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2311 Ergebnisse.
Herstellung eines neuartigen Schweinefleischerzeugnisses unter Anwendung der Hochdrucktechnologie
New pork meat product by application of high pressure processing
Projektverantwortliche: Dr. Nadine Sudhaus; Prof. Günter Klein
Laufzeit: Anfang 2013 bis April 2016
Drittmittelprojekt: Fritz-Ahrberg-Stiftung, 92.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Bei der Herstellung des Schweinefleischerzeugnisses Kochschinken wird immer ein Erhitzungsprozess des Produktes durchgeführt. Diese Hitzeeinwirkung hat mehrere positive Effekte. Sie bewirkt eine Verringerung der mikrobiologischen Belastung, sie denaturiert die Proteine für einen besseren Scheibenzusammenhalt, es bilden sich Aromastoffe und die Pökelfarbe stabilisiert sich. Leider werden bei der Hitzebehandlung auch viele wichtige Inhaltsstoffe (z. B. Vitamine) zerstört. Durch den Einsatz der Hochdrucktechnologie könnte der Erhitzungsprozess mit niedrigeren Temperaturen durchgeführt oder eventuell sogar ersetzt werden.
Die Hochdrucktechnologie ist ein physikalisches Verfahren, welches auf hohen hydrostatischen Drücken von bis zu 1000 MPa beruht. Sie ist eine Technologie, die nachweislich bakterizid wirkt. Neben der Verringerung der mikrobiellen Belastung des Produktes schont die Technologie die wertvollen Inhaltsstoffe (z.B. Vitamine). Bei hohem Druck verändert sich, wie auch beim Kochprozess, die Struktur der Proteine im Ausgangsmaterial (getumbeltes Fleisch sowie Muskelabrieb) und ein Zusammenhalt des Produktes könnte gewährleistet werden. Bei hochdruckbehandelten Produkten wurde zusätzlich eine positiver Effekt auf die Zartheit eines Produktes festgestellt. Die Hochdrucktechnologie könnte somit dazu beitragen, ein besonders hochwertiges, gesundes und sicheres neuartiges Schweinefleischerzeugnis zu entwickeln.
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Einflüsse der peripartalen Energiebilanz von Milchkühen auf die funktionelle Kapazität von Monozyten und ihre Differenzierung zu Makrophagen
Effects of the peripartal energy balance of dairy cows on the functional capacity of monocytes and their differentiation to macrophages
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Gerhard Breves; Prof. Dr. Hans-Joachim Schuberth; Melanie Eger
Laufzeit: Mai 2013 bis April 2016
Drittmittelprojekt: H. Wilhelm Schaumann Stiftung, 36.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Physiologie und Zellbiologie
Institut für Immunologie
Projektdetails:
In der Peripartalperiode erhöht sich bei Milchkühen nicht nur die Inzidenz von Stoffwechselerkrankung, sondern auch das Auftreten von infektiösen Erkrankungen, insbesondere Mastitiden und Metritiden. Das Einsetzen der Laktation führt zu einer starken Erhöhung des Energiebedarfs bei der Milchkuh, der nicht über das Futter gedeckt werden kann. Dies resultiert in einer negativen Energiebilanz, vermehrter Lipolyse und verstärkter Glukoneogenese. Glucose wird zur Milchsynthese umverteilt. Die negative Energiebilanz wird oft mit peripartalen Veränderungen im Immunsystem und einer erhöhten Anfälligkeit für infektiöse Erkrankungen in Verbindung gebracht. Ein Mangel an Glucose könnte die Energieversorgung von Monozyten beeinträchtigen, die als Schlüsselzellen der angeborenen Immunität die Immunantwort steuern und nach ihrer Differenzierung zu Makrophagen zwischen angeborener und adaptiver Immunität vermitteln. Da beim Rind bisher keine Daten zu Glucoseaufnahme und Glucosetransporterexpression verschiedener Monozyten- und Makrophagensubpopulationen vorliegen werden diese zunächst untersucht. Im Weiteren soll untersucht werden inwiefern sich die negative Energiebilanz und die verminderte Glucoseverfügbarkeit in der Peripartalperiode auf die Zahl und Glucoseaufnahmefähigkeit der Monozytenpopulationen beim Rind auswirken kann.
Kooperationspartner:

