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2311 Ergebnisse.
Artenschutzgenetik und Phylogeographie afrikanischer Libellenarten
Biodiversity and global change (BIOLOG); Dragonflies as a model system; Section Southafrica
Projektverantwortliche: PD Dr. Heike Hadrys
Laufzeit: 2002 bis 2010
Drittmittelprojekt: BMBF, 155.495 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Tierökologie
Projektdetails:
Libellen zeigen in den Tropen ihre höchste Diversität und eignen sich aufgrund ihres komplexen aquatisch-terrestrischen Lebenszyklus und ihrer spezifischen Habitatpräferenz hervorragend als Indikatororganismen für Gewässerqualitäten im (als Larven) und außerhalb des Wassers (als Adulte). Im Rahmen des BMBF Projektes BIOTA Süd beschäftigen wir uns mit der Populationsgenetik und Phylogenie ausgewählter Libellenarten im südlichen Afrika. Hierbei steht die Erfassung von genetischen Diversitäten, Populationsstrukturen und Dynamiken sowie Untersuchungen zur historischen und aktuellen Artbildung im Vordergrund. Eine Studie im ariden Namibia liefert z.B. erstmalig Einblicke in die Verhaltens- und Ausbreitungsstrategien eines in der Wüste lebenden und an Gewässer gebundenen Insekts. Unter Einbeziehung von genetischen, morphologischen und ökologischen Daten konnten desweiteren zwei neue Libellenarten entdeckt und beschrieben werden. Diese zwei neuen Arten sind zueinander kryptisch, das heißt morphologisch identisch. Unter Anwendung des taxonomischen Zirkels konnten die beiden Arten aber sicher von ihrer ursprünglichen Art abgegrenzt und somit entdeckt werden.
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Expression von "Uhren"-Genen im SCN und peripheren Organen von Hamstern
Expression of clock genes in the SCN and peripheral organs of hamsters
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Stephan Steinlechner; Dipl.-Biol. Annika Herwig
Laufzeit: Anfang 2001 bis Mitte 2010
Drittmittelprojekt: Biotechnology and Biological Sciences Research Council (BBSRC) und Eigenmittel
Kliniken/Institute:
Institut für Zoologie
Projektdetails:
Die für das molekularen "Räderwerk" der inneren Uhr von Säugetieren wichtigen Gene werden nicht nur in der Zentraluhr, den suprachiasmatischen Nuclei (SCN) des Hypothalamus exprimiert, sondern auch in peripheren Organen, wie Herz, Lunge, Leber und Nieren. Untersucht werden soll wie die zentrale Uhr und die peripheren Oszillatoren miteinander synchronisiert werden und wie dadurch insbesondere der Energiestoffwechsel von Dsungarischen Zwerghamstern (Phodopus sungorus) im Tages- und Jahresverlauf reguliert wird.
Kooperationspartner:

Prof. Andrew Loudon, University of Manchester; England

Dr. Hugh Piggins, University of Manchester; England

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Untersuchung zur Stressbelastung von Hunden und Wildschweinen bei der Ausbildung zur Verhaltensanpassung im Schwarzwildgatter
Survey on the exposure of dogs and wild pigs to stress during the training of dogs used for hunting in a wild pig enclosure
Projektverantwortliche: Prof. Dr. H. Hackbarth; Müller, Janaina
Laufzeit: Januar 2008 bis Mitte 2009
Kliniken/Institute:
Institut für Tierschutz und Verhalten
Projektdetails:
Die Einarbeitung der Hunde im Gatter dient vor allem der Sicherheit der Tiere auf der Jagd.
Sie erlernen auf diesem Wege, die Wehrhaftigkeit der Sauen richtig einzuschätzen und diese, ohne selbst schaden zu bekommen, in ihrem Einstand zu finden, in Bewegung zu bringen und damit die Begegnung mit dem Jäger herbeizuführen.
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Untersuchungen zum Einfluss diätetischer Maßnahmen auf die epizootische Enterokolitis bei Absetzkaninchen nach experimenteller Infektion durch Clostridium perfringens
Effects of dietetic measures on the epizootic enterocolitis in young rabbits after experimental inection with Clostridium perfringens
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Kamphues; Dr. P. Wolf; TÄ C. Paulus
Laufzeit: September 2008 bis Dezember 2009
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Gerade zum Zeitpunkt des Absetzens gehören Durchfallerkrankungen zu den häufigsten Problemen im Kaninchenbestand. Hierzu zählt insbesondere die epizootische Enterokolitis, die mit einer hohen Morbidität und Mortalität zu empfindlichen Verlusten von bis zu 80 % der Jungtiere eines Bestandes führen kann.
