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Simulationspatientenprogramm

Simuliert, aber überzeugend

 

Die Gesellschaft der Freunde fördert ein „Simulationspatientenprogramm“ im Clinical Skills Lab.

 

Neben der rein fachlichen Expertise, spielt die Kommunikation mit den Besitzern eines Tieres eine große Rolle im Alltag praktizierender Tierärztinnen und Tierärzte. Gerade für Berufsanfänger ist es oft schwierig, mit Patientenbesitzern zu reden, Therapiepläne zu vereinbaren oder über Kosten zu sprechen – egal, ob in der Kleintierpraxis oder im Großtierbereich.

 

Hier bietet ein neues Programm mit Simulationspatientenbesitzern, das ab dem Sommersemester 2019 im Clinical Skills Lab etabliert wird, viele Optionen zum Lernen und Ausprobieren. Die Simulationspatientenbesitzer werden von Laien- und Profischauspielern verkörpert, die in der Lage sind, Rollen von Tierbesitzerinnen und Tierbesitzern authentisch und realitätsnah darzustellen. Anhand vorab erstellter Fallbeispiele schildern sie die Symptome gewünschter Krankheitsbilder ihres fiktiven Tieres. Zudem sind sie in der Lage, unterschiedliche Charaktere zu verkörpern – abgestimmt auf die entsprechenden Lernziele und Kompetenzlevel der Übungen. Das können beispielsweise aggressive, überforderte oder verzweifelte Menschen sein. In der Humanmedizin ist der Einsatz von Simulationspatienten schon seit einigen Jahren Bestandteil der Lehre und von Prüfungen. An der Medizinischen Hochschule Hannover beispielsweise stehen aktuell etwa 80 Simulationspatienten aller Altersgruppen für Übungen zur Verfügung.

 

Die Studierenden haben in den simulierten Situationen die Möglichkeit, alle Arten von Gesprächen zu üben, die zu ihrem späteren Berufsalltag gehören werden. Sie trainieren mit den Simulationspatientenbesitzern also beispielsweise sowohl die Durchführung professioneller Anamnese-, Aufklärungs- und Beratungsgespräche sowie Teamgespräche oder das Überbringen schlechter Nachrichten. Die Schauspielerinnen und Schauspieler werden zukünftig in bestehende Wahlpflichtveranstaltungen zu den Themen tierärztliche Kommunikation und Euthanasie integriert. Zusätzlich soll es mit ihnen Kurse in einer neuen Kommunikationsstation im Clinical Skills Lab geben. Diese Kommunikationsstation soll es den Studierenden in Kleingruppen ermöglichen, verschiedene Gesprächssituationen aus dem Praxisalltag mit unterschiedlichem Schwierigkeitslevel und Videoanalyse zu trainieren.  

 

Da die Gespräche in einem geschützten Rahmen stattfinden, müssen die Studierenden keine Angst haben, etwas falsch zu machen. Sie können verschiedene Erklärungsarten und Gesprächsstrategien ausprobieren und erhalten von den Kommunikationspartnern und den Dozierenden im Anschluss immer konstruktives Feedback

Foto: Monkey Business@adobe stock.com
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