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08.01.2021
Weniger Schweinswale in der deutschen Nordsee!

Foto: ITAW / Fjord & Baelt Center

Foto: ITAW

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In den vergangenen 20 Jahren ist der Schweinswalbestand kleiner geworden. Das zeigt eine Studie des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover und dem Centrum für Naturkunde der Universität Hamburg.


Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zählten die Schweinswale systematisch auf Beobachtungsflügen. Die umfangreichen Ergebnisse zeigen, dass der Schweinswalbestand in der deutschen Nordsee jährlich um knapp zwei Prozent schrumpfte. Dr. Anita Gilles aus dem ITAW merkt an, dass vor allem der Rückgang des Bestands am Sylter Außenriff besorgniserregend sei, da dieses Gebiet ein ausgewiesenes Schutzgebiet für Schweinswale sei. Hier nahm die Anzahl an Tieren jährlich durchschnittlich um 3,8 Prozent ab. Positiv war, dass der Schweinswalbestand in der südlichen Nordsee gewachsen ist.

 

Die genauen Ursachen für den Rückgang der Schweinswale untersuchten die Forschenden in dieser Studie nicht. Sie vermuten aber, dass eine Kombination aus mehreren Faktoren dafür verantwortlich ist. Dazu zählen der Einfluss menschengemachter Einflüsse wie Schifffahrt, Fischerei, Offshore-Ölplattformen und Windparks, eine geringere Verfügbarkeit von Beutetieren und veränderte Verbreitungsgebiete der Schweinswale. Die genauen Ursachen müssen laut Gilles aber noch untersucht werden.

 

Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Fachmagazin Frontiers in Marine Science. Die Originalpublikation finden Sie hier.

 

Kontakt

Dr. Anita Gilles

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung

Tel.: +49 511 856-8177

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