Institut für Tierernährung, FLI Braunschweig

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Nutzen und Risiken von Silber und Silberverbindungen in Folien mit Lebensmittelkontakt hinsichtlich der Hygiene und Beschaffenheit von verpacktem Schweine-, Rind- und Geflügelfleisch sowie von Schnittkäse (Edamer, Mozzarella)
Advantages and disadvantages of silver compounds in foils with food contact with reference to hygiene and quality of packaged pork, beef and poultry products as well as cheese (Edam cheese, Mozzarella)
Projektverantwortliche: Prof. C. Kehrenberg; Dr. C. Krischek; Prof. G. Klein
Laufzeit: Anfang 2013 bis Anfang 2016
Drittmittelprojekt: Fritz-Ahrberg-Stiftung,Industrie, 136.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
In den letzten Jahren ist es zu einem Anstieg der Abgabe von Fleisch in Fertigpackungen gekommen. Wird das Fleisch dabei unter Schutzgasatmosphäre verpackt, so wird eine Verlängerung der Haltbarkeit erzielt. In jüngster Zeit wurden Folien als Bedarfsgegenstände zur Verpackung entwickelt, die mit Silber in nanoskaliger Form (Nanosilber) versetzt sind. Durch diese Silberverbindungen soll eine Verbesserung der Hygiene und somit eine weitere Verlängerung der Haltbarkeit von Lebensmitteln erzielt werden. Erste Untersuchungen verschiedener Autoren bestätigten dabei den keimreduzierenden Effekt der Silberfolien. Weitere Untersuchungen zum Nutzen dieser Folien müssen aber noch durchgeführt werden. Daher soll im Rahmen des Projektes Fleisch der Tierarten Schwein, Rind, Huhn und Pute sowie Käse unter Schutzgas verpackt und während der Lagerzeit untersucht werden. In Ergänzung zu handelsüblichen Folien werden dabei silberbeschichtete Folien vergleichend eingesetzt. Neben der Beeinflussung der Fleischfarbe werden biochemisch-oxidative- sowie Fleischbeschaffenheitsparameter (z.B. Kochverlust, pH, Leitfähigkeit) in festgelegten Abständen analysiert und die mikrobiologisch-hygienische Beschaffenheit des Fleisches untersucht. Auch der Einfluss dieser Folien auf pathogene Keime wird erfasst, um die Möglichkeit einer Keimreduktion zu ermitteln.
Resultate:

Deus D., C. Kehrenberg, D. Schaudien, G. Klein, C. Krischek* (2017):

Effect of a nano-silver coating on the quality of fresh turkey meat during storage after modified atmosphere or vacuum packaging.

Poultry Science, 96, 449-457, https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0032579119311265?via%3Dihub

 

Deus D., C. Krischek, Y. Pfeifer, A.R. Sharifi, U. Fiegen, G. Klein, C. Kehrenberg* (2017)

Comparative analysis of the susceptibility to siocides and heavy metals of extended-spectrum β-lactamase-producing Escherichia coli isolates of human and avian origin, Germany.

Diagnostic Microbiology and Infectious Disease, 88, 88-92, https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0732889317300421?via%3Dihub

 

Kernberger-Fischer I., C. Kehrenberg, G. Klein, D. Schaudien, C. Krischek* (2017):

Influence of modified atmosphere and vacuum packaging with and without nanosilver-coated layers on different quality parameters of pork.

