Veranstaltung im Schluss Herrenhausen: Mit welchen Ideen und Strategien Forschende Viruserkrankungen überwinden möchten, zeigen die beiden Professorinnen Asisa Volz und Gisa Gerold aus den Instituten für Virologie und Biochemie sowie aus dem RIZ gemeinsam bei der Veranstaltungsreihe Herrenhausen Late der VolkswagenStiftung am 15. Juli 2021.
Das Virus: ein wenig Erbmaterial, Lipide und verschiedene Proteine. Es bedarf einer guten Strategie, trotz dieser Einfachheit erfolgreich zu sein und, wie derzeit zu beobachten, die Welt in Atem zu halten. Das Ziel der Wissenschaft ist es, diese Strategie auf unterschiedlichen Wegen zu behindern. Asisa Volz und Gisa Gerold stellen unterschiedliche Ansätze vor, die zukünftig helfen sollen, Viruserkrankungen entgegen zu wirken – auch über die Bekämpfung von SARS-CoV-2 hinaus. Denn fest steht: Durch den Klimawandel, die Globalisierung und die stetige Ausbreitung des Menschen in bisher unberührte Lebensräume ist auch in Zukunft mit der Übertragung von bisher unbekannten Viren auf den Menschen zu rechnen.
Asisa Volz arbeitet an einer Art Impfstoff-Prototypen, der schnell auf unterschiedliche Viren angepasst werden kann. Die Basis bildet ein sehr gut erforschter Pockenimpfstoff, der seit Jahrzehnten bei Menschen eingesetzt wird. Um ihn auf ein neues Virus anzupassen, testet Asisa Volz alle Proteine eines Virus auf ihre Fähigkeit, im Menschen einen Immunschutz zu erzeugen. Ist ein Protein gefunden, wird es in den Prototypen integriert. Dieses Konzept wendet sie auch auf SARS-CoV-2 an.
Gisa Gerold untersucht, wie unterschiedlich sich sogenannte zoonotische Viren, zu denen auch SARS-CoV-2 zählt, verhalten, wenn sie in die Zelle eindringen und sich vermehren. Zoonotische Viren können zwischen Menschen und Tieren übertragen werden, aber nicht jedes Virus infiziert jedes Tier oder jedes Gewebe. Das Wissen über die Erreger hilft, antivirale Medikamente zu finden sowie Übertragungswege, Krankheitsverläufe und das Pandemiepotential besser abzuschätzen.
Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich! Der Eintritt ist frei.
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Sonja von Brethorst
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
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