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Folgebewertung und Etablierung einer Langzeitüberwachung der Belastung verschiedener Meeresbereiche und Biota durch marine Abfälle (Meeresmüll)

Projektdaten

Weitere Informationen: www.aquaecology.de/site/index.php
Projektleitung: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert
Wiss. Umsetzung: Dipl.-Biol. Bianca Unger
Laufzeit: Januar 2018 bis Dezember 2020
Finanzierung: Umweltbundesamt (UBA) über AquaEcology GmbH & Co. KG
Koordination: AquaEcology, Marie-Curie-Straße 1, 26129 Oldenburg

Projektbeschreibung

 

Zur Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) ist eine Bewertung unserer Gewässer sowie die Weiterentwicklung und Standardisierung von Monitoringverfahren zwingend erforderlich. Ein guter Umweltzustand (GES) ist erst erreicht, wenn unter anderem Meeresmüll kein gravierendes Risiko für die Meeresumwelt darstellt (Deskriptor 10). Zur Beurteilung des Ausmaßes und der Auswirkungen müssen ebenfalls die kleinsten Partikel berücksichtigt werden (Mikroplastikpartikel; MPs). Eine Auswirkung ist der trophische Transfer von MPs, welcher bereits zwischen Miesmuscheln (Mytilus edulis) und Strandkrabben (Carcinus maenas) nachgewiesen wurde. Auch die Präsenz von MPs in Fischen deutet ebenfalls auf einen trophischen Transfer hin. Auf Grund ihrer Stellung in der Nahrungskette sind Meeressäugetiere prädestiniert für Bioakkumulation. Informationen über das Auftreten von MPs in Meeressäugern aus deutschen Gewässern liegen derzeit nicht vor. Im Rahmen dieses Projektes soll ein quantitativer und qualitativer Nachweis von MPs in Top-Prädatoren erfolgen. In Deutschland werden im Zuge eines Strandungsnetzwerkes Kadaver von allen drei heimischen Meeressäugerarten, Schweinswale (Phocoena phocoena), Seehunde (Phoca vitulina) und Kegelrobben (Halichoerus grypus), die an den Schleswig-Holsteinischen Küsten gestrandet sind, eingesammelt und an das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover transportiert. Je nach Erhaltungszustand werden die Tiere obduziert, um den Gesundheitszustand und die Todesursache zu bestimmen, sowie um verschiedene biologische Parameter, wie z.B. Geschlecht, Alter, Reproduktionsstatus zu erfassen. Seit 2014 werden im Rahmen der Obduktionen ebenfalls Kotproben zur weiteren Analyse auf MPs genommen. Anschließend sollen die isolierten MPs quantitativ untersucht werden. Im Anschluss werden die gefundenen MPs qualitativ mittels eines Fourier-Transform-Infrarotspektrometer (FT-IR) analysiert, um die Art des Plastiks zu ermitteln.

 

Plastikmüll in mariner Umwelt. © ITAW, B.Unger

Ansprechpartner

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover 

Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung

Werftstr. 6

25761 Büsum

 

Bianca Unger

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Anschrift
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Werftstr. 6
25761 Büsum
Kontakt
Tel.:+49 511 856-8176
Fax.:+49 511 856-8181
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