Journal of Food Science and Technology, 54 (10), 3251-3259, https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs13197-017-2768-4

 

Kernberger-Fischer I., C. Krischek, B. Strommenger, U. Fiegen, M. Beyerbach, L. Kreienbrock, G. Klein, C. Kehrenberg* (2018):

Susceptibility of Methicillin-Resistant and -Susceptible Staphylococcus aureus-Isolates of Various Clonal Lineages from Germany to Eight Biocides.

Applied and Environmental Microbiology, 84, 799-818, https://journals.asm.org/doi/10.1128/AEM.00799-18

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Untersuchung von Entzündungsprozessen während der Epileptogenese: Entwicklung nuklearmedizinischer Biomarker und Angriffspunkt für präventive Therapien
Investigation of brain inflammation as a nuclear imaging biomarker of epileptogenesis and a treatment target for epilepsy prevention
Projektverantwortliche: Prof. Dr. M. Bankstahl; Mirjam Brackhan
Laufzeit: 2013 bis 2016
Drittmittelprojekt: Konrad-Adenauer-Stiftung (Promotionsstipendium), 37.500 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Pharmakologie Toxikologie und Pharmazie
Projektdetails:
Hirninsult-induzierte Entzündungsreaktionen werden als ein wesentlicher Mechanismus der Epilepsieentstehung (Epileptogenese) betrachtet. Bisher sind weder prädiktive Biomarker vorhanden, um Individuen mit einem erhöhten Risiko der Epilepsieentstehung nach einem Hirninsult zu identifizieren, noch stehen wirksame Epilepsie-präventive Therapien zur Verfügung. In diesem Projekt werden mittels eines modernen, translationalen bildgebenden Verfahrens (Positronen-Emissions-Tomographie, PET) Bildgebungsprotokolle entwickelt, um die zerebrale Inflammation in vivo in Nagermodellen für Epileptogenese in ihrem zeitlichen Verlauf und ihrer räumlichen Ausprägung zu charakterisieren. Die in-vivo-Bildgebungsmarker werden im nächsten Schritt zum Monitoring der Respons auf zeitlich abgestimmte, anti-inflammatorische, potentiell anti-epileptogene Behandlungsansätze eingesetzt.
Resultate:

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/epi.14009/abstract;jsessionid=2EC9908C773DFCE9C0CA9E2577D38197.f02t02; http://jnm.snmjournals.org/content/57/8/1302.long

Kooperationspartner:

J. Bankstahl, PhD, Präklinische Molekulare Bildgebung, Klinik für Nuklearmedizin, MHH; Prof. Dr. T. Ross, Radiochemie, Klinik für Nuklearmedizin, MHH

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Untersuchungen zum Verhalten und zu den Leistungen von Sauen und Ferkeln in einem Gruppenhaltungssystem mit freier Abferkelung (Dahlke-System)
Investigation of behaviour and performance of sows and piglets in a group housing system with free farrowing (Dahlke System)
Projektverantwortliche: Schrey, Lilith; Fels, Michaela; Kemper, Nicole
Laufzeit: April 2013 bis März 2016
Drittmittelprojekt: Promotionsprogramm "Animal Welfare in Intensive Livestock Production Systems - Tierhaltung im Spannungsfeld von Tierwohl, Ökonomie und Gesellschaft", 1.345 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Tierhygiene Tierschutz und Nutztierethologie
Projektdetails:
Ziel des Projektes ist es, ein System zur Gruppenhaltung ferkelführender Sauen aus tiergesundheitlicher und aus ethologischer Sicht zu bewerten sowie die Tierleistungsdaten zu erfassen, um Aufschluss über die Tiergerechtheit und die Praxistauglichkeit des Systems zu erlangen. Hierbei soll erprobt werden, inwieweit das Haltungssystem positive Effekte für die Sauen und Ferkel in Form von mehr Bewegungsfreiheit bietet und gleichzeitig einen Schutz der Ferkel vor dem Erdrücken ermöglichen kann. Des Weiteren werden mögliche Auswirkungen auf das Verhalten der Ferkel noch über den Abferkelbereich hinaus - während der Aufzuchtphase - untersucht.
Resultate:

https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/09712119.2017.1394308

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Zoonotic Streptococci: Comparative Studies on Molecular Mechanisms of Host Adaptation and Cross-Species Infections with Chinese and German Isolates (ZooStrep)
Zoonotic Streptococci: Comparative Studies on Molecular Mechanisms of Host Adaptation and Cross-Species Infections with Chinese and German Isolates (ZooStrep)
Projektverantwortliche: Peter Valentin-Weigand
Laufzeit: April 2013 bis September 2016
Drittmittelprojekt: BMBF (Helmholtz-CAS-Joint Research Group ZooStrep,HCJRG-116), 155.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Mikrobiologie Zentrum für Infektionsmedizin
Projektdetails:
Infectious diseases remain one of the leading causes of death and disability worldwide. Approximately three fourth of the human emerging infectious diseases are caused by zoonotic pathogens. Among the bacterial pathogens, streptococci belonging to group C and group G as well as Streptococcus suis are gaining importance as zoonotic agents. These species that are traditionally considered as important animal pathogens have the capability to cause serious and life-threatening
diseases, such as septicaemia and meningitis, in humans. They can also reside as commensals in humans and animals. Despite causing many deaths zoonotic streptococci have not received the scientific and medical attention they deserve, because of the historical importance of group A streptococci in human infections. Only scattered information is available on the mode of transmission of these pathogens from animals to humans, the mechanism of species adaptation and the emergence of new virulent strains. Furthermore, the carriage and persistence of these pathogens in humans and their role in zoonotic infections has not been studied in detail. The aim of this joint research group (HCJRG) is to bring together scientists from different disciplines such as veterinary medicine, host-pathogen interaction, epidemiology and genomics to apply a comprehensive and
multi-disciplinary approach to understand the interactions between zoonotic streptococci and their hosts and the impact of environmental factors on these interactions. Identification of the species-specific factors and the validation of their role in animal infection models is another major objective of this HCJRG. The work packages include comparative analysis of adherence and invasion of animal and human isolates, identification and characterization of specific genes using custom-designed DNA virulence arrays and whole genome sequencing, elucidation of transmission and species adaptation mechanisms, emergence of human pathogens from animal pathogens. This HCJRG therefore deals with a research topic of high zoonotic relevance. The results of these studies would further our understanding of zoonotic transition and lead to the identification of the species-specific factors essential for development of new diagnostic and therapeutic strategies.
Resultate:

We established up two new cell culturing infection models "Inverse cell insert model" and ALI which show high invasion rates compared to other cell culture models reported so far. This should allow for further studies to check for up- and down-regulated genes in the infection process and might highlight the virulence potential of such genes. By heterologous expression of surface expressed proteins of S. suis on the bacterial surface of Lactobacillus lactis were able to demonstrate that at least Sao-protein and to a lower extent Fbh-protein might play a dominant role in S. suis virulence since both proteins showed cross reactivity with porcine antibodies of a recovered swine after S. suis infection. Thus, these proteins most probably are immunogenic in an infection in swines and humans. Furthermore, we characterized two novel S. suis proteases, IdeSsuis and IgdE, which cleave only porcine IgM and IgG, respectively, thus representing functional host-adaptation factors of this pathogen. Finally, we geno- and phenotyped human S. suis isolates from STLS cases which will be further characterized in future studies on zoonotic features of S. suis.

