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2308 Ergebnisse.
Ermittlung des Einflusses der Bauphase der Windparke "Butendiek" und Amrumbank West" im SCI "Sylter Außenriff" auf Schweinswale (Phocoena phocoena)
Impact evaluation of construction phase of the offshore wind farms "Butendiek" and "Amrumbank West" in SCI "Sylter Außenriff" on harbour porpoise (Phocoena phocoena)
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Ursula Siebert; Dr. Michael Dähne
Laufzeit: Juni 2014 bis August 2015
Drittmittelprojekt: BfN, 791.914 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Innerhalb des letzten Jahrzehnts sind die ersten großen Offshorewindparks in Europa errichtet worden. Schweinswale werden speziell während der Rammung der Fundamente vertrieben und unterliegen während der Errichtung der Windparks weiteren zu erwartenden Störungen. Als erste dokumentierbare Ansätze für eine Verhaltensänderung und somit Störung gelten z.B. kurzzeitig erhöhte Respirationsraten, Schreckreaktionen sowie die Unterbrechung von natürlichen Verhaltensweisen (Jagd, Kommunikation, Orientierung). Der im Bau befindliche Windpark Butendiek (Stand 2014) liegt im Natura 2000 Schutzgebiet "Sylter Außenriff". Zusätzlich grenzt der ebenfalls im Bau befindliche Windpark "Amrumbank West" direkt an das Schutzgebiet. Schweinswale sind in Natura 2000 Schutzgebieten europaweit geschützt und sollten hier keinen signifikanten Störungen ausgesetzt werden. Hieraus ergibt sich eine Vielzahl von Fragestellungen hinsichtlich der Rammung von Fundamenten von Windkraftanlagen in einem Schutzgebiet.
Ziel des Projektes ist eine Quantifizierung des Anteiles an Schweinswalen die potentiell eine Fluchtreaktion zeigt aber auch welche weiteren Störungen neben der Vertreibung erfolgen. Weiterhin soll ermittelt werden wie hoch die in das Schutzgebiet eingetragenen Schallpegel sind.
Für die Bearbeitung der Forschungsfragen werden zeitgleiche Erfassungen von Umweltparamatern, akustische Erfassung von Schweinswalaktivitäten mittels Echoortungsklickdetektoren und Hintergrundlärm mittels Noiseloggern durchgeführt. Im Rahmen der Auswertung soll dann eine Verschneidung mit den Rammzeiten und den durch Noiselogger aufgezeichnete Schallpegel erfolgen. Zusätzlich wird eine Modellierung mit Umweltparametern wie z.B. Salinität, Chlorophyll, Temperatur etc. durchgeführt um den Einfluß der Rammungen genauer klassifizieren zu können. Als Vergleichsgrundlage für eine Beurteilung der Bauphase dienen Daten aus Erhebungen in den vorhergehenden Projekten "Synergetische Erhebung von akustischen Registrierungen von Schweinswalen und Lärmeinflüssen" und "Einwirkungen von Lärm auf akustische Registrierungen von Schweinswalen" im Untersuchungsgebiet "Sylter Außenriff".
Resultate:

In 2014/2015 two offshore wind farms ‘Butendiek’ (BUD) and ‘Amrumbank West’ (ABW) were constructed in and adjacent to the ‘Sylt Outer Reef’. In order to investigate whether the construction of these offshore wind farms disturbed harbour porpoises behaviour, echolocation click loggers (C-PODs) were deployed around the construction site to record harbour porpoises. The results show a displacement, avoidance behaviour, of harbour porpoises during the construction. The effect of pile driving could be shown on a spatial and temporal scale. A significant decrease in harbour porpoise detections in the area around the construction site of Butendiek was determined during pile driving and up to 3 hours after. A significant avoidance response ranged to a distance of 10 km. This effect was detectable at a range of up to 20 km.

