Unter einer Linsenluxation versteht man die Verlagerung der Augenlinse in die vordere oder hintere Augenkammer. Ursache hierfür ist ein Defekt im Aufhängeapparat der Linse, den sogenannten Zonulafasern. Als Folge der Verlagerung treten vorerst vermehrterTränenfluss und Schmerzen im Auge auf, was sich als ständiges Blinzeln und Reiben am Auge zeigt. Schnell kommt es zur Erhöhung des Augeninnendrucks, was in einem Grünen Star und sogar Erblindung enden kann.

Meist sind beide Augen betroffen, dabei oft zeitlich versetzt.

Die Linsenluxation kann primär, das heißt erblich bedingt sein oder sekundär durch ein Trauma oder Glaukom (Grüner Star) entstehen.

In der Genetik ist die primäre Form von Interesse, die vor allem bei Terriern im Alter von 3-8 Jahren vorkommt.

Seit 2009 ist es möglich den zugrunde liegenden Gendefekt im ADAMTS17 Gen nachzuweisen. Es handelt sich dabei um eine autosomal rezessiv vererbte Punktmutation, die dazu führt, dass die Entwicklung des Auges und dabei vor allem die Entwicklung und der Erhalt der Zonulafasern gestört ist.

Mit Hilfe des Tests ist es möglich, sowohl gesunde Tiere als auch Anlageträger sowie Merkmalsträger nachzuweisen, was von großer Bedeutung für die Hundezucht ist.

Die Mutation konnte bisher bei verschiedenen Hunderassen nachgewiesen werden, wie z.B.Jack Russell Terrier, Miniature Bull Terrier, Parson Russell Terrier, Patterdale Terrier, Tibet Terrier, Toy Fox Terrier, Welsh Terrier, Chinese Crested, Lancashire Heeler, Rat Terrier, Sealyham Terrier und Volpino Italiano.