CUMBIAH: Union für das Schutzmanagement der Schweinswalpopulationen in der Ostsee und ihrer Lebensräume

Schweinswal unter Wasser
© Lana Tannir/Fjord & Bælt
Projektdaten  
Projektleitung: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert
Leitender Wissenschaftler: Dr. Anita Gilles
Wissenschaftliche Mitarbeiter: Dr. Joy Boyi Ometere
Laufzeit: Februar 2026 bis Dezember 2030
Förderung: BfN
Externe Kooperationspartner: Projektleitung: Dr. Judith Denkinger, Deutsches Meeresmuseum, Stralsund, (Deutschland)
Universität Potsdam (Deutschland)
Universität Aarhus (Dänemark)
Universität Lund (Schweden)
Naturhistoriska Riksmuseet (Schweden)
National Marine Fisheries Research Institute (Polen)
Technische Universität Tallinn (Estland)
Hochschule für angewandte Wissenschaften Turku (Finnland)
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Projektbeschreibung

Der Schweinswal ist die einzige heimische Walart in der Ostsee mit zwei getrennten Populationen. Die Population der zentralen Ostsee umfasst nur noch wenige hundert Individuen und ist akut vom Aussterben bedroht. Um wirkungsvolle Schutzmaßnahmen für die stark gefährdeten Schweinswale der Ostsee entwickeln zu können, haben sich 14 Partner aus Deutschland, Dänemark, Schweden, Polen, Estland, Finnland und Litauen zusammengeschlossen.
Im internationalen Forschungsprojekt CUMBIAH wird vielfältigen Forschungsfragen nachgegangen, um notwendige, effiziente Schutzmaßnahmen zu entwickeln, die von den Partnerländern auf den Weg gebracht werden sollen: Insbesondere die Auswertung neuester Erhebungen und Berechnungen der Vorkommensdichte und Verbreitung werden Aussagen über aktuelle Populationszahlen und -trends ermöglichen. Eine neu entwickelte Methode zur akustischen Identifizierung von Schweinswalkälbern soll helfen, die Kalbungszeiten und Aufzuchtgebiete zu ermitteln. Umwelt-DNA-Proben (eDNA) werden ausgewertet, um die Qualität der Lebensräume und das Vorkommen von Beutefischarten zu beurteilen. Totfundmonitoring, das in Deutschland und den Partnerländern durchgeführt wird, und die Obduktionen der toten Tiere liefern wichtige Erkenntnisse zum allgemeinen Zustand der Schweinswale, wie Alter, Ernährungszustand, Geschlecht, Fortpflanzungsstatus, Krankheiten und Todesursachen. Des Weiteren werden die Individuen genetisch ihrer Ursprungspopulation zugeordnet und auf genetische Vielfalt hin untersucht. Die genetischen Daten ermöglichen es, die Populationsgrößen und -trends abzuschätzen. Informationen über Fischereiaktivität und -intensität geben Aufschluss über das Beifang-Risiko. Messungen von Unterwasserlärm durch Bauvorhaben oder seismische Untersuchungen werden in die Analyse aufgenommen, um im Vergleich zur Schweinswaldichte und -verbreitung besonders schützenswerte Gebiete zu identifizieren.

In diesem Film wird gezeigt, wie die Wissenschaftler:innen des ITAW den Gesundheitszustand von Walen untersuchen und den Einfluss menschlicher Aktivitäten, z. B. Schiffslärm darauf und wodurch die Wale in unseren Meeren noch gefährdet sind.

Bitte beachten Sie: Sobald Sie sich das Video ansehen, werden Informationen darüber an Youtube/Google übermittelt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Google Privacy.

Kontaktperson

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung
Werftstr. 6
25761 Büsum

Dr. 

Phone: +49 (0)511-8568158
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