Übersicht Corona-Projekte an der TiHo

SARS-CoV-2 wird von Seife zerstört

An der TiHo forschen viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an unterschiedlichen Aspekten im Zusammenhang mit SARS-CoV-2. Diese Seite bietet einen Überblick über Projekte TiHo-Forschender oder mit TiHo-Beteiligung.

Beagle Djaka
Beagle Djaka neben der Testapparatur.
© TiHo

Schnüffelnd zur Coronadiagnose

Bereits im Juli 2020 veröffentlichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Klinik für Kleintiere unter der Leitung von Professor Holger Volk, PhD, eine Studie, in der sie zeigten, dass Hunde in der Lage sind, zwischen Speichelproben zu unterscheiden, die von Personen mit einer SARS-CoV-2-Infektion und von nicht infizierten Personen stammen. Die mittlerweile zwei Studien trafen in den Medien und der Politik auf großes Interesse: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, die ehemalige niedersächsische Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Hans-Joachim Fuchtel kamen an die TiHo, um sich über diese Studien zu informieren.

Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von Zilien in der Luftröhre von Schweinen.
Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von Zilien in der Luftröhre von Schweinen. Die Aufnahme ist 4000-fach vergrößert.
© Sandra Runft

Projekt ANI-CoV

Können sich Haustiere mit SARS-CoV-2 infizieren? Diese Frage soll im Kooperationsprojekt „Domestic Animals as Potential Vectors for SARS-CoV-2 Transmission“, kurz ANI-CoV, beantwortet werden. Die Forscherinnen und Forscher des Instituts für Pathologie der TiHo, unter der Leitung von Professor Dr. Wolfgang Baumgärtner, PhD, und der Abteilung für Infektionsbiologie des Leibniz-Instituts für Primatenforschung in Göttingen, setzen sich in dem Projekt gezielt damit auseinander, was auf zellulärer Ebene im Respirationstrakt von Tieren geschieht, wenn diese mit dem COVID-19-Auslöser in Kontakt kommen.

Mehr zum Kooperationsprojekt ANI-CoV.

Ahmed Elmontaser Mohamed und Professorin Dr. Maren von Köckritz-Blickwede vor der Hypoxie-Glovebox.
Ahmed Elmontaser Mohamed und Professorin Dr. Maren von Köckritz-Blickwede vor der Hypoxie-Glovebox.
© Marianne El-Khoury

Wie beeinflusst SARS-CoV-2 die Darmfunktionen?

Ahmed Elmontaser Mohamed, PhD-Student aus der Arbeitsgruppe von Professorin Dr. Maren von Köckritz-Blickwede, möchte in seinem PhD-Projekt die molekulare Pathophysiologie der gastrointestinalen Symptome, einschließlich der Wirkung von Hypoxie, also Sauerstoffmangel, und/oder der Virusexposition im Darmgewebe aufklären. Dazu nutzt er ein Modell aus permanenten Darmepithelzellen und eines aus induzierten pluripotenten Stammzellen. Um die Immunabwehr unter reduzierten Sauerstoffbedingungen zu beobachten, führt er seine Versuche in einer luftdichten Hypoxie-Glovebox durch. In der Hypoxie-Glovebox können Forschende Sauerstoffbedingungen entsprechend ihrer Versuche erzeugen, zum Beispiel wie in diesem Fall: eine Umgebung unter Sauerstoffmangel.

Interview mit Herrn Mohamed und Professorin von Köckritz-Blickwede und weitere Informationen.

Eine schematische Zeichnung eines Menschenkopfs, im Hintgrund eine Leiterplatte
© Gerd Altmann, Pixabay.com

Forschungsnetzwerk COFONI

Das im Herbst 2020 gegründete COVID-19-Forschungsnetzwerk Niedersachsen, kurz COFONI, soll die COVID-19-Forschung in Niedersachsen voranbringen, indem die Stärken und Kompetenzen niedersächsischer Wissenschaftseinrichtungen gebündelt werden. Mit dem Wissen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen neue Erkenntnisse zu molekularen Grundlagen für die Wirk- und Impfstoffentwicklung sowie zur Vorhersage und Beeinflussung des Pandemiegeschehens erlangt werden.

Die TiHo übernimmt den Schlüsselbereich „Pathophysiologie: Immunmodulation und -kontrolle“. Die Forschenden untersuchen hier die angeborene und erworbene Immunantwort unter den Einflüssen der zwei wichtigen Faktoren Alter und Vorerkrankungen.

Mehr zum niedersächsischen Forschungsnetzwerk COFONI.

Eine Frau pipettiert in Eppendorfgefäße, die in einem Rack stehen.
© phloxii, stock.adobe.com

Monoklonale Antikörper gegen SARS-CoV-2-Glykoprotein

Im Projekt „Monoclonal Antibodies against 2019-New Coronavirus“, kurz MANCO, sollen monoklonale Antikörper gegen SARS-CoV-2 identifiziert werden. Sie sollen prophylaktisch und therapeutisch eingesetzt werden, um die Interaktion zwischen Wirtszellen- und Virusmembran zu unterbinden, indem sich die Antikörper gegen ein Glykoprotein der Virushülle richten, das für die Bindung an die Wirtszelle verantwortlich ist. 

Mehr zum Kooperationsprojekt MANCO.

Mehrern silberne Kugeln, die verbunden miteinander und mit einer roten Kugel sind.
© Robert Kotsch, stock.adobe.com

Kooperationsprojekt CARE

Corona Accelerated R&D in Europe, kurz CARE, ist ein Zusammenschluss von 37 wissenschaftlichen Einrichtungen und Pharmaunternehmen. Die Forschenden sollen ihr Wissen und ihre Erkenntnisse zu Maßnahmen bei COVID-19-Erkrankungen zusammentragen und gemeinsam Therapien, Medikamente und Antikörper entwickeln, um SARS-CoV-2 einzudämmen und auf neue Coronaviren vorbereitet zu sein.

Mehr zum Kooperationsprojekt CARE.