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2311 Ergebnisse.
Die bakterielle Umsetzung des heterocyclischen aromatischen Amins 2-Amino-1-methyl-6-phenylimidazo[4,5-b]pyridin (PhIP) als wichtiger Schritt in der PhIP-induzierten Darmepitheltoxizität
Bacterial metabolism of the heterocyclic aromatic amine 2-amino-1-methyl-6-phenylimidazo[4,5-b]pyridine (PhIP) as an important step in PhIP-induced intestinal epithelium toxicity
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Gerd Hamscher; Dr. Petra Nicken
Laufzeit: Juni 2010 bis Dezember 2012
Drittmittelprojekt: Institut Danone Ernährung für Gesundheit e.V. Projektnummer 2010/10, 20.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmitteltoxikologie
Projektdetails:
In Deutschland stellen Karzinome des Dickdarms und des Enddarms (so genannte kolorektale Karzinome) mit etwa 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr die zweithäufigsten Krebserkrankungen und die zweithäufigste Ursache für den Krebstod bei Frauen und Männern dar. Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass eine positive Korrelation zwischen dem Verzehr von hoch erhitztem Fleisch und der Entstehung von kolorektalen Tumoren existiert. Dabei wird vermutet, dass das Risiko, an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken, unter anderem mit der Aufnahme von in der Nahrung enthaltenen toxischen Stoffen wie heterozyklischen aromatischen Aminen (HCA) zusammenhängt. HCA sind Pyrolyseprodukte von Aminosäuren bzw. Proteinen, die beim Braten, Grillen oder Kochen von proteinhaltigen Lebensmitteln entstehen. In hoch erhitztem Fisch und Fleisch ist PhIP von größter Bedeutung.
Erstmalig wurde 2006 von Vanhaecke et al. gezeigt, dass die humane Darmflora PhIP verstoffwechseln kann und dass dabei PhIP-M1 der quantitativ bei weitem wichtigste Metabolit ist. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass PhIP-M1 sowohl DNA-Schäden als auch Apoptose und den Zellzyklusarrest in Caco-2-Zellen induzieren kann. Nicken et al. (2010) haben gezeigt, dass PhIP nur in einem sehr geringen Maße im Dünndarm aufgenommen wird, und dass ein sehr hoher Prozentsatz des PhIP unmetabolisiert den Dickdarm erreicht. Diese Ergebnisse legen die Vermutung nahe, dass PhIP, welches im Dünndarm nicht aufgenommen wird, im Dickdarm von der dort vorhandenen Darmflora zum PhIP-M1 umgesetzt wird. Das entstandene PhIP-M1 könnte wiederum toxisch auf die Darmmukosa wirken. Dieser Hypothese soll in diesem Forschungsprojekt nachgegangen werden.
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Untersuchungen zur Darstellung der Blutgefäße an der Hinterflosse beim europäischen Seehund (Phoca vitulina vitulina) und Entwicklung einer Methode zur minimalinvasiven Blutabnahme
Venous blood supply of the hind flippers of the harbour seal (Phoca vitulina vitulina)and development of a minimal invasive technique for routine blood sampling.
Projektverantwortliche: Prof. Sabine Kästner; Prof. Christiane Pfarrer; Eva Wehrmeister
Laufzeit: April 2010 bis Ende 2012
Kliniken/Institute:
Klinik für Kleintiere
Anatomisches Institut
Projektdetails:
Aufgrund der Haltung von trainierten Seehunden zu Forschungs- und Erhaltungszwecken ist eine monatliche Blutabnahme als Gesundheitsüberwachung wünschenswert. Ziel des Projektes ist eine reproduzierbare, minimalinvasive Methode der Blutabnahme an der Hinterflosse beim europäischen Seehund (Phoca vitulina vitulina) zu finden. Dabei sollte diese Methode möglichst schonend für das Tier sein und bei gut trainierten Tieren keine Zwangsmaßnahmen oder Sedierung notwendig machen.
Geplante Untersuchungen und erwartete neue Erkenntnisse:
Anatomische und funktionelle Darstellung der Gefäße der Hinterflosse des europäischen Seehundesmithilfe von Kontrast-CT an Tierkadavern und Doppler Ultraschall Technik bei lebenden trainierten Tieren. Erprobung verschiedener Blutentnahmesysteme auf ihre Eignung für die Entnahme aus einer peripheren Vene beim Seehund.
Kooperationspartner:

Seehundaufzuchtstation Friedrichskoog

Prof. Guido Dehnhardt, Marine Science Center, Universität Rostock

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ACS-Behandlung von Stuten mit Neigung zu einer persistierenden post-breeding Endometritis
ACS treatment of mares with a tendency to persistent post-breeding endometritis
Projektverantwortliche: Sabine Meinecke-Tillmann; TÄ Pia Harnacke
Laufzeit: Anfang 2010 bis Dezember 2012
Kliniken/Institute:
Institut für Reproduktionsbiologie
Projektdetails:
Bei zu post-breeding Endometritis neigenden Stuten wird autologes konditioniertes Serum intrauterin eingesetzt, um die Entzündungsreaktion der Gebärmutter zu modulieren.
Kooperationspartner:

Tierklinik für Pferde in Lüsche

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Auswirkungen von Maissilage als Komponente im Flüssigfutter für tragende Sauen auf die Gesundheit und Leistung im geburtsnahen Zeitraum
Effects of corn silage as an ingredient in diets for pregnant sows - supplied by a modern liquid feeding system - on health and performance in the periparturient period
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Josef Kamphues; Susanne Kleine; Dr. Petra Wolf
Laufzeit: Anfang 2010 bis Dezember 2012
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
In der Vergangenheit war der Einsatz von Maissilage in der Fütterung tragender Sauen ein Standardverfahren der Praxis. In den neuen Haltungs- und Fütterungssystemen (einstreulos/Alleinfutter) der großen Bestände war die Silage - insbesondere aus logistischen Gründen - nicht mehr zu nutzen. Mittlerweile gibt es aber entsprechende Vermahlungstechniken für feuchte Grobfuttermittel (wie z.B. Maissilage), so dass feinst zerkleinertes (gemustes) Grundfutter auch in das Flüssigfutter einzumischen und mit dem Flüssigfutter über weite Strecken zu transportieren ist; dabei bleiben auch die Flüssigdungsysteme in Funktion (kein Verstopfen/keine Schwimmdeckenbildung). Vor diesem Hintergrund werden in einer Feldstudie die Vor- und Nachteile einer solchen "modernen" kombinierten Fütterung detaillierter geprüft; insbesondere interessieren unter diesen Bedingungen aus tierärztlich-klinischer Sicht der Geburtsverlauf, die MMA-Erkrankungsrate, die Ferkelverluste und die Körpermassenentwicklung der Sauen, und zwar im Vergleich (auf demselben Betrieb) zum Alleinfutterkonzept. Der größte Vorteil liegt vermutlich in einer kontinuierlich hohen Rohfaserversorgung, so dass Obstipationen (insbesondere zum Ende der Trächtigkeit) als Wegbereiter der MMA-Erkrankung vermieden oder in ihrer Frequenz reduziert werden.
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Auswirkungen von Brackwasser und glucosinolathaltigen Rapsprodukten in der Ration auf den Jodhaushalt von Rindern
Effects of brackish water and glucosinolate containing rape seed products of the diet on the iodine metabolism in cattle
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Josef Kamphues; Prof. Dr. Martin Kaske; Stefan Witzmann
Laufzeit: Mai 2010 bis Dezember 2012
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Klinik für Rinder
Projektdetails:
Aufgrund einfacher Verfügbarkeit und geringer Kosten wird in der Rindermast zunehmend Sojaschrot als Proteinquelle durch Rapsnebenprodukte wie z.B. "Rapskuchen" oder Rapsextraktionsschrot ersetzt. Diese enthalten in unterschiedlichen Mengen Glucosinolate, welche in den Stoffwechsel der Schilddrüse eingreifen und damit auch Bedeutung für die Jodversorgung der Tiere haben. Ziel der vorliegenden Studie ist es daher, in einem Bilanzversuch zu prüfen, ob die heute teilweise sehr hohen Mengen von Rapsnebenprodukten in Rationen für Rinder (Mast-, Milchrind) nachteilige Effekte auf den Jodhaushalt der Tiere haben.
Unter praxisüblichen Haltungs- und Fütterungsbedingungen soll zudem überprüft werden, ob sich durch den Einsatz von Rapsnebenprodukten Auswirkungen auf den Jodhaushalt von Kühen ergeben (der Jodgehalt der Milch scheint ein sehr guter Indikator für den Jodstatus des Tieres zu sein).
Weiterhin soll der Frage nachgegangen werden, ob die Aufnahme von Brackwasser (hoher Jod-, aber auch Salzgehalt), welches bei Weidehaltung in einigen Gebieten Norddeutschlands z.T. über längere Zeiträume die einzige Form der Tränkwasserversorgung darstellt, Effekte auf den Jodhaushalt von Rindern hat.
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Dopplersonografische Untersuchungen zur Durchblutung des Corpus luteum, der Arteria ovarica und der Arteria uterina der Stute unter Einfluss einer postovulatorischen hCG-Behandlung
Colour Doppler sonographic investigations of the luteal, ovarian and uterine blood flow and the effects of a postovulatory hCG-treatment
Projektverantwortliche: Biermann, Jana
Laufzeit: Anfang 2010 bis Mitte 2012
Kliniken/Institute:
Reproduktionsmedizinische Einheit der Kliniken
Klinik für Pferde
Projektdetails:
Ziel dieser Arbeit ist es, mittels Farbdopplersonografie den möglichen Einfluss einer postovulatorischen hCG Behandlung an Tag fünf vs. Tag elf auf die luteale, ovarielle und uterine Durchblutung der Stute darzustellen, sowie die Wirkung auf die periphere Progesteronkonzentration zu analysieren.
Kooperationspartner:

Niedersächsisches Landgestüt Celle

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Ökologie und Taxonomie der Placozoa
Ecology and taxonomy of Placozoa
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Bernd Schierwater
Laufzeit: Anfang 2010 bis Ende 2012
Drittmittelprojekt: Deutsche Forschunggemeinschaft, 158.268 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Tierökologie
Projektdetails:
In einem 4-Stufen-Ansatz möchten wir die Ökologie, Taxonomie und Systematik des Stammes Placozoa untersuchen. Die vier Phasen beinhalten: (1) Charakterisierung der Diversität und Biologie der Placozoen, (2) Testen von Art-Hypothesen, (3) Errichten taxonomischer Einheiten für die Placozoen, (4) Beurteilung taxonomischer Entscheidungsfindung am Beispiel der tabula rasa Plattentiere (Placozoa). Zunächst werden wir das Phylum Placozoa unter Anwendung verschiedener klassischer und moderner Ansätze systematisch charakterisieren. Grundlage hierfür sind vergleichende molekulare und morphologische Untersuchungen verschiedener Placozoa-Linien. Als Zweites wird das Vorhaben vorhandene Daten und Materialien zentralisieren. Als Drittes werden aus den gewonnenen Erkenntnissen hypothetisch neue Arten vorgeschlagen, wobei zusätzlich auch entwicklungsbiologische, geographische und ökologische Informationen verarbeitet werden. Die Arten-Hypothesen werden getestet und die Ergebnisse sollen zur Festlegung diagnostischer Methoden führen, auf deren Basis neue Taxa errichtet werden können. Um die angestrebten Analysen durchzuführen werden Placozoen im Freiland gesammelt und anschließend im Labor analysiert. Die gewonnenen Erkenntnisse werden im Zuge eines ‚taxonomic-circle’ Ansatzes ausgewertet, um neue taxonomische Einheiten innerhalb der Placozoa zu etablieren. In diesem Zusammenhang werden wir die Vorteile des Linne’schen Systems denen eines PhyloCode Systems gegenüberstellen. Unser Ansatz verspricht eine einmalige Gelegenheit, um die zwei konträren Systeme logisch und objektiv zu vergleichen. Nach der Postulierung neuer taxonomischer Einheiten werden diese mit einem molekularen charakter-basiertem barcode versehen. Hierfür wird jeweils der gängige barcoding marker CO1 charakterisiert.
Kooperationspartner:

