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2311 Ergebnisse.
Einfluss des Zugangs zu Beschäftigungsmaterial auf das Verhalten und die Herdengesundheit von Jung- und Legehennen in Praxisbetrieben
Access to environmental enrichment and the influence on the behaviour and health of pullets and laying hens in commercial farms
Projektverantwortliche: Sarah Freytag; Birgit Spindler; Nicole Kemper
Laufzeit: Juni 2014 bis Februar 2016
Drittmittelprojekt: Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, 244.199 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Tierhygiene Tierschutz und Nutztierethologie
Projektdetails:
Im Rahmen des Projektes soll auf zwei Modellbetrieben - ein Aufzucht- und ein Legebetrieb - in denen eine Vielzahl von nicht schnabelgekürzten Herden unter einheitlichem Management geführt werden, die vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz herausgegebenen "Empfehlungen zur Verhinderung von Federpicken und Kannibalismus zum Verzicht auf Schnabelkürzen bei Jung- und Legehennen", einschließlich einer automatisierten Körnergabe in die Einstreu, konsequent umgesetzt und wissenschaftlich beurteilt werden. Die in der Haltung und im Management dieser Herden vorgenommenen Weiterentwicklungen sollen im Hinblick auf die Wirksamkeit Federpicken und Kannibalismus zu vermeiden geprüft werden. Ferner soll ein indikatorbasiertes Frühwarnsystem etabliert werden, um Fehlentwicklungen umgehend aufzuzeigen, um zukünftig rechtzeitig gegensteuern zu können.

Gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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Erfassung des Rotwildbestandes auf den Truppenübungsplätzen Bergen, Munster Nord und Munster Süd
Assessing red deer density at the military training areas Bergen, Munster Nord and Munster Süd
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Ursula Siebert; Dipl. Biol. Reinhild Gräber; Dr. Katrin Ronnenberg
Laufzeit: März 2014 bis August 2016
Drittmittelprojekt: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Bundesforstbetrieb Lüneburger Heide, 108.077 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Hannover)
Projektdetails:
Zuverlässige Angaben zu Schalendwild-Bestandsdichten als Trend-Indizes oder in Form von Abundanzen sind für ein modernes Wildtiermanagement zwingend erforderlich. Die Kenntnisse über die Populationsgröße von einzelnen Schalenwildarten sind auch grundlegende Voraussetzungen für nachhaltige Bestandsregulationen. Fundierte Entscheidungen für Abschusspläne sind schwierig zu treffen und nicht zuletzt aus diesem Grund wird das momentane Schalenwildmanagement besonders vor dem Hintergrund des sogenannten "Wald + Wild - Konfliktes" kontrovers diskutiert (Ammer et al. 2010). Um gezielt effektive Maßnahmen einzuleiten und Fehlurteile zu vermeiden, müssen die Hauptaufenthaltsgebiete bekannt sein. Darüber hinaus werden Managementmaßnahmen von den verschiedenen Interessensgruppen und Betroffenen nur dann akzeptiert und umgesetzt, wenn sie auf nachvollziehbaren und wissenschaftlichen Daten beruhen.
Daher ist es besonders wichtig mittels valider Zählmethoden Bestandsdichten und -trends zu erfassen. Nur so können Daten erhoben werden, die die Basis für ein von allen Seiten akzeptiertes Wildtiermanagement bilden können.
Ziel des Projektes ist die Erfassung und Dokumentation des Rotwildbestandes auf den Truppenübungsplätzen Bergen, Munster Nord und Munster Süd. Die Bestandserfassung erfolgt mittels nächtlicher Zählfahrten mit einer Wärmebildkamera, jeweils im Frühjahr der Jahre 2014, 2015 und 2016. Diese Zählungen erfolgen in Absprache mit dem Bundesforstbetrieb Lüneburger Heide. Ausgewertet werden die Erhebungen via distance sampling.
Zusätzlich soll pro Untersuchungsgebiet ein fluggestützter Survey erfolgen. Die Untersuchungsergebnisse sollen nach statistischer Auswertung miteinander verglichen werden.
Resultate:

www.iugb2017.com abstract book

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Herstellung von Brühwurst ohne Nitritpökelsalz
Production of sausage without nitrite curing salt
Projektverantwortliche: Dr. A. Boulaaba; PD Dr. C. Krischek; Prof. G. Klein
Laufzeit: Anfang 2014 bis November 2016
Drittmittelprojekt: Fritz-Ahrberg-Stiftung, 85.050 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit
Projektdetails:
Erarbeitung und Umsetzung neuer Technologien zur Optimierung der Haltbarkeit und der sensorischen Eigenschaften von Brühwurst.
Resultate:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28527368

