Liebe Tierbesitzerinnen, liebe Tierbesitzer,

wir stehen auch im Notfall im Dienst für Mensch und Tier. Da jedoch immer mehr umliegende Tierkliniken Ihren Klinikstatus abgeben und somit Ihre Notdienst nachts und an den Wochenenden einschränken, erhöht sich das Patientenaufkommen an Ihrer TiHo, Klinik für Kleintiere signifikant. Wir sehen Notfälle aus dem gesamten norddeutschen Raum. Wir versuchen weiterhin für Sie und ihr Tier im Notfall da zu sein. Sie als Tierbesitzer*in können uns helfen, den Notdienst weiterhin aufrecht zu erhalten und die dringend benötigte Versorgung der Patienten so zu gewährleisten.

Bitte beachten Sie, dass wir momentan nur für lebensbedrohlich und schwerwiegend erkrankte Notfallpatienten oder Patienten mit starken Schmerzen geöffnet haben. Wir weisen darauf hin, dass unser Notdienst extrem stark frequentiert wird und wir uns nur um Notfälle zeitnah kümmern können. Weniger schwer erkrankte Tiere müssen mit Wartezeiten von durchschnittlich 3-5 Stunden rechnen. Im Notdienst ist immer nur eine Erstversorgung des Patienten möglich, weitere Abklärungen erfolgen, so medizinisch vertretbar, immer in der regulären Sprechstunde oder im Rahmen eines stationären Aufenthalts Ihres Tieres. Spezialuntersuchungen können innerhalb der Notfallzeiten nur für akute Notfallpatienten, deren Gesundheitszustand keinen Aufschub zulässt, durchgeführt werden.

Der Kostensatz im Notdienst ist signifikant höher als zu normalen Sprechzeiten und muss sofort beglichen werden.

Bitte wägen Sie daher unbedingt folgende Punkte ab, bevor Sie sich auf den Weg machen:

  • Handelt es sich bei Ihrem Tier wirklich um einen möglichen lebensbedrohlichen Notfall?
    • Bitte beachten Sie unsere erste Hilfe Broschüre
    • Und die Broschüre der Bundestierärztekammer, die folgende Notfälle beispielhaft nennt:
      • Bewusstseinsverlust, Kollaps
      • Atemnot
      • Sehr helle („weiße“) Schleimhäute
      • Stärkere oder unstillbare Blutung
      • Krampfanfälle, vor allem 2 oder mehr in 24h oder Anfälle, die länger als 5 Minuten sind
      • Plötzliche Lähmung der Beine
      • Probleme beim Harnablassen
      • Anhaltender, blutiger Durchfall oder blutiges Erbrechen, zunehmende Schwäche
      • Augenverletzungen
      • Verschlucken von Fremdkörpern oder Giften, Verbrühungen, Verbrennungen, Hitzeschlag
      • Schwerer Verkehrsunfall oder Beissunfall
  • Welche Praxis in Ihrer Nähe nimmt heute am sogenannten „Tierärztlichen Ringnotdienst“ teil und ist dienstbereit? Bitte informieren Sie sich in der Tagespresse oder in Ihrer Tierarztpraxis. Bitte kontaktieren Sie diesen zuerst, wenn möglich, bevor Sie zu uns kommen.
  • Unsere Mitarbeiter*innen gehen an ihre persönlichen Grenzen, um für Sie und ihr Tier da sein zu können. Bleiben Sie den Kolleg*innen gegenüber bitte freundlich und respektvoll. Bitte beachten Sie hierzu unseren Kundendienstcharter.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

 

Ihr Team der Klinik für Kleintiere (Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover)