Inhibition of CYP19A1 mediated se-specific lung inflammation in avian influenza virus infection

Influenza A Viren stellen eine kontinuierliche pandemische Bedrohung dar. Besonders aviäre Influenzaviren des H7N9 und H5N1 Subtyps haben wiederholt Artengrenzen überwunden und sind vom Tier auf den Menschen übergegangen. Im Menschen führen aviäre Influenzaviren zu einer schweren Lungenentzündung mit einer hohen Sterblichkeit zwischen 30 und 50%. Bis heute gibt es gegen aviäre Influenza keine effektiven Behandlungsstrategien oder Impfstoffe. Somit müssen für die Zukunft dringend effektive und gut verträgliche Therapiemöglichkeiten entwickelt werden. Dies wird von uns in einem geförderten Kooperationsprojekt mit der Arbeitsgruppe von Prof. Gülsah Gabriel am Leibniz Institut für Virologie in Hamburg vorangetrieben.

In Vorversuchen konnten wir zeigen, dass Östrogen-vermittelte Signalkaskaden eine wichtige Rolle bei der Erkrankungsschwere nach einer SARS-CoV-2 Infektion spielen. Im Hamstermodell konnten wir zeigen, dass eine Behandlung SARS-CoV-2 infizierter Tiere mit einem bereits klinisch zugelassenen Medikament, welches die Östrogen-Synthese hemmt, erheblich das Risiko eines Lungenschadens reduzieren kann. In diesem Versuchsvorhaben werden wir systematisch die Wirkung von bereits klinisch zugelassenen Medikamenten, die zum einen die Östrogensynthese und zum anderen die Östrogen-vermittelte Genaktivierung hemmen, gegen aviäre Influenza, welche die gleichen Signalwege wie SARS-CoV-2 aktiviert, evaluieren. Damit in den Infektionsmodellen, welche teils schwerer belastet sind, nur sicher effektive Dosierungen und Applikationsformen eingesetzt werden, ermitteln wir in diesem Projekt eine Charakterisierung der Pharmakokinetik und Pharmakodynamik im Hamster (ohne Infektion). Dies dient somit dem 3R der nachfolgenden Infektionsversuche und wird dort die Tierzahl und Belastung (Reduce, Refine) deutlich reduzieren.