Das Gen, das aus Ponys große Pferde macht

Die Größe des Pferdes hat seit Beginn der Zuchtgeschichte immer mehr an Bedeutung gewonnen. Nun konnte eine Mutation identifiziert werden, die die Größenentwicklung des Pferdes von allen bisher bekannten genetischen Varianten am stärksten beeinflusst. Da der biologische Ursprung dieser Mutation bei den kleinen Pferden liegt, wird sie auch Ponymutation genannt.

Pferdezüchter können diese neuen Erkenntnisse anhand eines Gentests für ihre Zuchtentscheidungen nutzen. Besonders zu empfehlen ist der Test bei allen Kleinpferderassen, die in der Regel zwischen dem homozygoten (Pony/Pony) oder heterozygoten (Pony/Groß) Ponygenotyp variieren, und bei allen Kaltblutpferderassen, die häufiger die große Variante aufweisen (Groß/Groß). Bei den Warmblutpferderassen ist diese Mutation besonders durch Einkreuzung von Englischen oder Arabischen Vollblütern von Bedeutung, da diese die Variante für die kleinere Größe aufweisen.

Dieser Test dient nicht dem Ersatz der Größenmessung, sondern der Bestimmung des Einfluss des Testtieres auf die Größe der Nachkommen.

Folgende Testergebnisse sind möglich:

  • Pony/Pony: klein (unter dem Rassendurchschnitt)
  • Pony/Groß: mittel (durchschnittliche Größe der Rasse)
  • Groß/Groß: groß (über dem Rassendurchschnitt)

Die Angaben beziehen sich auf die Durchschnittsgröße der Rasse des Testtieres.

Für den Test sind einzusenden:

  • EDTA-Blutprobe (5-8 ml EDTA-Blut) oder
  • Haarprobe (mit ca. 50 Haarwurzeln)
  • Kopie des Equidenpasses oder der Besitzurkunde (Stammbaum)
  • vollständig ausgefülltes Formblatt

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Ottmar Distl
Direktor
Durchwahl +49 511 953-8875
Durchwahl +49 511 953-8876
Fax +49 511 953-8582
Prof. Dr. Julia Metzger
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Durchwahl +49 511 953-8874
Durchwahl +49 511 953-8872
Fax +49 511 953-8582

Groessentest Pferd Documente Download