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2311 Ergebnisse.
Vorkommen und Raumnutzung der Birkhuhnprädatoren in der Lüneburger Heide
Occurrence and space usage of black grouse predators in the Lüneburg Heath
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h.c. Dr. Siebert, Ursula; Dr. Voigt, Ulrich; Dr. Keuling, Oliver; Dr. Tost, Daniel
Laufzeit: Januar 2020 bis Januar 2027
Drittmittelprojekt: Niedersächsisches Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz, 467.756 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Hannover)
Projektdetails:
Das Ziel des vorliegenden Untersuchungskonzeptes ist es, das Raum-Zeit-Verhalten von Prädatoren in Birkhuhnlebensräumen im Kontext des Prädatorenmanagements und der Pflegemaßnahmen zu bewerten und zu optimieren.
Für ein verbessertes Biotopmanagement ist es wichtig zu verstehen, wie genau sich Prädatoren im Lebensraum der Birkhühner bewegen, welche Strukturen sie bevorzugen oder auch meiden und dieses stets in Abhängigkeit von der Jahres- und Tageszeit. Daraus lassen sich potentiell prädationsgefährdete Bereiche in den verschiedenen Lebensphasen von Birkhühnern aufzeigen (Brut, Küken, Jungtiere, Winter), die z.B. durch Pflegemaßnahmen unattraktiv für Prädatoren gestaltet werden können. Darüber hinaus sind die Telemetrieergebnisse ebenfalls für ein verbessertes Prädatorenmanagement von grundlegender Bedeutung. So lassen sich aus den Aufzuchtstätten von Prädatoren und der Raumnutzung während der Aufzucht geeignete Standorte für Fallensysteme ableiten bzw. die Einwanderung von Prädatoren in potentielle Birkhuhnbruthabitate einschränken.

Folgende Fragestellungen und Ziele sollen mit dem vorliegenden Untersuchungskonzept verfolgt werden:

a.Welche Landschaftselemente werden durch bestimmte Prädatoren (Habicht, Fuchs, Marder) in den Birkhuhnkerngebieten in Verbindung mit dem umliegenden wald- und landwirtschaftlichen Flächen (edge-effect) genutzt?
b.Gibt es dabei eine jahreszeitliche Präferenz in Abhängigkeit vom Angebot an Landschaftselementen, insbesondere zur Aufzuchtzeit oder bei der Überwinterung?
c.Berechnung der Prädatorendichte bei den Raubsäugern über ein Fotofallenmonitoring und Abschätzung der Effektivität der Prädatorenbejagung
d.Wie lassen sich die verschiedenen Managementkonzepte in den Birkhuhnbiotopen (NSG Lüneburger Heide, Rheinmetall) anhand der Erkenntnisse zur Prädatorendichte und Raumnutzung für den Birkhuhnschutz optimieren?

