Unsere Lebenswelt ist geprägt von einer Vielzahl an Idealen über gelingendes bzw. gutes Sterben. Wie wir sterben wollen, ist eine Frage, die nicht nur individuell, sondern auch von gesellschaftlichen Normen und Werten geprägt wird. Wie die Debatten um die Sterbehilfebewegung zeigen, hat das Thema neben der ethischen und medizinischen auch eine gewichtige politische Dimension. Der gute Tod ist zudem ein Thema, das zunehmend die Humanmedizin mit der Veterinärmedizin verbindet. Denn das gute Sterben von Tieren ist in den letzten Jahrzehnten auch zu einer bedeutsamen Frage von Haustierbesitzer*innen und der Tierschutzbewegung geworden.
Heart of a dog
Laurie Anderson, Frankreich/USA 2015, 75‘ dt.U. (Englisch)
Laurie Anderson, Musikerin und Performance-Künstlerin musste vor ein paar Jahren drei Schicksalsschläge nacheinander einstecken. Erst starb ihre Mutter, dann ihr Hund – und schließlich ihr Ehemann, Lou Reed. Ausgehend von reich bebilderten und von Klängen begleiteten Erinnerungen setzt Laurie Anderson sich in ihrem Filmessay Heart of a Dog mit dem Sterben geliebter Menschen und Tieren auseinander. Mit Worten ihres buddhistischen Lehrers, ihrer jüdischen Großmutter, durch Zitate von Philosophen und Passagen aus dem Tibetischen Buch der Toten, denkt die Künstlerin über das Sterben, den Tod, die Trauer und das Loslassen nach. Ein Todesfilm, der zum Liebesfilm wird, und Fragen über das eigene Sterben sowie das unserer Haustiere aufwirft.
Der Film dient als narrativer Ausgangspunkt für eine Diskussion mit dem Publikum über die Gemeinsamkeiten aber auch die Unterschiede des gelingenden bzw. guten Sterbens von Mensch und Tier.
Teilnehmer*innen der Diskussion
Professor Dr. Peter Kunzmann, Professor für Angewandte Ethik in der Tiermedizin an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Dr. Gerald Neitzke, Leiter der AG Klinische Ethik am Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover
Felicitas Selter, PhD, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethik, Geschichte und Philosophie der Medizin Medizinische Hochschule Hannover
Johanna Risse, M.A., Doktorandin im Projekt „Sterben wie ein Hund?“ an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Eintritt
6,50 Euro / 4,50 Euro ermäßigt / HannoverAktivPass frei
Kartenreservierung
Montag bis Freitag von 13 bis 17 Uhr und an der Abendkasse 30 Minuten vor Beginn
kokikasse@hannover-stadt.de
Tel.: +49 511 168 455 22
Kino im Künstlerhaus – Kommunales Kino Hannover
Sophienstraße 2, 30159 Hannover



