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Pressemitteilungen 2013

20.12.2013
ITAW weitet Forschungsspektrum aus

Neben Schweinswalen, Kegelrobben und Seehunden arbeiten die Büsumer Forscher künftig auch an Rebhühnern und Fasanen.


Die Rebhuhn- und Fasanenbestände sind in Schleswig-Holstein, wie auch in anderen Teilen Deutschlands, besonders in den letzten Jahren auffallend zurückgegangen. Die Gründe hierfür sind vielschichtig, gesicherte Erkenntnisse liegen bisher noch nicht vor. Auch aus Dithmarschen berichten Jäger von einem Rückgang insbesondere der Fasanenbestände.

 

Das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Stiftung Tierärztlichen Hochschule Hannover mit Sitz in Büsum, hat in Schleswig-Holstein ein Pilotprojekt gestartet, um den Einfluss von Infektionskrankheiten auf den Fasanenrückgang zu untersuchen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden in ihre Untersuchungen auf Fallwild und auf Tiere aus Jagdstrecken zurückgreifen. Finanziert wird das Projekt vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein (MELUR) als Oberste Forst- und Jagdbehörde. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen führen Mitarbeiter des ITAW in Hannover bereits vergleichbare Forschungsarbeiten durch – finanziert durch die jeweiligen Jägerschaften der Bundesländer.

 

„In Schleswig-Holstein haben wir bisher hauptsächlich an Seehunden, Kegelrobben und Schweinswalen geforscht“, sagt ITAW-Leiterin Professorin Dr. Ursula Siebert. „Neben den marinen Forschungsschwerpunkten werden wir künftig gemeinsam mit der Jägerschaft auch Themen an landlebenden Wildtieren bearbeiten.“

 

So werden sie in einem weiteren Projekt Infektionskrankheiten bei Prädatoren, also Räubern wie Füchsen und Steinmardern untersuchen. Einen besonderen Fokus legen sie hier auf Krankheiten, die auf den Menschen übertragbar sind, sogenannte Zoonosen. In beiden Projekten wird das ITAW vom WildTierKataster Schleswig-Holstein (WTK SH) unterstützt. Finanziert werden die Projekte von der Obersten Forst- und Jagdbehörde des Landes Schleswig-Holstein.

 

Kontakt

Apl. Professorin Dr. Ursula Siebert

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW)

Tel.: +49 511 856-8158

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Kontakt
Sonja von Brethorst
Tel.:+49 511 953-8002
Fax.:+49 511 953-82 8002
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