Dieses Projekt folgt der Hypothese, dass Clostridium perfringens und das von ihm gebildete α- Toxin Auslöser der epizootischen Enterokolitis sind. In neueren Untersuchungen wird immer wieder verstärkt auf diesen Keim als Ursache hingewiesen, was bisher jedoch noch nicht eindeutig bestätigt werden konnte.
Die zweite Hypothese dieses Projekts ist, dass die Haftung der Infektion, die Vermehrung und Toxinproduktion der Clostridien und somit die Entstehung der Erkrankung durch eine optimierte Fütterung mit verschiedenen Additiva zu beeinflussen ist.
Ziel der Untersuchungen ist es, die Ursache der epizootischen Enterokolitis und deren Entstehung näher zu erforschen sowie mögliche diätetische Maßnahmen zu prüfen.
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Effekte der Futterstruktur auf die Darmschleimhaut und die Ausbildung der gastrointestinalen Mucusschicht beim Schwein
Effects of the feed particle size on the gastrointestinal mucosa and the mucus layer in weaned piglets
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Kamphues; TÄ S. Betscher
Laufzeit: September 2008 bis Dezember 2009
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Ein häufiges Problem im Rahmen der Schweinemast stellt das Auftreten von Darminfektionen und den damit verbundenen Wachstums- und Leistungseinbußen dar. Da bereits seit Januar 2006 EU-weit keine Leistungsförderer mehr zugelassen sind und allgemein ein sehr restriktiver Einsatz von Antibiotika gefordert wird, liegt das Augenmerk nun verstärkt auf alternativen Methoden zur Vermeidung von Infektionen der Tiere im Absetzer- und Läuferalter.
So wird ein Einfluss der Futterkonfektionierung auf die Salmonellenprävalenz bei Mastschweinen wie auch Sauen diskutiert. Zudem konnten Effekte der Futterstruktur auf die Zusammensetzung der Glukokonjungate der Mucusschicht festgestellt werden, welche Auswirkungen auf die Adhäsionsfähigkeit und damit auch auf das Infektionspotential bestimmter Bakterien haben.
In dem geplanten Vorhaben soll nun anhand zweier Extreme (grobes Schrot - Pellets aus feinst vermahlenen Komponenten) der Einfluss der Futterstruktur sowohl auf die Variabilität der Glukokonjungate als auch auf allgemeine Mucuseigenschaften wie Menge und Verteilung und damit auch auf eventuelle infektionsprotektive Eigenschaften dieser konträren Konfektionierungen geschlossen werden.
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Untersuchungen zur Wirksamkeit von BIO-MOS® gegen Salmonella spp. in Schweinemastbeständen
A study about the effectiveness of BIO-MOS® in reducing Salmonella spp. in pig fattening farms
Projektverantwortliche: Prof. T. Blaha; TÄ J. Nobmann
Laufzeit: Mitte 2008 bis Ende 2009
Drittmittelprojekt: Alltech
Kliniken/Institute:
Außenstelle für Epidemiologie (Bakum)
Projektdetails:
Mit Salmonellen belastete Lebensmittel tierischen Ursprungs stellen nach wie vor eine gesundheitliche Gefährdung für den Menschen da. Deshalb sind laut der Schweine-Salmonellen-Verordnung von 2007 zur Schlachtung abgegebene Mastschweine stichprobenartig auf Salmonellenantikörper zu untersuchen und Landwirte mit über 40% positiv beprobter Tiere dazu verpflichtet, die Salmonellen-Belastung im Bestand zu reduzieren. Neben Maßnahmen wie gründlicher Reinigung und Desinfektion, Zusatz von Futtersäuren o. ä. wird aktuell über die Wirksamkeit von BIO-MOS® gegen Salmonellen in Schweinemastbeständen diskutiert. BIO-MOS® ist ein zugelassener biologischer Leistungsförderer, der aus Hefezellwänden gewonnen wird. Dabei handelt es sich um ein komplex aufgebautes Oligosaccharid mit einem hohen Mannose-Anteil, dem so genannten Mannano-Oligosaccharid (MOS). Mannose hat eine hohe Bindungsaffinität zu Typ-1-Fimbrien, die auf zahlreichen Salmonellen- und E. coli- Stämmen vorkommen. Eine derartige Bindung soll die Oberfläche der Salmonellen quasi "verkleben" und sie an einem aktiven Eindringen in den Wirtsorganismus hindern. Demzufolge bliebe eine Immunantwort inkl. Antikörperproduktion aus.
Für die Untersuchungen werden in verschiedenen Schweinemastbeständen die Tiere in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Kontrollgruppe bekommt weiterhin das herkömmliche Mastfutter und die Versuchsgruppe zusätzlich 3 kg BIO-MOS® pro Tonne Futter. Über den gesamten Mastzeitraum werden regelmäßig Blut- und Kotproben entnommen, auf Salmonellen und deren Antikörper hin untersucht und die Ergebnisse gruppenweise verglichen. Sollte sich dabei herausstellen, dass BIO-MOS® die Salmonellenbelastung in den Beständen deutlich senkt, könnte dieser Futterzusatz zukünftig als weiteres Mittel zur Bekämpfung der Salmonellen empfohlen werden.