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Impfung von Sauen und Ferkeln gegen PRRS
Vaccination of sows and piglets against PRRS
Projektverantwortliche: grosse Beilage, Elisabeth
Laufzeit: Oktober 2014 bis Juni 2015
Drittmittelprojekt: Industrie (Veterinärpharmazeutika und Impfstoffe), 170.000 EUR
Kliniken/Institute:
Außenstelle für Epidemiologie (Bakum)
Projektdetails:
In zwei Zulassungsstudien wird die Sicherheit und Wirksamkeit eines PRRS Lebendimpfstoffes bei Sauen und Ferkeln geprüft
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Auswirkungen von Beschäftigungsangeboten für Saugferkel in der Abferkelbucht auf Verhalten und Leistungen während der Säugezeit und nach dem Absetzen.
Impact of environmental enrichment for piglets in the farrowing pen on behaviour and performance during the suckling period and after weaning.
Projektverantwortliche: Fels, Michaela; Kemper, Nicole
Laufzeit: Mai 2014 bis Januar 2015
Drittmittelprojekt: H. WILHELM SCHAUMANN STIFTUNG, 5.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Tierhygiene Tierschutz und Nutztierethologie
Projektdetails:
Ziel der Studie ist es, die Auswirkungen eines Beschäftigungsangebotes für Ferkel in der Säugezeit auf das Verhalten der Ferkel vor und nach dem Absetzen, insbesondere die Nutzung der angebotenen Materialien und das Auftreten gegenseitiger oraler Manipulationen zu untersuchen.

Gefördert durch die H. WILHELM SCHAUMANN STIFTUNG
Resultate:

Die Studie erfolgte in drei Durchgängen am Lehr- und Forschungsgut Ruthe der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover. Pro Durchgang wurden zwei konventionelle Abferkelbuchten und eine Flatdeckbucht mit den gleichen Beschäftigungsmaterialien ausgestattet. Als Kontrollgruppe diente je eine Gruppe ohne diese Materialien in denselben Stallabteilen. Am Absetztag wurden jeweils fünf Ferkel aus den beiden Würfen mit Beschäftigungsmaterial in der Abferkelbucht zu einer neuen Gruppe zu zehn Tieren in einer Flatdeckbucht gemischt. Die Bildung einer Kontrollgruppe erfolgte aus den beiden Kontrollwürfen während der Säugezeit. Das Verhalten der Ferkel wurde videogestützt analysiert. Hautläsionen wurden am Tag vor dem Absetzen (34. Lebenstag) sowie vier Tage später durch eine Integumentbonitur erfasst. Die Nutzung der Materialien begann bereits am zweiten Lebenstag (0,3 %) und steigerte sich im Laufe der Aufzucht auf bis zu 15,8% der Ferkel einer Gruppe, die die Materialien gleichzeitig nutzten. Präferiert wurde stets ein Strohturm, an dem zusätzlich Sisalseile angebracht waren (11% der Gruppe). Gegenseitige orale Manipulationen und Hautläsionen traten bei Ferkeln mit Beschäftigungsmaterial seltener auf als in Kontrollgruppen (p < 0,05). Ein Angebot von Beschäftigungsmaterialien ist somit schon für Saugferkel empfehlenswert und sollte während der gesamten Aufzucht fortgeführt werden.

https://www.vetline.de/auswirkungen-eines-beschaeftigungsangebotes-fuer-saug-und-absetzferkel-auf-aggressives-verhalten

