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2306 Ergebnisse.
Nachweis von neuen Viruserkrankungen mittels In-situ-Hybridisierung und dem Nachweis von doppelsträngiger DNA
Detection of new viral diseases using in situ hybridization and detection of double-stranded DNA
Projektverantwortliche: Prof. Dr. W. Baumgärtner; Dr. C. Puff; Prof. Dr. A. Beineke; Dr. P. Wohlsein
Laufzeit: Mitte 2013 bis Anfang 2025
Drittmittelprojekt: VIPER
Kliniken/Institute:
Institut für Pathologie
Projektdetails:
Die In-situ-Hybridisierung stellt eine wichtige Methode dar, um die Entdeckung neuartiger Viren mit histologischen Veränderungen im Gewebe zu korrelieren. Da verschiedene Protokolle der In-situ-Hybridisierung existieren, ist es wichtig zu untersuchen, ob diese Protokolle in Ihrer Spezifität und Sensitivität, möglicherweise Virus- und/ oder Gewebe-abhängig variieren, um auch gegebenenfalls eine sehr geringe Menge viraler Nukleinsäuren detektieren zu können.
Im Rahmen der vorliegenden Studien sollen verschiedene Erkrankungen, insbesondere des zentralen Nervensystems, die mit einer nicht-eitrigen Entzündung einhergehen, mittels Next Generation Sequencing und im Kontext mit in-situ-Hybridisierung bezüglich einer möglichen Virusätiologie, auch unter Einbeziehung von doppelschichtig RNA spezifischen Sonden entsprechend abgeklärt werden.
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Auswirkungen großer Offshore-Windparks auf die ökologisch-ökonomischen Gesamtzusammenhänge in Nord- und Ostsee
Impact of large offshore wind farms on the overall ecological and economic context in the North and Baltic Seas
Projektverantwortliche: Prof. Prof h. c. Dr. Ursula Siebert ; Dr. Joseph Schnitzler
Laufzeit: April 2024 bis August 2024
Drittmittelprojekt: Helmholtz-Zentrum hereon GmbH, Geesthacht, 16.660 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung, ITAW, wird in diesem Projekt Hereon als Unterauftragnehmer bei der Ausführung der nachfolgend aufgeführten Aufgaben mit Gutachterleistungen zu den Auswirkungen großer Offshore-Windparks (OWP) auf die ökologisch-ökonomischen Gesamtzusammenhänge in Nord- und Ostsee unterstützen.
-Übersicht über die Verpflichtungen die sich aus der Meeresstrategierahmenrichtlinie ergeben und über den Stand der Indikatoren.
-Großräumige Verlagerung des Vorkommens von Meeressäugern in Folge der Meidereaktion auf die Präsenz großflächiger OWPs.
-Mögliche Populationseffekte für verschiedene Meeressäuger der Nord-und Ostsee durch Habitatverlust und Gesundheitsgefährung großflächiger OWPs in Deutschland und Anrainerstaaten.
-Effekte durch Unterwasserlärm auf Meeressäuger durch Sprengungen, OWP-Konstruktion und Schifffahrt.
-Erhöhter menschlicher Einfluss auf Meeressäuger in OWP-freien Gebieten durch Akkumulation anthropogener Aktivitäten, die in OWP-Flächen nicht stattfinden können (bspw. Fischerei, Schifffahrt, Sand- und Kiesabbau).
Identifikation von zukünftigen Forschungsbedarfen, insbesondere:
-Quantifizierung möglicher Effekte auf das Vorkommen verschiedener Meeressäuger im Bereich der OWP (Dichteeffekte).
-Effekte von Sprengungen, Rammarbeiten und Bau- und Versorgungsschiffen auf Meeressäuger.
-Erforschung möglicher Effekte und effektmindernder Potentiale größerer Windenergieanlagen (WEAs), sowie anderer WEA- und OWP-Designs auf Meeressäuger.
Kooperationspartner:

Helmholtz-Zentrum hereon GmbH, Geesthacht

Dachverband Deutscher Avifaunisten, Münster

Thünen-Institut für Seefischerei, Bremerhaven

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Entomologie: Biodiversität und Ökologie der Käfer
Entomology: Biodiversity and Ecology of Beetles
Projektverantwortliche: Michael Stern
Laufzeit: April 2024 bis November 2024
Drittmittelprojekt: TIB, 5.427 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Physiologie und Zellbiologie
Projektdetails:
In Bezug auf die Menschen-verursachten Biodiversitätskrise veranstalten wir ein semesterbegleitendes Wahlpflicht-Modul im Bachelor-Studium Biologie zur Insektenvielfalt in der Stadt mit Datenerhebung im urbanen Umfeld der Studierenden.
Zu diesem Modul werden online educational resources (OERs) als Handreichung sowohl für Studierende als auch Lehrende erstellt und auf twillo (https://www.twillo.de/oer/web/) veröffentlicht. Die erhobenen Daten werden auf einer online-Plattform (www.colkat.de) veröffenlicht und in einer entomologischen Fachzeitschrift publiziert.
Resultate:

https://www.twillo.de/edu-sharing/components/render/199cd171-3733-4e44-9569-46bf7a3f07e6

