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StUKplus - Ergänzende Untersuchungen zum Effekt der Bau- und Betriebsphase im Offshore-Testfeld "alpha ventus" auf marine Säugetiere

Projektdaten

F+E Auftragnehmer: Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung, ITAW
Projektleitung: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert
Wiss. Bearbeitung: Dr. Anita Gilles, Dr. Michael Dähne
Förderung: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (FKZ 0327689A)
Projektträger: Projektträger Jülich, Geschäftsbereich Erneuerbare Energien
Projektkoordination: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, (BSH), Hamburg

Projektbeschreibung

In diesem Projekt wurden Forschungsarbeiten durchgeführt, die, ergänzend zu den Vorgaben des Standard-Untersuchungskonzeptes zur Untersuchung der Auswirkungen von Offshore-Windenergieanlagen auf die Meeresumwelt (StUK 3) des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), den Einfluss der Bau- und Betriebsphase von Offshore-Windkraftanlagen auf marine Säuger untersuchen und quantifizieren. Die Ergebnisse der Untersuchungen am Offshore-Testfeld „alpha ventus“ wurden verwendet, um das StUK 3 zu evaluieren und ggf. für zukünftige Windparkplanungen fortzuschreiben. Mit verschiedenen Methoden (C-PODs, Flug- und Schiffssurveys) sollten die durch das Bauvorhaben verursachten Veränderungen der Verteilungs- und Dichtemuster sowie die Habitatnutzung mariner Säugetiere im Umfeld von „alpha ventus“erfasst werden.                          

          

C-POD (Schweinswal-Klickdetektor) zur akustischen Erfassung © ITAW

Akustische Datenlogger wurden in verschiedenen Entfernungen zum Untersuchungsgebiet ausgebracht, um die Anwesenheit von Schweinswalen zu verschiedenen Perioden der Bauarbeiten zu untersuchen. 
In einem großräumigen Gebiet um das Testfeld wurden Flugsurveys durchgeführt, die es erlauben Veränderungen im Vorkommen der Tiere auch im Zusammenhang mit ihrer großräumigen Verteilung zu beurteilen. 

 

Flugzeug zur visuellen Erfassung mariner Säuger © ITAW

Des Weiteren wurden mögliche Auswirkungen auf Verbreitung, Dichte, Verhalten und Aggregationen zeitnah zur Durchführung der Bauarbeiten (BACI – Experiment; Before After Control Impact) erfasst und quantifiziert. Dazu wurden in einem kleinräumigen Gebiet, vor, während und nach den Bauarbeiten, drei Schiff-Surveys (kombiniert visuelle und akustisch mit Schlepphydrophon) durchgeführt . Für die Flug- sowie für die Schiff-Surveys wurde die für marine Säugetiere etablierte „line-transect distance sampling“ Methode (BUCKLAND et al. 2001) angewendet.

 

In einem weiteren Teilprojekt wurde eine gemeinsame Datenbank erarbeitet, die Daten aus flug- und schiffsgestützten kleinräumigen Umweltverträglichkeitsstudien zu geplanten und genehmigten Windvorhaben auf See, sowie im ITAW vorliegende Daten aus langjährigen und großräumig angelegten Forschungsprojekten beinhaltet

 

Ansprechpartner

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung

Werftstr. 6

25761 Büsum

 

Prof. Prof. Dr. h. c. Dr. Ursula Siebert

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Anschrift
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Werftstr. 6
25761 Büsum
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