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Pressemitteilungen 2014

14.10.2014
Erhöhte Zahl von Seehundfunden an der Westküste Schleswig-Holsteins

An der Westküste Schleswig-Holsteins werden zurzeit vermehrt schwerkranke und tote Seehunde gefunden. Oft waren es mehrjährige, ältere Seehunde. Mehrere Tiere von Helgoland und Sylt werden derzeit in der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) von Wissenschaftlern des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung, des Instituts für Pathologie und des Research Centers for Emerging Infections and Zoonoses (RIZ) untersucht. Die Untersuchungen sollen unter anderem klären, ob Staupe- oder Influenzaviren eine Rolle spielen. Letztere waren für die dänische Ostseeinsel Anholt nachgewiesen worden, wo im August über hundert tote Seehunde gefunden worden waren.

 

Strandspaziergänger sollten grundsätzlich immer Abstand zu lebenden oder toten Robben halten, ihre Hunde davon fernhalten und Robben auf keinen Fall anfassen. So kann einer Übertragung von Krankheitserregern auf den Menschen oder auf die Tiere vorgebeugt werden.

 

Seehunde sind geschützt und dürfen nicht bejagt werden, sie unterliegen jedoch dem Jagdrecht. Deshalb kümmern sich in Schleswig-Holstein rund 40 speziell geschulte Seehundjäger – die aus traditionellen Gründen diesen Namen behalten haben – um die kranken oder toten Tiere. Maßgeblich für sie sind die einheitlichen Regelungen, die die zuständigen Natur-, Jagd- und Tierschutzbehörden Schleswig-Holsteins, Hamburgs und Niedersachsens 1997 dazu vereinbart haben. An der schleswig-holsteinischen Nordseeküste leben nach aktuellen Bestandschätzungen rund 12.000 Seehunde.


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Sonja von Brethorst
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