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2311 Ergebnisse.
Pilotstudie zur Untersuchung des Gesundheitszustands des Eurasischen Fischotters (Lutra lutra) in Schleswig-Holstein
Pilot study for health investigations on Eurasian otters (Lutra lutra) in Schleswig-Holstein
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Simon Rohner; Miriam Hillmann
Laufzeit: Juli 2019 bis Juni 2021
Drittmittelprojekt: MELUND Schleswig-Holstein, 157.816 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Der Eurasische Fischotter (Lutra lutra) wurde im vergangenen Jahrhundert in Schleswig-Holstein, wie auch in großen Teilen Restdeutschlands, fast ausgerottet. Seit den 90er Jahren erlebt die Art erfreulicherweise durch Unterschutzstellung und Lebensraumverbesserung wieder einen Aufwärtstrend bei uns. Der Ausbreitung der Fischotterpopulation stehen auch menschliche Interessen gegenüber. Die Gewässerqualität, die Habitatnutzung oder die Fischereiwirtschaft sind z.B. potentielle Konfliktpunkte. Es ist daher dringend notwendig, alle Parameter genauer zu erforschen, die eine Wiederansiedlung langfristig beeinflussen.
Die Basis für ein langfristiges und wissenschaftlich fundiertes Fischottermanagement ist ein umfangreiches Grundwissen über die Population. Dies beinhaltet insbesondere Untersuchungen zum Gesundheitszustand, wie das Vorkommen von Infektionskrankheiten, die Ermittlung von Todesursachen, mögliche Belastungen durch Schadstoffe und pharmazeutische Substanzen, Reproduktionsbiologie, Genetik und bestehende Nahrungspräferenzen.
Im Rahmen des Projekts soll daher ein umfassendes Untersuchungsschema für Fischotter etabliert werden. Dieses wird zusammen mit den ProjektpartnerInnenn im Rahmen eines strategischen Totfundmonitorings erarbeitet und beinhaltet die wichtigsten Parameter zu den Todesursachen, dem Gesundheitszustand und biologischen Grunddaten. Für Analysen von Schadstoffen, pharmazeutischen Substanzen und zu Nahrungspräferenzen sollen Proben asserviert werden, um sie in anschließenden Projekten zu analysieren.
Resultate:

https://www.tiho-hannover.de/fileadmin/57_79_terr_aqua_Wildtierforschung/79_Buesum/downloads/Berichte/Fischotterbericht_MELUND_2019-21.pdf

Kooperationspartner:

Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

Zoologisches Institut, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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Untersuchungen zur Tierschutzgerechtigkeit des Lebendfangs von Nutria (Myocastor coypus) sowie von Beifängen als Grundlage für ein Managementkonzept
Study concerning the animal welfare of live trapping Nutria (Myocastor coypus) and by-catch as the basis for a wildlife management concept
Projektverantwortliche: Siebert, Ursula; Gethöffer, Friederike
Laufzeit: Juni 2019 bis Dezember 2021
Drittmittelprojekt: Niedersächsisches Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz, 116.189 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Hannover)
Projektdetails:
Die Untersuchung umfasst folgende Punkte:
1.Untersuchung der Auswirkungen der Lebendfalle auf das Verhalten der Zieltierart sowie von Beifängen in der Falle (ethologische Untersuchungen)
2.Adspektion des gefangenen Tieres, Feststellung des Gesundheitszustands
3.Röntgenologische Untersuchungen
4.Obduktion der Zieltierart sowie der Beifänge
5.Zusammenfassung und Bewertung der erhobenen Befunde