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Einfluss des Zugangs zu Beschäftigungsmaterial auf das Verhalten und die Herdengesundheit von Jung- und Legehennen in Praxisbetrieben
Access to environmental enrichment and the influence on the behaviour and health of pullets and laying hens in commercial farms
Projektverantwortliche: Sarah Freytag; Birgit Spindler; Nicole Kemper
Laufzeit: Juni 2014 bis Februar 2016
Drittmittelprojekt: Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, 244.199 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Tierhygiene Tierschutz und Nutztierethologie
Projektdetails:
Im Rahmen des Projektes soll auf zwei Modellbetrieben - ein Aufzucht- und ein Legebetrieb - in denen eine Vielzahl von nicht schnabelgekürzten Herden unter einheitlichem Management geführt werden, die vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz herausgegebenen "Empfehlungen zur Verhinderung von Federpicken und Kannibalismus zum Verzicht auf Schnabelkürzen bei Jung- und Legehennen", einschließlich einer automatisierten Körnergabe in die Einstreu, konsequent umgesetzt und wissenschaftlich beurteilt werden. Die in der Haltung und im Management dieser Herden vorgenommenen Weiterentwicklungen sollen im Hinblick auf die Wirksamkeit Federpicken und Kannibalismus zu vermeiden geprüft werden. Ferner soll ein indikatorbasiertes Frühwarnsystem etabliert werden, um Fehlentwicklungen umgehend aufzuzeigen, um zukünftig rechtzeitig gegensteuern zu können.

Gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Resultate:

Die wissenschaftliche Begleitung der Haltung der nicht schnabelgekürzten Herden unter Praxisbedingungen mit dem Fokus auf dem Angebot von diversen Beschäftigungsmaterialien konnten zeigen, dass der Gefiederzustand und das Ausmaß von Hautverletzungen durchaus durch das Angebot von Beschäftigungsmaterial beeinflusst werden kann. Dabei erwies sich der Einsatz von Luzerneheu als besonders effektiv, Gefieder- und Hautschäden zu reduzieren. Auch stellte sich die Tierbeurteilung mittels "schnellen Hennescore" als durchaus geeignet heraus, erste Anzeichen von Federpicken und Kannibalismus zu erkennen.

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Ansätze zur Überwachung und Kontrolle von Paratuberkulose in Deutschland - bedingt durch Freiwilligkeit und Föderalismus
Prevalence Estimation for Paratuberculosis in Germany - Conditioned by Voluntariness and Federalism
Projektverantwortliche: Lena Lütticke; Dr. Amely Campe; Dr. Heike Köhler
Laufzeit: 2014 bis 2016
Kliniken/Institute:
Institut für Biometrie Epidemiologie und Informationsverarbeitung
Projektdetails:
Paratuberkulose bei Rindern ist eine meldepflichtige Krankheit in Deutschland. Seit 1995 muss die Meldung von Fällen im nationalen Tierseuchnachrichtensystem (TSN) erfolgen. Derzeit gibt es kein nationales obligatorisches Überwachungs- und Bekämpfungsprogramm. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat Empfehlungen für hygienische Anforderungen an das Halten von Wiederkäuern veröffentlicht, welche auch spezifische Hygienemaßnahmen gegen Paratuberkulose enthalten.
Die Studie hat zum Ziel, einen Überblick über die Zusammensetzung der Informationen, die in den TSN-Meldedaten zur Paratuberkulose enthalten sind, zu erlangen. Weiterhin sollen Einflüsse auf die Meldedaten untersucht werden. Föderalismus, Freiwilligkeit, das passive Monitoringsystem, die Meldekaskade sowie die Falldefinition sollen dabei besonders berücksichtigt werden. Schließlich soll ein Überblick erlangt werden über die bestehenden Ansätze für MAP-Überwachung auf regionaler bzw. Bundeslandsebene.
Mehr als 6.600 MAP-Fälle wurden seit 1995 in TSN gemeldet. Jedoch muss berücksichtigt werden, dass Meldungen abhängig von dem Bewusstsein der Meldebeteiligten sind. Dieses Bewusstsein ist getriggert durch regionale Kontrollprogramme oder Kompensationszahlungen. Weiterhin spielen die Bereitschaft des Landwirts und der weiteren Meldebeteiligten zur Untersuchung verdächtiger Rinder eine Rolle. Dies ist insbesondere von Bedeutung, da die offizielle Meldung positiver Testergebnisse den Tierhandel und Export für einige nachfolgende Jahre behindern kann.
Es wurden bereits verschiedene regional freiwillige Programme aufgesetzt, die mit oder ohne finanzielle Entschädigung der Betriebe für Testung und Merzung der Tiere betrieben werden (Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Thüringen, Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern).
Prävalenzschätzungen auf nationaler Ebene sind derzeit weder mittels der TSN-Daten noch mittels einer Zusammenfassung der regionalen Programme möglich. Dies geht im Wesentlichen darauf zurück, dass die Überwachung in Deutschland freiwillig ist und auf regionaler Ebene unterschiedlich organisiert ist. Systeme sind nicht harmonisiert bezüglich der diagnostischen Tests, des Testregimes, der Falldefinitionen, etc. Eine Entwicklung hin zu einer verbesserten Prävalenzschätzung erfordert die Fortbildung der an der Meldekaskade beteiligten Stakeholdergruppen, wenige Anpassungen in TSN sowie einen Runden Tisch für eine gemeinsame Diskussion der Entscheidungsträger auf regionaler und Bundesebene. Dies können auch die ersten Schritte zu einem harmonisierten Überwachungsprogramm sein.