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Effekte von Monensin und essential oils auf den Energiestoffwechsel von Milchkühen in der Transitperiode
Effects of monensin and essential oils on energy metabolism in dairy cows during the transition period
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Rehage; Dr. C. Raschka; Dr. J. Szura; TA S. Küskens; Prof. Dr. G. Breves
Laufzeit: Ende 2013 bis Ende 2016
Kliniken/Institute:
Klinik für Rinder
Institut für Physiologie und Zellbiologie
Projektdetails:
Kühe in der Transitperiode werden mit dem Ionophor Monensin oder mit Essential oils supplementiert. Beide Supplemente sollen die ruminale Produktion von Propionat und damit die hepatische Gluconeogenese begünstigen. Neben allgemeinen Produktionsparametern (Trockenmassenaufnahme, Milchleistung, Energiebilanz) werden sonographisch quantitativ die Mobilisation subkutaner und abdominaler Fettdepots sowie im Blut Parameter des Energiestoffwechsels und Surrogate insulin sensitivity indices erfasst. Ferner werden Leitkeime im Kot der Kühe auf die Entwicklung einer Makrolidresistenz als Folge der Supplementation untersucht.
Resultate:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Rehage+J+and+monensin

Kooperationspartner:

Prof. Dr. S. Dänicke (Institut für Tierernährung des FLI Braunschweig)

Dr. A. Käsbohrer, Dr. A. Tenhagen(Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin)

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Zu Ursachen von Komplikationen nach intramuskulären Injektionen beim Pferd.
Complications following intramuscular injections in equids
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Bernhard Ohnesorge; Prof. Dr. Christiane Pfarrer; Dr. Elisabeth Engelke; TA Tobias Puschmann
Laufzeit: Juni 2013 bis Juni 2016
Kliniken/Institute:
Klinik für Pferde
Anatomisches Institut
Projektdetails:
Komplikationen nach intramuskulären Injektionen sind seit langem bekannt. Erregerbedingte Komplikationen sind neben den unerwünschten Arzneimittelreaktionen eine ätiologische Ursache. Abszesse und Phlegmonen treten jeweils mit einer Häufigkeit von 0,016% der jährlichen intramuskulären Injektionen auf (OHNESORGE et al. 2006). Der Effekt des Hautstanzens wurde schon in zahlreichen Studien beschrieben. (LITTLE 1955)konnte auf Hautstanzen von nicht desinfizierter, menschlicher Haut nichthämolysierende Staphylokokken nachweisen. Zur Häufigkeit des Auftretens der Hautstanzen in Abhängigkeit zu Kanülenart sind ebenfalls mehrere Untersuchungen erfolgt (GIBSON u. NORRIS 1958; DIGIOVANNI 1971; BARIS et al. 2004; GULDOGUS et al. 2008). Auch haben mehrere Autoren Hautstanzen als Grund für Lungenemboli in Ratten und Hasen (KAST u. TSUNENARI 1983), Hunden (SCHNEIDER u. PAPPRITZ 1976) und Menschen (ANDREW 1976) nachgewiesen, die auf Grund von intravenösen Injektionen in den Blutstrom gelangten. In der Pferdemedizin konnten in Untersuchungen an Gelenkpräparaten ebenfalls Hautstanzen nachgewiesen werden (ADAMS et al. 2010; WAHL et al. 2012).
Mit dieser Studie soll untersucht werden, welche Keime einerseits und welche Bestandteile der Haut andererseits, in Abhängigkeit von der Kanülenart, bei einer intramuskulären Injektion in das Muskelgewebe verbracht werden. Weiterhin wird untersucht, durch welche der 4 unterschiedlichen Vorbereitungsmethoden sich der Keimeintrag am effektivsten dezimieren lässt.
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Feldstudie zu Auswirkungen einer subakuten Pansenazidose auf die Insulinsensitivität bei Milchkühen
Field study on the effects of subacute ruminal acidosis on insulin sensitivity in dairy cows
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Rehage; Dr. L. Upgang; Prof. Dr. M. Hoedemaker
Laufzeit: Anfang 2012 bis Ende 2016
Kliniken/Institute:
Klinik für Rinder
Projektdetails:
Die subakute Pansenazidose (SARA) ist eine häufige Störung des ruminalen Stoffwechsels und Folge unzureichender Strukturgehalte im Futter von Milchkühen. In deren Folge sollen chronische Entzündungen entstehen, die wiederum zur Entwicklung einer Insulinresistenz und damit zur Fettmobilisation und Ketosen beitragen können. In etwa 30 Betrieben werden jeweils 14 Milchkühe exemplarisch beprobt. Es werden Pansensaftproben mittels Ruminocentese zur Erkennung einer SARA gewonnen. Im Blut der Kühe werden Akutphasenproteine als Indikator von Entzündung sowie Surrogate insulin senstivity indices ermittelt.
Resultate:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Rehage+J+and+SARA