Zu 1. Auswirkungen der Lebendfalle auf das Verhalten (ethologische Untersuchungen):
1 a Nutria, jagdbare Nichtzieltierarten (Waschbär, Marderhund, evtl. Fuchs)
1 b Vorbereitung eines Untersuchungskonzeptes für Biber, Fischotter
Hierfür sollen Infrarotkameras bei einer Auswahl der Fallen auf ihre Einsatzmöglichkeiten getestet werden. Das Verhalten der Tiere soll während der Fangaktion aufgenommen werden (z.B. Ausbruchsversuche, erhöhte Aktivität, Anteil von Stehen, Liegen etc.). Weiterhin sollen die Bilder bzw. Videos nach jedem Fang ausgewertet werden. Wenn nötig werden die Kamerasysteme nach jedem Einsatz weiterentwickelt und optimiert. Die ethologischen Auswertungen sollen in "time-sampling-Intervallen" erfolgen und Rückschlüsse auf Stressbelastung oder Befinden der Prädatoren geben.
Nach diesem Prinzip soll ein Untersuchungskonzept für die Beurteilung der Stressbelastung von Biber und Fischotter erstellt werden.
Zu 2. Klinische Gesundheitsbeurteilung:
Nutria, jagdbare Nichtzieltierarten (Waschbär, Marderhund, evtl. Fuchs)
Die Zieltierart wird sofort nach der Entnahme aus der Falle euthanasiert und äußerlich begutachtet. Für Nicht-Zieltierarten wird standortabhängig nach Absprache mit dem Jagdausübungsberechtigten unter Anwendung des Jagdrechtes gehandelt.
Zu 3. Röntgenologische Untersuchung:
Nutria, jagdbare Nichtzieltierarten (Waschbär, Marderhund, evtl. Fuchs)
Vor der Obduktion werden Röntgenaufnahmen vom gesamten Skelettsystem des Tieres erstellt, um Veränderungen, beispielsweise Frakturen, erkennen zu können. Diese ermöglichen bei der Obduktion eine Fokussierung auf Teile des Skelettsystems, die Veränderungen aufweisen. Ferner ist es möglich zu beurteilen, ob das Tier alte Verletzungen aufweist.
Zu 4. Obduktion:
Nutria, jagdbare Nichtzieltierarten (Waschbär, Marderhund, evtl. Fuchs)
Vor der Obduktion wird das Tier zunächst gewogen und vermessen. Das Alter und Geschlecht, sowie der Ernährungszustand werden beurteilt. Es wird eine vollständige Obduktion mit einer makroskopischen Beurteilung aller Organsysteme vorgenommen. Diese schließt auch das zentrale Nervensystem ein. Der Reproduktionsstatus des Tieres wird erfasst (z.B. Trächtigkeit). Die Beurteilung der Organe und ihr Gewicht werden in einen Befundbogen eingetragen.


Da es sich bei Fischotter und Biber um nach § 7 Abs. 2 Nr. 10 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) geschützte Tiere handelt, wird für diese Arten zunächst ein Untersuchungskonzept für eine Evaluation des Verhaltens in der Falle erstellt.
Zu 5. Zusammenfassung und Bewertung der erhobenen Befunde:
Nach Beendigung der Untersuchungen werden alle Befunde ausgewertet und zusammengefasst. Es wird eine Beurteilung der Gesamtsituation vorgenommen und eine Empfehlung für die verwendeten Fallensysteme verfasst.
Resultate:

Kurzbericht zu dem abgeschlossenen Projekt

https://www.tiho-hannover.de/fileadmin/57_79_terr_aqua_Wildtierforschung/57_Hannover/downloads/Berichte/MiniReport_Fangprojekt_2023_fin_3_.pdf

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Die Endometritistherapie bei der Stute - zwischen evidenzbasiert und anekdotisch
Equine endometritis - evidence-based and anecdotal practices
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Harald Sieme; Tierärztin Meike Kuhlmann; Dr. Martin Köhne, Dipl ECAR
Laufzeit: März 2019 bis September 2021
Kliniken/Institute:
Reproduktionsmedizinische Einheit der Kliniken
Klinik für Pferde
Projektdetails:
Ziel der Untersuchungen ist es, mittels eines Fragebogens, der deutschlandweit an Pferdepraktiker versendet werden soll, einen Überblick über das in der Praxis vorhandene Wissen über die Ätiologie, Diagnostik und Therapie zu erhalten. Durch eine Metaanalyse der vorhandenen Literatur sollen die bekannten Methoden der Endometritisdiagnostik und -therapie auf ihre wissenschaftlichen Grundlagen hin überprüft werden.
Die Studien werden in Hinblick auf ihr unterschiedliches Studiendesign untersucht und in verschiedene Evidenzstufen eingeteilt um ihre Vergleichbarkeit und Fundiertheit zu bewerten. Es ist also zu klären, ob die Endometritisdiagnostik und -therapie in Deutschland auf evidenzbasierten Studien beruht oder ob die Praktiker eher auf ihre Erfahrungen bzw. die Anekdoten von Kolleginnen und Kollegen vertrauen. Außerdem sollen neue Möglichkeiten zur Minimierung des Antibiotikaeinsatzes aufgezeigt werden.
Resultate:

doi: 10.3389/fvets.2020.00547. PMID: 32984410

Kooperationspartner:

Niedersächsisches Landgestüt Celle

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Untersuchung zur wirksamen Schmerzausschaltung bei der Saugferkelkastration mittels Lokalanästhesie
Analgesic efficacy of local anaesthetics in piglets undergoing routine castration
Projektverantwortliche: Dr. Alexandra von Altrock; Prof. Dr. Sabine Kästner
Laufzeit: August 2019 bis Juli 2021
Drittmittelprojekt: Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, 209.662 EUR
Kliniken/Institute:
Klinik für kleine Klauentiere und forensische Medizin / Ambulatorische Klinik
Klinik für Kleintiere
Projektdetails:
Im Rahmen des Projektes soll mit Hilfe verschiedener Untersuchungen beurteilt werden, inwieweit die Applikation eines Lokalanästhetikums für die chirurgische Kastration von Saugferkeln Schmerzreaktionen hervorruft und ob mit einer alleinigen Lokalanästhesie eine wirksame Schmerzausschaltung für die chirurgische Kastration von bis zu sieben Tage alten, männlichen Saugferkeln erzielt werden kann und somit die Kastration von Saugferkeln unter Lokalanästhesie ein nach dem 1. Januar 2021 rechtskonformes Verfahren darstellt. Unter standardisierten Laborbedingungen soll zunächst mithilfe von anatomischen computertomographischen Studien der beste Applikationsort und die notwendige Applikationsmenge ermittelt werden, um eine ausreichende Infiltration der relevanten sensiblen Nerven zu erzielen. Darauf aufbauend soll untersucht werden, ob bei der Verwendung der Lokalanästhetika Procain, Lidocain oder Mepivacain an diesen Injektionsstellen eine Unterdrückung des bei chirurgischer Kastration entstehenden nozizeptiven Signals erreicht werden kann. Gleichzeitig wird der Applikationsschmerz beim Einsatz der ausgewählten Lokalanästhetika mit dem Schmerz, der durch eine praxisübliche intramuskuläre Injektion (hier mit isotoner Kochsalzlösung) verursacht wird, anhand einer Kontrollgruppe verglichen. Das Anästhetikum, das eine vergleichbare Schmerzreaktion mit der Kontrollgruppe bei der Applikation aufweist sowie eine effektive Ausschaltung der Nozizeption erzielt, soll unter Feldbedingungen auf ihren schmerzausschaltenden Effekt bei der Saugferkelkastration überprüft werden.
Resultate:

https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:95-117025

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Untersuchungen zur Wirksamkeit von Geflügel-Impfstoffen
Studies on the effectiveness of poultry vaccines
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Silke Rautenschlein
Laufzeit: Juni 2019 bis Mai 2021
Drittmittelprojekt: Industrie (Veterinärpharmazeutika und Impfstoffe), 284.978 EUR
Kliniken/Institute:
Klinik für Geflügel
Details anzeigen
Untersuchung zur wirksamen Schmerzausschaltung bei der Saugferkelkastration mittels Lokalanästhesie
Effectiveness of local anaesthetics in pain control during piglet castration
Projektverantwortliche: Kästner; von Altrock; Söbbeler
Laufzeit: September 2019 bis Ende 2021
Drittmittelprojekt: Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, 211.162 EUR
Kliniken/Institute:
Klinik für Kleintiere
Klinik für kleine Klauentiere und forensische Medizin / Ambulatorische Klinik
Projektdetails:
In diesem Projekt soll mit Hilfe verschiedener Untersuchungen beurteilt werden, inwieweit die Applikation eines Lokalanästhetikums für die chirurgische Kastration von Saugferkeln Schmerzreaktionen hervorruft und ob mit einer alleinigen Lokalanästhesie eine wirksame Schmerzausschaltung für die chirurgische Kastration von bis zu sieben Tage alten, männlichen Saugferkeln erzielt werden kann und somit die Kastration von Saugferkeln unter Lokalanästhesie ein nach dem 1. Januar 2019 rechtskonformes Verfahren darstellt. Unter standardisierten Laborbedingungen soll zunächst mithilfe von anatomischen computertomographischen Studien der beste Applikationsort und die notwendige Applikationsmenge ermittelt werden, um eine ausreichende Infiltration der relevanten sensiblen Nerven zu erzielen. Darauf aufbauend soll untersucht werden, ob bei der Verwendung der Lokalanästhetika Procain, Lidocain oder Mepivacain an diesen Injektionsstellen eine Unterdrückung des bei chirurgischer Kastration entstehenden nozizeptiven Signals erreicht werden kann. Gleichzeitig wird der Applikationsschmerz beim Einsatz der ausgewählten Lokalanästhetika mit dem Schmerz, der durch eine praxisübliche intramuskuläre Injektion (hier mit isotoner Kochsalzlösung) verursacht wird, anhand einer Kontrollgruppe verglichen. Das Anästhetikum, das eine vergleichbare Schmerzreaktion mit der Kontrollgruppe bei der Applikation aufweist sowie eine effektive Ausschaltung der Nozizeption erzielt, soll unter Feldbedingungen auf ihren schmerzausschaltenden Effekt bei der Saugferkelkastration überprüft werden.
Resultate:

https://elib.tiho-hannover.de/servlets/MCRFileNodeServlet/tiho_derivate_00001402/wendts-ws21.pdf

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9597853/pdf/animals-12-02833.pdf

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DigiStep - Digitalisierungsschritte von Lehrinhalten im Tiermedizinstudium an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
DigiStep - Digitization steps of teaching content in veterinary studies at University of Veterinary Medicine Hannover, Foundation
Projektverantwortliche: Dr. Martina Buchholz; PD Dr. S. Aboling; Prof. Dr. Heike Pröhl; Prof. Dr. Klaus Jung; Dr. Beate Röll u.a.
Laufzeit: Januar 2019 bis Dezember 2021
Drittmittelprojekt: Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, 299.878 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Fachgebiet Allgemeine Radiologie und Medizinische Physik
Institut für Tierernährung
Institut für Zoologie
Institut für Tiergenomik
Projektdetails:
Das Projekt ist so konzipiert, dass digitale Medien in verschiedenen Kontexten angewendet werden. Neben Online-Lernmodulen und Fallbeispielen sollen Videomaterial und Vortrags- sowie Vorlesungsaufzeichnungen eingesetzt werden, so dass E-Learning-Konzepte wie Blended Learning und Inverted Classroom umsetzbar sind. Darüber hinaus werden mit dem Projekt die Zoologischen Übungen, bei denen Präparationen an eigens zu diesem Zwecke getöteten Tiere vorgenommen werden, umgestellt und dadurch die Anzahl von verwendeten Tieren erheblich reduziert. Durch die im Studium frühe Implementation der Digitalisierung der Lehre wird der Weg für weitere digitale Lehrformen im späteren Verlauf des Studiums und für die Weiterentwicklung des bestehenden Curriculums bereitet.
Resultate:

Liebig P, Pröhl H, Sudhaus-Jörn N, Hankel J, Visscher C, Jung K (2022) Interactive, browser-based graphics to visualize complex data in education of biomedical sciences for veterinary students. Medical Science Educator https://doi.org/10.1007/s40670-022-01613-x