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Wissenschaftliche Untersuchung von tierschutzgerecht erlösten Seehunden 2024
Scientific study of seals released in accordance with animal welfare regulations 2024
Projektverantwortliche: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert; Dr. Luca Aroha Schick
Laufzeit: Januar 2024 bis Dezember 2024
Drittmittelprojekt: Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV), 42.507 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Projektdetails:
Titel: Wissenschaftliche Untersuchung von tierschutzgerecht erlösten Seehunden v.A. in Hinblick auf Infektionskrankheiten & Zoonotische Potentiale sowie die wissenschaftliche Weiterbildung von Personal des Strandungsnetzes für die Nord- und Ostsee Schleswig-Holsteins
Der Seehund ist die häufigste Meeressäugerart in Schleswig-Holstein und verursacht die meisten Einsätze bei den Seehundjägern. Die Seehundbestände haben in den letzten drei Jahrzehnten mehrere große Seehundsterben durchlaufen, sind aber nachfolgend immer wieder in den Bestandsgrößen gewachsen. In den letzten Jahren wurde jedoch beobachtet, dass dieses Wachstum stagniert und vor allem jüngere Seehunde aus den Populationen verschwinden.
Seehunde können Träger von Infektionserregern wie dem Seehundstaupevirus, Influenzaviren, Brucellen und Rotlauf sein, die teils fatale Folgen für das Einzeltier oder die Population haben können. Diese Infektionserreger sind häufig zoonotischer Natur, und können sekundäre Infektionen mit weiteren Erregern, wie Bordetella bronchiseptica oder Toxoplasmose, begünstigen.
In diesem Projekt sollen neben umfassenden pathologischen Untersuchungen bei den Seehunden insbesondere auch mikrobiologische, virologische und parasitologische Untersuchungen durchgeführt werden.
Ein besonderes Augenmerk wird auf die Jungtiere gelegt, um zu überprüfen, ob es gesundheitliche Gründe für deren Rückgang geben können. Hierfür wird aus allen Seehunden, die von den Seehundjägern aus Nord- und Ostsee abgegeben werden, eine repräsentative Anzahl ausgewählt und komplett obduziert sowie weiterführenden Untersuchungen zugeführt.
Die gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen direkt in die Arbeit der Seehundjäger einfließen, die regelmäßig in der Erkennung von Krankheiten und im Umgang mit marinen Säugern geschult werden. Es sollen Hygienemaßnahmen und Dokumentationsmaterialien entwickelt und überprüft werden, sowie Unfallverhütung geschult werden. Hierfür findet im gesamten Forschungsprojektzeitraum ein wissenschaftlicher Austausch mit den Seehundjägern statt.
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Zielgerichtete Imepitoin-Mikroinfusionen in den subthalamischen Nukleus als Strategie zur Epilepsietherapie
Targeted imepitoin microinfusions into the subthalamic nucleus as a strategy to treat epilepsies
Projektverantwortliche: Prof. Dr. M. Gernert
Laufzeit: März 2023 bis Februar 2024
Drittmittelprojekt: Cusanus-Werk, 15.950 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Pharmakologie Toxikologie und Pharmazie
Projektdetails:
Etwa 30% aller Epilepsie-Patienten gelten als pharmakoresistent, d.h. sie zeigen Anfälle trotz optimal eingesetzter Anfallssuppressiva (Antiepileptika). Klinisch angewendete Alternativen zur systemischen Pharmakotherapie sind limitiert, z.B. die chirurgische Fokusresektion durch multifokale Epilepsien oder durch eine unklare Fokuslage. Die Entwicklung alternativer Behandlungsstrategien wie der intrazerebralen Pharmakotherapie mit einer zielgerichteten Modulation fokusferner Schlüsselregionen des epileptischen Netzwerks stellt daher eine bedeutsame Herausforderung in der Epilepsietherapie dar. Unter Umgehung der Blut-Hirn-Schranke können dabei lokal im Gehirn höhere Wirkstoffkonzentrationen erreicht werden und dabei systemische Nebenwirkungen minimiert werden. Ziel des Projekts ist die Weiterentwicklung der intrazerebralen Mikroinfusion rational ausgewählter Wirkstoffe mit unterschiedlichem Wirkmechanismus zur zielgerichteten Behandlung pharmakoresistenter Epilepsien. In dieser präklinischen Studie wird das für den Hund eingesetzte Anfallssuppressivum Imepitoin intrasubthalamisch infundiert und die Effekte auf Anfallsschwellen unf Verhalten untersucht.
Resultate:

Publikation in Vorbereitung

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EU Referenzlabor für Klassische Schweinepest - Arbeitsprogramm 2023 und 2024
EU Reference Laboratory for Classical Swine Fever - Work programme 2023-2024
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Paul Becher
Laufzeit: Januar 2023 bis Dezember 2024
Drittmittelprojekt: EU Commission, 724.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Virologie
Projektdetails:
Finanzielle Zuwendung für die Arbeiten am EU Referenzlabor für Klassische Schweinepest
Kooperationspartner:

Dr. Christoph Staubach (FLI Riems)

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Evaluation von Simulatoren mit integrierter Erfolgskontrolle für die diagnostischen Leitungsanästhesien am Pferdefuß hinsichtlich ihrer Eignung als Lehrmittel
Evaluation of simulators for equine perineural anesthesia in the distal limb with integrated success control for veterinary education
Projektverantwortliche: Prof. Dr. A. Tipold; A. Chodzinski; Dr. S. Wissing; Prof. Dr. F. Geburek
Laufzeit: Mitte 2023 bis Ende 2024
Kliniken/Institute:
Klinik für Pferde
Klinik für Kleintiere
Projektdetails:
Die Durchführung diagnostischer Leitungsanästhesien gehört zu den erforderlichen tierärztlichen Ersttagskompetenzen. Üblicherweise erfolgt der praktische Unterricht bislang im Rahmen der klinischen Schwerpunktausbildung an Kadavergliedmaßen und erreicht somit nicht alle Studierenden. Die Zielsetzung dieser Arbeit besteht zum einen in der Entwicklung zweier Simulatoren mit integrierter Erfolgskontrolle, die dem praktischen Üben von diagnostischen Leitungsanästhesien am Pferdefuß dienen. Zum anderen ist das Ziel der Arbeit die Evaluation dieser Simulato-ren hinsichtlich ihrer Eignung als Lehrmittel, verglichen mit dem derzeit üblicherweise genutzten Kadaverfüßen eines Pferdes. Des Weiteren soll ermittelt werden, wie sich die Nutzung der unterschiedlichen Übungsobjekte auf die Selbstwirksamkeit der Studierenden auswirkt.
Resultate:

Chodzinski, A., Wissing, S., Tipold, A., Geburek, F.

Evaluation of equine perineural anesthesia simulators with integrated success control for veterinary education.

Front. Vet. Sci. - Veterinary Humanities and Social Sciences.Vol. 11 -2024 Online publiziert am 9.1.2025, doi.org/10.3389/fvets.2024.1403794

https://www.frontiersin.org/journals/veterinary-science/articles/10.3389/fvets.2024.1403794/full

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Vergleichsstudie zu unterschiedlichen Techniken der Biopsieentnahme am equinen Dünndarm
Ex-vivo comparison of four different full-thickness biopsy techniques in the equine small intestine
Projektverantwortliche: Prof. Dr. F. Geburek; Elisabeth Hammer; Nicole Verhaar, PhD; Dr. W. Reineking; Prof. Dr. M. Hewicker-Trautwein
Laufzeit: Anfang 2023 bis Ende 2024
Kliniken/Institute:
Klinik für Pferde
Institut für Pathologie
Projektdetails:
Es handelt sich um eine prospektive, randomisierte, ex-vivo Studie, bei der vier verschiedene Techniken der Biopsieentnahme am equinen Dünndarm anhand klinisch relevanter Parametern miteinander verglichen werden. Dabei soll die Frage beantwortet werden, welche der Techniken sich für den Einsatz während einer Kolikoperation am besten eignet und zugleich die beste histopathologische Auswertbarkeit bietet.
Resultate:

Verhaar, N., Hammer, E., Hewicker-Trautwein, M., Geburek, F. Ex vivo comparison of full-thickness biopsy techniques in the equine small intestine. Vet Surg. Erstmals online publiziert am 15. Okt. 2024. DOI: 10.1111/vsu.14178

 

Hammer, E., Geburek, F., Reineking, W., Hewicker-Trautwein, M., Verhaar, N. Ex vivo comparison of four different full thickness biopsy techniques in the equine small intestine. In: Proceedings of the 14th International Equine Colic Research Symposium, 10-12 July 2024, Surgeons Quarter, Edinburgh, UK, Equine. Vet. Educ., Supplement 13, July 2024, p. 75

