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Auswirkung von Lebendfallen auf Prädatoren

Projektdaten

Projektleitung: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert
Projektdauer: Oktober 2013 bis Mitte 2015
Förderung: Deutscher Jagdverband, Berlin

Projektbeschreibung

Vor dem Hintergrund des Agreement on International Humane Trapping Standards (AIHTS) und der ISO-10990 sollen Auswirkungen von Lebendfallen auf Prädatoren untersucht werden. Ziel ist die Erarbeitung von Empfehlungen für einen tierschutzgerechten und effizienten Einsatz von Lebendfallen.  Die Untersuchungen werden im Rahmen des Prädatorenprojektes des MELUR Schleswig-Holstein und des Landesjagdverbandes Schleswig-Holsteins auf Eiderstedt, Nordfriesland, durchgeführt. Dort werden Lebendfallen zum Fang von Prädatoren eingesetzt um deren Auswirkungen auf Bodenbrüter zu reduzieren.

Im Rahmen des Projektes sollen Untersuchungen zum Verhalten (ethologische Untersuchungen) der Prädatoren in der Falle, zur Stressbelastung, Röntgenologische Untersuchungen sowie eine abschließende Obduktion mit einer Einschätzung des Gesundheitszustand erfolgen. Ebenso Abklärung des Gesundheitszustandes der Prädatoren auf mögliche Vorschädigungen.

Für ethologische Untersuchungen sollen für eine Auswahl an Fallen Infrarotkameras auf ihre Einsatzmöglichkeiten getestet werden. Das Verhalten der Prädatoren soll während des Fanges aufgenommen werden, z.B ihre Ausbruchsversuche, erhöhte Aktivität etc.. Wenn nötig werden die Kamerasysteme nach jedem Einsatz weiterentwickelt und optimiert. Die ethologischen Auswertungen sollen Rückschlüsse auf die Stressbelastung und das Befinden der Prädatoren ermöglichen.

Nach der Entnahme aus der Falle soll das Tier möglichst schnell narkotisiert werden für eine klinische Untersuchung und  Blutentnahme. Anschließend wird das Tier euthanasiert, jetzt können Körpersekrete und Haare entnommen werden um eine Auswahl an Stresshormonen zu bestimmen die es erlauben die Situation während des Fanges in der Lebendfalle zu bestimmen.

Vor der Obduktion sollen Röntgenologische Untersuchungen durchgeführt werden um während der Sektion eine Fokussierung auf bestimmte Skelettteile mit eventuellen Veränderungen zu ermöglichen. Die abschließende Obduktion wird vollständig mit makroskopischer Beurteilung aller Organsysteme, sowie des zentralen Nervensystems, vorgenommen. Während der Sektion sollen Organproben entnommen und anschließend histologisch untersucht werden. Die aufgeführten pathologischen Untersuchungen sollen weiterhin Einschätzungen ermöglichen ob der Prädator Vorschädigungen hatte die auf sein Verhalten und seine Belastbarkeit einen negativen Einfluss haben könnten.

 

Betonrohr-Wipp-Falle, ausgestattet mit einer Infrarotkamera. Foto ITAW

Ansprechpartner

Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Werftstr. 6
25761 Büsum

 

Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert

Tel.: +49 511 856-8158

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Anschrift
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Werftstr. 6
25761 Büsum
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