Am Donnerstag, 5. März 2026 präsentieren Forschende aus dem Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) von 17 bis 18:30 Uhr in einer Online-Veranstaltung Methoden und Ergebnisse aus dem Zukunftsdiskurs-Projekt „Eisbär versus Schweinswal – Klimaschutz versus Biodiversitätsschutz“.
Als Industrienation benötigt Deutschland Energie. Um unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu werden und einen Beitrag zu leisten, unseren Kohlenstoffdioxid-Ausstoß zu verringern, soll verstärkt auf erneuerbare Energien gesetzt werden. Die Energiewende soll helfen, die Klimakrise aufzuhalten, die vor allem in den Polarregionen zu drastischen Veränderungen führt. Diese beeinträchtigen beispielsweise die Eisbärenpopulationen sehr stark, sodass der Eisbär in der Öffentlichkeit inzwischen zu einem Sinnbild für die negativen Folgen der Klimakrise und dem damit verbundenen Abschmelzen arktischen Eises geworden ist. Der Ausbau der Offshore-Windkraft gilt als eine umweltfreundliche Maßnahme. Doch auch hier gibt es Konflikte: Die Errichtung von Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee ist ein weiterer anthropogener Einflussfaktor in dem ohnehin schon sehr beanspruchten Ökosystem. Der Bau und der Betrieb beeinträchtigen die in der Nordsee lebenden Schweinswale und stören sie in ihrem Lebensraum. Hier widersprechen sich also der Klima- und der Artenschutz.
Das EnBio-Projektteam hat im Rahmen dieses Nachhaltigkeitskonfliktes verschiedene innovative Veranstaltungen geplant und durchgeführt. Ziele waren insbesondere:
• Stärkung der Diskussion im Hinblick auf die Vereinbarkeit/des Konfliktpotenzials zwischen Energiewende sowie Arten- und Naturschutz
• Wissensvermittlung (in Präsenz und digital), Einbeziehung verschiedener Zielgruppen
• Schaffung von Kommunikationswegen (zur Stärkung demokratischer Debatten)
• Stärkung der europäischen Identität (Einbeziehung von Menschen aus anderen Ländern).
Zur Abschlussveranstaltung am 5. März stellen die Forschenden unterschiedliche Formate, die sie dafür entwickelt haben vor: von Workshops bis Forschungskisten zu Podiumsdiskussionen. Die Abschlussveranstaltung dient auch dazu, Erfahrungen mit dieser Art des Wissenstransfers auszutauschen und weitere Handlungsmöglichkeiten im Spannungsfeld zwischen Klimaschutz und Biodiversitätsschutz zu diskutieren.
Das Projekt wurde gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung.
Kontakt
Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung
Tel.: +49 511 856-8158
ursula.siebert@tiho-hannover.de



