Machbarkeitsstudie zur Unkrautbekämpfung auf Maisäckern durch Schafe

Zuwendungszweck

Im Ackerbau (Mais) soll eine Unkrautbekämpfung durch Verbiss mit Schafen auf praktische Umsetzbarkeit untersucht werden als Beitrag für ein umweltverträgliches Pflanzenschutzmanagement. Das Unkraut wird als Futtermittel für die Schafe genutzt. Weiterhin soll durch die Integration der Schafhaltung in den Ackerbau ihre wirtschaftliche Bedeutung gestärkt werden.

Projektbeschreibung

Eine Unkrautbekämpfung durch Beweidung mit Schafen ist eine interessante Perspektive für den ökologischen und konventionellen Ackerbau. Doch dürfte der Einsatz herbivorer Profis auf Äckern von den landwirtschaftlichen Betrieben äußerst skeptisch betrachtet werden. Zu groß erscheint das Risiko, die Schafe könnten mehr schaden als nützen und die Kulturen anstelle der Unkräuter fressen. Tierschutzrechtliche Bedenken könnten entstehen bei der Vorstellung, dass zu den Unkräutern auf Äckern potentielle Giftpflanzen wie Stechapfel (Datura) und Greiskraut (Senecio) zählen. Nicht zuletzt wird man den Aufwand der Zäunung und der Betreuung fürchten. Alle diese Befürchtungen stehen einer Umsetzung einer Unkrautbekämpfung mit Schafen entgegen. Das wollten wir nicht ungeprüft akzeptieren. Mit unserer Machbarkeitsstudie sollen drei Variablen getestet werden: (1) Beweidungszeit und (2) Auftriebszeit sowie (3) Besatzdichte soll festgestellt werden, wann Maispflanzen ein attraktives Futter bilden. Außerdem kann durch unterschiedliche Dauer der Beweidung geprüft werden, wieviel Unkraut bereits auf der Fläche wachsen muss, um die Tiere ausreichend zu sättigen und von den Maispflanzen abzulenken. Über die verschiedenen Besatzdichten lässt sich die Selektivität der Tiere begrenzen, um sie zu motivieren, Unkraut statt Mais zu äsen. In jedem Fall soll Heu angeboten werden, damit sich die Tiere nicht unbemerkt zwangsweise von Unkraut ernähren müssen.

Kooperationspartner

Dr. med. vet. Philip C. Tegtmeyer
Tierarztpraxis Tegtmeyer
Resser Str. 1a
30855 Langenhagen
Tel. 0049(0) 160 36 96 256

mail@tierarztpraxis-tegtmeyer.de

 

Dipl. Ing. agrar Friedrich Bohm
Landwirtschaftlicher Betrieb, Bioland e.V. Mitgliedsbetrieb
Junkernstraße 1
31535 Neustadt am Rübenberge
Tel. 0049(0) 160 90 262 959

bohm@bio-dinkel.de

 

Projektverantwortliche

  • PD Dr. Sabine Aboling

 

Bewilligungszeitraum

  • 29.03.2021 - 15.08.2023

 

Fördervolumen gesamt

149.284,82

Fördervolumen TiHo

38.933 €

 

Finanzierung

Zuwendungen für die Tätigkeiten Operationeller Gruppen im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft „Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“ (EIP Agri)

 

Registriernummer

276032530090386

 

Mittelgeber

Landwirtschaftskammer Niedersachsen ● Postfach 25 49 ● 26015 Oldenburg

PD Dr. Sabine Aboling
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Durchwahl +49 511 856-7466
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