Dr. Rob DeSalle, American Museum of Natoral History, New York

Dr. Sergios-Orestis Kollokotronis

Dr. Maria Balsamo, University of Urbino, Italy

Dr. Loretta Guidi, University of Urbino, Italy

Dr. Gray Williams, University of Hong Kong

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Untersuchung von Resistenzmechanismen gegenüber Triclosan
Resistance mechanisms against Triclosan
Projektverantwortliche: Prof. Dr. G. Klein; Prof. Dr. C. Kehrenberg
Laufzeit: Mitte 2010 bis Anfang 2012
Drittmittelprojekt: Bundesinstitut für Risikobewertung
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
In dem Projekt werden die Wirksamkeit triclosanhaltiger Produkte und die molekularen Mechanismen einer Triclosanresistenz bei Salmonella-Isolaten unterschiedlicher Serovare untersucht .
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Verbesserte Methoden zur Ableitung der Phylogenie der Metazoa auf Grundlage mitochondrialer Genom-Anordnungen
Refined Methods for Inference of Metazoan Phylogeny Using Mitochondrial Genome Arrangement Data
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Bernd Schierwater
Laufzeit: März 2010 bis Februar 2012
Drittmittelprojekt: Deutsche Forschungsgemeinschaft, 12.500 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Tierökologie
Projektdetails:
Mitochondriale Genome stellen einen adäquaten Datensatz zur Rekonstruktion von Phylogenien dar. Bisherige Analysen in unterschiedlichen Tierstämmen konnten bereits den Nutzen mitochondrialer Genome für die Klärung phylogenetischer Fragestellungen zeigen. Ihre vergleichsweise geringen Größe und die Verfügbarkeit umfassender und breit gefächerter Datensätze versprechen eine solide Rekonstruktion der Stammesgeschichte der Metazoa. Probleme und Widersprüche bestehen zur Zeit jedoch in der Evolution an der Basis der Metazoa. Diese resultieren aus (i) unterschiedlichen Evolutionsraten innerhalb und zwischen niederen Tierstämmen, (ii) fehlenden Daten von Schlüsselgruppen und (iii) nicht adäquate oder noch nicht entwickelte Substitutionsmodelle. Mit Hilfe neu zu entwickelnder evolutionärer Modelle und phylogenetischer Methoden sowie der Erfassung und Analyse fehlender Schlüsselgruppen ist beabsichtigt, einen hoch aufgelösten phylogenetischen Baum der Metazoa zu erstellen.
Kooperationspartner:

Dr. Anke Braband, A.v.Humboldt-Universität Berlin

Dr. Chris Cameron, University of Victoria

Dr. Stephen Dellaporta, Yale University

Dr. Rob DeSalle, American Museum of Natoral History, New York

Dr. Andreas Dress, MPI f. Mathematik in d. Wissensch., Leipzig

Dr. John Gerhard, University of California

Dr. Arndt von Haeseler, Universität Düsseldorf

Dr. Bernhard Hausdorf, Universität Hamburg

Dr. Martin Middendorf, Universität Leipzig

Dr. Martin Schlegel, Universität Leipzig

Dr. Mathias Berndt, Universität Leipzig

Dr. Peter Stadler, Universität Leipzig

Dr. J.-W. Wägele, Universität Bochum

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Lernen von der Haut eines Delphins- Analyse der Beziehung zwischen Hautmorphologie und den lokalen Strömumgsbedingungen eines schnell schwimmenden Delphins
Learning from the dolphin skin - Analysis of the relation between skin morphology and local flow conditions for a fast-swimming dolphin
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Ursula Siebert; Vadim Pavlov, PhD
Laufzeit: Oktober 2010 bis September 2012
Drittmittelprojekt: DFG, 162.935 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
This project is intended to relate possible drag-reducing skin properties of a fast-swimming dolphin species to local flow properties. For this, a suitable full-body model shall be scanned such that the body geometry can be reconstructed as a digital surface geometry for computational fluid dynamics. Characteristic flow regions with respect to streamwise pressure gradient and boundary layer state (laminar, turbulent or transitional) shall be identified and the skin properties in these areas shall be investigated in a detailed histological analysis based on CT scans and sectioning of skin samples. The findings of these studies will then be compared to theoretical studies of the properties of anisotropic compliant walls to delay laminar-turbulent transition in boundary layers with non-zero streamwise pressure gradients. The project involves cooperation between biologists and engineers and is associated with the DFG SPP 1207 "Flow Control in Nature and Engineering".
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