Darüber hinaus können begleitende Untersuchungen zum genetischen Austausch der Subpopulation, der Migration und der Landschaftskonnektivität unterstützt und der "Aktionsplan Birkhuhn Lüneburger Heide" durch wissenschaftliche Expertise und Erkenntnisse vorangetrieben werden.
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Optimierung von Strahlenschutz und Bildqualität bei ausgewählten Röntgenuntersuchungen in der Klinik für Rinder
Optimization of radiation protection and image quality in selected X-ray examinations in the clinic for cattle
Projektverantwortliche: Prof. Dr. H. Seifert; PD Dr. M. Heppelmann; Dr. M. Lüpke; TÄ J. Dierking
Laufzeit: Mitte 2018 bis Anfang 2027
Kliniken/Institute:
Fachgebiet Allgemeine Radiologie und Medizinische Physik
Klinik für Rinder
Projektdetails:
Im Rahmen dieses Projekt sollen der Strahlenschutz und die Bildqualität bei typischen Indikationen für Röntgenuntersuchungen an Rindern optimiert werden. Dazu ist es notwendig, bei diesen Röntenuntersuchungen Orts- und Personendosismessungen mit Thermolumineszenzdosimetern durchzuführen.
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Optimierung der physikalisch-technischen Parameter beim Auswerten und Tempern von Thermolumineszenzdosimetern
Optimisation of the physical-technical parameters for reading and annealing of thermoluminescence dosemeters
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Hermann Seifert; Dr. Matthias Lüpke; Cornelia Haferkamp
Laufzeit: Anfang 2015 bis Anfang 2027
Kliniken/Institute:
Fachgebiet Allgemeine Radiologie und Medizinische Physik
Projektdetails:
Beim Auswerten und Tempern der Dosimeter (z. B. TLD-100H, Harshaw) wird eine Vielzahl von Parametern wirksam, die sowohl die Messgenauigkeit als auch die untere Nachweisgrenze wesentlich beeinflussen. Diese Parameter werden durch vergleichende Untersuchungen in Hinblick auf eine möglichst hohe Messgenauigkeit und eine niedrige untere Nachweisgrenze optimiert.
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Thermographie als bildgebendes Verfahren zur Ergänzung der Diagnostik bei entzündlichen und raumfordernden Erkrankungen im Kopfbereich des Pferdes
Thermography imaging as addition for diagnostic of inflammation and tumorous pathologies in the anatomic region of the equine head
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Hermann Seifert; Prof. Dr. Bernhard Ohnesorge; Dr. Maren Hellige; Dipl.-Ing. Carsten Siewert
Laufzeit: Anfang 2014 bis Anfang 2027
Kliniken/Institute:
Fachgebiet Allgemeine Radiologie und Medizinische Physik
Klinik für Pferde
Projektdetails:
Ziel der Arbeit ist es, Temperaturverteilungsmuster am Pferdekopf mittels einer Infrarotbildkamera aufzunehmen und mögliche Zusammenhänge mit pathologischen Prozessen im Bereich der Nase, Nasengänge, Nasennebenhöhlen und der Zähne zu untersuchen. Weiterhin soll der Einfluss verschiedener externer Parameter untersucht werden. Außerdem wird die Beeinflussung des IR-Bildes durch patientenbezogene Parameter untersucht.
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Experimentelle Untersuchungen mit einem optoelektronischen Messgerät (Perometer 1000 P) zur Volumenbestimmung von Pferdebeinen
Experimental investigations using an opto-electronic measuring device (Perometer 1000 P) for determination of the volume of horse legs
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Hermann Seifert; Dr. Sascha A. Bräuninger; TÄ Sarah Aurenz
Laufzeit: Anfang 2013 bis Anfang 2027
Kliniken/Institute:
Fachgebiet Allgemeine Radiologie und Medizinische Physik
Projektdetails:
Ziel der Arbeit ist es, die klinische Anwendbarkeit des neuen Perometers 1000 P für die Volumenbestimmung von Pfedebeinen zu untersuchen. In diesem Zusammenhang soll insbesondere die Messgenauigkeit dieses neuen Perometertyps im Vergleich zu einem Perometertyp älterer Bauart (Typ 1000 K) bestimmt werden. Es soll geklärt werden, welche technischen Unterschiede im Vergleich zum Vorgängermodell bestehen, wie verlässlich und genau das Perometer im Vergleich zu diesem misst, welche Fehlerquellen die Messmethode birgt und wie sich diese gegebenenfalls minimieren lassen.
Kooperationspartner:

Prof. Dr. Dirk Berens von Rautenfeld, Funktionelle und angewandte Anatomie, MHH

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Zoonotische Toxocara-Infektionen
Zoonotic Toxocara infections
Projektverantwortliche: Prof. Dr. C. Strube, PhD; V. Rüster, PhD; Prof. Dr. F. Richter Assencio
Laufzeit: Anfang 2012 bis Mitte 2027
Kliniken/Institute:
Institut für Parasitologie Zentrum für Infektionsmedizin
Institut für Pharmakologie Toxikologie und Pharmazie
Projektdetails:
Für Spulwürmer der Gattung Toxocara ist der Mensch ein typischer Fehlwirt, in dessen Gewebe sie als infektiöses Larvenstadium persistieren. Der Spulwurm kann seinen Entwicklungszyklus zwar nicht vervollständigen, jedoch kann das infektiöse Stadium durch Larvenwanderung in die verschiedenen Organe gelangen und so erhebliche Gesundheitsschäden verursachen. Um die Zoonosegefahr durch Spulwürmer zu charakterisieren, werden Studien zur Umweltkontamination, zu Infektionen bei Menschen und zur Evaluierung von Diagnostika durchgeführt. Auf Ebene der Parasit-Wirt-Interaktion werden neben immunologischen Interaktionen insbesondere auch neurologische Schäden im Wirt infolge einer Spulwurminfektion zu charakterisiert. So wird zusätzlich zur Larvenverteilung im gesamten Organismus des Wirtes die Verteilung der Larven und daraus resultierende Schädigungen im Gehirn untersucht. Hierbei werden neuropathologische Veränderungen und Genregulation im paratenischen Wirt durch Histopathologie, molekularbiologische Methoden und Verhaltensstudien beurteilt.
Resultate:

Waindok, P., Janecek-Erfurth, E., Lindenwald, D. L., Wilk, E., Schughart, K., Geffers, R., Strube, C. (2022) Toxocara canis- and Toxocara cati-induced neurotoxocarosis is associated with comprehensive brain transcriptomic alterations. Microorganisms 10, 177

 

Waindok, P., Kann, S., Aristizabal, A., Dib, J. C., Strube, C. (2021) Toxocara seroprevalence and risk factor analysis in four communities of the Wiwa, an indigenous tribe in Colombia. Microorganisms 9, 1768

 

Raulf, M.-K., Lepenies, B., Strube, C. (2021) Toxocara canis and Toxocara cati somatic and excretory-secretory antigens are recognised by C-type lectin receptors. Pathogens 10, 321

 

Waindok, P., Raulf, M. K., Springer, A., Strube, C. (2020) The zoonotic dog roundworm Toxocara canis, a worldwide burden of public health. In: Strube C., Mehlhorn H. (Hrsg.) Dog Parasites Endangering Human Health. Parasitology Research Monographs, Band 13. Springer, Cham, Schweiz. S. 5-26

 

Strube, C., Waindok, P., Raulf, M. K., Springer, A. (2020) Toxocara-induced Neural Larva Migrans (neurotoxocarosis) in rodent model hosts. Advances in Parasitology 109, 189-218

 

Strube, C., Raulf, M. K., Springer, A., Waindok, P., Auer, H. (2020) Seroprevalence of human toxocarosis in Europe - a review and meta-analysis. Advances in Parasitology 109, 375-418

Kooperationspartner:

Prof. Dr. G. Gerold, Medizinische Universität Innsbruck, Österreich

Prof. Dr. B. Lepenies, Ludwig-Maximilians-Universität München

Prof. Dr. M. Pfeffer, Universität Leipzig

Dr. S. Kann, Missionsärztliches Institut Würzburg

Prof. Dr. M. Leschnik, Veterinärmedizinische Universität Wien, Österreich

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Untersuchungen Liquor cerebrospinalis des Hundes
Examinations on the cerebrospinal fluid of the dog
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Andrea Tipold; Michelle Prielipp
Laufzeit: Mitte 2009 bis Ende 2027
Drittmittelprojekt: Gesellschaft für Kynologische Forschung, Hahn-Stiftung, DFG, DAAD, 30.000 EUR
Kliniken/Institute:
Klinik für Kleintiere
Projektdetails:
Die Untersuchung des Liquor cerebrospinalis ist ein wertvolles Instrument, um in vivo Informationen über den Zustand des zentralen Nervensystems zu erhalten. Die darin enthaltenen Zellen reflektieren zumindest teilweise die perivaskuläre Zellpopulation im ZNS. Es wurde daher eine Methode entwickelt, diese Zellen mit Hilfe der Durchflusszytometrie zu charakterisieren. Derzeit werden die Toll-like Rezeptoren näher bestimmt.
In einer 2. Studie wird untersucht, wie sich die Glukose im Liquor cerebrospinalis des Hundes verhält, und ob die Bestimmung von dieser zur Diagnostik beitragen kann oder sich proportional zur Zellzahl bzw. zur Blutglukose verhält.
In weiteren Studien werden verschiedene Biomarker, wie Tau-Protein, Chemokine, Zytokine und Abbauprodukte von Gliazellen und Nervenzellen untersucht, um einen prognostischen Faktor für Rückenmarkserkrankungen zu erhalten. Neue Methoden zur Haltbarmachung der Zellen werden evaluiert. Zusätzlich werden verschiedene Proteine auf ihre Eigenschaft als Biomarker geprüft (ApoE) und IL21.
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Immunpathologische Studien zur steril-eitrigen Meningitis-Arteriitis des Hundes (SRMA)
Immunpathological studies on steroid-responsive meningitis-arteriitis in dogs(SRMA)
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Andrea Tipold; Prof. Dr. Wolfgang Baumgärtner; Rainer Hinrichs; Dr. Jasmin Nessler
Laufzeit: 2006 bis Mitte 2027
Drittmittelprojekt: teilweise BMBF (Lichtenbergstipendium); Gesellschaft für Kynologische Forschung; Irene und Hans-Joachim Hahn-Stiftung, DAAD, 80.000 EUR
Kliniken/Institute:
Klinik für Kleintiere
Institut für Pathologie
Projektdetails:
Die steril-eitrige Meningitis-Arteriitis des Hundes (SRMA)ist die häufigste entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems des Hundes im Norddeutschen Raum. Mit Hilfe mehrerer Pathogenesestudien soll versucht werden, die Erkrankung besser zu charakterisieren, um neue Therapiestrategien entwickeln zu können. Die Zellpopulation in Liquor cerebrospinalis und Blut wurde mit Hilfe durchflusszytometrischer Studien charakterisiert. Studien zur Zytokinexpression sollen helfen, das Phänomen der hohen IgA Produktion zu erleuchten. Die Untersuchung von Toll-like Rezeptoren soll einen Hinweis auf die Ätiologie der Erkrankung liefern. Die Th17 Antwort, NETs und das Endocannabinoidsystem werden näher untersucht.
derzeit laufen Studien, ob IL 21 und ApoE in Kombination mit akute Phase Proteinen von Bedeutung sind. Es wird untersucht, ob IL 21 für neue therapeutische Interventionen eignet.
Resultate:

Arianna Maiolini, Regina Carlson, M. Schwartz, G. Gandini and Andrea Tipold: "Determination of immunoglobulin A concentrations in the serum and cerebrospinal fluid of dogs: An estimation of its diagnostic value in canine steroid-responsive meningitis-arteritis." The Veterinary Journal, 191, 219-224, 2012

 

S.A. Moore, M.Y. Kim, Arianna Maiolini, Andrea Tipold and M.J. Oglesbee: "Extracellular hsp70 release in Canine Steroid Responsive Menintis-Arteritis." Vet Immunol Immunopathol., 145, 129-133, 2012

 

Arianna Maiolini, Regina Carlson and Andrea Tipold: "Toll-like receptors 4 and 9 are responsible for the maintenance of the inflammatory reaction in canine steroid-responsive meningitis-arteritis, a large animal model for neutrophilic meningitis." J Neuroinflammation 9, 226 (1-12), 2012.

 

Arianna Maiolini, M. Otten, M. Hewicker-Trautwein, R. Carlson and Andrea Tipold: "Interleukin-6, vascular endothelial growth factor and transforming growth fator beta 1 in canine steroid responsive meningitis-arteritis." BMC Veterinary Research, 9:23, 1-10, 2013.

 

J. Freundt-Revilla, A. Maiolini, R. Carlson, M. Beyerbach, K. Rentmeister, T. Flegel, A. Fischer and Andrea Tipold: "Th17 skewed immune response and cluster of differentiation 40 ligand expression in canine steroid-responsive meningitis-arteritis, a large animal model for neutrophilic meningitis." J. Neuroinflammation 14:20, 2017. doi.10.1186/s12974-016-0784-3.