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C-POD DMM; Erstellung einer Datenbank zur Hälterung von CPOD-Daten
C-POD DMM; database for managing CPOD-data
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h.c. Dr. Ursula Siebert; Dr. Michael Dähne
Laufzeit: November 2014 bis Februar 2015
Drittmittelprojekt: Deutsches Meeresmuseum, Stralsund, 15.020 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Das Deutsche Meeresmuseum erfasst mit Echoortungsklickloggern(CPODs) das Vorkommen von Schweinswalen in der Ostsee. Im Rahmen dieser Erfassungen fallen umfangreiche Datenbestände an, die schnell abrufbar sein müssen.
Ziel des Vorhabens ist es eine Datenbank zu erstellen die einen automatisierten Datenimport zulässt und eine Steuerung mittels Formularen erlaubt. Zur Auswertung der Daten hinsichtlich bestimmter wissenschaftlicher Fragestellungen und zur Nutzung in Publikationen wurden basale Abfragen programmiert.
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Veränderung der Agrarlandschaften und Entwicklung der Niederwildbesätze
Small game development in a changing agricultural landscape
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Ursula Siebert; Dr. Katrin Ronnenberg
Laufzeit: Mai 2014 bis Dezember 2015
Drittmittelprojekt: Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, 39.700 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Hannover)
Projektdetails:
Die Agrarlandschaften sind in Mitteleuropa die Hauptlebensräume der Niederwildarten Feldhase, Rebhuhn und Fasan. Die kleinbäuerliche Landwirtschaft mit ihrer Kulturpflanzenvielfalt und dem Strukturreichtum boten bis Mitte des 20. Jahrhunderts optimale Lebensräume. Die Industrialisierung und Mechani-sierung der Landwirtschaft vor allem in den 1970er und 1980er Jahren werden als we-sentliche Ursachen für die gravierenden Rückgänge der Dichten angesehen. Für den Zeitraum von Mitte der 1990er Jahre bis etwa 2005 belegen die Daten der Wildtiererfassung (WTE; siehe Projekt "Wildtiererfassung in Niedersachsen") positive Besatzentwicklungen für diese Wildarten. Seit 2005 sind wieder starke, regional unterschiedliche Besatzrückgänge zu verzeichnen.
Mit dem Wegfall der Flächenstilllegungsprämien und/oder der Förderungen von Biogasanlagen fielen sehr rasch die für das Niederwild gut geeigneten Bracheflächen weg und wurden zunehmend u.a. mit Silomais bestellt. Die Zunahme der Maisflächen in Niedersachsen (und Deutschland) ist eminent. So werden heute deutschlandweit ca. 20% der landwirtschaftlichen Fläche zur Energiegewinnung genutzt. Es ist zu vermuten, dass Landnut-zungsänderungen zeitlich und regional unterschiedlich verlaufen sind.
Das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) erhebt seit Jahrzehnten Daten zur landwirtschaftlichen Flächennutzung auf unterschiedlichen Ebenen. Daten zu den Sied-lungs- und Waldflächen sowie zu den Acker- und Grünlandflächen liegen auf Basis der Gemeinden als tatsächliche Flächengrößen vor. -Das Integrierte Verwaltungs- und Kontrollsystem (InVeKos) der Europäische Kommission ist in Deutschland eingeführt und dient seit 2005 der GIS gestützten Identifizierung land-wirtschaftlich genutzter Parzellen.
Projektziele und Fragestellungen
Ziel des Projektes ist die Nutzung von anonymisierten InVeKos-Flächendaten auf Gemeindeebe-ne, um kausale Zusammenhänge zwischen Landnutzungsänderungen und Entwicklungen der Niederwildbesätze aufzuzeigen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind in diesem zweijährigen For-schungsvorhaben folgende Fragestellungen abzuarbeiten:
-Erstellen eines Modells, um kausale Zusammenhänge hinsichtlich regionaler Unterschiede als auch zeitlicher Entwicklungen anhand der InVeKos-Flächendaten und den WTE-Daten sowie der Jagdstrecken abzuleiten.
-Zeitliche Änderung der Anbauflächen von Kulturarten in Zusammenhang mit den Be-satzentwicklungen von Hase, Rebhuhn und Fasan
Resultate:

https://bmcecol.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12898-016-0093-9

