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2301 Ergebnisse.
SATURN - Solutions At Underwater Radiated Noise
SATURN - Solutions At Underwater Radiated Noise
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Dr. Joseph Schnitzler
Laufzeit: Februar 2021 bis Januar 2025
Drittmittelprojekt: EU, 955.230 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Es ist allgemein anerkannt, dass Lärm, der durch die Schifffahrt und andere menschliche Aktivitäten in die Unterwasserwelt gelangt, aquatische Tiere stören und schädigen kann. Studien zeigten bereits diese Störungseffekte während andere Forschungen Möglichkeiten vorgeschlagen haben, wie einige der Geräusche die durch die Schifffahrt entstehen zu reduzieren sind. Es gibt jedoch noch Wissens- und Verständnislücken darüber, wie sich Unterwasserschall auf einzelne Tiere und ganze Populationen auswirken kann.

Das soll sich nun mit dem SATURN-Konsortium ändern, welches erstmals führende europäische Experten im Bereich Bioakustik, Tiermedizin, Populationsbiologie, dazu Schiffsbau und Ingenieurwesen in einem EU-finanzierten Projekt zusammenbrigt. Zu den Schlüsselfragen gehören:
- die Identifizierung von Geräuschen, die für aquatische Arten am schädlichsten sind und wie sie erzeugt und verbreitet werden;
- Welche kurzfristigen und kumulativen langfristigen negativen Auswirkungen hat Lärm von Schiffen und Booten auf aquatische Arten in Flüssen und im Meer;
- Welche sind die vielversprechendsten Optionen zur Messung und Reduzierung der negativen Auswirkungen von Schiffslärm, die auf aktuelle und zukünftige Schiffe angewendet werden können.

Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert, die Direktorin des Institutes für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der TiHo übernimmt in diesem Konsortium die Leitung des Biologischen Arbeitsbereiches, welches den Einfluss von Unterwasserschall auf das Verhalten, der Gesundheit und den Energiehaushalt von Wasserorganismen untersucht. Ein weiterer wichtiger Aspekt der von dem ITAW unterstützt wird ist die Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation.
Resultate:

Paper

"Unsealing behaviour: Variation in harbour seal (Phoca vitulina) responses to anthropogenic sound in relation to individual health"

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0025326X25002528?via%3Dihub

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FERVET - Digitale Vermittlung und Überprüfung von klinisch-praktischen Fertigkeiten in der Tiermedizin unter Tierschutzaspekten
FERVET - Digital teaching and review of clinical practical skills in veterinary medicine from an animal welfare perspective
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Andrea Tipold; Dr. Elisabeth Schaper; Dr. Sandra Wissing
Laufzeit: August 2021 bis Dezember 2025
Drittmittelprojekt: Stiftung Innovation in der Hochschullehre, 1.349.525 EUR
Kliniken/Institute:
Zentrum für Lehre - E-Learning-Beratung
Klinik für Kleintiere
Zentrum für Lehre - Clinical Skills Lab
Projektdetails:
Das Projekt FERVET adressiert die digitale Vermittlung und Überprüfung zwingend notwendiger klinisch-praktischer Fertigkeiten im Tiermedizinstudium und verfolgt drei Ziele:
1. Die Anreicherung der Präsenz-, hybriden und virtuellen Lehre durch die Entwicklung von Simulatoren, die Bereitstellung von digitalem Lehrmaterial, die Entwicklung eines Virtuellen Lernlabors, die Ausweitung der Videoproduktion sowie die Implementierung von Videoannotationen
2. Die Weiterentwicklung und Evaluierung bestehender formativer und summativer E-Prüfungsformate
3. Die Verankerung der innovativen Maßnahmen in die universitären Strukturen
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VetAmUR: Veterinärmedizinisches Monitoring der Anwendung von Antibiotika und des Auftretens von Resistenzen bei Lebensmittel liefernden Tieren in Deutschland
VetAmUR: Veterinary Antimicrobial Monitoring of Usage and Resistance in German Livestock
Projektverantwortliche: B. Rehberg; C. Bonzelett; M. Hartmann; Prof. Dr. L. Kreienbrock
Laufzeit: Juli 2021 bis Dezember 2025
Drittmittelprojekt: Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin, 413.140 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Biometrie Epidemiologie und Informationsverarbeitung
Projektdetails:
Das Projekt VetAmUR ist ein Forschungsprojekt, das, in Fortsetzung an VetCAb-S, zur kontinuierlichen Beschreibung des Einsatzes von Antibiotika bei Nutztieren in Deutschland sowie zusätzlich zur Dokumentation praxisnaher Resistenzdaten aus mikrobiologischen Untersuchungen durchgeführt wird.

