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Neuroanatomie, Craniometrie und bildgebende Verfahren

Die topographische und systematische Anatomie des Gehirns der Haussäugetiere weist – trotz elementarer Gemeinsamkeiten – en détail einige tierartspezifische Besonderheiten auf. Beim Pferd sind diese zwar prägnant und augenfällig, bisher aber wenig berücksichtigt. Stattdessen ist vielfach von dem Grundmodell des Fleischfresser-Gehirns ausgegangen worden; dies erscheint allerdings bei genauer Betrachtung als zu sehr vereinfacht. Insbesondere die neueren bildgebenden Verfahren bringen einen wachsenden Bedarf an detaillierter topographischer und funktioneller Orientierung auch speziell beim Pferd mit sich. Darum ist u. a. eine eingehende Befassung mit dem Oberflächenrelief des Neopalliums erforderlich. Unter diesen Gesichtspunkten ist auch das oberflächliche, arterielle Blutgefäßsystem angemessen zu berücksichtigen.

 

Mit computergestützten dreidimensionalen Messverfahren werden am Neurocranium des Pferdes Daten erhoben, die aufgrund systemimmanenter Probleme anderer Messverfahren bisher z. T. ungenau waren oder – und dies ist besonders relevant – gar nicht erfasst werden konnten. Derartige Daten werden als äußerst hilfreich für klinisch-diagnostische Verfahren und für die Planung chirurgischer Zugänge angesehen.

 

Darüber hinaus werden speziell für das Pferd geeignete, stereotaktische Verfahren entwickelt. Zusammen mit entsprechenden morphometrischen Daten sollen sie einen gezielten Zugang zu speziellen intracraniellen Strukturen (vor allem in genau spezifizierten Hirnregionen) ermöglichen. Dies soll mit Daten aus MRT-Aufnahmen abgeglichen werden.

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