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Erprobung des "Targeted seleceted Treatments" zur Endoparasitenbekämpfung bei Lämmern
Field trial of "Targeted selected Treatments" for antiparasitic strategy in lambs
Projektverantwortliche: Prof. Dr. M. Ganter; Caroline Trapp; Julia Schöwerling; Prof. Dr. Christina Strube; Eva Roden
Laufzeit: April 2012 bis Oktober 2016
Kliniken/Institute:
Klinik für kleine Klauentiere und forensische Medizin / Ambulatorische Klinik
Institut für Parasitologie Zentrum für Infektionsmedizin
Projektdetails:
Resistenzen von Endoparasiten des Schafes gegen Anthelmintika sind inzwischen weit verbreitet. So konnte bereits Moritz im Jahre 2005 bei über 50% der Herden des Schaf- und Ziegengesundheitsdienstes Hannover Resistenzen gegen Benzimidazole nachweisen. Perbix (2008) fand bei 17% der deutschlandweit untersuchten Schafherden Magen-Darm-Strongyliden von Schafen, die resistent gegenüber makrozyklischen Laktonen waren. Kürzlich wies Voigt (2011) eine Multiresistenz in einem bayerischen Schafbestand gegen Benzimidazole, makrozyklische Laktone und Levamisol nach. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, daß ein wesentlicher Faktor bei der Etablierung von Anthelmintika-Resistenzen das "dose- and move system" ist, das lange Zeit empfohlen wurde. Es hat sich jedoch gezeigt, daß eine ausreichende Besiedelung der Weidefläche mit Parasitenstadien, die keinem Selektionsdruck durch Behandlungen mit Anthelmintika unterliegen, die Ausbreitung von Resistenzen deutlich bremsen kann. Um dieses sog. Refugium (Anteil der Wurmpopulation welcher keinem Anthelminthika-Selektionsdruck unterliegt (z.B. freilebende Larven)) möglichst effektiv zu erhalten, hat es sich neben einem "move and dose"-System als günstig erwiesen, nur einen Teil der Tiere mit einer Endoparasitenbesiedelung zu entwurmen. Als Parameter, der es mit ausreichender Empfindlichkeit erlaubt die stärker mit Endoparasiten belasteten Lämmer zu erkennen, haben sich die täglichen Zunahmen erwiesen. (F.Kenyon et al., 2009). In einem Versuch sollen die männlichen und weiblichen Lämmer nach dem Absetzen von der Mutter auf jeweils gleich großen Weiden gehalten und alle 4 Wochen umgetrieben werden. Die Hälfte der Tiere wird alle 4 wochen anthelmitisch bewahndelt, während in der jeweiligen Vergleichsgruppe nur jeweils die 25% der Lämmer behandelt werden soll, die die schlechtesten Zunahmen haben. Das Prinzip des Targeted Selective Treatments soll über zwei Jahren mit zwei verschiedenen Anthelmintika unter deutschen Praxisbedingungenn überprüft werden.
Resultate:

http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/trappc_ss14.pdf

Kooperationspartner:

Institut für Parasitologie und Tropenveterinärmedizin der FU Berlin

FLI, Institut für Nutztiergenetik, Mariensee

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