Hintergrund hierfür ist, dass trotz vieler unabhängiger Untersuchungen eine unmittelbare Verknüpfung von Informationen zur Anwendung von und Resistenz gegen-über antimikrobiell wirksamer Substanzen bei Nutztieren in einem Monitoringsystem in Deutschland weiterhin nicht erfolgt. Dadurch ist eine weitgehende und detaillierte Risikobewertung des Problems der Antibiotikaresistenz nicht möglich, obwohl dies auch international gefordert wird (Global Antimicrobial Resistance Surveillance System - GLASS, https://www.who.int/glass/en/). Hierzu soll VetAmUR nun einen Beitrag leisten.

Im Bereich der Resistenzdaten liegt der Fokus vor allem auf der Erfassung der Daten auf Betriebsebene und der Beschreibung ihrer Heterogenität mit dem Ziel ein einheitliches Dokumentationstemplate zu erstellen.

Neben der Erfassung der Resistenzdaten werden zusätzlich genauere Zeiträume der Behandlung in der Mast und Aufzucht erfasst, um in Kombination mit spezifi-scheren Therapieindikationen mögliche sensitive Zeiträume zu erkennen und so eine gezieltere Prävention und Bekämpfung zu ermöglichen.
Resultate:

Bonzelett C, Rehberg B, Winkelmann TS, Käsbohrer A, Kreienbrock L. Documentati-on of antimicrobial resistance data in veterinary practices in Germany. Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift. 2024;137:1-13 . doi: 10.2376/1439-0299-2023-14

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SOUVER@N - Souver@nes digitales Lehren und Lernen in Niedersachsen
Sovereign digital teaching and learning in Lower Saxony
Projektverantwortliche: Dr. Elisabeth Schaper
Laufzeit: August 2021 bis Dezember 2025
Drittmittelprojekt: Stiftung Innovation in der Hochschullehre, 549.540 EUR
Kliniken/Institute:
Zentrum für Lehre - E-Learning-Beratung
Projektdetails:
Ziel des Projektes SOUVER@N ist es, souveränes digitales Lehren und Lernen zu fördern. Dies
umfasst
1) die souveräne, d.h. kompetente und lernzielorientierte Nutzung digitaler Werkzeuge auf Seiten der Lehrenden und Studierenden (Digital Literacy) ebenso wie
2) die professionelle Entwicklung hochwertiger digital angereicherter Lehr-/Lernkonzepte bzw. -inhalte und
3) die durch den Verbund gestärkte digitale Souveränität der Hochschulen als Institutionen.
Resultate:

https://www.souveraenes-digitales-lehren-und-lernen.de/home/

Kooperationspartner:

1) Universität Osnabrück

2) Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

3) Leuphana Universität Lüneburg

4) Technische Universität Clausthal

5) Stiftung Universität Hildesheim

6) Universität Vechta

7) Medizinische Hochschule Hannover

8) ELAN e.V. (1. Förderphase August 201 - Juli 2024)

