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Tierwohl in der Aquakultur - Gütesiegel oder Grund zur Besorgnis?

Aquakultur – „Massentierhaltung unter Wasser“?

 

Die Haltung von Nutztieren in der Landwirtschaft wird von der Gesellschaft kontrovers diskutiert. In dem Zusammenhang wird in den Medien auch über die Fischhaltung in Aquakulturen zunehmend kritisch berichtet als „Massentierhaltung unter Wasser.“

 

Diskutiert werden allgemein Haltungsbedingungen und Gesundheitszustand von Fischen in Aquakulturen – Aufgaben für die sich Teichwirte und Fischer täglich einsetzen. Wie kann der Gesellschaft vermittelt werden, was Teichwirte täglich tun und wie es den Fischen geht?

 

Um eine breite Zustimmung der Gesellschaft zur Zukunft der Nutztierhaltung in Deutschland, einschließlich zur Aquakultur zu finden, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eine Nutztierstrategie erarbeitet.

Eine entsprechende Broschüre finden Sie auf der Seite des BMEL. (Link zur Nutztierstrategie des BMEL)

 

Für ein fundiertes Bild über die Situation der landwirtschaftlichen Nutztiere und der Fische in Aquakulturen und für eine objektive Bewertung der Tierschutzsituation in einzelnen Regionen oder in Deutschland soll auf wissenschaftlicher Basis ein objektives Messsystem entwickelt werden. Deshalb fördert das BMEL das Projekt „Nationales Tierwohl-Monitoring“ (NaTiMon), in dem Grundlagen für ein solches Messsystem als ein indikatorgestütztes Tierwohl-Monitoring erarbeitet werden sollen.

Dieses Monitoring soll ermöglichen, die Debatte zu versachlichen.

 

Weitere Informationen hierzu können Sie in einem Artikel in Fischer und Teichwirt (08/2019) und in einem Informationsbrief nachlesen.

Hier den Artikel lesen

Hier den Infobrief lesen

 

Um eine möglichst praxistaugliche und für die Fischerei und Aquakultur brauchbare Empfehlung für ein solches Monitoring abgeben zu können, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen.

Durch Ihre Mitarbeit bietet sich Ihnen die Chance, an der Auswahl der Indikatoren mitzuwirken, damit am Ende ein Entwurf für ein Monitoring vorliegt, dass Sie als Praktiker mittragen können.

Was ist bisher geschehen?

In Leitfäden und wissenschaftlicher Literatur ist eine Vielzahl von Parametern genannt, mit denen das Tierwohl von Fischen beurteilt werden könnte. Fischzüchter, Wissenschaftler und Tierärzte aus den Fischgesundheitsdiensten haben in Fachgesprächen ebenfalls mögliche Indikatoren vorgeschlagen. Alle Parameter wurden zusammengetragen und im Hinblick auf Aussagekraft, Praktikabilität und Verlässlichkeit bewertet. Aufgrund dieser Bewertung wurden eine Liste von Parametern zusammengestellt, die für ein Monitoring in die engere Auswahl kommen können.

Wie geht es weiter?

Die Indikatoren aus der Auswahlliste sollen im Rahmen einer Online- Konferenz am 06.10.2020, in der Zeit von 16 bis ca. 19 h vorgestellt und diskutiert werden. Durch Ihre Beteiligung an dieser Konferenz können Sie an der Auswahl von aussagefähigen und praktikablen Indikatoren mitarbeiten.

 

Für die Planung der Veranstaltung bitten wir bis zum 25.09.2020 um Ihre Anmeldung unter Angabe einer E-Mail Adresse unter felix.teitge@tiho-hannover.de. Sie bekommen im Anschluss einen Link für die Veranstaltung zugesendet.

 

Für eine Teilnahme an der Veranstaltung benötigen Sie einen Computer mit Internetverbindung und Audiowiedergabe, sowie ggf. ein Mikrofon. Eine Webcam ist optional.

 

Weitere Informationen zum Nationalen Tierwohl-Monitoring finden Sie unter:

https://www.nationales-tierwohl-monitoring.de/

 

Haben Sie Fragen zum Tierwohlmonitoring oder zur Veranstaltung?

Dann rufen Sie uns bitte an oder schreiben eine E-mail: 

 

Dr. Stefan Reiser, Thünen Institut für Fischereiökologie: 

0471 - 94460 279  (e-mail: stefan.reiser@thuenen.de)

Dr. Dieter Steinhagen, Tierärztliche Hochschule Hannover, Abteilung Fischkrankheiten:
0511 953-8560 (e-mail: dieter.steinhagen@tiho-hannover.de)