Paratuberculosis in cattle is a reportable disease in Germany. Since 1995 cases are to be reported in the national Animal Disease Information System (TSN). Currently, no nationwide, mandatory surveillance system is in place, The Federal Ministry of Food and Agriculture (BMEL) provides a guideline for hygienic recommendations for the housing of ruminants, which also offers specific hygiene measures against paratuberculosis.
The study aims at giving an overview of the composition of information in TSN reporting data for MAP. Furthermore, the influences on the reporting data are to be investigated. Federalism, voluntariness, the passive monitoring system, the reporting cascade and the case definition are to be considered especially. Finally, an overview of the existing attempts for MAP surveillance on federal state level should be provided.
More than 6,600 cases have been reported to TSN between 1995 and April 2014. However, it has to be taken into account, that reports are biased by the disease awareness. This is triggered by regional control or compensation programs. Fur-thermore, the willingness of the farmer and the reporter to investigate suspicious cattle for this disease play a role. This is especially important, because positive results might hamper animal trade and export for several subsequent years.
Regional voluntary surveillance system have already been set up with and without financial support of the participating farms for testing or culling of animals (North Rhine-Westphalia, Saxony, Thuringia, Baden-Wuerttemberg, Bavaria, Brandenburg and Mecklenburg-Western Pomerania,).
Prevalence estimation on a national basis is not possible at present, neither from TSN data nor from the regional attempts for active surveillance. Predominant reasons for this are that surveillance in Germany is voluntary and organized on a federal basis in different surveillance systems. These systems are not harmonized regarding diagnostic tests used, test regimen, case definition, etc. A development towards a better prevalence estimation requires (1) training of the stakeholder groups involved in the reporting cascade, (2) a few adjustments in TSN and (3) a round-table for a joint discussion between regional and national decision makers. These may also be the next steps towards a harmonized surveillance programme.
Kooperationspartner:

Institut für molekulare Pathogenese, Friedrich-Löffler-Institut, Jena

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Pflanzenschutzmitteleinsatz in Fasanlebensräumen
Application of pesticides in pheasant habitats
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Med. vet. Jennifer Liebing; Dipl.-Biol. Ulrich Voigt; Med. vet. Jan Lakemeyer
Laufzeit: September 2014 bis Mai 2016
Drittmittelprojekt: Deutscher Jagdverband e. V., 97.570 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Hannover)
Projektdetails:
Im Rahmen der vorliegenden Studie wird das Thema "Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und deren Effekte auf den Fasan" untersucht. Derzeit gibt es keinen konkreten Verdacht auf ein bestimmtes Pflanzenschutzmittel (PSM), dass mit dem Fasanenrückgang in den letzten Jahren in Verbindung steht. Allerdings verdichten sich die Hinweise auf eine erhöhte Kükensterblichkeit, die einerseits mit einer reduzierten Insektenverfügbarkeit als Sekundäreffekt des PSM-Einsatzes und andererseits mit direkten Effekten wie Toxizität oder Immunsuppression in Zusammenhang stehen könnte. Mit der Studie soll hauptsächlich geklärt werden inwieweit der PSM-Einsatz flächenscharf und retrospektiv erhoben werden kann und ob sich Effekte auf die Bestandsentwicklung beim Fasan darstellen lassen.