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Therapeutische Modifikation des Krankheitsverlaufs der GM1-Gangliosidose bei Glb1-Knockoutmäusen
Therapeutic modification of the disease course of mice with GM1-gangliosidosis
Projektverantwortliche: Dr. I. Gerhauser; Prof. W. Baumgärtner; Eva Leitzen; Rouven Wannemacher; Lorna Jubran
Laufzeit: Anfang 2021 bis Ende 2025
Kliniken/Institute:
Institut für Pathologie
Projektdetails:
Lysosomale Speicherkrankheiten wie die GM1-Gangliosidose stellen eine große Gruppe von Gendefekten dar, an denen etwa einer von 8000 Menschen leidet und die insbesondere zu funktionellen Störungen des zentralen Nervensystems führen. In dieser Studie werden die therapeutischen Effekte verschiedener Therapieansätze auf die Substratanreicherung und den Krankheitsverlauf der GM1-Gangliosidose im Mausmodell vergleichend untersucht. Hierdurch sollen Erkenntnisse über den Einfluss spezifischer Therapien auf die Progression von GM1-Gangliosidose gewonnen werden, die auch auf andere lysosomale Speicherkrankheiten übertragbar sind.
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CLIMAQUA - Entwicklung eines innovativen und länderübergreifenden Konzepts für die Futtermittelproduktion zur Verringerung der Klimaauswirkungen des Aquakultursektors und der künftigen Lebensmittelversorgung
CLIMAQUA - Establishing an innovative and transnational feed production approach for reduced climate impact of the aquaculture sector and future food supply
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Sergiy Smetana (DIL e.V.)
Laufzeit: Juni 2021 bis März 2025
Drittmittelprojekt: BMEL, ERA-NET, 117.043 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Das Vorhaben wird am DIL e.V., Quakenbrück durchgeführt.
Mit CLIMAQUA wird ein innovatives Verfahren zur Umwandlung und zum Recycling von Aquakultur-Nebenströmen zu Futtermittel auf Basis von A. platensis geschaffen, das wiederum in der Aquakultur eingesetzt werden kann. Ziel ist es, die hohen Treibhausgasemissionen von Aquakulturen, insbesondere für die Futtermittelproduktion durch die Einbindung von A. platensis zur Biomasse-/Futtermittelproduktion erheblich zu reduzieren. Geografische und ortsspezifische Merkmale (Temperatur, Länge des Tageslichts usw.) werden hierbei berücksichtigt, um ein nahezu vollständig verdauliches Futter auf Algenbasis für die Lachs- und Welszucht zu erhalten und dadurch ein Kreislaufsystem zu etablieren, dass ökonomisch und ökologisch belastbar ist. Darüber hinaus untersucht CLIMAQUA klimawandelbezogene Aspekte der Aquakultur in zwei Regionen der Welt: Der Einsatz innovativer Technologien in der Aquakultur wird an die klimatischen Bedingungen angepasst und fördert die Umsetzung nachhaltiger und lokaler Lebensmittelsysteme.
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Transit - Bildungsnetzwerk Nachhaltige Technologien
Transit - Training Network Sustainable Technologies
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Kemal Aganovic
Laufzeit: März 2021 bis Februar 2025
Drittmittelprojekt: EU, 215.581 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Das Projekt findet am DIL e.V., Quakenbrück statt.
Das DIL leitet das Arbeitspaket, das sich auf die Optimierung und Hochskalierung von Ultraschall (US) konzentriert. Zunächst wurde eine umfassende Literaturrecherche zur mikrobiellen Dekontamination durch US in Lebensmitteln und Modellsystemen durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass die Manothermosonication (MTS), eine Technologie, die eine milde thermische Behandlung, erhöhten Druck und Ultraschall kombiniert, der vielversprechendste Ansatz und eine potenzielle Alternative zur herkömmlichen thermischen Pasteurisierung von flüssigem Vollei ist. Daher entwickelte das DIL einen MTS-Prototyp, der für Versuche mit Salmonella Enteritidis verwendet werden kann. Die Ergebnisse zeigten, dass MTS das gleiche Maß an Lebensmittelsicherheit bieten kann wie die herkömmliche Pasteurisierung, jedoch mit einer geringeren Wärmebelastung, was auf potenzielle Vorteile für die Lebensmittelqualität hindeutet, die durch Arbeiten zu physikalisch-chemischen, funktionellen und Proteineigenschaften bestätigt wurden. Darüber hinaus ergaben Nachhaltigkeitsstudien unter Verwendung der Methode der Lebenszyklusanalyse einen geringeren Energiebedarf bei der MTS-Pasteurisierung. Als letzter Teil des Projekts wird eine numerische Strömungssimulation durchgeführt, um industrielle MTS-Behandlungen für eine kontinuierliche Anwendung zu entwerfen.
Kooperationspartner:

External cooperation partners:

Wageningen University, L-Università ta' Malta,

University of Reading,

Elea Vertriebs- und Vermarktungsgesellschaft mbH,

Leibniz Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.,

Sociedade de Estudos de Analise Sensorial a Produtos Alimentares,

Stichting Wageningen Research,

Hyperbaric,

Arla Foods,

Unilever Research and Development Vlaardingen BV,

Koninklijke Euroma BV,

Société des Produits Nestlé S.A.

