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Erfassung der Dichte und Verteilungsmuster von Schweinswalen (Phocoena phocoena) in der deutschen Nord- und Ostsee

Projektdaten

Förderung: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (FKZ 0329946B)
Projektleitung: Apl. Prof. Dr. Ursula Siebert
Wissensch. Bearbeitung: Dr. Anita Gilles, Dr. Kristina Lehnert, Ulrika Westerberg
Projektkoordination: Projektträger Jülich, Geschäftsbereich Erneuerbare Energien

Projektbeschreibung

Das Forschungsvorhaben MINOS plus war allgemein mit der Grundlagen- und Begleitforschung zur Offshore-Windenergienutzung in Nord- und Ostsee befasst, und schließt damit direkt an das Projekt MINOS: "Marine Warmblüter in Nord- und Ostsee - Grundlagen zur Bewertung von Offshore-Windanlagen" an.
Um mögliche Auswirkungen des Baus von Windkraftanlagen auf Schweinswale besser beurteilen zu können, ist die Erfassung und Abschätzung von aktuellen Bestandsgrößen und der Verteilung von Schweinswalen in deutschen Gewässern von grundlegender Bedeutung. Flugzeugerfassungen spielen bei dieser Datenaufnahme eine besondere Rolle, weil sie erlauben, in einem gegebenen Zeitraum, möglichst große Untersuchungsgebiete abzudecken.

 

Winkelbestimmung zu einer Sichtung

Schweinswal: Mutter-Kalb Paar

In diesem Projekt wird zur Bestimmung der Dichte von Schweinswalen die "line-transect distance sampling" Methode angewandt. Dabei werden Transekte auf einer konstanten Höhe (600 Fuß = 183 m) mit Kleinflugzeugen beflogen. Diese Transekte stellen eine repräsentative Stichprobe des Untersuchungsgebietes dar. Der vertikale Winkel vom Beobachter zum Tier (bestimmt mittels Inklinometer) ermöglicht die Berechnung der rechtwinkligen Entfernung der gesehenen Tiere zum Transekt. Aus dieser Information, der Gruppengröße und ihrer Zusammensetzung kann über die Anpassung einer Wahrscheinlichkeitsfunktion die Dichte der Schweinswale im Untersuchungsgebiet errechnet werden (die Methode ist ausführlich beschrieben in BUCKLAND et al. 2001).

In der neben stehenden Abbildung sind die Untersuchungsgebiete in Nord- und Ostsee farblich markiert. Innerhalb dieser Gebiete sollen die Befliegungen Erkenntnisse über die räumlich-zeitliche Verteilung und Dichte von Schweinswalen erbringen. Es soll weiterhin untersucht werden, ob und inwiefern diese Verteilungsmuster innerhalb und zwischen verschiedenen Jahren variieren. Bevorzugte Lebensräume des Schweinswals sollen durch dieses Projekt zudem durch den Vergleich der Ergebnisse der Flugzählungen mit verschiedenen abiotischen sowie biotischen Parametern der dynamischen Meeresumwelt näher charakterisiert werden.

Der Abschlussbericht steht hier zum Download (3,2 MB) zur Verfügung.

Ansprechpartner

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung

Werftstr. 6

25761 Büsum

 

Dr. Anita.Gilles

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Kontakt Standort Büsum
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Tel.:+49 511 856-8177
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