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Untersuchungen zur Ableitung eines maximal zu tolerierenden Kontaminationsgrades von Grundfuttermitteln mit Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre) bei Wiederkäuern und Ponies
Evaluation on the maximum tolerance of a contamination of roughage with horse tail (Equisetum palustre) for cattle and ponies
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Kamphues; Dr. P. Wolf; TÄ A. Hünsche
Laufzeit: Oktober 2008 bis Dezember 2009
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Veröffentlichungen, in denen von einer Beeinträchtigung der Tiergesundheit bei Wiederkäuern und Pferden nach Aufnahme von Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre) berichtet wird (Fallstudien), stammen überwiegend aus den 50er und 60er Jahren und sind zum Teil recht widersprüchlich. Auch experimentelle Studien, d.h. Fütterungsversuche mit Heu bzw. gemahlenem Sumpfschachtelhalm (mehlförmig) an Wiederkäuer, Pferde und kleine Labornager wie Ratten und Mäuse lieferten kein einheitliches Bild.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Möglichkeiten zur Quantifizierung der Futtermittel-Kontamination zu überprüfen. Darüber hianus ist an Versuchen am Tier zu klären, ob eine reduzierte Futteraufnahme ein erstes Anzeichen einer nachteiligen Wirkung von Equisetum palustre darstellt. Darüber hinaus sollen mögliche Effekte auf das Blutbild sowie diverse Enzym-, Harn- und Kotparameter überprüft werden.
Vor dem Hintergrund der futtermittelrechtlichen Rahmenbedingungen zielt das Projekt auf die Einschätzung maximal tolerabler Kontaminationsgrade von Grundfuttermitteln mit Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre). Dabei geht es weniger um die Ermittlung der Dosis, bei der erste toxische Effekte auftreten, als vielmehr um die Dosis (bzw. den Kontaminationsgrad), bei der folgende Parameter eine signifikante nachteilige Beeinflussung erfahren: Futteraufnahmeverhalten und Detoxifikationskapazität der Pansenflora und -fauna bzw. der Dickdarmflora bei Pferden sowie mögliche intermediäre Effekte.
Kooperationspartner:

Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften Lüneburg,

Domänenamt Stade

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Untersuchungen zu Auswirkungen einer oralen Aufnahme von Gamma-Oryzanol auf den Testosterongehalt in Blut und Harn von Pferden (Wallachen und Stuten)
Investigations on effects of oral gamma-oryzanol uptake on testosterone-concentration in blood and urine of horses (geldings and mares)
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Kamphues; Dr. A. Mößeler; TÄ S. Licht
Laufzeit: September 2008 bis Dezember 2009
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Auf Grund aktueller Dopingverdachtsfälle im Pferdesport gab es wiederholt Meldungen in den Medien über mögliche anabole Wirkungen von Gamma-Oryzanol. Zu beachten ist dabei, dass auf dem Markt mehrere Mischfuttermittel für Pferde erhältlich sind, welche einen gewissen Anteil an Reiskeimöl oder Reisschälkleie enthalten; zudem wird auch Reiskeimöl als Ergänzungsfuttermittel für Pferde vom Handel angeboten.
Da es im Bereich der Tiere, besonders bei männlich kastrierten und weiblichen Individuen, keinerlei wissenschaftliche Erkenntnisse über mögliche anabole Wirkungen gibt, soll mit dieser Arbeit geklärt werden, ob Gamma-Oryzanol anabole bzw. testosteronsteigernde Wirkungen besitzt.
Da bei männlich unkastrierten der Testosteronspiegel physiologischerweise im Blut relativ hoch ist und zudem großen Schwankungen unterliegt, sind männlich kastrierte und weibliche Individuen von besonderem Interesse. Da bei diesen Tieren das Testosteronbasis-Level sehr niedrig und relativ konstant ist, können wesentlich geringere Abweichungen erkannt werden, als bei männlich unkastrierten Individuen.
Da die Testosteronfreisetzung adrenerg gesteuert wird, werden die Tiere in den Versuchen einer erhöhten Belastung bzw. Stresssituation (ähnlich der eines Wettkampfes) ausgesetzt. Es besteht die Vermutung, Gamma-Oryzanol könne den Testosteronabbau hemmen bzw. verlangsamen, so dass in Situationen, in denen vermehrt Adrenalin und daraus resultierend Testosteron freigesetzt wird, der Testosteronspiegel in Blut und Harn kurzzeitig ansteigen könnte und zu diesem Zeitpunkt genommene Dopingproben somit positiv ausfallen würden.