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Intestinaler Elektrolyttransport während einer diätetischen Stickstoff-Restriktion bei wachsenden Ziegen mit unterschiedlicher Calcium-Versorgung
Intestinal transport of electrolytes in growing goats as affected by reduced nitrogen and different calcium supply
Projektverantwortliche: Dr. Muscher-Banse; Prof. Dr. G. Breves; TÄ K. Elfers
Laufzeit: Anfang 2013 bis Dezember 2015
Drittmittelprojekt: Deutsche Forschungsgemeinschaft, 137.200 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Physiologie und Zellbiologie
Projektdetails:
Bei wachsenden Ziegen kommt es trotz effektiver Sparmechanismen für Stickstoff (N) und Phosphat (Pi) zu einer Beeinflussung des Elektrolythaushaltes, wenn die diä-tetische N-Versorgung reduziert ist. In Untersuchungen am monogastrischen Tier und Mensch konnte gezeigt werden, dass eine diätetische Protein-Restriktion zu ei-ner verminderten intestinalen Absorption von Calcium (Ca) führt. Eine Beeinflussung der intestinalen Absorption von Ca und Pi konnte auch bei Ziegen beobachtet wer-den, die eine diätetische N-Restriktion unter hypocalcämischen Bedingungen erhiel-ten. Im Rahmen dieses Projektes wird die intestinale Absorption von Ca und Pi bei wachsenden Ziegen mit diätetischer N-Restriktion unter Berücksichtigung der Ca-Versorgung untersucht. Sowohl der parazelluläre als auch transzelluläre Transport von Ca und Pi wird funktionell charakterisiert. Anhand von molekularbiologischen Un-tersuchungen wird die Menge an beteiligten Transportmolekülen sowohl des parazel-lulären als auch transzellulären Transports für Ca und Pi bestimmt. Die Kombination von transportphysiologischen und molekularbiologischen Ergebnissen soll einen we-sentlichen Beitrag zum besseren Verständnis der Funktion und auch der Modulation des gastrointestinalen Transports von Ca und Pi durch eine diätetische Beeinflus-sung bei wachsenden Ziegen liefern.
Resultate:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26443238

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26589092

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27120348

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31648052

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29754009

http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/230858041

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Vergleich der Auswirkung von mündlichen Prüfungen gegenüber elektronischen multiple-choice Prüfungen auf das Lernverhalten und die Erfolgsquote von Studierenden der Tiermedizin im Fach Biochemie
Comparison of the impact of oral versus electronic multiple-choice exams in Biochemistry on success rate and learning behaviour of Veterinary Medicine students
Projektverantwortliche: Dr. Maren von Köckritz-Blickwede; Prof. Dr. Hassan Naim
Laufzeit: April 2013 bis Februar 2015
Drittmittelprojekt: KELDAT/VW, 20.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Biochemie
Projektdetails:
Die Vor- und Nachteile der mündlichen gegenüber den elektronischen MC-Prüfungen werden seit langem an den Universitäten diskutiert. Ein immer wieder aufkommender Diskussionspunkt ist, ob sich das Lernverhalten der Studierenden abhängig von dem Prüfungsverfahren unterscheidet und ob sich entsprechend eventuell auch die Durchfallquote/Notendurchschnitt beeinflussen lässt. Die Gegner der elektronischen MC-Prüfungen lassen oft das Argument aufkommen, dass die Studierenden für MCKlausuren nur noch vorhandene Fragebögen auswendig lernen, aber weniger die Zusammenhänge des Stoffes verstehen und lernen. Die Befürworter hingegen betonen die Reliabilität und Objektivität einer elektronischen MC-Prüfung. Das Ziel dieses Projektes ist es hochschulübergreifend mittels Fragebogen an die Studierenden und Dozenten deutschsprachiger tiermedizinischer Bildungsstätten herauszufinden 1. wie sich das Lernverhalten der Studierenden in Abhängigkeit des Prüfungssystems verändert; 2. ob Studierende/Dozenten bestimmte Prüfungsverfahren vorziehen/ablehnen; 3. in welchem Maße sich die Durchfallquoten/Notendurchschnitte der Studierenden in Abhängigkeit des Prüfungssystems verändern.
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Untersuchungen zu Infektonskrankheiten und Zoonosen bei Prädatoren in Schleswig-Holstein
Investigations of infectious diseases and zoonoses in predators in Schleswig-Holstein
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h.c. Dr. Ursula Siebert; Miguel Grilo
Laufzeit: Oktober 2013 bis Dezember 2015
Drittmittelprojekt: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holsteins. , 46.368 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Menschen und Wildtiere kommen sich in Deutschland immer näher. Land- und Forstwirtschaft oder Sport- und Freizeitaktivitäten führen dazu, dass Menschen die natürlichen Lebensräume von Wildtieren immer mehr nutzen. Gleichzeitig halten sich Wildtiere immer häufiger in menschlichen Siedlungen auf. Die Kontaktflächen zwischen Menschen oder Haustieren einerseits und Wildtieren andererseits vergrößern sich. Damit steigt die Relevanz der Erreger, mit denen Wildtiere infiziert sein können. Im Sinne des "One-Health"-Konzepts sind besonders Krankheiten, die zwischen Menschen und Wildtieren übertragen werden können - sogenannte Zoonosen - interessant. Zu den möglichen Erregern zählen beispielsweise Viren, Bakterien oder Parasiten.

