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Meeresmüll in der Nord- und Ostsee: raum-zeitliche Verteilung und Vorkommen in Meeressäugern

Projektdaten

Finanzierung: Flugdaten der Jahre 2010, 2011 und 2012 wurden während des Projektes „Kohärentes Monitoring der Belastungen deutscher Meeres- und Küstengewässer mit menschlichen Abällen und der ökologischen Konsequenzen mit weiterem Fokus auf eingehende Identifizierung der Quellen” (FKZ: 3713 25 220) analysiert. Das Projekt wurde von AquaEcology GmbH & Co. KG koordiniert und vom Umweltbundesamt finanziert.
Projektleitung: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert
Wiss. Umsetzung: Dr. Bianca Unger

Projektbeschreibung

 

Eine der größten Bedrohungen der Meeresumwelt ist Verschmutzung. Dazu zählt auch die Einbringung von Müll, insbesondere Plastikmüll. Auf Grund ihrer Eigenschaften, wie Leichtigkeit und Beständigkeit, verbleiben Plastikteile lange in der Meeresumwelt. Dies birgt eine große Bedrohung für Meeressäugetiere. Neben äußeren Verletzungen, verursacht durch Verstrickungen, kann es durch das Verschlucken von Plastikteilen zu inneren Verletzungen, Ersticken oder zum Verhungern kommen.

 

Im Rahmen des Meeresmüllprojektes des Institutes für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung wird sowohl das Ausmaß als auch die Verteilung des treibenden Meeresmülls in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) analysiert. Des Weiteren stehen die Auswirkungen des Meeresmülls auf die in deutschen Gewässern heimischen Meeressäugetiere [Schweinswal (Phocoena phocoena), Seehund (Phoca vitulina) und Kegelrobbe (Halichoerus grypus)] im Fokus.

Um nähere Informationen über das Ausmaß und die Verteilung des treibenden Meeresmülls zu erhalten, werden Flugdaten der Jahre 2002 bis 2014 analysiert. Diese sollen Aufschluss über mögliche Überschneidungen mit wichtigen Schweinswalhabitaten geben. Um mehr über die möglichen Quellen und den zukünftigen Verbleib des treibenden Mülls zu erfahren, werden die Daten zusätzlich in ein Strömungsmodel integriert (Kooperation: Zentrum für Material- und Küstenforschung, Helmholtz-Zentrum Geesthacht).

Der zweite Aspekt des Forschungsprojektes befasst sich mit den Auswirkungen des Meeresmülls (Makromüll) auf marine Säugetiere. Hierzu werden Sektionsprotokolle, die seit 1990 (Schweinswale) bzw. 1996 (Seehunde und Kegelrobben) angefertigt wurden, auf Eintragungen zum Vorkommen von Meeresmüll untersucht. Dabei sollen die Menge, die damit verbundenen Verletzungen und mögliche Jahrestrends ermittelt werden.

 

Plastikmüll in mariner Umwelt. © ITAW, B.Unger

Ansprechpartner

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover 

Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung

Werftstr. 6

25761 Büsum

 

Dr. Bianca Unger

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Anschrift
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Werftstr. 6
25761 Büsum
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Tel.:+49 511 856-8176
Fax.:+49 511 856-8181
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