In diesem Zusammenhang werden auch stichprobenartige Analysen auf bestimmte Pflanzenschutzmittel in ausgewählten Organen von Fasanen unterschiedlicher Altersklassen durchgeführt.Darüber hinaus soll der Frage der Insektenverfügbarkeit in verschiedenen Habitatstrukturen im Rahmen einer Pilotstudie nachgegangen werden
Resultate:

Ronnenberg, K., Strauß, E., & Siebert, U. (2016). Crop diversity loss as primary cause of grey partridge and common pheasant decline in Lower Saxony, Germany. BMC ecology, 16(1), 39

http://dx.doi.org/10.1186/s12898-016-0093-9

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Effekte einer oralen Inulin-Supplementierung auf Trimethoprim/Sulfadiazin induzierte Veränderungen des mikrobiellen Stoffwechsels im equinen Caecum
Effects of an oral inulin supplementation on trimethoprim/sulfadiazine induced changes of microbial metabolism in the equine caecum
Projektverantwortliche: Anja Cehak; Markus Pez; Susanne Riede; Gerhard Breves
Laufzeit: Anfang 2014 bis Mitte 2016
Kliniken/Institute:
Institut für Physiologie und Zellbiologie
Projektdetails:
Die Verabreichung von Antibiotika ist grundsätzlich mit dem Risiko verbunden, die Gleichgewichtsbedingungen der mikrobiellen Flora im Dickdarm zu beeinflussen, was beim Pferd in Einzelfällen in einer tödlich verlaufenden Typhlocolitis resultieren kann. Um das Risiko einer Antibiotika-induzierten Typhlokolitis zu reduzieren, werden Prebiotika verabreicht. Beim Pferde liegen nur wenige Studien zur Wirksamkeit von Prebiotika vor. Das Antibiotikum Trimethoprim/Sulfadiazin ist ein Antibiotikum, das in der Pferdepraxis bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt wird. Ziel der Studie ist es, den potentiell protektiven Effekt des Prebiotikums Inulin nach oraler Gabe auf Trimethoprim/Sulfadiazin-induzierte Veränderungen des mikrobiellen Stoffwechsels im Caecum des Pferdes mit Hilfe der Kolonsimulationstechnik (COSITEC) zu untersuchen.
Resultate:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31393892

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Untersuchungen zum Rückgang der Fasanenbestände in Niedersachsen
Causes of Decline in Pheasants and Gray Partridge in Lower Saxony
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Med. vet. Nele Curland; Med. vet. Jennifer Liebing; Dr. Friederike Gethöffer
Laufzeit: April 2014 bis Dezember 2016
Drittmittelprojekt: Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, 210.414 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Hannover)
Institut für Pathologie
Klinik für Geflügel
Institut für Parasitologie Zentrum für Infektionsmedizin
Institut für Tierhygiene Tierschutz und Nutztierethologie
Projektdetails:
Der Fasan (Phasianus colchicus) ist eine der bedeutendsten Niederwildarten für die Jagd in Niedersachsen und hat in den letzten 20 Jahren in weiten Teilen Niedersachsens hohe Besatzdichten erreicht.
Nachdem bereits im Jagdjahr 2008/09 in weiten Teilen des westlichen Niedersachsens ein Rückgang der Jagdstrecke zu verzeichnen war, gab es auch in den Folgejahren vornehmlich im westlichen Niedersachsen wieder hohe Besatzrückgänge.
Das Rebhuhn (Perdix perdix) verzeichnet bereits seit den 1970er Jahren einen starken Besatzrückgang, so dass sein Bestand in Europa als gefährdet gilt. Daher wird auf die Bejagung des seltenen Niederwildes in Niedersachsen freiwillig verzichtet. Es bevorzugt Lebensräume, die sich u. a. durch wechselnde Mehrfruchtnutzung in der Landwirtschaft sowie hohen Grenzlinienanteil auszeichnen.
Es ist anzunehmen, dass es sich bei den auftretenden Besatzrückgängen um ein multifaktorielles Geschehen handelt.
Der wesentliche Teil der biotischen Einflussfaktoren, die im Rahmen dieser Untersuchung quantifiziert werden, sind Krankheitserreger. Über das Vorkommen dieser Erreger, zu denen Viren, Bakterien und Parasiten gehören, ist beim wildlebenden Fasan wenig bekannt. Die geographische Nähe des Untersuchungsgebietes zu Wirtschaftsgeflügelstandorten mit den dort typischen Krankheitserregern birgt die Möglichkeit eines Eintrags in die Wildvogelpopulation. Während für andere Wildarten hierzu zahlreiche Erkenntnisse vorliegen, wie beispielsweise bei der Übertragung der Klassischen Schweinepest zwischen Haus- und Wildschweinen, sind die epidemiologischen Faktoren für die Wildvogelpopulation weitgehend unbekannt. Auch die Frage der Pathogenität verschiedener Geflügelerkrankungen für den Wildvogelbesatz teilweise unklar. Darüber hinaus ist die Ausbringung von Krankheitserregern oder Giftstoffen im weitesten Sinne über Tiermist, Gülle oder Gärsubstrate in Erwägung zu ziehen.
In parallel laufenden Projekten am ITAW wird der Einfluss abiotischer Faktoren des spezifischen Lebensraumes untersucht.
Resultate:

Der anhaltende Rückgang von Fasanen- und Rebhuhnbesätzen im nordwestlichen Niedersachsen, Nordrhein-Westfahlen und Schleswig-Holstein wurde zum Anlass genommen der Frage eines möglichen Krankheitsgeschehens in den Populationen nachzugehen.

 

Die Untersuchungsergebnisse zeigen auf, dass keine einzelne hochpathogene Erkrankung die Fasane versterben lässt, sondern vielmehr scheinen verschiedene Erkrankungen und unterschiedliche Erreger die Population zu belasten. Im Zusammenspiel mit weiteren Umweltfaktoren, wie Prädation, Habitatveränderung, Witterung und Belastungen durch Pflanzenschutzmittel, Tiermist und Gülle spielen Krankheitserreger offensichtlich eine wichtige Rolle. Die Folgen von Erkrankungen, die die Fasane schwächen, ihr Fluchtverhalten vermindern und die Aufzuchterfolge minimieren, können gravierend für die Populationsentwicklung sein. Erste Hinweise auf einen zusätzlichen Einfluss durch den Eiweißgehalt in der Nahrung der Jungtiere konnte aufgezeigt werden, da es sowohl zu Verzögerungen in der körperlichen Entwicklung kam, als auch die Kompetenz des Immunsystems differierte.

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Untersuchung der somatotropen Achse mit besonderer Bedeutung der proteolytischen Spaltung von IGFBP4 in der frühen Trächtigkeit des Rindes
Proteolytic degradation of IGFBP4 during early pregnancy in cattle
Projektverantwortliche: Schmicke geb. Piechotta
Laufzeit: Juni 2014 bis Juni 2016
Kliniken/Institute:
Klinik für Rinder
Projektdetails:
Die IGFBPs tragen in vielfältiger Weise zur Funktion und Wirksamkeit von IGF-I und -II bei, indem sie zum Beispiel deren Transport durch das Endothel erleichtern oder verhindern (FIRTH und BAXTER 2002) oder ihre Bindung an Rezeptoren vermitteln (MONZAVI und COHEN 2002). Aus Studien an Ratten und beim Menschen ist bekannt, dass durch die Proteolyse von IGFBPs die insulinähnlichen Wachstumsfaktoren freigesetzt und damit in der Frühträchtigkeit bzw. in der frühen Schwangerschaft verfügbar gemacht werden. Ziel dieses Projektes ist es beim Rind zu prüfen, ob es ebenfalls zur Proteolyse der IGFBPs während der Gavidität kommt.
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Lateralität bei Pferden im Zusammenhang mit Flucht- und Erkundungsverhalten
Laterality in horses in association with escape and exploratory behavior
Projektverantwortliche: Hackbarth; Bohnet; Osterholz
Laufzeit: Mitte 2014 bis Ende 2016
Kliniken/Institute:
Institut für Tierschutz und Verhalten
Projektdetails:
Es soll herausgefunden werden, ob es einen Unterschied im Flucht- und Erkundungsverhalten bei Pferden in Abhängigkeit von ihrer visuellen Lateralität gibt.
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