter Endometritis aus dem Einzugsgebiet des Rindergesundheitsdienstes der LWK Niedersachsen, die im Zeitraum von 5 bis 10 Tagen post partum diagnostiziert wurden, werden entweder 1x intrauterin antibiotisch oder kombiniert mit einer 1x lokalen Antibiose und einer fünftägigen Akupunktur behandelt. Über eine klinische Untersuchung wird die klinische Heilung erfaßt sowie die weitere Fruchtbarkeit der Tiere anhand von Fertilitätskennzahlen beurteilt.
Kooperationspartner:

Rindergesundheitsdienst der LWK Niedersachsen

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Untersuchungen zu kongenitalen Anomalien beim Schaf
Investigations on congenital anomalies in sheep
Projektverantwortliche: Prof. Dr. O. Distl ; Prof. Dr. M. Ganter ; Prof. Dr. M. Hewicker-Trautwein
Laufzeit: Anfang 2005 bis Ende 2008
Drittmittelprojekt: ohne Drittmittelfinanzierung
Kliniken/Institute:
Institut für Tiergenomik
Klinik für kleine Klauentiere und forensische Medizin / Ambulatorische Klinik
Graduate School HGNI
Projektdetails:
Kongenitale Anomalien sind beim Schaf weitverbreitet. Viele dieser Anomalien sind erblich bedingt. Deshalb sollen mittels klinischer, pathologisch-morphologischer, zytogenetischer und molekulargenetischer Methoden die erbliche Genese aufgeklärt werden. Die Fälle werden von Tierärzten, Schafhaltern und Schafgesundheitsdiensten gemeldet. Weiterhin soll das Meldesystem verbessert werden. In Einzelfällen werden Zuchtversuche durchgeführt.
Resultate:

http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/kerkmanna_ws08.pdf

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Kontrolle der Instestinalflora beim Geflügel zur Sicherstellung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes
Control of the intestinal flora ecology in poultry for ensuring the products safety for human consumers
Projektverantwortliche: Prof. Dr. G. Klein; Dr. V. Atanassova; Dr. Al-Masri; F. Reich; M. Langen
Laufzeit: April 2005 bis März 2008
Drittmittelprojekt: EU-Kommission, FP 6 Projekt: POULTRYFLORGUT
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Lehr- und Forschungsgut Ruthe
Projektdetails:
European consumers are becoming increasingly concerned over the safety and nutritional quality of their food, which must be free from chemical and biological contaminants. At the same time, food production systems must meet the concerns of consumers for animal welfare, the environment and public health. This leads to, for instance, rapid changes in both poultry nutrition (e.g. abandoning of the use of infeed antibiotics regulating the intestinal microflora, banning of meat-meal and animal fat products from animal feed, and use of the 100%-vegetal diets) and rearing (e.g. reduction of the number of available anticoccidial substances, development of outdoor breeding and organic farming) context. These drastic changes raised questions in the scientific community and the Agro-Food industry concerning an increasing risk of microbiologic contamination of poultry products (meat, eggs), and therefore demands a thorough and comprehensive investigation of all parts of the poultry industry.
The over-all objective of the project is to provide a strong factual basis for the optimisation of the hygienic quality of the poultry products meant for human consumption, in conformation with the new European regulations concerning feed additives, and the changes occurring in poultry production in response to public concerns in terms of animal welfare, the environment and health. A special focus is given on the control of the intestinal flora of the broilers and laying hens, including the food-borne pathogens. The approach to reduce microbial risks associated with consumption of poultry products (eggs, meat) concerns the different steps of poultry products production from the farm to marketing. It concerns perfection of housing systems, poultry flocks management and feeding, slaughterhouse processing, and it can be applied whatever the poultry production system, in particular to new poultry housing systems (in-doors, out-doors, new cages…) independent of the size of the flock. Looking at the consequences of the new poultry production system and management on poultry products safety should provide supplementary information to adapt, if needed, the new EU regulations concerning feed additives but also foodborne pathogens control. Improving the safety of poultry products will contribute for satisfying European consumer demand for better and safer food products. The subobjective of the project is to develop methodologies, using mainly novel molecular techniques, allowing the global and integrative study of the intestinal flora of the poultry. These methodologies will make it possible to define and validate intestinal health or pathological microbiological criteria in poultry.
Strategic objectives addressed This project has two main goals. The first goal is to determine to what extend the bacteriological safety of poultry products (meat, eggs) is affected by the new European regulations concerning feed additives, and by the changes occurring in poultry production in response to public concerns in terms of animal welfare, environment, and health. The second goal is to find solutions to monitor and control the intestinal flora ecology in poultry and on poultry products in order to reduce the food-borne pathogens prevalence and to improve the safety of the poultry products for consumers.
The strategic objectives of this proposal can be summarized as follows:
1-Associate the occurrence of food-borne pathogens in poultry farms, in different European countries, with different production systems (in-doors, out-doors…) and to determine how to improve management in order to decrease the prevalence of food-borne pathogens.
2-Quantify the food-borne pathogens at the different steps of processing in slaughterhouses in different European countries and to determine possible improvements.
3-Create an European molecular data-base on traditional and (re)emerging foodborne pathogenic strains/species in European poultry production.
4-Improve the characterisation of the digestive troubles occurring in the field since the banning of the in-feed antibiotics and specification of their prevalence, of the incidence and of some causal factors.
5-Assess novel techniques allowing the study of the intestinal flora and of the relation-ship between the whole flora and the food-borne pathogens in poultry.
6-Create a European database on intestinal flora profiles of the animals in European poultry production.
7-Estimate the socio-economic consequences of the changes occurring in poultry production in response to the new European regulations and to the (public) European citizens concerns.
The workplan has a total duration of 36 months. 15 partners representing 11 member states inclunding two new member states are working within the project.
The Institute for Food Quality and Food Safety is involved in objectives 1-3 and is a work-package co-ordinator.
Kooperationspartner:

14 Wiss. Einrichtungen aus 10 EU-Ländern

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Molekulargenetische Aufklärung der Epidermolysis bullosa beim Schaf
Molecular genetic analysis of epidermolysis bullosa in the sheep
Projektverantwortliche: Prof. Dr. O. Distl; Prof. Dr. M. Ganter; Prof. Dr. M. Hewicker-Trautwein; Dr. S. Mömke
Laufzeit: Anfang 2005 bis Dezember 2008
Drittmittelprojekt: Schafzuchtverbände, 5.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Tiergenomik
Klinik für kleine Klauentiere und forensische Medizin / Ambulatorische Klinik
Graduate School HGNI
Projektdetails:
Die Epidermolysis bullosa ist eine kongenitale Anomalie beim Schaf, die bei einigen Rassen weit verbreitet ist. Deshalb soll für diese kongenitale und letale Anomalie die kausale Mutation aufgedeckt werden und der Zuchtpraxis ein Gentest zur Verfügung gestellt werden. Die bisherigen Arbeiten beim Schwarzköpfigen Fleischschaf zeigten, dass die Epidermolysis bullosa monogen autosomal rezessiv vererbt wird. Die potenziellen Kandidatengene werden jetzt auf kausale Mutationen untersucht.
Resultate:

Entwicklung eines Gentests

http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0018943

Kooperationspartner:

Schafzuchtverbände

FLI Mariensee

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Entwicklung von mikroverkapselten Probiotika-Präparaten zum Einsatz als Zusatzstoff in Fleischerzeugnissen
Micro-encapsulated probiotics as food additive in meat products
Projektverantwortliche: Prof. Dr. G. Klein; J. Jähne; Dr. C. Bonaparte
Laufzeit: Mitte 2005 bis Anfang 2008
Drittmittelprojekt: Ahrberg Stiftung
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Probiotika sind Mono- oder Mischkulturen lebender Mikroorganismen, im wesentlichen Milchsäure- und Bifidobakterien, die mit Nahrungs- oder Futtermitteln in den Darm gelangen, sich dort ansiedeln und so positive gesundheitliche Effekte erzielen können. Das Spektrum der positiven Effekte von Probiotika reicht von einer Modulation der Darmflora, der Diarrhoe-Prophylaxe, der Immunstimulation, der Verringerung der Aktivität faekaler bakterieller Enzyme (=Senkung der Konzentration gesundheitsschädlicher und krebsfördernder Stoffe im Dickdarm) bis hin zur Verbesserung der Laktose-Verdauung.
Probiotika werden in jüngster Zeit wegen dieser Effekte verstärkt als funktionelle Zusatzstoffe in Lebensmitteln eingesetzt. Mit einem Volumen in Europa von 40,3 Mio. € und jährlichen Wachstumsraten von 15% stellen probiotische Lebensmittel einen besonders dynamischen Bereich der Lebensmitteltechnologie dar. Zukünftig wird nach den Vorgaben der neuen Nährstoffkennzeichnungs-Verordnung der EU die Deklaration gesundheitsfördernder Eigenschaften von Lebensmitteln möglich sein, sofern diese hinreichend belegt sind.
Bei der Herstellung von Fleischerzeugnissen werden Probiotika bisher lediglich versuchsweise von einigen Herstellern als Starterkulturen für Rohwürste eingesetzt, wobei die Erfahrungen aufgrund ungelöster technologischer Probleme jedoch überwiegend unbefriedigend sind. Eine Reihe prinzipiell als Probiotika geeigneter Kulturen führten zu technologischen oder sensorischen Abweichungen im Produkt oder die erwünschten Keime waren zum Abschluss der Reifung nicht mehr nachweisbar.
Die besondere Temperaturempfindlichkeit der Kulturen schränkt die Einsatzmöglichkeiten, zum Beispiel für Fleischerzeugnisse der Kochwurst- und Brühwursttechnologie oder Fleischzubereitungen weiter ein.
Mit dem Forschungsvorhaben sollen die Voraussetzungen für den Einsatz von Probiotika in Fleischerzeugnissen unterschiedlicher Technologien, in Fleischzubereitungen und Convenience-Erzeugnissen erarbeitet werden. Hierzu sind Mikroverkapselungs-Strategien für Probiotika zu entwickeln, die eine Kombination der probiotischen Keime mit Zusatzstoffen in Gewürzmischungen und essbaren Hüllen ermöglichen können.
Neben der Identifikation weiterer, potentiell geeigneter, probiotischer Lactobacillen, der Untersuchung der Verträglichkeit unterschiedlicher Verfahren der Mikroverkapselung, der Untersuchung der Verträglichkeit der mikroverkapselten Keime mit Salz, Gewürzen und anderen Zusatzstoffen sind auch Haltbarkeitsversuche der mikroverkapselten Keime erforderlich.
Kooperationspartner:

Micap, Bremerhaven

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