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Verlustursachen bei Fasanenküken in Niedersachsen

Projektdaten

Projektleitung: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert
Wiss. Bearbeitung: Dipl.-Biol. U. Voigt
Projektdauer: Jan 2016 bis Dez 2018
Förderung: Jagdabgabemittel des Landes Niedersachsen

Projektbeschreibung

Auf Grund der starken Rückgänge der Fasanenpopulation seit 2008 werden mögliche Faktoren dieses Geschehens in verschiedenen Projekten am ITAW untersucht, um einen umfassenden Überblick zu den Rückgangsursachen zu bekommen. In einem multifaktoriellen Beziehungsgefüge bringen verschiedene Indizien die negative Bestandsentwicklung des Fasans mit einer erhöhten Kükensterblichkeit in Verbindung.

 

Das Ziel der Untersuchung ist es, die Schlüsselfaktoren für die erhöhte Kükensterblichkeit beim Fasan in praktischen Ansätzen und im ökologischen Kontext herauszuarbeiten. Es ist anzunehmen, dass die gewonnenen Erkenntnisse nicht nur für Fasanenküken, sondern auch für viele andere, im Bestand ebenfalls abnehmende Vögel des Agrarlandes zutreffen können.

Der Einsatz von modernen Solar-GPS-Trackingsendern ermöglicht eine hochauflösende Darstellung der exakten Laufwege von Hennen in der Brut- und Aufzuchtzeit und folglich auch der der Küken nach dem Schlupf. Da die Küken in den ersten Wochen stets von der Henne geführt werden und ist der Weg und Nutzungsbereich der Hennen mit denen der Küken identisch.

Darüber hinaus werden auch freilebende Fasanenküken gefangen, besendert und in der Folgezeit telemetrisch überwacht, sodass sich bei Todfunden neben der Todesursache (z.B. Prädation, Krankheit, Ernährung) die Überlebensraten in Abhängigkeit vom Habitat und von der Nahrungsverfügbarkeit aufzeigen lassen.

Fasanenküken benötigen für eine gesunde und rasche Entwicklung in den ersten zwei bis drei Lebenswochen tierisches Eiweiß in Form von Insekten. Eine mangelnde Versorgung in dieser empfindlichen Aufwuchsphase kann negative Effekte auf ihre spätere Entwicklung haben. Daher bildet die Untersuchung des Nahrungsangebots in den Aufenthaltsbereichen der Küken zur Aufzuchtzeit einen weiteren Schwerpunkt dieses Forschungsvorhabens. Auf dieser Basis der gewonnenen Daten zur Raumnutzung, der Überlebensraten und Nahrungsverfügbarkeit wird letztendlich eine Risikobewertung für das Überleben von Fasanenküken vorgenommen.

Ansprechpartner

Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Bischofsholer Damm 15

30173 Hannover

 

Dipl.-Biol. Ulrich Voigt

Tel.: +49 511 856-7549

Fax: +49 511 856-827549

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Anschrift
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Hannover)
Bischofsholer Damm 15
30173 Hannover
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