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/vsu.14178

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Welche Rolle spielen die Sertoli-Zellen bei Rüden mit chronischer autoimmuner Orchitis?
What role do Sertoli cells play in male dogs with chronic autoimmune orchitis?
Projektverantwortliche: Pauline Rehder; Hanna Körber (PhD); Dr. Eva Packeiser; Prof. Dr. Sandra Goericke-Pesch
Laufzeit: Oktober 2023 bis 2024
Drittmittelprojekt: GkF-Promotionsstipendium, EVSSAR Grant, 4.000 EUR
Kliniken/Institute:
Reproduktionsmedizinische Einheit der Kliniken
Projektdetails:
Die erworbene Unfruchtbarkeit aufgrund von nicht-obstruktiver Azoospermie stellt die Hauptursache für die chronische asymptomatische Orchitis (CAO) dar, eine sehr häufige Diagnose beim infertilen Rüden, aber auch beim Menschen. CAO assoziiert sind hochgradige histologische Veränderungen, wie ein Arrest der Spermatogenese sowie eine signifikante Infiltration mit Immunzellen. Die auslösende Noxe ist in der Regel unbekannt, eine Vorstellung des Patienten erfolgt meist spät und Therapiemöglichkeiten bestehen bislang nicht. Neben der Identifizierung der Immunzellen und Charakterisierung der exprimierten Entzündungsmarker konnten mittlerweile in der AG auch die Existenz resilienter Stammzellen in Hoden von an CAO leidenden azoospermen Rüden nachgewiesen werden. Es erscheint naheliegend, dass im Zusammenhang mit der CAO auch die Sertolizellfunktion gestört ist - oder möglicherweise die Störung der Funktion kausal zu sehen ist. Sertolizellen spielen eine wichtige Rolle für das Hodenmikromilieu und somit die funktionierende Spermatogenese. Um die Entwicklung, Anzahl und Funktion der Sertoli-Zellen zu untersuchen, wird die Expression verschiedener Marker in gesunden und von CAO betroffenen Hoden ausgewertet. Grundsätzlich soll mithilfe dieses Projekts ein weiterer Störungspunkt im CAO betroffenen Hoden aufzeigt und definiert werden, um zukünftige therapeutische Ansätze in den Sertoli-Zellen für die Wiederaufnahme der Spermatogenese zu ermöglichen.
Resultate:

https://elib.tiho-hannover.de/receive/tiho_mods_00009673

https://www.mdpi.com/1422-0067/26/3/1108

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Die genetischen Grundlagen der Polarität tierischer Zellen: Biomedizinische Studien am einfachsten Vielzelligen Tier in der Schwerelosigkeit
The genetic basics of polarity in animal cells: biomedical studies on the simplest multicellular animal in zero gravity
Projektverantwortliche: Bernd Schierwater
Laufzeit: März 2023 bis Februar 2024
Drittmittelprojekt: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK), 30.000 EUR
Kliniken/Institute:
Institut für Tierökologie
Projektdetails:
Der erste Schritt der "Entartung" von Zellen, d.h. der Krebsentstehung, ist der Verlust der Polarität einer Zelle. Ohne polare Orientierung wuchern die Zellen ungeordnet in alle Richtungen und formen damit einen Tumor. Krebsforscher in aller Welt bemühen sich seit Jahren, die verantwortlichen Gene zu identifizieren. Bisher ohne Erfolg; die zugrunde liegende Genetik ist unbekannt und an genetisch hoch komplexen menschlichen Zellen schwer entschlüsselbar. Wir möchten das einfachste tierische Modellsystem, das Placozoon Trichoplax, nutzen, um die verantwortlichen Gene zu identifizieren. Diese "Plattentiere" besitzen keinerlei Organe oder Symmetrie, sie besitzen lediglich eine klare Polarität zwischen oben unten. Der Signalgeber für die Polarität ist die Schwerkraft. Diese können wir auf natürliche Art und Weise im Weltraum (Raketenflüge) bzw. im Labor künstlich ausschalten (mittels Klinostaten), um die Auswirkungen auf die Genexpression von Polaritätsgenen zu studieren. Mit den Plattentieren als Untersuchungsobjekt und genetischen Studien in der Schwerelosigkeit können wir jetzt einen neuen Weg der interdisziplinären experimentellen Krebsforschung beschreiten. Wir haben ein internationales Konsortium aus Krebsmedizinern, Weltraumforschern, Bioinformatikern, Genetikern und Evolutionsbiologen zusammengestellt, um diesen neuen Forschungsansatz auf den Weg zu bringen.
Kooperationspartner:

1) Deutsches Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) Köln

2) LaTrobe University, Medical School, Melbourne, Australia

3) Yale University, Yale Genomics Center, New Haven, USA

4) Prof. Robert DeSalle; Sackler Institute for Comparative Genomics, AMNH, New York)

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