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Häufigkeit und Verbreitung von Walen im antarktischen Packeis

Projektdaten

Kooperationspartner: Wageningen Institute for Marine Resources & Ecosystem Studies (IMARES),
Institut für Seefischerei des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI)
Projektleitung: Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert
Wissenschaftler: Dr. Helena Herr
Laufzeit: April 2011 bis August 2015
Förderung: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Projektbeschreibung

 

Die Verteilung von Walen in antarktischen Gewässern ist insbesondere in den eisbedeckten Bereichen nur unzureichend untersucht, da nur wenige Schiffe ins Eis  vordringen können um die Tiere dort zu erfassen. Deutschland ist Mitglied der Internationalen Walfangkommission (IWC) und verfolgt dort das Ziel, den Walschutz zu verbessern. Verschiedene Walarten, insbesondere aber der Antarktische Zwergwal (Balaenoptera bonarensis), werden nach wie vor bejagt. Die Bestandszahlen, auf denen die Fangquoten basieren, variieren stark. Eine über die Jahre abnehmende Tendenz wird von mancher Seite darauf zurückgeführt, dass sich mittlerweile mehr Zwergwale als in früheren Jahrzehnten im Packeis aufhalten und dadurch von den (nicht eisgängigen) Beobachtungsschiffen nicht erfasst werden konnten. Belege für diese Hypothese fehlen.

In den vergangenen Jahren wurden von deutscher Seite vermehrt Daten zum Vorkommen von Walen vor und im antarktischen Packeis erhoben. Auf Forschungsschiffen die in bis zu 100% Eisbedeckung vordringen können, wurden systematische Erfassungen von Walen durchgeführt. Im Rahmen des vorliegenden Projektes sollen anhand dieser Daten Verteilungen ermittelt und Häufigkeiten berechnet werden, sowie eine komplexe Modellierung entworfen werden. Hierbei wird der Zusammenhang zwischen verschiedenen Umweltparametern wie z.B. Meerestiefe, Eisbedeckung, Distanz zur Küste oder Eiskante und dem Vorkommen von Walen untersucht um wenigstens Größenordnungen zu ermitteln, in denen sich die Dichte der Tiere in Abhängigkeit vom jeweiligen Grad der Eisbedeckung bewegt.
Die Ergebnisse werden jeweils direkt der IWC vorgelegt um Grundlagen für Schutz- und Managementmaßnahmen zu bilden. 

 

 

    

 

Antarktischer Zwergwal (Balaenoptera bonarensis)

Ansprechpartner

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung

Werftstr. 6

25761 Büsum

 

Dr. Helena Herr

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Anschrift
Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (Büsum)
Werftstr. 6
25761 Büsum
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