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Untersuchung zu gastralen Verdauungsprozessen beim Hund unter dem Einfluss verschiedener Fütterungsbedingungen
Investigation on digestibility processes in dogs in dependence on feeding conditions
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Kamphues; Dr. P. Wolf; TÄ K. Schaepe
Laufzeit: September 2008 bis Dezember 2009
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Die Acidierung des Magenchymus ist zur Aufrechterhaltung einer Barriere gegen pathogene Mikroorganismen essentiell. Darüber hinaus ist ein niedriger pH-Wert im Magenchymus die Vorraussetzung für eine ordnungsgemäß ablaufende Verdauung. So benötigen die in den Hauptzellen der Magendrüsen gebildeten Pepsinogene beispielsweise die Salzsäureeinwirkung, um aktiviert zu werden und somit Eiweiße spalten zu können - ihr Wirkungsoptimum liegt bei pH 1,5-3,5.
Bei Angebot von Futtermitteln mit höheren Gehalten an Rohasche, das heißt bei sehr mineralstoffreicher Nahrung, kann es zur Abpufferung der Säuren im Magensaft kommen. Dadurch könnte es für säureempfindliche Mikroorganismen, die unter üblichen Bedingungen durch das saure Milieu des Magens abgetötet würden, möglich sein, den Magen in höherer Anzahl zu passieren. Diese Bakterien könnten an pathogenen Prozessen wie zum Beispiel der Gasbildung im Gastrointestinaltrakt allgemein und im Magen im Besonderen beteiligt sein, was wiederum möglicherweise zum Krankheitsbild der Magendrehung führen könnte. Diese Wirkungsmechanismen werden in der Literatur zwar immer wieder diskutiert, bisher gibt es allerdings keine detaillierten Untersuchungen zum Einfluß puffernder Substanzen im Futter auf das Milieu im Magen bzw. Dünndarm von Hunden; diese Effekte (bisher vorliegende Untersuchungen wie z.B. zur Mikroflora wurden ausnahmslos am Kot durchgeführt) sollen in der vorliegenden Arbeit überprüft werden.
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Bedeutung der Futterstruktur (Schrot / Pellets) in der Fütterung von Absetzferkeln im Hinblick auf das Vorkommen der Ödemkrankheit und Coli-Diarrhoe
Impact of feed structure (meal/pelleted) in the feeding of piglets regarding the incidence of oedema disease and coli diarrhea
Projektverantwortliche: Prof. Dr. J. Kamphues; TÄ L. Schönfeld
Laufzeit: September 2008 bis Dezember 2009
Kliniken/Institute:
Institut für Tierernährung
Projektdetails:
Ein nach wie vor aktuelles Problem in der Intensivhaltung von Schweinen stellen weltweit die im Absetzalter auftretende Ödemkrankheit und Coli-Diarrhoe dar, die durch hohe Mortalitätsraten zu großen wirtschaftlichen Aufzuchtsverlusten führen. Dafür verantwortlich sind enterotoxische (ETEC) und Shiga-Toxin-bildende (STEC) Escherichia coli-Stämme. Die pathogenen Bakterien besiedeln den Dünndarm der Tiere und können mittels spezifischer Adhäsionsfaktoren (Fimbrien) an Rezeptoren auf den Enterozyten binden. Die klinischen Symptome äußern sich in Diarrhoe, Dehydratation, neurologischen Ausfallerscheinungen und Tod und treten in der Regel innerhalb der ersten vierzehn Tage nach dem Absetzen auf.
In zahlreichen Studien konnte bereits ein Zusammenhang zwischen der Futterkonfektionierung, der Partikelgröße, der Darmmorphologie und der daraus folgenden Prävalenz von Salmonellen und E. coli beim Schwein festgestellt werden.
Durch die Fütterung eines grob vermahlenen, nicht pelletierten Mischfutters können die physiochemischen Eigenschaften und die Zusammensetzung der Keime des Magen-Darm-Trakts verändert werden: die Anzahl von Anaerobiern und Milchsäurebakterien wurde gefördert, das Wachstum von Enterobacteriacea verringert. Verantwortlich dafür ist zum einen eine verminderte Muzinsekretion der Becherzellen, die eine Kolonisation der Keime an das Darmepithel verhindert und zum anderen eine erhöhte Bildung von organischen Säuren und eine daraus resultierende Absenkung des pH- Werts im Magenchymus.
Ziel der geplanten Untersuchungsvorhaben ist es zu klären, ob allein schon durch eine unterschiedliche Konfektionierung (Schrot / Pellets) eines sonst identischen Mischfutters ein diätetisch positiver Effekt auf das Vorkommen und den Schweregrad der Ödemkrankheit und Coli-Diarrhoe beim Absetzferkel erzielt werden kann.
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