Belecan-Buchprojekt

BELECAN-Buchprojekt - Kreatives Buch-Projekt

Teil des BELECAN-Projekts ist der künstlerische Ansatz für die schwierigen Themen Einschläferung, Trauer und Verlustbewältigung. Ziel ist die Veröffentlichung eines Buches aus gesammelten Texten und Bildern. Es soll die Auseinandersetzung mit dem Tod abseits der wissenschaftlichen Ebene ermöglichen. Darüber hinaus soll es Betroffenen Trost bieten und Anstöße geben, wie der Umgang mit der eigenen Trauer gelingen kann. Zuletzt will es werben für mehr Akzeptanz, Verständnis, Empathie und Solidarität gegenüber unseren trauernden Mitmenschen – auch und gerade denjenigen, deren Ansichten uns selbst fremd sind und die wir zunächst nicht verstehen.

 

Trauer um Haustiere

Was bedeutet der Tod des Haustieres für die Besitzer?

Trifft er Tierbesitzer genauso hart wie der eines anderen Menschen?

Mittels Aufruf wurden TierhalterInnen zur freiwilligen Teilnahme am Forschungsprojekt gebeten. Anhand der Einsendungen sollte herausgefunden werden, was der Verlust ihres Haustieres für sie bedeutet, welche Erfahrungen sie mit dem Tod gemacht, wie sie den Tod ihres Haustieres erlebt und wie sie ihn verarbeiten haben.

Der Erhebungszeitraum endete nach insgesamt 9 Monaten am 31.01.2019.

 

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei allen TeilnehmerInnen für ihre liebevollen Einsendungen und Beiträge bedanken – danke, dass Sie unser Projekt so tatkräftig unterstützt haben!

 

Einige der eingegangenen Werke können Sie sich in unserem digitalen Projekttagebuch ansehen: www.belecanbuchprojekt.wordpress.com

 

Anzahl der Einsendungen

Aus allen 195 bis zum 31.01.2019 eingegangenen postalischen und elektronischen Einsendungen konnten 185 Beiträge für das Projekt herangezogen werden. Ihr Umfang variierte zwischen einer bis über dreißig Seiten zuzüglich eigener Bilder und Texte.

 

Demografische Daten

Die überwiegende Zahl der Teilnehmer war weiblich (75,68%), weit weniger männlich (14,59%), wobei ein Teil der Einsendungen (9,73%) keinem der beiden Geschlechter zugeordnet werden konnte.

Die Beiträge stammten überwiegend aus Deutschland, aber auch aus Österreich, der Schweiz, Südtirol und Griechenland.

Tierarten

Viele Betroffene berichteten über mehrere ihrer bisherigen Verlusterlebnisse, die sie beim Aufgrund dessen übersteigt die Anzahl der Tiere die der insgesamt eingegangenen Einsendungen.

Todeszeitpunkt

Das früheste konkrete Datum belief sich auf das Jahr 1977, das späteste auf Ende Oktober 2018. Diese Daten implizieren keinesfalls, dass die Trauer mit der Zeit nachlässt. In der Mehrheit scheint im Lauf der Zeit weniger das Bedürfnis zur Mitteilung zu bestehen.

Erste Tendenzen

Wie schwer der Verlust des Haustieres den Besitzer treffen wird, lässt sich kaum vorhersagen. Aspekte wie Geschlecht des Tierhalters, Persönlichkeit, Lebensumstände, Art und Alter des Tieres, Dauer und Enge der Beziehung sowie die Todesumstände können die Trauer beeinflussen, erlauben aber keine universal gültigen Einschätzungen.

Von nicht unwesentlicher Bedeutung scheint die gemeinsame Geschichte von Tier und Halter zu sein.

Letztendlich sprechen diese ersten Ergebnisse dafür, dass TierbesitzerInnen mit dem Tod ihrer Haustiere offenbar ebenso individuell subjektiv umgehen, wie das bei der Trauer nach dem Verlust eines Mitmenschen der Fall ist.

 

Sollten Sie noch Fragen haben oder wir Ihnen anderweitig helfen können, stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Marion Schmitt

marion.schmitt@tiho-hannover.de