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Arktische Meeressäuger in Zeiten des Klimawandels - eine Fallstudie im Kongsfjorden
Arctic marine mammals in a time of climate change- a Kongsfjorden Case Study ("ARK" - Arktiske Klima forandringer Konsekvenser)
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Dr. Luca Aroha Schick; Dr. Kristina Lehnert; Joy Ometere Boyi
Laufzeit: April 2021 bis März 2025
Drittmittelprojekt: Nordic Research Council (NRC), 49.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Der Rückgang des Meereises und das Abschmelzen und Zurückziehen der Gezeitengletscher sind besonders sichtbare Zeichen des Wandels, der sich aufgrund der Erderwärmung in der Arktis vollzieht. Die Verschlechterung dieser beiden physikalischen Merkmale der arktischen Meeressysteme findet in der nördlichen Barentssee schneller statt als anderswo in der zirkumpolaren Arktis, was die norwegische Hocharktis zu einem Indikator für den Klimawandel in der gesamten Arktisregion macht. Die Veränderungen werden zweifellos tiefgreifende Auswirkungen auf die marinen Ökosysteme in der Hocharktis und Folgen für endemische Arktische Meeressäugetierarten haben.
Das ARK-Forschungsprogramm wird eine Vielzahl von Datenzeitreihen (Vorkommen, Ökologie, Nahrung, Schadstoffwerte, Gesundheitsparameter, Infektionskrankheiten, trophische Wechselwirkungen u.a.) nutzen um quantitative Bewertungen verschiedener Thesen zu Auswirkungen des Klimawandels auf arktische marine Säuger zu testen: 1) Der Lebensraumrückgang wird zum Rückgang der vom Eis abhängigen Arten, Veränderungen der Verbreitungsmuster und auf lange Sicht zum Aussterben der Arten führen. 2) Endemische Arten werden zunehmend mit Arten aus den gemäßigten Breiten konkurrieren, die ihre Lebensräume in den Norden ausdehnen. 3) Die Exposition gegenüber neuer Krankheitserreger und erhöhte Schadstoffwerte werden sich negativ auf die endemischen Arten auswirken. 4) Die Atlantifizierung der Nahrungsnetze wird sich negativ auf die arktischen Arten auswirken und das gesamte Arktische Ökosystem beeinflussen.
Im Rahmen des ARK Projekts wird der Kongsfjord, an der Westküste Spitzbergens, als Fallbeispiel genutzt, um Veränderungen im Ökosystem zu erforschen, physikalisch-biochemische Nahrungsnetzmodelle anzuwenden und komplexe Risikoanalysen zu modellieren um Vorhersagen zu treffen und Managementinformationen zu liefern.
Resultate:

Schick, L. A., K. M. Kovacs, C. Lydersen, et al. 2026. " Sharing Is Caring?—Pathogens and Pathogen-Specific Antibodies in Arctic Endemic Seal Species and the Newly Sympatric Harbor Seals in Kongsfjorden, Svalbard." Marine Mammal Science 42, no. 2: e70143

https://doi.org/10.1111/mms.70143

Kooperationspartner:

Kooperationsprojekt mit dem Norwegian Polar Institute, Tromsø

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Analysen zu Wirt-Genotyp x Endoparasit-Genotyp (Gw x Gp) Interaktionen in mit dem großen Leberegel (Fasciola hepatica) infizierten Milchkühen und Identifikation der zugrundeliegenden genetischen Mechanismen
Host-parasite genotype (Gh x Gp) interactions and identification of genetic mechanisms underlying the host-parasite interface in liver fluke (Fasciola hepatica) infected dairy cows
Projektverantwortliche: Prof. Dr. C. Strube, PhD; M.-K. Raulf, PhD
Laufzeit: Anfang 2021 bis Ende 2025
Drittmittelprojekt: DFG, 491.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Parasitologie Zentrum für Infektionsmedizin
Projektdetails:
Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Wirt-Parasiten-Interaktionen zwischen dem parasitären Erreger Fasciola hepatica und Milchkühen als Wirt, unter Berücksichtigung des Genoms beider Interaktionspartner, zu analysieren. Bis heute fokussierten Studien zur Endoparasitenresistenz ausschließlich auf das Genom des Wirtes oder des Parasiten, ohne Genotyp-Genotyp-Interaktionen zwischen beiden Spezies zu berücksichtigen. Daher sollen erstmals Interaktionen unter Berücksichtigung der Rinder-Genotypen (Gh) und F. hepatica-Genotypen (Gp) modelliert werden.
Resultate:

May, K., Hecker, A.S., Strube, C., Tong, Y., König, S. (2025) Genetic parameters and single-step genome-wide association analysis for trematode (Fasciola hepatica and Calicophoron / Paramphistomum spp.) infections in German dairy cows. Infection, Genetics and Evolution 128, 105712

 

Hecker, A.S., Raulf, M.-K., König, S., Knubben-Schweizer, G., Wenzel, C., May, K., Strube, C. (2024) In-herd prevalence of Fasciola hepatica and Calicophoron/Paramphistomum spp. infections in German dairy cows with comparison of two coproscopical methods and establishment of real-time pyrosequencing for rumen fluke species differentiation. Veterinary Parasitology 327, 110142

