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In-vitro-Untersuchungen zur transdermalen Penetration und Resorption an Tierhäuten

Projektbeschreibung:

Permeationsversuche werden zur Entwicklung und Erprobung von Arzneimitteln (z. B. transdermale Pflaster, Spot-on-Präparate) sowohl in der pharmakologischen, toxikologischen als auch der kosmetischen Forschung genutzt. Obwohl die Versuche unter reproduzierbaren Bedingungen durchgeführt werden, unterliegen die Versuchsergebnisse verschiedener Spezies und unterschiedlicher Individuen erheblichen Schwankungen, wobei der heutige Stand der Forschung auf Unterschiede im morphologischen Aufbau sowie der biochemischen Zusammensetzung der Haut hinweist.

 

Um zu einer Standardisierung des experimentellen Vorgehens beizutragen, werden in den eigenen Untersuchungen unterschiedliche morphologische Hautparameter sowie die epidermale Lipidzusammensetzung von verschiedenen Spezies untersucht und mit Resultaten aus transdermalen In vitro-Permeationsversuchen verglichen. Die Versuche werden an sog. Franz-Zellen sowie an isoliert perfundierten Organen (Euter) durchgeführt.

 

Die bisher durchgeführten Versuche zeigen ein generelles Ranking der Permeationsraten (z. B. Schwein < Hund < Rind < Ratte). Der Vergleich der Permeationsraten mit morphologischen Hautparametern sowie der epidermalen Lipidkomposition zeigte in Einklang mit einschlägiger Literatur eine inverse Korrelation zwischen der Stratum corneum Dicke sowie eine positive Korrelation zwischen dem epidermalen Gesamtlipidgehalt und dem perkutanen Stofftransport.

 

Projektverantwortliche:

Prof. Dr. Manfred Kietzmann, (manfred.kietzmann@tiho-hannover.de; 0511-953-8730)

Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

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