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Ökologie des Rebhuhns und der Waldschnepfe

Projektdaten

Projektdauer:   Ende 2006

Wiss. Bearbeitung: J. Tillmann

Förderung:       Jagdabgabemittel des Landes Niedersachsen

Kooperation:    Staatliche Vogelschutzwarte Niedersachsen, Biodata Braunschweig

Projektbeschreibung

Rebhuhn

In ausgewählten Revieren Niedersachsens werden über fünf Jahre periodische Bestandeserhebungen des Rebhuhns (Perdix perdix) in Zusammenarbeit mit örtlichen Jägern und Naturschützern durchgeführt. Die Ergebnisse münden in eine Empfehlung zur Reglementierung der Bejagung in Niedersachsen. Im Frühjahr wird in einzelnen Jagdbezirken Niedersachsens nach einer vom IWFo weiterentwickelten Verhörmethode (Voigt et al. 2000) die Anzahl von Rebhuhnrevieren ermittelt, im Herbst und Winter wird in ausgewählten Revieren das Auftreten von Rebhuhnketten erfasst. Dieses Monitoring soll Aufschluss über die Bedeutung verschiedener Faktoren im Populationsgeschehen des Rebhuhns geben. Die im Rahmen der Wildtiererfassung Niedersachsen zusammen mit den niedersächsischen Jägern ermittelten Daten über das Vorkommen von Rebhuhn sollen mit Hilfe der Detail-Kartierungen evaluiert werden.

 

Waldschnepfe

Aufgrund ihrer heimlichen Lebensweise sind die Populationsdichten der Waldschnepfe kaum zu ermitteln. Die Jahreszeit, in der zumindest ein Teil lokaler Populationen „sichtbar“ und erfassbar wird, ist die Balzzeit von März bis in den Juli, da sich insbesondere die Männchen in der Morgen- und Abenddämmerung erheben und mit ihren puitzenden und quorrenden Balzlauten entlang von Waldkanten, Schneisen oder reich strukturierten Waldbereichen ihr Revier abfliegen. Die Flugrouten werden nicht nur von einem Individuum mehrmals in der Morgen- und Abenddämmerung genutzt. Dies und die Polygamie der Waldschnepfe machen einen Rückschluss von der abendlichen Balzaktivität auf die tatsächliche Bestandesdichte unmöglich. Die Entwicklung einer einfachen und standardisierten Kartiermethode soll die Grundlage für einen Bestandsindex bilden. Über diesen Bestandsindex lassen sich dann lokal Populationsveränderungen im Laufe der Jahre erfassen oder die Qualität verschiedener Lebensräume, beispielsweise verschiedener Waldtypen, vergleichend gegenüber stellen.

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