Um mehr über die Infektionen unserer heimischen Wildtiere zu erfahren, förderte die Oberste Jagdbehörde im schleswig-holsteinischen Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Forschungsarbeiten an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover. In diesem Projekt sollten Forschungsarbeiten durchgeführt werden, die eine Einschätzung zum Vorkommen von viralen, parasitären und bakteriellen Infektionskrankheiten und Zoonosen bei Prädatoren in Schleswig-Holstein, ermöglichen. Hierfür wurden bei Sektionen von Füchsen, Steinmardern und Marderhunden Proben für Infektionsuntersuchungen entnommen und untersucht. Die Ergebnisse sollten eine Einschätzung des Gefährdungspotentials durch die Handhabung von Prädatoren für Jäger ermöglichen und sie bei ihren Aufgaben unterstützen. Ferner sollte das durch die Untersuchungen erlangte Wissen eine Beurteilung des Vorkommens von Infektionskrankheiten bei Prädatoren in Schleswig-Holstein erlauben.
Resultate:

http://www.schroedersverlag.de/ausgaben2016/KompaktVET_02-2016.pdf

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Literaturstudie zu Effekten von Schadstoffen auf die Wildarten Fasan und Rebhuhn
An investigation about the effects of pesticides to pheasants and grey partridges in the context of a literature study
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Dipl.-Biol. Ulrich Voigt; Med. vet. Jennifer Liebing; Med. vet. Nele Curland
Laufzeit: Juli 2013 bis August 2015
Drittmittelprojekt: Biotop-Fonds der Jägerschaften Emsland / Grafschaft Bentheim e. V., 15.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Hannover)
Projektdetails:
Vor dem Hintergrund des starken Bestandsrückgangs beim Fasan in den letzten sieben Jahren sowie des anhaltenden Bestandstiefs beim Rebhuhn, fasst die Literaturstudie die Effekte von Schadstoffen insbesondere von Pflanzenschutzmitteln auf die genannten Arten als Vertreter der bodenbrütenden Feldvögel zusammen. Die Studie verfolgt ein dreigliedriges Konzept:

1. Theoretischer Teil: Recherche zu vorhandenen Daten zur Schadstoffbelastungen sowie zu Effekten von Schadstoffen insbesondere Pflanzenschutzmitteln aus nationalen und internationalen Studien auf die genannten Zielarten. Die Darstellung der Primäreffekte bei Alt- und Jungvögeln (direkte toxische Wirkungen) sowie der Sekundäreffekten (mangelnde Insektenfauna nach Insektizideinsatz, Wechselwirkungen zwischen Stoffgruppen, Stoffe mit hormonellen Wirkungen etc.) stehen dabei im besonderen Fokus.
2. Praktischer Teil: Modellhafte Erforschung des lokalen Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln in Niedersachsen. Übersichtsdarstellung des gegenwärtigen Pflanzenschutzmittelmarktes, der Ausbringungsverfahren und -zeitpunkte für die einzelnen Fruchtarten. Wissenschaftliche Bewertung von Defiziten in der Datenverfügbarkeit.
3. Erarbeitung eines Forschungskonzeptes zum Einfluss von Pflanzenschutzmitteln/Schadstoffen auf Fasan und Rebhuhn im Rahmen einer Feldstudie insbesondere vor dem Hintergrund der Mortalität und Nahrungsökologie von Küken
Resultate:

Die Fasanen- und Rebhuhnpopulationen sind seit unterschiedlichen Zeiträumen in Deutschland stark rückläufig. In Großbritannien konnte in den 1970er und 1980er Jahren eine stark verminderte Kükenüberlebensrate als Rückgangsfaktor festgestellt werden, welche infolge eines Mangels an Insekten als Nahrungsgrundlage auftrat und in Verbindung mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln stand. Die Insektenverfügbarkeit ist für viele Agrarvögel und ihre Küken essentiell. Sie steht jedoch im Gegensatz zu den Interessen der Landwirtschaft - dem Schutz der Feldfrüchte. Derzeit existieren für Deutschland keine Studien, die einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und der aktuellen Populationsentwicklung beim Fasan bzw. beim Rebhuhn aufzeigen. Die Vielzahl verschiedener PSM-Wirkstoffe und deren Formulierungen auf dem Markt birgt die Gefahr einer kombinierten Wirkung auf frei lebende Tiere, so dass nicht nur der Nachweis und die Effekte einzelner Stoffe ausschlaggebend sein kann, sondern auch die Wechselwirkungen zwischen Substanzen in Betracht gezogen werden müssen.

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Strahlenexposition des Personals bei der Radiographie von kleinen Heimtieren, Reptilien und Vögeln
Radiation exposure of the staff caused by radiography of small mammals, reptiles, and birds
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Hermann Seifert; Prof. Dr. Michael Fehr; Dr. Matthias Lüpke; TÄ Yvonne Eckert
Laufzeit: Mitte 2013 bis Ende 2015
Kliniken/Institute:
Fachgebiet Allgemeine Radiologie und Medizinische Physik
Klinik für Heimtiere Reptilien und Vögel
Projektdetails:
Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Jahren die Dosisgrenzwerte in der nationalen Strahlenschutzgesetzgebung gesenkt werden. Eine Voraussetzung, um daraus die richtigen Schlussfolgerungen für den praktischen Strahlenschutz zu ziehen, ist zunächst die Kenntnis der Strahlenexposition des Personals. Deshalb wird die Strahlenexposition des Personals bei der Radiographie von Heimtieren, Reptilien sowie Zier- und Wildvögeln untersucht. Im Rahmen der klinischen Routine soll die Strahlenexposition bei relevanten Aufnahmearten für verschiedene Körperregionen gemessen werden. Weiterhin soll untersucht werden, inwieweit angewendete Strahlenschutzmaßnahmen die Strahlenexposition reduzieren. Die Unterschiede der Strahlenexposition beim Röntgen von verschiedenen Tierarten sollen dargestellt werden.
Resultate:

Eckert, Y.; Lüpke, M.; Fehr, M.; Seifert, H.:

Radiation exposure of radiological staff caused by radiography of small mammals, reptiles and birds

In: Wiener Tierärztliche Monatsschrift 102, 11-12 (2015) 293-301

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