 

May, K., Hecker, A.S., König, S., Strube, C. (2024) Helminth co-infections have no additive detrimental impact on milk yield and milk quality compared to mono-infections in German dairy cows. Parasites & Vectors 17, 398

Kooperationspartner:

Dr. Dr. Katharina May, Justus-Liebig-Universität Gießen

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Ersatz von Nitritpökelsalz in der Brühwurstherstellung durch kaltes Plasma und mit kaltem Plasma ionisiertem Wasser
Replacement of nitrite curing salt in cooked sausage production with cold plasma and cold plasma-ionized water
Projektverantwortliche: Dr. Johanna Vahle; Dr. Lisa Siekmann; Prof. Dr. Madeleine Plötz
Laufzeit: Mai 2020 bis Juli 2025
Drittmittelprojekt: Fritz-Ahrberg-Stiftung, 70.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Der Verzehr von Fleischwaren ist in den letzten Jahren von ursprünglich 30,4 kg/Kopf im Jahr 2009 leicht auf 29,4 kg/Kopf im Jahr 2017 gesunken. Die Produktionsmenge von Wurstwaren ist etwa konstant geblieben und stellt mit den Brühwürsten die größte Erzeugnisgruppe mit einem Verzehr von circa 7 kg/Kopf dar (Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie e.V.). Für die handelsübliche Brühwurst-Herstellung werden die Zusatzstoffe Nitrit (NO2-) und Nitrat (NO3-) zum Pökeln verwendet. Sie dienen der Umrötung, der Aromabildung, der Hemmung der Lipidoxidation sowie der Unterdrückung des Wachstums von Verderbniserregern und pathogener Mikroorganismen, einschließlich Clostridium (C.) botulinum und seiner Sporen. Bei konventionellen Herstellungsverfahren wird in der Regel Natriumnitrit in Form von Nitritpökelsalz (NPS) als Nitritquelle genutzt. Natriumnitrit steht jedoch aufgrund seiner toxischen Wirkung durch die während der Reifung und zusätzlich bei der Erhitzung von gepökelten Fleischerzeugnissen entstehenden Nitrosamine in der Kritik. Veränderte Verzehrsgewohnheiten und ein zunehmend gesundheitsbewusster Lebensstil steigern beim Verbraucher die Nachfrage nach Produkten mit natürlichen Inhaltsstoffen bzw. nach Produkten mit geringeren Nitritgehalten. In der ökologischen Produktion ist der Einsatz von NPS bereits streng reglementiert und darf entweder gar nicht oder mit einem maximalen Mengenanteil von 1 % zugegeben werden. Dies kann allerdings zu mikrobiologisch bedenklichen Lebensmitteln mit sensorischen Abweichungen führen. Eine Innovation auf diesem Gebiet bietet die Verwendung von nicht-thermischem Atmosphärendruck-Plasma. Kaltes Plasma ist ein bei Atmosphärendruck ionisiertes Gas, das aus einer Vielzahl von freien Radikalen, wie u.a. Stickstoffmonoxid, Stickstoffdioxid und den Ionen Nitrat (NO3-) und itrit (NO2-) besteht und dessen Temperatur der Außentemperatur entspricht. Im Rahmen dieses Projektes soll eine neue Technologie zur Herstellung NPS-freier Brühwurst verwendet werden. Dafür muss in einem ersten Versuchsabschnitt eine Methode zur Anwendung der Plasmatechnologie zur Erzeugung ionisierten Wassers mit reproduzierbaren Nitrat- und Nitritkonzentrationen erarbeitet werden. Der Fokus liegt hierbei auf der Variation der Behandlungsparameter Zeit, Frequenz und Spannung. In dem zweiten Versuchsabschnitt soll dieses ionisierte Wasser als Nitritquelle bei der Herstellung von Brühwürsten vom Typ Mortadella eingesetzt werden. Um eine gleichbleibende Produktqualität im Vergleich zu herkömmlich hergestellten Brühwürsten zu erzielen, sollen mikrobiologische, sensorische, physikalische und chemische Untersuchungen im Anschluss an die Herstellung sowie nach einer handelsüblichen Lagerungsperiode durchgeführt werden.
Kooperationspartner:

emeritierter Direktor des Max-Planck-Institutes für Extraterrestrische Physik und jetzigem CEO der terraplasma GmbH, Prof. Dr. Dr. h.c. G. Morfill, und dessen Mitarbeitern in Garching bei München, hinsichtlich der technischen Ausgestaltung des Plasmagerätes

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