 

J.C. Wohlsein, M. Meurer, M. Mörgelin, J.N. Nessler, T. Flegel, H. Schenk, K. Jurina, K. Rentmeister, A. Fischer, T. Gödde, W. Baumgärtner, M. v.Köckritz-Blickwede and Andrea Tipold: "Neutrophil extracellular traps in CSF and serum of dogs with steroid-responsive meningitis-arteritis." Plos One 19(1):e0295268, 2024

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Speisepilz trifft Fleisch - Optimierung des Trockenreifungsprozesses mittels Inokulation mit Basidiomyceten
Edible Fungi Meet Meat - Optimization of the Dry-Aging Process Using Inoculation with Basidiomycota
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Franziska Ersoy; Dr. Sylvia Mitrenga; Dr. Juliane Hirnet
Laufzeit: Januar 2026 bis Dezember 2026
Drittmittelprojekt: Fritz-Ahrberg-Stiftung, 50.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Ständerpilze (Basidiomyceten) rücken in den letzten Jahren mehr und mehr in den Fokus der Lebensmittelwissenschaft und -industrie. Während ihres Wachstums sekretieren sie eine Vielzahl an lytisch und redoxaktiv wirksamen Enzymen und bioaktiven Verbindungen, die das Aromaprofil von gezielt inokulierten Lebensmitteln positiv beeinflussen. Deshalb soll in diesem Projekt das Potential von Speisepilzen aus der Abteilung der Basidiomyceten zur Veredelung von Rindfleisch im Rahmen des "dry-aging" untersucht werden.
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Verbesserung der Stabilität kryokonservierten Spermas für die Lagerung und den Transport bei erhöhten subniedrigen Temperaturen
Improving stability of cryopreserved sperm for storage and transport at elevated subzero temperatures
Projektverantwortliche: Willem F. Wolkers
Laufzeit: Anfang 2026 bis Ende 2026
Drittmittelprojekt: GDK - Gemeinschaft Deutscher Kryobanken, 5.000 EUR
Kliniken/Institute:
Reproduktionsmedizinische Einheit der Kliniken
Projektdetails:
In der Tierzucht und in Programmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt gewinnt der Einsatz von kryokonserviertem Sperma zunehmend an Bedeutung. Üblicherweise wird gefrorenes Sperma in flüssigem Stickstoff gelagert und transportiert, was aufgrund seiner Einstufung als Gefahrgut sowie der mit der Verwendung von (Einweg-)Kryobehältern verbundenen Transportkosten Nachteile mit sich bringt. Die Kryokonservierung in flüssigem Stickstoff ermöglicht zwar eine Langzeitlagerung, erfordert jedoch sperrige Ultratiefkühlgeräte und/oder Flüssigstickstofftanks. Letztere sind mit einem hohen Energiebedarf und hohen Kosten verbunden und hinterlassen einen großen CO₂-Fußabdruck. Könnte Sperma bei erhöhten subniedrigen Temperaturen, z. B. bei −80 oder −70 °C, ohne Verlust seiner Lebensfähigkeit konserviert werden, würde dies Lagerung und Transport erheblich erleichtern (z. B. Transport auf Trockeneis). Daher besteht Interesse an alternativen Möglichkeiten zur Lagerung und zum Transport von kryokonserviertem Sperma, d. h. ohne den Einsatz von flüssigem Stickstoff. Die Stabilität kryokonservierter Proben sowie die minimale Lagertemperatur können durch die Zugabe von Verbindungen erhöht werden, die den Glasübergang und/oder die (Re-)Kristallisation von Eis in der Gefrierformulierung beeinflussen. Beispiele für solche Verbindungen sind Protein- und Zuckerpolymere wie Polyvinylpyrrolidon (PVP), Polyethylenglykol (PEG), Polyvinylalkohol (PVA) und Ficoll. Zusätzlich zur Erhöhung der Lagerstabilität bei erhöhten subniedrigen Temperaturen hemmen einige Polymerzusätze in Gefriermedien die Eiskristall-Rekristallisation während des Erwärmens.
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