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Entwicklung und Validierung eines Metagenom-Sequenzierungsverfahrens zum Nachweis von Lebensmittelinfektionserregern im Trinkwasser
Development and validation of a metagenome sequencing method for the detection of foodborne pathogens in drinking water
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Corinna Kehrenberg; Prof. Dr. Madeleine Plötz; Dr. Diana Seinige; PD Dr. Carsten Krischek
Laufzeit: Oktober 2019 bis Oktober 2021
Drittmittelprojekt: Drittmittelprojekt, gefördert durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr., 272.949 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Viele mikrobielle Pathogene werden über kontaminiertes Trinkwasser übertragen und lösen beim Menschen schwere Erkrankungen aus. Daher ist es erforderlich, dass Trinkwasser ständig überwacht und eine mikrobielle Kontamination ausgeschlossen wird. Die Einhaltung von Grenzwerten der Trinkwasserverordnung ist hierbei vorgeschrieben. Das Monitoring beschränkt sich in der Regel aber auf die Detektion von Indikator-Organismen, die eine fäkale Kontamination des Wassers anzeigen und das Vorkommen pathogener Mikroorganismen Voraussagen sollen. Dennoch werden immer wieder Krankheitsausbrüche durch kontaminiertes Trinkwasser verzeichnet, bei dessen Überprüfung keine Indikatorbakterien nachzuweisen waren. Ebenfalls können Mikroorganismen im Trinkwasser enthalten sein, die in der Routinediagnostik nicht erfasst werden. Durch die Entwicklung eines neuen Verfahrens, durch welches die mikrobielle Diversität und das Vorkommen von pathogenen Mikroorganismen aus Trinkwasserproben umfassend untersucht wird, könnten zukünftig neue Standards der Trinkwasseruntersuchung gesetzt werden. Hierfür ist "Next Generation Sequencing" (NGS) eine sehr vielversprechende Methode. Ziel des Projektes ist es daher, durch eine Metagenom-Sequenzierung eine parallele Analyse von großen Mengen an DNA- bzw. RNA-Sequenzen durchzuführen und die mikrobielle Diversität von Wasserproben zu erfassen. Erste Ansätze, in denen NGS-Technologien zu diesem Zweck verwendet wurden, sind in der Literatur beschrieben. Dennoch muss zunächst die Isolierung und Konzentrierung von Mikroorganismen aus Wasserproben optimiert werden. Auch die Protokolle, Methoden und bioinformatischen Pipelines müssen angepasst werden, um die Schwierigkeiten der Detektion pathogener Mikroorganismen aus Trinkwasser zu überwinden. Die hierfür notwendigen Protokolle werden in dem geplanten Projekt erarbeitet. Anschließend wird eine Validierung des Verfahrens gegen die gemäß Trinkwasser-Verordnung vorgeschriebenen Methoden oder vergleichbare Referenzmethoden vorgenommen. Dabei steht die Ermittlung der analytischen wie auch der diagnostischen Sensitivität und Spezifität als wesentlicher Kern dieses Forschungsvorhabens im Vordergrund. Des Weiteren wird die Methodik für unterschiedliche Wasserproben (z.B. Trinkwasser, Oberflächenwasser) erarbeitet und etabliert und mit Hilfe von Feldproben auf ihre Praxistauglichkeit getestet.
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Sterben wie ein Hund? Konvergenzen und Divergenzen im human- und veterinärmedizinethischen Diskurs zum Lebensende von Menschen bzw. Heimtieren und Folgen für die Verhältnisbestimmung von Medizin- und Tierethik
Dying a dog's death? Converging and diverging ethical discourses in human and veterinary medicine about the end of life care for humans and pets and some consequences for the relations between medical and animal ethics
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Peter Kunzmann; Kirsten Persson; Johanna Risse
Laufzeit: Januar 2019 bis Dezember 2021
Drittmittelprojekt: DFG, 299.250 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Tierhygiene Tierschutz und Nutztierethologie
Projektdetails:
Auf Ebene der Forschung und Therapie sind Human- und Tiermedizin eng miteinander verzahnt. Dies gilt jedoch kaum für die ethischen Diskussionen um den sinnvollen Einsatz der zur Verfügung stehenden Diagnostik, Medikamente bzw. Techniken in Human- und Veterinärmedizin. Dies verwundert, da Heimtiere zu sog. "Familienmitgliedern" geworden sind. Erfahrungen mit kranken und sterbenden Tieren wirken hier mutmaßlich auf Behandlungsentscheidungen in der Humanmedizin zurück (und umgekehrt). Das Projekt behandelt dieses Verhältnis von moralischen und ethischen Fragestellungen in der Human- und Tiermedizin am Beispiel von Therapiezielentscheidungen am Lebensende. Untersucht wird dies erstens auf Ebene der deskriptiven Ethik: Wie fließen Erfahrungen im Umgang mit moribunden Tieren in Therapiezielentscheidungen bei Menschen ein? Inwiefern finden sich moralische Prämissen aus der Humanmedizin in der Behandlung von sterbenden Tieren wieder? Untersucht wird dies zweitens auf Ebene der normativen Ethik: Auf welche Prinzipen, Güter und Werte greifen die ethischen Diskurse in Tier- und Humanmedizin gleichermaßen zurück? Worin unterscheiden sie sich grundsätzlich oder in der Gewichtung? Inwieweit werden Konzepte wie Würde oder Humanität jeweils metaphorisch, analog, univok etc. gebraucht? Untersucht wird dies drittens auf Ebene der Metaethik: Wie hängen die Disziplinen Medizinethik und Tierethik zusammen? Sind sie zwei Aspekte einer gemeinsamen Bioethik? Sind sie zwei weitgehend unabhängige Bereichsethiken? Was bedeutet dies für das Verständnis von
Medizin-, Tier- und Naturethik? Abgrenzung und Verschränkung von Tier- und Medizinethik werden so exemplarisch für das Lebensende aufgezeigt, konvergente, divergente und/oder zeitversetzte Entwicklungen in Moral, normativer Ethik und Metaethik werden herausgearbeitet. Die Untersuchungen werden zum Verständnis ggf. abweichender Einschätzungen etwa in Alltagsmoral, Klinischer Ethikberatung und Moralphilosophie beitragen.
Resultate:

Für den Verlauf des Projekts prägend war die frühe Entscheidung, die im Antrag avisierte parallele Untersuchung human- und tiermedizinischer bzw. medizinethischer Kategorien aufzugeben. Es hat sich rasch gezeigt: Medizinisch sind viele Maßnahmen am Lebensende bei genauerem Hinsehen nicht vergleichbar: medizinethisch stellen Tiere einen anderen Typus von Patient dar als zustimmungsfähige erwachsene Menschen. Vergleichbar sind hier eher marginal cases. Das Projekt hat sich entsprechend fokussiert auf jene Zonen, in denen echte Konvergenzen zu beobachten sind, die implizit und explizit benannt werden können.

Die konzeptionellen Überlegungen im ersten Projektteil beleuchteten insbesondere die auf den ersten Blick widersprüchlichen Konvergenzen aus den Bereichen Euthanasie (für Mensch und Tier) und Hospiz (ebenfalls für beide Patientengruppen), die jeweils aktuell neu diskutiert werden und in der human- und tiermedizinischen Ausbildung und Berufspraxis eine höhere Tragweite erhalten könnten.

In einem praktischen Projektteil wurde zum einen eine disziplinübergreifende Fokusgruppenstudie durchgeführt. Es zeigte sich klar, dass Human- und Tiermedizin in Lebensende-Fragen voneinander lernen und von einem Austausch profitieren können und dass weiterhin trotz der Verschiedenheit der Patientinnen gemeinsame Herausforderungen bestehen. Gleichzeitig wurden Trennlinien deutlich, insbesondere wenn es um die Frage des aktiven Tötens von Patienten und die damit verbundenen ethischen, persönlichen, aber auch technischen Herausforderungen ging.

In einer weiteren, quantitativen Studie wurde zum anderen die Kontextabhängigkeit bestimmter ethischer Bewertungsschema untersucht, etwa, was rechtlich erlaubt oder technisch möglich ist, aber auch, inwiefern Faktoren wie Alter, Krankheit, Bewusstseinszustand oder Autonomie bei Lebensende-Entscheidungen für menschliche und tierliche Patientinnen eine Rolle spielen - und zwar sowohl aus Sicht medizinischer Laien als auch aus der involvierter Berufsgruppen. Auch hier zeigte sich, dass insbesondere die marginal cases für den Vergleich mit tierlichen Patienten herangezogen werden und das pluralistische Auffassungen zu Fragen des Alterns und des guten Sterbens für Mensch und Tier zu finden sind.

Kooperationspartner:

Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin, Medizinische Hochschule Hannover,

Dr. Gerald Neitzke

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Erstellung echokardiographischer Referenzwerte für die Rasse Mops
Breed‐specific reference ranges for standard echocardiography in pugs
Projektverantwortliche: Dr. J.-P. Bach; Prof. I. Nolte; P. Wiegel; R. Mach
Laufzeit: Mai 2019 bis März 2021
Kliniken/Institute:
Klinik für Kleintiere
Projektdetails:
Die Echokardiographie ist ein essentieller Bestandteil der Abklärung von Herzerkrankungen des Hundes. Hierbei spielt die Erhebung von verschiedenen Messwerten eine große Rolle. Aufgrund der unterschiedlichen Körpergröße und -konformation verschiedener Hunderassen gibt es auch rassespezifische Unterschiede in der Anatomie des Herzens. Um eine Verbesserung der echokardiographischen Abklärung von Hunden der Rasse Mops zu ermöglichen, werden in dieser Studie echokardiographische Referenzwerte für den Mops ermittelt.
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